• <b>Philip Schaff</b><br>Doppelseite aus Band 3 der "Schaff-Herzog-Encyclopædia of Religious Knowledge. A Religious Encyclopædia: or Dictionary of Biblical, Historical, Doctrinal, and Practical Theology", 1883 (Universitätsbibliothek Bern). Schaff konzipierte das 3-bändige Nachschlagewerk auf der Grundlage der von Johann Jakob Herzog begründeten "Realenzyklopädie für protestantische Theologie und Kirche", an der er als Autor mitwirkte. Das auf die Bedürfnisse des englischsprachigen Raums hin zugeschnittene, rund 2600-seitige Lexikon erschien zwischen 1882 und 1891 in drei Auflagen.

No 1

Schaff, Philip

getauft 12.1.1819 Chur, gestorben 20.10.1893 New York, ref., von Chur. Unehel. Sohn des Philipp, Schreinermeisters, und der Anna Louis. ∞ 1845 Mary Elisabeth Schley. Schulen in Chur und Stuttgart, 1837-40 Stud. der Theologie in Tübingen, Halle und Berlin. 1844 Ordination in Elberfeld (heute Wuppertal). 1842 Habilitation in Berlin. Aufenthalt in London. Ab 1844-63 Professor am dt.-ref. Predigerseminar in Mercersburg (Pennsylvania). Ab 1864 mit Unterbrechungen Prof. für Hebräisch und bibl. Literatur am Union Theological Seminary in New York, dort ab 1870 Prof. für Symbolik und ab 1887 für Kirchengeschichte. Die Illegitimität seiner Geburt schloss S. vom Pfarramt in Graubünden aus. Eine ihm 1843 angebotene Professur in Zürich lehnte er ab. Er stand der Erweckungsbewegung nahe, die er u.a. über den Churer Pfarrer Paul Kind und August Neander kennenlernte. Mit Meta Heusser-Schweizer pflegte er eine Freundschaft. Seine "History of the Christian Church" (1882-92) gilt als Standardwerk. S. organisierte 1873 als führendes Mitglied der Evang. Allianz deren Vollversammlung. 1877 war er Mitbegründer der Ref. Allianz in Edinburgh.

<b>Philip Schaff</b><br>Doppelseite aus Band 3 der "Schaff-Herzog-Encyclopædia of Religious Knowledge. A Religious Encyclopædia: or Dictionary of Biblical, Historical, Doctrinal, and Practical Theology", 1883 (Universitätsbibliothek Bern).<BR/>Schaff konzipierte das 3-bändige Nachschlagewerk auf der Grundlage der von Johann Jakob Herzog begründeten "Realenzyklopädie für protestantische Theologie und Kirche", an der er als Autor mitwirkte. Das auf die Bedürfnisse des englischsprachigen Raums hin zugeschnittene, rund 2600-seitige Lexikon erschien zwischen 1882 und 1891 in drei Auflagen.<BR/>
Doppelseite aus Band 3 der "Schaff-Herzog-Encyclopædia of Religious Knowledge. A Religious Encyclopædia: or Dictionary of Biblical, Historical, Doctrinal, and Practical Theology", 1883 (Universitätsbibliothek Bern).
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Literatur
– G.K. Pranger, Philip S. (1819-1893), 1997
– G. von Kloeden, Evang. Katholizität: Philip S.s Beitrag zur Ökumene - eine ref. Perspektive, 1998
Dt. Biogr. Enz. der Theologie und Kirchen 2, 2005, 1175

Autorin/Autor: Thomas K. Kuhn