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Lang, Heinrich

geboren 14.11.1826 Frommern auf der Schwäbischen Alb, gestorben 13.1.1876 Zürich, ref., Deutscher, dann von Meilen und Zürich. Sohn eines württemberg. Pfarrers. ∞ 1852 Constantia Suter. Besuch der Lateinschule in Sulz am Neckar, ab 1840 des niederen evang.-theol. Seminars im säkularisierten Kloster Schöntal, 1844 Immatrikulation an der Univ. Tübingen. 1848 flüchtete L. in die Schweiz, da ihm als einem offenen Befürworter der Revolution die Verhaftung drohte. Im Kt. St. Gallen war er nach bestandenem kant. Examen und der Ordination im Nov. 1848 Pfarrer in Gretschins (Gem. Wartau), ab 1863 in Meilen, ab 1871 an St. Peter in Zürich. 1872-76 Zürcher Kirchenrat. L. war als einer der führenden Vertreter des theol. Freisinns der erste Präs. des Schweiz. Vereins für freies Christentum. Auch publizistisch war er sehr aktiv, u.a. als Redaktor der Organe "Zeitstimmen" und "Die Reform". 1876 wurde in St. Gallen die Heinrich-Lang-Stiftung gegründet, die bis heute Studierende der Theologie unterstützt.


Literatur
– F.W. Bautz, Biogr.-bibliogr. Kirchenlex. 16, 1999, 933-940

Autorin/Autor: Thomas K. Kuhn