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Bouvier, Auguste

geboren 16.2.1826 Genf, gestorben 2.11.1893 Genf, ref., von Genf. Sohn des Barthélemy ( -> 3). ∞ 1854 Louise Monod, Tochter des Adolphe, Pfarrers. 1845-51 theol. Stud. in Genf und Berlin. 1851 Geistlicher am Lyzeum Louis-le-Grand in Paris, 1852 Missionar im Dep. Hautes-Alpes (F), 1853 Verweser an der Franz. Kirche in London, 1854-57 Pfarrer in Céligny, 1857-61 in Genf. 1861-93 Prof. für Apologetik und Dogmatik an der Univ. Genf. 1870 weigerte er sich, eine Erklärung orthodoxer Prinzipien zu unterzeichnen, ohne deshalb einem allzu krit. Liberalismus anzuhängen. Auf Versöhnung bedacht, entwickelte er eine Theologie des offenen Bewusstseins gegenüber den Naturwiss. und gegenüber einer durch den Opfertod Christi ins Leben gerufenen Religion des Hl. Geistes. Der bemerkenswerte Prediger B. publizierte auch zahlreiche Werke, darunter "L'esprit du christianisme" (1877) und "Paroles de foi et de liberté" (1882).


Archive
– BPUG, Nachlass
Literatur
– E. Roberty, Auguste B., 1901
Histoire de l'Université de Genève 3, annexes, 1934, 24-29

Autorin/Autor: Olivier Fatio / AZ