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Stüsslingen

Polit. Gem. SO, Bez. Gösgen. Bachzeilendorf auf dem Vorgelände der Rebenfluh und Gugenkette. 1226 Stuzelingen. 1739 315 Einw.; 1804 535; 1850 649; 1900 565; 1950 638; 2000 945. Die hohe Gerichtsbarkeit wurde durch die Habsburger, die Herren von Gösgen, die Gf. von Nidau und die Küngsteiner ausgeübt. 1458 kam S. durch Kauf an Solothurn. 1540-48 und 1575-83 besass das Dorf eine eigene Zollstätte. Die 1323 erw. Kirche St. Peter und Paul wurde 1631-35 neu errichtet, 1949 als Kirche aufgegeben und durch die 1948 gebaute Pfarrkirche St. Peter ersetzt. Seither dient die alte Kirche als Abdankungsraum. Der Kirchensatz lag ab 1323 bei der Fam. Stieber von Aarau, ab 1343 bei den Johannitern zu Biberstein, ab 1535 bei Bern und 1541-1874 beim Stift Schönenwerd. Zur Pfarrei gehörten Rohr und Niedergösgen, Letzteres löste sich 1838 ab. Die Reformierten von S. sind der Kirchgem. Schönenwerd zugeteilt und bilden mit Niedergösgen und Rohr einen Pfarrkreis, besitzen aber ein eigenes Kirchgemeindehaus. Nach der Mitte des 19. Jh. fanden die Kleinbauern und Taglöhner von S. in den Ballyfabriken Schönenwerd Arbeit. In der 2. Hälfte des 20. Jh. entwickelte sich S. zur Wohngem. mit steigender Zahl von Wegpendlern.


Literatur
– A. Guldimann, Zur Weihe der neuen Pfarrkirche, 1949

Autorin/Autor: Hans Brunner