02/08/2007 | Rückmeldung | PDF | drucken

Lüterswil

Ehem. polit. Gem. SO, Bez. Bucheggberg, seit 1995 Teil der Gem. L.-Gächliwil. L. liegt westlich der Talwasserscheide von Aetigkofen in einer Hochmulde und verläuft entlang der Strassen nach dem Limpachtal und Biezwil. 1276 zu Lüterswyl (Kopie 17. Jh.), 1369 ze Luterswile. 1800 169 Einw.; 1850 267; 1900 207; 1950 247; 1990 301. 1391 kam L. mit der Herrschaft Buchegg zu Solothurn. Die meisten Bauernhäuser wurden im 19. Jh. erbaut. Ein behäbiger Bau in Rieg von Anfang 19. Jh. diente früher als Bad, in dem auch Jeremias Gotthelf verkehrte. Eine vermutlich aus dem 16.Jh. stammende Ölmühle (sog. Grabenöle) wurde 1988 restauriert. L. gehörte zur Kirchgem. Oberwil bei Büren, die im Ancien Régime Zufluchtsort bern. Täufer war. 1945 erfolgte die Güterzusammenlegung mit Gächliwil und Aetigkofen.


Literatur
– F. Eggenschwiler, Die territoriale Entwicklung des Kt. Solothurn, 1916
– P. Lätt, Bucheggberg, 1994, 21 f.

Autorin/Autor: Othmar Noser