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Lepori, Giacomo

geboren 13.5.1843 Dino (heute Gemeinde Lugano), gestorben 24.2.1899 Kairo, von Sonvico. Sohn des Giovan Battista, Bauern, und der Maria Antonia geb. L. ∞ Rosa Luisa Poletti, Tochter des Carlo Antonio. Nach dem Gymnasium in Lugano, wo er Schüler Carlo Cattaneos und des Architekten Giuseppe Fraschina war, studierte er 1863-66 bei Gottfried Semper am Polytechnikum Zürich. Als Angestellter der Suezkanalgesellschaft in Paris wurde er nach Port Said und Suez gesandt, um an den Bauarbeiten des Kanals mitzuwirken. Ab 1869 war L. dem ägypt. Vizekönig Ismail Pashà in Kairo unterstellt. Er baute und entwarf bemerkenswerte Bauten in neumaur. Stil: die Militärschule, die Oper, öffentl. Gebäude, Stadtpaläste und Villen am Nilufer. Als Leiter des öffentl. Bauwesens in Ägypten wurde er 1889 mit dem Adelstitel eines Bey ausgezeichnet. Im selben Jahr kehrte er in die Heimat zurück und liess sich in seiner Villa in Castagnola nieder. Als liberaler Politiker war L. Mitglied der revolutionären Regierung von 1890 sowie 1893-96 Grossrat. 1897 übersiedelte er mit seiner Fam. endgültig nach Kairo.


Literatur
– G. Bianchi, Gli artisti ticinesi, 1900, 110 f.
Schweizer bauen im Ausland, Ausstellungskat. Zürich, 1978, 97
Architektenlex., 342

Autorin/Autor: Simona Martinoli / RG