Ehrenfels

Burg auf zweistufigem Felskopf südl. von Sils im Domleschg, deren Ruine um 1935 als Jugendherberge neu aufgerichtet wurde. Diese Arbeiten wurden ohne archäolog.-baugeschichtl. Begleitung und Dokumentation durchgeführt; Beschreibungen des ursprüngl. Zustands sind deshalb auf die Beobachtungen von Erwin Poeschel angewiesen. Ältester Teil der Anlage war der quadrat. Wohnturm, vermutlich aus der 1. Hälfte des 13. Jh. Wohntrakt und Ringmauer mit Tor stammen möglicherweise aus dem 14. Jh., grössere Um- und Ausbauten (Palas) fanden im 16. Jh. statt. Die Burg war wohl Sitz der Herren von E. Später ging sie an die Herren von Schauenstein über und blieb bis im 16. Jh. in deren Besitz. Nach 1600 wurde die Anlage aufgelassen und dem Zerfall preisgegeben. Um 1740 war E. bereits Ruine.


Literatur
– E. Poeschel, Das Burgenbuch von Graubünden, 1930, 202
– O.P. Clavadetscher, W. Meyer, Das Burgenbuch von Graubünden, 1984, 138-142

Autorin/Autor: Maria-Letizia Boscardin