Sankt Ursen (FR)

Polit. Gem. FR, Sensebez., die den Hauptort S. und mehrere Weiler umfasst. 1651 ex sancto Urso, franz. Saint-Ours. 1811 668 Einw.; 1831 751; 1850 685; 1900 982; 1950 1'139; 2000 1'162. Hallstattzeitl. Grabhügel (Schürmatt). 1906 wurden bei S. über 150 frühma. Gräber gefunden, 1968 weitere bei Wolperwil. Beim erstgenannten Gräberfeld wird ein kleines Heiligtum angenommen. In Tasberg und Hattenberg bestanden ma. Burgen. Die St. Ursuskapelle wird 1424 erstmals erwähnt, die heutige Kapelle wurde Ende des 15. Jh. errichtet und später umgebaut. Sie gab dem Weiler, der ursprünglich Remiswil hiess, den Namen. Die 1898 geweihte neue Kirche wurde 1934 vergrössert. Ab 1831 bildete S. eine selbstständige Gem., ab 1901 eine eigene Pfarrei, nachdem es zuvor als Ennet-dem-Bach-Schrot (Viertel) sowohl politisch als auch kirchlich zur Pfarrgem. Tafers gehört hatte. Bis Ende des 19. Jh. bestand der untere Teil der Gem. hauptsächlich aus Herrschaftsgütern. 2005 stellte der 1. Sektor noch 47% der Arbeitsplätze in der Gemeinde. Im Gewerbe ist das Transportwesen am stärksten vertreten. Ende des 20. Jh. wuchsen die Weiler Engertswil und S. durch ein neues Quartier zu einem eigentl. Zentrum zusammen. 2000 waren 9% der Bevölkerung französischsprachig.


Literatur
– P.F. Kopp, S., 2000

Autorin/Autor: Peter F. Kopp