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Fiaugères

Ehem. polit. Gem. FR, Bez. Veveyse, seit 2004 Teil der Gem. Saint-Martin (FR). F. liegt an der Strasse Lausanne-Bulle, im Nordosten von Oron-la-Ville. Die Wohnhäuser sind am Nordhang des Tals der Mionnaz verstreut. Um 1150 Felgeria, 1273 Fiougiere, 1488 Villa dou bos es fyougires. 1811 187 Einw.; 1850 251; 1900 279; 1950 296; 2000 173. F. wird nachweislich 1150 im Chartular der Abtei Hautcrêt erstmals erwähnt. 1273 besassen die Mönche dort eine Mühle. Im MA gehörte F. zur Herrschaft Oron. 1432 erwarb der Hzg. von Savoyen den Zehnten von F., der mehrmals den Besitzer wechselte, bis er 1542 an Freiburg verkauft wurde. Als Freiburger Besitz kam F. zur Vogtei und dann zum Bez. Rue. 1702 wurden die Gemeindestatuten von der Regierung ratifiziert. 1763 trennte sich das Dorf Besencens von F. und wurde zu einer eigenständigen Gemeinde. 1848 wurde F. dem Bez. Veveyse zugeschlagen. Kirchlich gehört F. zur Pfarrei von Saint-Martin und besitzt eine 1884 gebaute, der Unbefleckten Empfängnis geweihte Kapelle. Zu Beginn des 21. Jh. war F. nach wie vor von der Landwirtschaft geprägt.


Literatur
Dellion, Dict. 11, 34 f.
– P.-A. Musy, Commune de F., [1983?]

Autorin/Autor: Jean-Claude Vial / BE