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Martinetti, Giovan Battista

geboren 24.12.1764 Bironico, gestorben 10.10.1830 Bologna, kath. Sohn des Giovanni Antonio, Baumeisters. ∞ Gräfin Cornelia Rossi di Lugo, Gründerin eines literar. Salons in Bologna. M. kam 1775 zum Vater nach Bologna, studierte an der Univ. Architektur und Ingenieurwesen und promovierte in napoleon. Zeit. Er wurde zum Stadtingenieur ernannt, plante Dämme, Brücken und Strassen, u.a. die Strasse über den Porettapass im toskan.-emilian. Apennin, die Bologna und Florenz verbindet. M. war zuständig für die Einrichtung öffentl. Orte, Plätze und Gärten und gab dem Parco della Montagnola die heutige kreisrunde Form. Zudem realisierte er ein Projekt für das neue Theater und für die Anatomiesäle der Univ. Bologna im klassizist. Stil. Ab 1818 erhielt M. auch versch. Aufträge in Rom, wo er das öffentl. Schlachthaus beim Forum Flaminium errichtete, sich an den Plänen zur Urbarmachung der Pontin. Sümpfe beteiligte und der Congregazione di acque e strade angehörte. Er war Mitglied der Accademia italiana di Scienze, Lettere ed Arti, der Accademia Clementina in Bologna und der Kunstakad. San Luca in Rom.


Archive
– ASTI, Zeichnungen
Literatur
– A. Soldini, «Un ingegnere: Giovanni Battista M.», in Scuola Ticinese 78, 1979, 30
– M.T. Chierici Stagni, Giovan Battista M., 1994
Architektenlex., 364

Autorin/Autor: Simona Martinoli / CN