Arnaud, Henri

geboren 15.7.1643 (nicht 1641) Embrun (Dep. Hautes-Alpes, F), gestorben 8.9.1721 Schönenberg (Baden-Württemberg), prot., aus der Dauphiné. Sohn des François. ∞ 1) Marguerite Bastie, 2) Renée Rebaudy. Theologiestud. in Basel, Genf (1666-67) und Leiden. 1670-85 Pfarrer in den Waldenser Tälern. Durch das Verbannungsedikt gegen die Waldenser des Piemont 1686 in die Schweiz vertrieben, arbeitete er, von Wilhelm von Oranien unterstützt, insgeheim für die Rückkehr der Waldenser. 1689 führte er ihren siegreichen Zug von Prangins ins Piemont, über den er 1710 in seiner "Histoire de la Glorieuse Rentrée" berichtete. 1698 wurde er als franz. Protestant aus dem Piemont ausgewiesen, lebte vorübergehend in der Schweiz und wirkte ab 1699 als Pfarrer in Württemberg.


Literatur
La Glorieuse Rentrée, Ausstellungskat. Nyon, 1989
– T. Kiefner, Henri A., 1989

Autorin/Autor: Michel Grandjean / AA