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Krüsi, Hans

gestorben 27.7.1525 Luzern, von St. Georgen (Gem. Tablat, heute Gem. St. Gallen). Sohn des Matthias Nagel, Schulmeisters, und der (Vorname unbekannt) K. Seine Jugendzeit verbrachte K. in Klingnau, dann wurde er Lehrer und war als Provisor an der Lateinschule in Wil (SG) tätig. Er wandte sich Anfang 1525 in St. Gallen unter dem Einfluss von Konrad Grebel dem Täufertum zu und übernahm eine führende Rolle in den sankt-gall. Wirren des Jahres 1525. Anfang Juli wurde er vom Schirmhauptmann des Klosters festgenommen, nach Luzern überstellt und dort als Ketzer abgeurteilt und verbrannt. Unter seinem Namen erschien 1525 in Augsburg eine gedruckte Sammlung von Bibelzitaten über Glauben und Taufe, die wohl auf Grebel zurückgeht.


Literatur
– H. Fast, «Hans K.s Büchlein über Glauben und Taufe», in Zwingliana 11, 1962, 456-475
Qu. zur Gesch. der Täufer in der Schweiz 2, hg. von H. Fast, 1973, 256-266

Autorin/Autor: Hans Ulrich Bächtold