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Cullmann, Oscar

geboren 25.2.1902 Strassburg, gestorben 16.1.1999 Chamonix, luth., franz. Staatsangehöriger. Sohn des Georges, Gymnasiallehrers, und der Frédérique geb. Mandel. Ledig. Stud. der klass. Philologie und Theologie in Strassburg und Paris. 1930-38 Prof. an der Faculté de Théologie protestante in Strassburg, 1938-72 Prof. für Alte Kirchengeschichte und Neues Testament an der Theol. Fakultät der Univ. Basel, 1968 Rektor. In Paris gleichzeitig Prof. an der Ecole des Hautes Etudes, an der Faculté des Lettres der Sorbonne und an der Faculté libre de Théologie protestante. Mitglied des Institut de France. Seine Forschungsschwerpunkte bildeten Judenchristentum, Christologie, urchristl. Gottesdienst, Tradition und Heilsgeschichte. C., der als eminenter Mittler zwischen versch. Sprachkulturen, theol. Konzeptionen und Konfessionen wirkte, zählt zu den bedeutendsten prot. Theologen des 20. Jh. Papst Johannes XXIII. lud ihn als offiziellen Beobachter beim 2. Vatikan. Konzil ein. 1979 Aufnahme in die franz. Ehrenlegion.


Literatur
– K.H. Schlaudraff, «Oscar C.», in Gegen die Gottvergessenheit, hg. von S. Leimgruber, M. Schoch, 1990, 206-222

Autorin/Autor: Rudolf Brändle