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Plasselb

Polit. Gem. FR, Sensebez. Dorf am Fuss des Schweinsberg, am Eingang des Plasselbschlunds. 1971 Fusion mit Neuhaus. 1324 Plannaseyva, Dialekt Planasiva. 1811 247 Einw.; 1850 327; 1900 467; 1950 676; 2000 980. Die Herren von Ecublens verkauften das Dorf 1291 an den Bf. von Lausanne. 1453 veräusserten die Herren von Corbières P. an die Fam. Velga und von Englisberg. Mit der Eroberung von Illens 1475 und dem Kauf 1486 gelangte P. an die Stadt Freiburg und gehörte von da an zur Alten Landschaft. Eine Gemeindeordnung stammt von 1571. Das um 1314 von Bertha von Luceria gegr. Zisterzienserinnenkloster La Voix-Dieu existierte nur kurz. Bis 1720 gehörte P. zur Pfarrei Plaffeien und bildete nach der Trennung eine eigene Pfarrei. Die um 1720 erbaute und im 19. Jh. umgebaute Kirche wurde 1922-23 mit Glasfenstern von Jean-Edouard de Castella ausgestattet. P. wurde von Ackerbau, Vieh- und Forstwirtschaft dominiert und erhielt 1998 den Bindingpreis für Waldpflege. 1994 zerstörte eine Grossrutschung die Feriensiedlung Falli Hölli auf dem Schweinsberg. 2005 stellte die Landwirtschaft 27% der Arbeitsplätze.


Literatur
Freiburger Nachrichten, 4.7.1978
HS III/3, 958 f.
– H. Schöpfer et al., Die Pfarrkirche von P., [1989]
– A. Thalmann et al., Der Wald in P. im Wandel der Zeit, [1998]

Autorin/Autor: Eveline Seewer