28/04/2011 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Oberramsern

Ehem. polit. Gem. SO, Bez. Bucheggberg. Strassendorf im Limpachtal, am Südabhang des Bucheggbergs. Seit 2010 Teil der polit. Gem. Messen, zusammen mit Balm bei Messen und Brunnenthal. 1276 Rambsern (Kopie des 17. Jh.), 1318 Ramserron superiori. 1798 68 Einw.; 1850 127; 1900 116; 1950 97; 2000 91. Im 13.-14. Jh. gehörte O. zur Herrschaft Buchegg in der Landgrafschaft Burgund. 1391 kam O. mit dem Verkauf der Herrschaft Buchegg zur Stadt Solothurn (Vogtei Bucheggberg, Niedergericht Aetingen). Bern behielt bis 1798 die hohe Gerichtsbarkeit. O. bildete ab der Reformation mit Balm bei Messen und Gächliwil den Kirchensprengel Balm. Seit 1560 gehört O. zur ref. Kirchgemeinde Messen. Im 16. Jh. wurde Sandstein abgebaut, 1692 eine der wenigen Mühlen im Limpachtal erstellt. 1911 wurde die elektr. Beleuchtung eingeführt, 1926 erhielt die Gem. eine Telefonstation. In den 1940er Jahren erfolgten Güterzusammenlegungen. O. ist noch immer stark von der Landwirtschaft geprägt. 2005 stellte der 1. Sektor 14 der insgesamt 21 Arbeitsplätze der Gemeinde.


Literatur
– P. Lätt, Bucheggberg, 1994
– R.M. Kully, Solothurn. Ortsnamen, 2003, 541-543

Autorin/Autor: Stefan Frech