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Martini, Plinio

geboren 4.8.1923 Cavergno (heute Gem. Cevio), gestorben 6.8.1979 Cavergno, kath., von Cavergno. Sohn des Adeodato und der Maria geb. Balli. ∞ Maria Del Ponte. Lehrerseminar in Locarno, ab 1943 Lehrer, zuerst in der Primar- und Oberschule in Cavergno, später in der Sekundarschule in Cevio. M. begann als Schriftsteller mit den Gedichtbänden "Paese così" (1951) und "Diario forse d'amore" (1953). Grösseren Erfolg hatten der Roman "Il fondo del sacco" (1970), der in hist.-realist. Weise die Geschichte einer Emigration aus dem Maggiatal erzählt, und der expressionist. Mustern nahestehende Roman "Requiem per zia Domenica" (1976), in dem sich die Hauptperson während einer Beerdigung die bäuerl., von einer strengen und unduldsamen kath. Moral geprägte Vergangenheit in Erinnerung ruft. M. verfasste zudem Erzählungen und zahlreiche Artikel, in denen er sich für das hist. und kulturelle Erbe des Maggiatals einsetzte. Sie sind in den postum erschienenen Sammelbänden "Delle streghe e d'altro" (1979) und "Nessuno ha pregato per noi" (1999) enthalten. Postum kam 1993 auch der unvollendete Roman "Corona dei cristiani" heraus.


Literatur
– I. Domenighetti, Plinio M.: i giorni, le opere, 1987

Autorin/Autor: Ilario Domenighetti / GG