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Reist, Hans

geboren vor 1644, gestorben nach 1697. Als einflussreicher Ältester der bern. Täufer wurde R. 1670 vom Hof Rotenbaum bei Heimiswil vertrieben und floh mit seiner Frau nach Ehrstädt im Kraichgau (Baden, D). Später tauchte er erneut im Emmental auf. Teils unter dem Namen Hüsli-Hans vertrat er in der Auseinandersetzung mit Jakob Ammann eine kirchlich offenere Haltung nach aussen (pietist. Sympathisanten) und nach innen (mildere Gemeindedisziplin), was 1693 zum innertäufer. Bruch und zur Bildung der Gruppe der Amischen unter Ammann führte.


Literatur
Informationsbl. des Schweiz. Vereins für Täufergesch. 10, 1987
– H. Jecker, H. Löffler, «Wie dem schädl. Übel der Taüfferey zu remedieren sey», in Mennonitica Helvetica 28/29, 2006, 89-145, v.a. 108

Autorin/Autor: Hanspeter Jecker