05/11/2008 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Metzerlen-Mariastein

Dieser Artikel wurde für die Buchausgabe des HLS mit einem Bild illustriert. Bestellen Sie das HLS bei unserem Verlag.

Polit. Gem. SO, Bez. Dorneck, die das S-förmige Strassendorf Metzerlen auf sanfter Talmulde am Nordfuss des Blauen im hinteren Birsig- oder Leimental und das Kloster Beinwil-Mariastein im Weiler Mariastein umfasst. 1194 Mezherlon, bis 2002 Metzerlen. 1739 290 Einw.; 1798 339; 1850 482; 1900 522; 1950 619; 2000 817. Metzerlen gehörte zu den sieben freien Dörfern am Blauen, im 15. Jh. zur Herrschaft Rotberg. 1515 gelangte es an Solothurn, bis 1798 gehörte es zum Gericht Leimental, dann zur Vogtei Dorneck. Zwischen Metzerlen und Mariastein am Blauenfuss stand die 1311 erstmals erwähnte, später zerfallene Burg Rotberg, ein Lehen der Bf. von Basel an einen Zweig der Herren von Biederthal, die sich dann von Rotberg nannten. 1636-1875 verlieh Solothurn das Burggut dem Kloster. 1819 wurde die alte Remigiuskirche zwischen Metzerlen und Burg im Leimental abgebrochen und 1819-21 die heutige Kirche gebaut. In Metzerlen gab es Kleingewerbe, aber fast keine Industrie. Die Klosteranlage, der Klosterhof (mit Rebbau) und die Pilgerherberge Kreuz bildeten eine geschlossene Siedlung. Erst nach der Vertreibung des Konvents 1875 erweiterte sich Mariastein durch Gaststätten bzw. Hotels. Seit ca. 1960 wurde der Weiler für Wohnbauten erschlossen.


Literatur
– P.J. Kamber, Bilder aus der Dorfgesch. von Metzerlen, 1975
– E. Baumann, Vom solothurn. Leimental, 1980, 109-142
– W. Meyer, Burgen von A bis Z, 1981, 220 f.
– R.M. Kully, Solothurn. Ortsnamen, 2003, 474-478

Autorin/Autor: Lukas Schenker