Wolfgang

geboren um 920 Schwaben, gestorben 31.10.994 Pupping bei Linz. Ausbildung in Reichenau und Würzburg, Domscholaster in Trier. W. trat 964 als Mönch in Einsiedeln ein und wirkte hier um 966-970/971 als Scholaster und Dekan. Er widmete sich anschliessend der Ungarnmission. 972 wurde W. zum Bf. von Regensburg erhoben; er förderte 973 die Errichtung des Bistums Prag. Einige Zeit lebte er als Einsiedler in dem später nach ihm benannten St. Wolfgang im Salzkammergut. Er starb auf einer Reise in die Ostmark. 1052 sprach ihn Papst Leo IX. in Regensburg heilig. W. wurde zum Patron der Bauern und Holzfäller und zu einem der Nothelfer; sein Kult war ab dem SpätMA in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet (u.a. Einsiedeln, Wallfahrtskirche St. Wolfgang bei Düdingen). Die "Legenda sancti Wolfgangi" nach der Vita Otlohs von St. Emmeram wurde 1475 von den Franziskanern in Burgdorf gedruckt (Nachdruck 1988).


Literatur
LexMA 9, 306-308
– M.M. Tischler, «Der otton. Heilige und sein karoling. Heiliger», in Stud. und Mitt. zur Gesch. des Benediktiner-Ordens und seiner Zweige 112, 2001, 7-52

Autorin/Autor: Ernst Tremp