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Sozzini, Lelio

geboren 1525 Siena, gestorben 4.5.1562 Zürich. Sohn des Mariano, Rechtsprofessors, und der Camilla Salvetti. Rechststud. in Padua. 1547 reiste S. nach Graubünden und trat dort mit Camillo Renato in Kontakt. Nach einem Aufenthalt in Genf 1548-49 schrieb er sich 1549 an der Univ. Basel ein, wo er im Kreis der ital. Glaubensflüchtlinge verkehrte. 1549 übersiedelte er zu Konrad Pellikan nach Zürich. Von dort reiste er zwischen 1550 und 1559 mehrmals u.a. nach Deutschland, Italien, Polen und in die Niederlande. S. korrespondierte mit Reformatoren wie Johannes Calvin, Heinrich Bullinger, Philipp Melanchthon und Wolfgang Musculus, die er auch persönlich kannte. Er neigte zum Antitrinitarismus, verbarg aber geschickt seine eigentl. Ansichten. Mit seinem Neffen Fausto ( -> 1) war er Vater des Sozinianismus.


Werke
Opere, hg. von A. Rotondò, 1986 (mit Biogr.)
Literatur
– F.W. Bautz, Biogr.-Bibliograph. Kirchenlex. 10, 1995, 857-859
– D. Cantimori, Eretici italiani del Cinquecento, 2002, 135-151

Autorin/Autor: Luca Baschera / CHM