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Bas-Vully

Polit. Gem. FR, Seebez., am Fuss des Mont Vully, umfasst die Weiler Praz, Nant, Sugiez und die Wüstung Chaumont. 968 Williacense, vor 1831Commune générale des quatre villages de La Rivière (1443 Ripperia), bis 1977 Vully-le-Bas, dt. früher Unterwistenlach. 1811 1'053 Einw.; 1850 1'123; 1880 995; 1941 1'595; 1980 1'004; 1990 1'284 (23% Deutschschweizer). Oppidum auf dem Mont Vully. 1375 erscheinen Praz, Nant, Sugiez und Chaumont als alter Besitz der Herrschaft Murten, ab 1484 gemeinsamer Besitz Berns und Freiburgs. Sie fielen 1798 an den Kt. Freiburg. Im Ancien Régime besass jedes Dorf seine eigene Verwaltung; die Dorfgenossen und die vier Vorsteher entschieden zusammen über die Nutzung der gemeinsamen Güter von La Rivière. 1831 schlossen sich die vier Dörfer zur polit. Gem. zusammen. Das Gebiet gehört zur seit 1530 ref. Pfarrei Môtier. Qualitätvoller Weinbau (seit röm. Zeit belegt), Gemüseanbau und Fischerei.


Literatur
– R. Merz, «Notices sur la commune générale de La Rivière», in Ann. frib., 12, 1924, 49-64
– P. Zimmermann, Etude monographique du Vully fribourgeois et de son vignoble, 1932
– M. Andrey, La population du Vully fribourgeois de 1800 à 1875, Liz. Freiburg, 1969
Kdm FR 4, 1989, 359-412

Autorin/Autor: Marianne Rolle / KMG