25/01/2013 | Rückmeldung | PDF | drucken

Ulmiz

Polit. Gem. FR, Seebez., in einer flachen Mulde im Tal der Biberen gelegen. 1200 Hulmeis, franz. 1390 Ormeis, heute Ormey. 1428 17 Feuerstätten; 1613 13 Häuser; 1811 230 Einw.; 1850 397; 1900 420; 1950 343; 2000 359. Niklaus von Lindach überliess 1334 den Johannitern von Münchenbuchsee Güter in U. 1591 wurde das Dorf von einem Grossbrand heimgesucht. U. besass ab dem MA Rechte am Galmwald, 1811 erhielt es als Abgeltung ca. 25 ha Wald. Ebenfalls zu Beginn des 19. Jh. konnte U. drei Feudallasten ablösen. Bis 1798 gehörte U. zur Gemeinen Herrschaft Murten, bis 1803 zum helvet. Distrikt Murten und bis 1848 zum Bez. Murten. 1453 wird eine Kapelle als Filiale von Ferenbalm erwähnt, auch nach der Reformation blieb U. der Kirchgem. Ferenbalm angeschlossen. Die Wasserkraft der Biberen ermöglichte Gewerbebetriebe, die den Landwirten dienten. Nebst Mühlen sind im 16. Jh. eine Schmiede und eine Säge bezeugt, im 19. Jh. eine Öle, eine Loh- und eine Tabakstampfe sowie weitere Gewerbebetriebe. In U. wird seit 1680 Schule abgehalten, 2011 wurden zwei Klassen des regionalen Schulverbands im Schulhaus unterrichtet.


Literatur
– W. Kilchher, Chronik der Gem. U., 1991
Kdm FR 5, 2000, 430-434

Autorin/Autor: Hans Herren