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Ammannsegg

Ehem. polit. Gem. SO, seit 1993 Teil der polit. Gem. Lohn-A. Hangsiedlung nördl. der Kantonsstrasse Solothurn-Bern. 1261 Amalzeich. 1798 95 Einw.; 1850 158; 1900 180; 1950 229; 1990 550. Neolith. Funde im Junkholz, röm. Münzfund. Die 1261 erw. landgräfl. Rechte der Gf. von Kyburg gingen 1406 an Bern über, welches sie 1516 an die Stadt Solothurn abtrat. A. gehörte als Teil des Gerichts Biberist zur Vogtei Kriegstetten. Das Solothurner St. Ursenstift besass Twing und Bann. 1478 erfolgte ein Teilverkauf an die Stadt Solothurn. Beide Konfessionen sind seit jeher nach Biberist kirchgenössig. Bis 1950 blieb A. ein bäuerl. geprägtes Dorf (Agrarreform 1785: Abschaffung der Brachbeweidung). Seitdem entwickelt es sich zur Pendler- und Wohngem. der Agglomeration Solothurn mit hohen Wachstumsraten (1950-60: 50%) und einer stark veränderten Erwerbsstruktur (1950 14% im 3. Sektor, 1990 78%). Mit Lohn wurden schon vor der Fusion versch. Einrichtungen gemeinsam genutzt (Schulhaus seit 1812, ref. Kirche seit 1963, kath. Kirche seit 1971). Das frühere Bad A., ein zu Heilzwecken umgebautes Herrenhaus (ehem. Sommersitz des Landvogtes), dient seit 1980 als Alterssiedlung.


Literatur
– O. Noser, Gem. in staatl. Archivquellen, 1993

Autorin/Autor: Urs Zurschmiede