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Heute vor 200 Jahren wurde Carlo Gatti geboren.

Heute vor 100 Jahren starb Theodor Kocher.
IM FOKUS

Am 20. Juli 917 plünderten ungarische Verbände die Stadt Basel (Ungarneinfälle).

11. bis 14. Juli 1789: Louis Auguste Le Tonnelier de Breteuil ersetzt Jacques Necker als Finanzminister von Ludwig XVI.

Am 4. Juli 1912 erschien erstmals die Tessiner Kulturzeitschrift «L’Adula».

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Historisches Lexikon der Schweiz, +41 31 313 13 30,

Aktuell / HLS-News
06/2017

Die Bilder kommen!

Als eine «Ikonografie der Schweiz» bezeichnete Thomas Maissen an der letzten HLS-Buchvernissage 2014 den Fundus von rund 8000 Bildern, die in den dreizehn Bänden des Historischen Lexikons der Schweiz erschienen sind. Die Illustrationen, die während über zwanzig Jahren zusammengetragen wurden, werden nun nach und nach ins e-HLS integriert - ein grosser Schritt für das HLS hin zum multimedialen Online-Lexikon.

Die erste Serie umfasst mehrere hundert Bilder, welche die Schweizerische Nationalbibliothek sowie das Schweizerische Nationalmuseum freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Sie berücksichtigt Bildmaterial aus allen Landesteilen. Die vielfältige Auswahl hält neben zahlreichen Hauptwerken zur Schweizer Kulturgeschichte auch viel Überraschendes bereit.

Die Bilder sind in den Texten verankert, sie erscheinen aber auch als Vorschaubild in der Kopfleiste der Artikelseiten. Die Bildlegenden entsprechen der Druckausgabe.

Die Liste aller Artikel mit Bildern gibt es hier.

Bisher lagen die Nutzungsrechte der Bilder lediglich für die Buchausgabe vor, weshalb das HLS jetzt mit weit über 700 Bildgebern diese Rechte neu regelt. Dank der durchwegs positiven Rückmeldungen der verschiedenen Institutionen können in den nächsten Wochen und Monaten laufend weitere Bestände publiziert werden, sodass die «Ikonografie der Schweiz» im HLS online mehr und mehr Gestalt annehmen wird.

 

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Aktuell / Das aktuelle Thema
07/2017

Germaine de Staël: eine ungewöhnliche Frau

Am 14. Juli 1817 verstarb nach einem aussergewöhnlichen Leben im Alter von 51 Jahren Germaine de Staël. Ihr Todesjahr, das sich heuer zum 200. Mal jährt, fällt zufälligerweise mit dem 250. Geburtsjahr von Benjamin Constant zusammen, mit dem sie eine langjährige Beziehung unterhielt. Das Paar machte sich an der Wende zum 19. Jahrhundert als Verfasser zahlreicher politischer und literarischer Werke einen Namen. Sie gelten insbesondere als Vordenker des politischen Liberalismus und der Romantik. Im regen Austausch der Intellektuellen des damaligen Europa spielten die beiden eine Schlüsselrolle. Germaine de Staël trat zudem mit ihren Ansichten über die Situation der Frauen als Wegbereiterin des Feminismus auf.

Eine geborene Necker
Als Tochter von Jacques Necker,  Genfer Banquier und Finanzminister Ludwig XVI., erhielt Germaine de Staël eine Ausbildung, wie sie damals nur wenigen Mädchen zuteil wurde. Bereits in jungen Jahren lernte sie in dem von ihrer Mutter Suzanne Necker-Curchod geführten Pariser Salon zahlreiche bedeutende Schriftsteller kennen und zeichnete sich durch einen brillanten Geist aus. Nach ihrer Heirat 1786 befreite sie sich als Baronin de Staël-Holstein rasch von gesellschaftlichen Konventionen, um das Leben nach eigenem Gutdünken zu gestalten und sich ihrem literarischen und philosophischen Werk zu widmen.

Revolution und Exil
Der Beginn der Französischen Revolution 1789 bedeutete für Germaine de Staël das Versprechen der herbeigesehnten Freiheit. Doch während der Schreckensherrschaft musste sie wegen ihrer gemässigten Haltung aus Frankreich flüchten. Nach deren Ende kehrte sie mit Benjamin Constant, den sie 1794 in Lausanne kennengelernt hatte, nach Paris zurück, wo sie die monarchistische Reaktion wie auch das Jakobinertum bekämpfte. Ebenso stand sie als Gegnerin jeglichen Eroberungsgedankens der Besetzung der Schweiz durch französische Truppen 1798 ablehnend gegenüber (Franzoseneinfall). Die anfänglichen Hoffnungen in Napoleon erwiesen sich mit dessen Machtübernahme 1799 und der Einsetzung des Konsulats als Illusion. Bonaparte fürchtete Germaine de Staëls politischen Einfluss und verbannte sie für immer aus Paris.

Ein universeller Zirkel
Germaine de Staël zog sich auf das Familienschloss in Coppet zurück, wohin ihr Constant folgte. Von hier aus unternahm sie mehrere Reisen in verschiedene Länder. In Coppet empfing sie zahlreiche illustre Gäste - unter ihnen Châteaubriand, Lord Byron, die Baronin von Krüdener oder Juliette Récamier -, und machte dieses zum Begegnungsort für die intellektuelle Elite Europas. Der engere Kreis um Madame de Staël veränderte sich laufend. Zum eigentlichen Groupe de Coppet, der eine europaweite Ausstrahlung hatte, gehörten insbesondere Constant, Jean Charles Léonard Simonde de Sismondi, Karl Viktor von Bonstetten und August Wilhelm Schlegel.

Ausgewählte Artikel
Frankreich (Kapitel 3.2.2) | Französischsprachige Literatur | Liberalismus | Literaturwissenschaft | Philosophie | Romantik

Die Fondation Martin Bodmer in Cologny zeigt noch bis am 1. Oktober 2017 eine Ausstellung zu Germaine de Staël und Benjamin Constant.

 

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