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Fossati, Giuseppe

geboren 1.1.1759 Venedig, gestorben 7.10.1812 Venedig, kath., von Morcote. Sohn des Davide Antonio ( -> 1). ∞ 1799 Paola Bagolini. 1777-81 Rechtsstud. an der Univ. Padua, ab 1782 als Anwalt in Venedig tätig. Er lebte immer in Venedig, hielt aber die Beziehungen zu den Herkunftsorten der Fam. aufrecht. F. war Mitglied zahlreicher literar. Akademien, verkehrte mit den bedeutendsten Literaten seiner Zeit und betätigte sich selber als Dichter und Essayist. Besser als in seinen Gedichten, die 1812 unter dem Titel "Saggio di poesie varie" erschienen, zeigte sich sein Talent in den Übersetzungen: Sei es bei der Bibel (eines seiner Gedichte aus Ezechiel findet sich im Sammelband "Poesie bibliche tradotte da celebri italiani" 1834) oder bei Autoren seiner Epoche (z.B. "Unvollkommenes Gedicht über die Ewigkeit" von Albrecht von Haller, im "Saggio di libere versioni poetiche" 1781). Auch seine Beiträge zur Kunst des Dichtens verdienen Beachtung; ein Beispiel ist der "Elogio di Dante Alighieri", der in den "Elogi italiani" (herausgegeben von Andrea Rubbi) 1783 erschienen ist.


Literatur
– C. Gentile, Giuseppe F. nella cultura veneta del suo tempo, 1965, (mit unveröffentlichten Texten F.s)
– C. Palumbo-Fossati, I F. di Morcote, 1970, 71-78, (mit Bibl.)
– G. Orelli, Svizzera italiana, 1986, 56-61

Autorin/Autor: Giovanni Orelli / CN