Wildenstein (BL)

Burganlage in der polit. Gem. Bubendorf BL, auf einem Felssporn in einem Seitental der Hinteren Frenke. Die Anlage besteht aus einer Kernburg und einer nördlich gelegenen Vorburg. Die Kernburg, die die Herren von Eptingen erbaut haben, ist eine typ. Rodungsburg des 13. Jh. und besteht aus einem massiven Wohnturm und einem zinnenbewehrten Zwinger. 1334 belagerte und zerstörte Bern die Burg, die durch das Erdbeben von 1356 zusätzlich beschädigt wurde. Peter Sevogel kaufte sie 1388, liess sie ausbessern und umbauen. 1500 gelangte die Burg in den Besitz der Stadt Basel, die sie unter der Bedingung weiterverkaufte, dass sie nicht verpfändet werden durfte und der Stadt Basel geöffnet bleiben musste. W. verlor seinen Wehrcharakter und entwickelte sich zu einem Adelssitz. Im 18. Jh. entstand vor der Burg ein Sennhaus. Ab 1792 gehörte W. der Basler Fam. Vischer, 1995 kaufte der Kt. Basel-Landschaft das Schloss und machte es öffentlich zugänglich.


Literatur
– W. Merz, Die Burgen des Sisgaus 4, 1914, 80-109
– H.-R. Heyer, Schloss W., Kt. Basel-Landschaft, 1997

Autorin/Autor: Philippe Hofmann