09/01/2007 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Gossliwil

Polit. Gem. SO, Bez. Bucheggberg. Das Bauerndorf liegt auf einem Plateau im Quellgebiet des Biberenbachs. 1246 Gosseriswile, 1276 Goselwyl. Um 1430 und 1465 3 Steuerpflichtige, 1800 77 Einw.; 1813 104; 1850 191; 1900 191; 1950 173; 2000 188. Aus der Römerzeit sind in G. an versch. Stellen Überreste eines oder mehrerer Landhäuser (villae rusticae) gefunden worden. Hier führte auch die Heerstrasse von Solothurn nach Oberwil bei Büren durch. G. gehörte im MA zur Herrschaft Buchegg in der Landgrafschaft Burgund. Den Zehnten zu G. bezog das Franziskanerkloster in Solothurn. G. gehört zur Pfarrgem. Oberwil bei Büren. Das ursprüngl. Dorfbild ist einigermassen erhalten geblieben. Es besteht ein Speicher von 1690, eine Mühle mit Wohnteil und Scheune (Neubau 1819) sowie ein Wohnstock von 1836. 2000 arbeiteten rund vier Fünftel der Erwerbstätigen ausserhalb von G., während im Dorf selbst nach wie vor eine Mehrheit im 1. Sektor beschäftigt ist.


Literatur
– F. Eggenschwiler, Die territoriale Entwicklung des Kt. Solothurn, 1916
– U. Wiesli, Geographie des Kt. Solothurn, 1969
– P. Lätt, Buchegg und die Buchegger, 1984, 29 f.

Autorin/Autor: Othmar Noser