06/10/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Salvenach

Polit. Gem. FR, Seebez. Östlich von Murten auf einer flachen, nach Süden offenen Ebene gelegenes Strassendorf. 1179 Salvegnez, franz. Salvagny. 1811 222 Einw.; 1850 357; 1900 393; 1950 411; 2000 400. Steinzeitl. Beil und Bruchstücke röm. Leistenziegel. S. gehörte zur Herrschaft Murten. Das nach Murten kirchgenössige S. ist seit 1530 reformiert. Ab 1817 wurden die Zehnten und Bodenzinsen abgelöst. Die franz. Schule von 1679 wurde 1683 in eine dt. umgewandelt, was den Sprachenwechsel förderte. Zu Beginn des 21. Jh. herrschen Landwirtschaft und Gewerbe in S. vor. Bis zur Güterzusammenlegung 1970 wurde die Dreifelderwirtschaft praktiziert. Nach der Ausscheidung von Bauzonen 1973 entstanden am Süd- und Nordrand des Dorfs Einfamilienhaussiedlungen. 2000 arbeiteten ca. 70% der erwerbstätigen Bevölkerung auswärts, v.a. in Murten und Bern. Der 1. Sektor stellte 2005 rund die Hälfte der Arbeitsplätze.


Literatur
– R. Merz, Die Landschulen des alten Murtenbiets, 1928
– B. Roth, Die rom.-dt. Sprachgrenze im Murtenbiet während des 15. Jh., 1965
Kdm FR 5, 2000, 426-429

Autorin/Autor: Hans Herren