Granges (Veveyse)

Polit. Gem. FR, seit 1848 Bez. Veveyse, an der Nordflanke des Mont-Pèlerin gelegen. 1134 per campos Grangiarum. 1811 197 Einw.; 1850 282; 1900 331; 1950 374; 1980 420; 2000 629. Plattengräber aus der Merowingerzeit bei Beauregard. Im MA gehörte G. zur Herrschaft Bossonnens. Amédée de Blonay und sein Sohn, Herren von Attalens und Bossonnens, traten 1134 das Gut Sâles dem Kloster Hautcrêt ab, das dort eine Grangie unterhielt. 1536, unter Freiburger Herrschaft, wurde G. der Vogtei Bossonnens (ab 1615 Vogtei Attalens) zugeschlagen. 1798-1848 war es Teil des Bez. Châtel-Saint-Denis. 1563 kaufte G. eine Hälfte der "Abtei Sâles", 1810 die andere, die Hauterive 1651 erworben hatte. G. untersteht der Pfarrei Attalens. Die Ende des 19. Jh. zerstörte Kapelle Saint-Nicolas wurde 1933 durch das heutige Gotteshaus ersetzt. 1901 erhielt G. eine Haltestelle an der Schmalspurbahn Palézieux-Bulle. 1919-20 wurden durch Trockenlegung 42 ha Kulturland gewonnen. Die zahlreichen Pendler unter den Einwohnern sind v.a. im Dienstleistungssektor beschäftigt. Die 1964 gegr. Sokymat SA (Elektrospulen) ist heute eine wichtige Lieferantin von Mikroprozessoren; 2004 produzierte sie 55 Mio. Chips.


Literatur
La Liberté, 9.8.1910
– I. Andrey, Le château et le bourg de Bossonnens au Moyen Age, Ms., 1985

Autorin/Autor: Marianne Rolle / AL