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Gurmels

Polit. Gem. FR, Seebez. Haufendorf 10 km nördlich von Freiburg an der Sprachgrenze gelegen. Franz. 1186 Cormulnes, 1228 Cormunec, 1242 Cormugnes, seit dem 15. Jh. Cormondes. Dt. 1240 Gurmols. 1978 Fusion der Gem. Monterschu und Grossgurmels zu G. 2000 Fusion mit der Gem. Kleingurmels, die bereits 1880-1982 gemeinsam mit G. verwaltet worden war. 2003 Fusion mit den aufgehobenen Gem. Guschelmuth, Liebistorf und Wallenbuch sowie 2005 mit Cordast. 1850 420 Einw.; 1900 543; 1910 602; 1950 723; 1970 905; 1980 974; 1990 1'080; 2000 1'521 (mit C.-le-Petit).

Im Dorfteil Dürenberg Funde, die auf eine ununterbrochene Besiedlung vom Mesolithikum bis zur Römerzeit hinweisen. Merowing. Gräberfeld mit reichen Beigaben. 1339 Ersterwähnung einer Kapelle auf Dürenberg, die zu einem beliebten Wallfahrtsort wurde. G. war Besitz der Gf. von Thierstein und gelangte 1442 durch Kauf zur Alten Landschaft von Freiburg (Spitalpanner). Die Pfarrei G. mit der 1228 erstmals erw. Pfarrkirche St. German umfasst insgesamt die sechs Dörfer G., Cordast, Guschelmuth, Liebistorf, Kleinbösingen und Wallenbuch. 1798-1803 gehörte G. zum Bez. Murten, 1803-30 zum Bez. Freiburg, 1831-47 zum Dt. Bez. und seit 1848 zum Seebez. Gewerbe- und Holzbaubetriebe sind die wichtigsten Arbeitgeber. Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen ist als Wegpendler v.a. in Bern, Freiburg und Murten beschäftigt.


Literatur
– H. Schwab, «G.», in ArS 5, 1982, 190 f.
– N. Dunkel, G. = Cormondes, Liz. Freiburg, 1983
Freiburger Nachrichten, 20.8.1993

Autorin/Autor: Olivier Aebischer