22/01/2014 | Rückmeldung | PDF | drucken

Villarepos

Polit. Gem. FR, Seebez.; zu V. gehört auch der Weiler Plan, 1983 kam Chandossel dazu. 1332 Villarepot, dt. früher Ruppertswil. 1811 242 Einw.; 1850 303; 1900 294; 1950 288; 2000 453. Vor 1331 gehörte V. zur Herrschaft Avenches und blieb bis zum Kauf durch Freiburg 1502 im Besitz der Fam. d'Avenches. Erster freiburg. Vogt war Peter Falck; 1504 wurde das Dorf an die de Praroman verkauft und blieb in deren Besitz bis 1798. V. gehörte zur Alten Landschaft (Spitalpanner) und zur Vogtei Montagny, 1798-1803 zum Distrikt Avenches und bis 1848 zum Bez. Freiburg. Vor der Reformation 1536 war V. nach Donatyre kirchgenössig. Bis zum Bau der Kirche Saint-Etienne 1572 besuchte die katholisch gebliebene Bevölkerung die Kirchen von Courtion und Cressier. 1579-84 wurde eine Pfarrei geschaffen, die auch Chandossel umfasste. 1971 entstand eine neue Kirche und die alte wurde 1984 trotz starkem Protest abgerissen. 1620 brannte das Dorf ab. Schon vor 1817 ist eine Schule nachgewiesen. Viehzucht und Ackerbau sind vorherrschend. Das Benediktinerpriorat Berlai wurde lange irrtümlich in V. vermutet.


Literatur
HS III/1, 437
Kdm FR 4, 1989, 256-274

Autorin/Autor: Marianne Rolle / BE