13/12/2007 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Hessigkofen

Polit. Gem. SO, Bez. Bucheggberg. Die Siedlung H. liegt auf einer lang gezogenen, leichten Krete des Mülitals. 1034 Esikouen. Um 1430 3 Steuerpflichtige, um 1465 deren 5; 1800 107 Einw.; 1850 183; 1900 210; 1950 188; 2000 248. 1961 wurde ein Schalenstein (Findlingsblock) mit 27 gut erhaltenen Schalen entdeckt. Beim ehem. Zehntenhaus im Dorf ist eine röm. Siedlung nachgewiesen. Im MA unterstand H. der Herrschaft Buchegg, die seinerseits zum westl. Gerichtskreis der Landgrafschaft Kleinburgund zählte. Bis 1798 war es dem Gericht Aetingen unterstellt. Zur Zeit der Ablösung von der aristokrat. Herrschaft um 1830 stand H. auf der Seite der freiheitl. Kräfte. Mit Schnottwil, Lüterswil, Biezwil und Bibern bildet H. einen Teil der bern. Kirchgem. Oberwil bei Büren. H. besitzt ein gut erhaltenes Dorfbild von nationaler Bedeutung, das einen starken Berner Einfluss aufweist. Es bestehen noch ein Ofenhaus von 1749 sowie versch. Bauernhäuser aus dem 19. Jh. In H. befindet sich auch die Kreisschule. 2000 arbeiteten zwei Drittel der Erwerbstätigen ausserhalb des landwirtschaftlich geprägten Dorfes.


Literatur
– F. Eggenschwiler, Die territoriale Entwicklung des Kt. Solothurn, 1916
– L. Jäggi, «Ein neu entdeckter Schalenstein zu H.», in JbSolG 36, 1963, 220 f.
– U. Wiesli, Geographie des Kt. Solothurn, 1969

Autorin/Autor: Othmar Noser