• <b>Alfred Teobaldi</b><br>Porträt, um 1960 (Ringier Bildarchiv, RBA1-4-41366) © Staatsarchiv Aargau / Ringier Bildarchiv.

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Teobaldi, Alfred

geboren 31.10.1897 Wiedikon (Gem. Zürich), gestorben 26.8.1977 Zürich, kath., ab 1915 von Zürich, 1936 Ehrenbürger von Bosco/Gurin. Sohn des Giacomo, ital. Bahnarbeiters und Händlers, und der Maria Jacobea Tomamichel geb. Rossi. Klosterschule Disentis, Priesterseminar Chur, 1920 Priesterweihe. Stud. in Freiburg, Paris und Münster (Westfalen), 1923 Dr. rer. pol. in Münster. 1923-38 Vikar von St. Anton in Zürich und Präses des Gesellenvereins Zürich, ab 1923 Leiter des Gesellenhauses Wolfbach, ab 1926 Präses des Zürcher Kantonalverbands des Schweiz. Katholischen Volksvereins und Mitglied dessen Zentralkomitees. 1926 Gründer und Mitarbeiter der Caritas Zürich, 1954 der Glaubenskurse für Laien, 1927 Initiant und Mitarbeiter der kath. Volkshochschule, 1966 Initiant und Bauherr der Paulus-Akademie in Witikon. Krankenseelsorger im Burghölzli, 1935-67 Pastoration der Strafanstalt Regensdorf, 1971-77 Seelsorger im Bezirksgefängnis Zürich. 1937-41 Jugend- und Bildungsarbeit im kath. Jugendsekretariat, 1946-75 im Knabeninstitut Montana auf Zugerberg sowie 1947-77 in der Internatsschule Walterswil in Baar und im Kinderheim Lattenberg ob Stäfa. 1943, 1950 (2'000 Teilnehmer im Kongresshaus) und 1957 (16'000 Teilnehmer im Hallenstadion) Organisator der Zürcher Katholikentage. 1951-56 bischöfl. Kommissar, 1956-69 erster Generalvikar des Kt. Zürich, 1964 Domherr in Chur. T. setzte sich in Zürich für die staatskirchenrechtl. Anerkennung der kath. Kirche ein (1963 kath. Kirchengesetz) und war 1963-67 Mitglied der Zentralkommission der kath. Landeskirche des Kt. Zürich. Seine rege journalist. und publizist. Tätigkeit wurde 1978 mit der postumen Publikation von "Katholiken im Kt. Zürich" abgeschlossen. T., der Intelligenz mit Arbeitsfreude und Gottvertrauen paarte, ist durch seine vielseitige sozial-karitative, theol.-pädagog. und kirchenpolit. Tätigkeit wohl der bekannteste Zürcher Katholik des 20. Jh. T. prägte die Entwicklung der kath. Kirche im Kanton wie kaum ein anderer, auch gegen Widerstand aus den eigenen Reihen. 1945 päpstl. Hausprälat, 1967 apostol. Protonotar.

<b>Alfred Teobaldi</b><br>Porträt, um 1960 (Ringier Bildarchiv, RBA1-4-41366) © Staatsarchiv Aargau / Ringier Bildarchiv.<BR/><BR/>
Porträt, um 1960 (Ringier Bildarchiv, RBA1-4-41366) © Staatsarchiv Aargau / Ringier Bildarchiv.
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Werke
Katholiken im Kt. Zürich, 1978 (mit biograf. Einleitung von M. Amherd)

Autorin/Autor: Hugo Hungerbühler