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Studer, Gottlieb

geboren 18.1.1801 Bern, gestorben 12.10.1889 Bern, ref., von Bern. Sohn des Samuel ( -> 29). Bruder des Bernhard ( -> 3). ∞ 1) 1831 Maria Margaritha von Werdt, Tochter des Georg, Grossrats, 2) 1840 Charlotte Schübler, aus Strassburg. Theologiestud. in Halle, Göttingen, Jena und Bern. 1825-26 Vikar in Köniz, 1826-29 Prediger am Berner Burgerspital, 1829 ao. Prof. für griech. und lat. Literatur an der Berner Akademie. Bei der Gründung der Univ. Bern 1834 wurde S. nicht wiedergewählt, wirkte aber neben seiner Anstellung als Gymnasiallehrer ab 1836 als PD für alttestamentl. Exegese. 1850 - noch unter der radikalen Regierung - ao. und 1863 o. Prof. der Theologie, 1854-55 und 1864-65 Rektor. Neben seiner Tätigkeit als Theologe trat S. mit hist. Studien hervor. So edierte er die Chroniken von Matthias von Neuenburg (1866) und Konrad Justinger (1871) sowie Thüring Frickers "Twingherrenstreit" (1877). 1819 Mitgründer der Studentenverbindung Zofingia. 1859-69 Präs. des Hist. Vereins des Kt. Bern. 1844 Dr. phil. h.c., 1864 Dr. theol. h.c. der Univ. Bern.


Archive
– BBB, Nachlass
Literatur
Kirchenbl. für die ref. Schweiz 4, 1889, Nr. 45, 178 f.
ASG NF 6, 1890-93, 127 f.
– F. Haag, Die Sturm- und Drang-Periode der Bern. Hochschule 1834-1854, 1914, 561

Autorin/Autor: Hans Braun