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Crespin, Jean

geboren um 1520 Arras (Artois), gestorben 12.4.1572 Genf, ref., aus Arras. Sohn des Charles, Anwalts, Mitglieds des Conseil d'Artois. ∞ 1) Madeleine Le Cambier, Tochter des Andrieu, Bürgers von Arras und Weinhändlers, 2) Marthe Bourgoing, Tochter des François, Pfarrers. 1541 lic. iur. utr. in Löwen, 1541-42 Sekr. des Rechtsgelehrten Charles Dumoulin in Paris, Übertritt zur Reformation. 1545 wegen Ketzerei verurteilt, liess sich C. 1548 in Genf nieder und gründete eine Druckerei. Das Handwerk erlernte er von Conrad Badius. 1550-72 druckte er für den französischsprachigen Raum rund 250 Schriften religiösen Inhalts. C. verfasste ausserdem ein Martyrologium und ein Handbuch zum Zivilrecht. Nach seinem Tod ging der Betrieb an seinen Schwiegersohn Eustache Vignon über.


Literatur
– J.-F. Gilmont, Bibliographie des éditions de Jean C. (1550-1572), 2 Bde., 1981
– J.-F. Gilmont, Jean Crespin, un éditeur réformé du XVIe siècle, 1981

Autorin/Autor: Jean-François Gilmont / EB