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Mühledorf (SO)

Polit. Gem. SO, Bez. Bucheggberg. Langgezogenes Strassendorf im tief eingeschnittenen Mühletal. Vor 1264 Mulidorf (Kopie um 1415-20), 1276 Mvlidorf. 1798 284 Einw.; 1829 315; 1850 363; 1900 318; 1950 315; 2000 328. M. teilte die polit. Entwicklung der ehem. freien Herrschaft Buchegg und gehörte 1470-1798 mit Kyburg-Buchegg, Küttigkofen, Unterramsern, Aetigkofen, Brügglen, Hessigkofen und Tscheppach zum niederen Gericht Aetingen. Dieselben Gem. bilden auch zu Beginn des 21. Jh. noch die ref. Kirchgem. Aetingen-M. Eine Margarethenkapelle findet sich erstmals 1338 urkundlich erwähnt, zu einer mögl. Wallfahrt gibt es nur Vermutungen (Margarethen-Quelle). Die heutige ref. Kirche ersetzte 1853 die baufällig gewordene Kapelle. Das zweite Zentrum der alten Siedlung, die namensstiftende Mühle, wird 1301 erstmals erwähnt. Das wie der Rohstoff Holz reichlich vorhandene Wasser trieb daneben Sägewerke, eine Reibe und ab 1774 eine Öle an. Im Bockstein wurde Muschelsandstein abgebaut. 2003 bot die Gem. 125 Erwerbstätigen einen Arbeitsplatz, bei etwa gleichmässiger Verteilung auf alle drei Sektoren. Die 64 Zupendler (bei 101 Wegpendlern) arbeiteten v.a. in den beiden grossen Betrieben Mühle und Bäckerei sowie im Gastgewerbe.


Literatur
– P. Lätt, Buchegg und die Buchegger, 1984
– P. Lätt, 650 Jahre Kirche M. [1338-1988], [1988]
– R.M. Kully, Solothurn. Ortsnamen, 2003
M. - Gesch. und Gegenwart, 2009

Autorin/Autor: Thomas Franz Schneider