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Bungener, Félix

geboren 29.9.1814 Marseille, gestorben 14.6.1874 Genf, ref., dt. Herkunft, ab 1840 von Genf. Sohn des Laurent, Schneiders, und der Jeanne-Françoise Bron. ∞ 1) Suzanne-Elise Buensod, Tochter des Jacques, Uhrmachers, 2) Marie-Wilhelmine Sillem, Tochter des Wilhelm, Grundbesitzers. Auf Anregung von Jean-François Sautter, dem Pastor von Marseille, studierte B. in Genf und Strassburg Theologie. Ein sein späteres Leben nachhaltig bestimmendes Ereignis war das Begräbnis seines Vaters, der in Chambéry (Savoyen) starb und als Protestant auf dem Friedhof der Hingerichteten beerdigt wurde. Nach seiner Konsekration 1839 predigte B. für die Evang. Gesellschaft in Frankreich. 1843-48 Lehrer am Progymnasium in Genf, 1849-57 an der Höheren Töchterschule, Redaktor u.a. bei "Le Fédéral" (1839-43) und "La Semaine religieuse". Sein in der "Gazette de France" publizierter Essay "Deux soirées à l'hôtel de Rambouillet" machte ihn weitherum bekannt. Der antikath. Polemiker wurde häufig für Vorträge ins Ausland gerufen; er beteiligte sich mit viel Talent an der Kontroverse zwischen Protestanten und Katholiken.


Literatur
Livre du Recteur 2, 373

Autorin/Autor: Gabriel Mützenberg / AW