No 62

Huber, Marie

geboren 4.3.1695 Genf, gestorben 13.6.1753 Lyon, ref., von Genf. Tochter des Jean-Jacques, Bankiers, und der Anne Catherine Calandrini. Nichte des Nicolas Fatio. Ledig. 1711 liess sich H. mit ihrer Fam. in Lyon nieder. In ihrer Jugend wurde sie stark von dem in ihrer Fam. vorherrschenden Pietismus geprägt, von dem sie sich allmählich löste. Sie schrieb zahlreiche theol. Werke. Ihre späteren, in Bezug auf die konfessionellen Orthodoxien sehr polem. Schriften lassen einen ausgeprägten Rationalismus erkennen, der die Naturreligion über die Offenbarungsreligion stellt. Diese Werke haben das religiöse Denken Jean-Jacques Rousseaus stark beeinflusst.


Werke
Lettres sur la religion essentielle à l'homme, 1738-39
Literatur
– M.-C. Pitassi, «Etre femme et théologienne au XVIIIe siècle», in De l'Humanisme aux Lumières, hg. von M. Magdelaine et al., 1996, 395-409
– Y. Krumenacker, «Marie H., une théologienne entre piétisme et Lumières», in Refuge et désert, hg. von H. Bost, C. Lauriol, 2003, 99-115

Autorin/Autor: Maria-Cristina Pitassi / AHB