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Stickelberger, Emanuel

geboren 13.3.1884 Alassio (Ligurien), gestorben 16.1.1962 St. Gallen, ref., von Basel. Sohn des Karl Georg Stückelberger, Bankdirektors, und der Louise Sophie Elisabeth geb. Georg. ∞ 1910 Ida Brunnschweiler, Tochter des Ernst. Kindheit in Locarno, versch. Handelsschulen. Ab 1900 Angestellter in einem Basler Chemiebetrieb. 1909 eröffnete S. eigene chem. Firmen in Basel und Haltingen (heute ein Stadtteil von Weil am Rhein, Baden, D), die er 1926 für die Schriftstellerei aufgab. S. lebte in Basel, Uttwil und Wolfenschiessen. Ab 1932 präsidierte er den von ihm mitgegründeten dt.-schweiz. PEN-Club, ab 1943 die Schweiz. Bibliophile Gesellschaft. Seine Werke orientierten sich am Stil Conrad Ferdinand Meyers. Er schrieb hist. Romane über Huldrych Zwingli oder Arnold von Brescia. Nach 1945 geriet S. rasch in Vergessenheit. 1929 Dr. theol. h.c. Basel, 1957 Hebelpreis.


Werke
GW, 12 Bde., 1946-65
Literatur
– Kosch, Deutsches Literatur-Lex. 20, 78-81

Autorin/Autor: Thomas K. Kuhn