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Lüsslingen

Polit. Gem. SO, Bez. Bucheggberg. Am Nordhang des Bucheggbergs, innerhalb des Bezirks die am nächsten bei Solothurn gelegene Gemeinde. 1251 in Luslingen. 1798 135 Einw.; 1850 254; 1900 264; 1950 491; 1960 604; 2000 445. Zwischen Leuzigen und L. verlief die Römerstrasse (Aventicum-Augusta Raurica); 1953 Entdeckung von Gräbern aus dem FrühMA. 1539 gelangte L. mit Nennigkofen an die Stadt Solothurn. Die ref. Pfarrei L. umfasst auch Nennigkofen und Lüterkofen-Ichertswil. Die Kirche wurde im FrühMA errichtet. Der heutige Bau datiert v.a. von 1652 und 1722. Während rund 40 Jahren wurde auf dem Aarefeld eine Köhlerei betrieben (bis 1869). 1887 erfolgte die Gründung einer Käsereigenossenschaft. Im 20. Jh. siedelte sich Industrie an (Kiesgrube, Betonwerk, Lack- und Korrosionsschutzfirma, Drehteilfabrikation, Baustahlverarbeitung). Durch die Nähe zur Agglomeration Solothurn veränderte sich das ursprünglich bäuerl. Siedlungsbild zusehends. Rund um das rechteckige Dorfstrassensystem sind noch mehrere Walmdach-Bauernhäuser vorhanden.


Literatur
750 Jahre L., 2001

Autorin/Autor: Othmar Noser