23/06/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Aeschi (SO)

Polit. Gem. SO, Bez. Wasseramt. Dorf an höchster Stelle einer Moränenlandschaft, an der Hauptstrasse Solothurn-Herzogenbuchsee, bis 1829 und seit 1994 auch den Weiler Burgäschi umfassend. 1684 168 Einw.; 1798 255; 1850 430; 1900 346; 1950 486; 1990 862, 2000 1'015. Röm. Gutshof auf dem Dornacker. Im Gümmenenkrieg (1332) übernahm die Stadt Solothurn die Herrschafts- und Patronatsrechte von A. 1382 zerstörte sie die Burg A. Kirchl. gehörte A. bis zur Reformation zu Herzogenbuchsee (Propstei), dann zu Hüniken (bis 1577) bzw. Kriegstetten. Die 1679 erbaute eigene Kirche wurde 1918-19 erweitert. Die 1683 gegr. Pfarrei A. umfasst die Gem. Bolken, Etziken, Hüniken, Steinhof und Winistorf (heute Heinrichswil-Winistorf) sowie den Weiler Burgäschi. Unter der Solothurner Herrschaft gehörte A. zum Gericht Subingen (Vogtei Kriegstetten), behielt aber den eigenen Gerichtsvorsitzenden (Ammann). Das Hochgericht erwarb Solothurn erst 1665 von Bern. Eine Schule für die gesamte Pfarrei bestand schon 1687 (erstes Schulhaus 1801). Während 1950 64% der in A. Erwerbstätigen im 2. Sektor beschäftigt waren, findet heute die Mehrheit ihr Auskommen im 3. Sektor (1990 58% Arbeitsplätze). Parallel zur wirtschaftl. Entwicklung verlief seit den 1970er Jahren der Wandel zur Wohngem. (Stöckermatt). Als Folge der zunehmenden Zahl von Pendlern nach Solothurn und Herzogenbuchsee wurden die Busverbindungen verbessert.


Literatur
A.-Solothurn, 1948

Autorin/Autor: Urs Zurschmiede