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Dübi [-Müller], Gertrud

geboren 29.4.1888 Solothurn, gestorben 20.1.1980 Solothurn, von Aetingen. Tochter des Josef Müller-Haiber, Schwester des Josef Müller (1887-1977). ∞ 1921 Otto D. ( -> 7). D. verlor früh beide Eltern und wurde ab 1894 von einer Erzieherin betreut. Schulen in Solothurn, Genf und London. 1902 Bekanntschaft mit Ferdinand Hodler und Cuno Amiet. Malunterricht bei Amiet, der ihr die Welt der internat. Kunstmalerei öffnete. 1907 Kauf des ersten Bildes, des "Irrenwärters" von Vincent van Gogh, anschliessend gezielter Aufbau einer Sammlung schweiz. und internat. Malkunst. Freundschaft mit Hodler bis zu dessen Tod 1918. Internat. Kontakte mit Kunstschaffenden. Tätig als Dokumentarfotografin. 1964 errichtete D. zusammen mit ihrem Gatten die D.-Müller-Stiftung, die wesentl. Teile der gemeinsamen Kunstsammlung umfasst und 1981 in das Kunstmuseum Solothurn integriert wurde.


Literatur
– H. Diggelmann et al., Dübi-Müller-Stiftung, Josef-Müller-Stiftung, Ausstellungskat. Solothurn, 1981
– W. Binder, A. Kamber, Gertrud Dübi-Müller: Dokumentarphotographien, Ausstellungskat. Solothurn, 1984

Autorin/Autor: André Kamber