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Filippini, Enrico

geboren 21.5.1932 Locarno, gestorben 21.7.1988 Rom, von Cevio. Sohn des Federico, kant. Schulinspektors. ∞ 1952 Ruth Schmidhauser (geschieden 1957). 1958 promovierte F. in Philosophie an der Univ. Mailand. Während vieler Jahre übersetzte er berühmte Autoren dt. Sprache (Edmund Husserl, Walter Benjamin, Günter Grass, Uwe Johnson, Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch) für bedeutende ital. Verlage. Mitarbeiter literar. Zeitschriften ("Aut-Aut", "Il Politecnico") und 1963 Mitbegründer des Gruppo '63, eines losen Zusammenschlusses ital. Avantgarde-Schriftsteller. 1966-68 war F. für den Bereich Literatur und Philosophie bei Feltrinelli in Mailand zuständig; danach arbeitete er für die Verlage Il Saggiatore und Bompiani. Als Kulturkorrespondent der ital. Tageszeitung "La Repubblica" (1976-88) und Mitarbeiter diverser Fachzeitschriften veröffentlichte er zahlreiche Artikel und Interviews zu philosoph., literar. und künstler. Themen (z.T. 1990 erschienen in "La verità del gatto"). Ab 1980 war er zudem für den Kulturkanal des ital. Radios tätig. F. verfasste auch literar. Texte, v.a. Erzählungen und kleine Theaterstücke ("L'ultimo viaggio" 1991).


Archive
– BCLo, Nachlass
Literatur
– G. Volonterio, Il delitto di essere qui, 1996
– «Enrico F. tra illuminismo e coscienza infelice», in Cenobio 46, 1997, 299-379

Autorin/Autor: Guglielmo Volonterio / RG