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Mitarbeitende / Geschichte
03/2018

Geschichte

Das HLS knüpft an eine lange Tradition der schweizerischen Lexikografie an, aus der drei Werke besonders hervorzuheben sind:

  • Johann Jakob Leu, Allgemeines helvetisches, eydgenössisches oder schweitzerisches Lexikon, 20 Bände, Zürich 1747-1765, 6 Supplementbände, Zug 1786-1795.
  • Encyclopédie d'Yverdon, 58 Bände, Yverdon-les-Bains 1770-1780.
  • Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz (HBLS), 7 Bände, 1 Supplementband, Neuenburg 1921-1934.

Nach der Publikation des äusserst beliebten Historisch-Biographischen Lexikons der Schweiz hatte sich in der Schweiz während Jahrzehnten niemand mehr an die Herausgabe eines historischen Lexikons gewagt. Ab den 1960er Jahren manifestierte sich jedoch verstärkt der Wunsch, der Schweiz ein neues historisches Nachschlagewerk zu verschaffen, das der Neuausrichtung der Geschichtswissenschaft zu einer Histoire totale Rechnung trug.

Für ein neues Lexikon der Schweizer Geschichte sprachen staats-, kultur- und sprachpolitische Argumente: Über die Erarbeitung umfassender Informationen zur Schweiz und ihrer Geschichte hinaus sollte das Lexikon eine Brücke zwischen den Landessprachen schlagen. Dem sprachpolitischen Argument kam dabei besondere Bedeutung zu: Die italienischsprachige Schweiz sollte mit dem HLS zum ersten Mal ein Nachschlagewerk zur Schweizer Geschichte in italienischer Sprache erhalten - und die rätoromanische Schweiz eine Teilausgabe. Diese Mehrsprachigkeit ist in der internationalen Lexikografie einzigartig.

Auf Anregung des Eidgenössischen Departements des Innern und initiiert von der Allgemeinen Geschichtforschenden Gesellschaft der Schweiz (heute Schweizerische Gesellschaft für Geschichte, SGG) lancierte die Schweizerische Geisteswissenschaftliche Gesellschaft (heute Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften, SAGW) ein Projekt zur Erarbeitung einer umfassenden Enzyklopädie zur Schweizer Geschichte, das 1987, gestützt auf das Forschungsgesetz von 1983, von den Bundesbehörden genehmigt und seither vom Bund mehrheitlich finanziert wurde.

Die zu diesem Zweck gegründete Stiftung HLS begann 1988 mit der Umsetzung. Nach umfangreichen Konzeptarbeiten, dem Aufbau eines Netzes von externen Mitarbeitenden (Autorinnen und Autoren, wissenschaftlichen Beraterinnen und Beratern, Übersetzerinnen und Übersetzern) und der Erarbeitung einer Stichwortliste setzte 1992 die Redaktionstätigkeit ein. Der digitale Wandel, verbunden mit dem Aufkommen neuer Medien, sowie eine verschlechterte finanzielle Lage des Bundeshaushalts mit substanziellen Kürzungen für das HLS führten einerseits zu einer Verzögerung der Drucklegung, andererseits aber auch zu einer bereits 1998 einsetzenden elektronischen Publikation (e-HLS), die fortlaufend die redigierten Artikel öffentlich verfügbar machte. Das e-HLS stellte im Wesentlichen eine Kopie der Druckausgabe dar, allerdings ohne Bildmaterial und ohne die Möglichkeiten des Digital Publishing (Multimedialität, Vernetzung, intelligente Suchfunktionalitäten) zu nutzen. Erst der Wegfall vertraglicher Verpflichtungen mit den Verlegern der Druckausgabe erlaubte ab Anfang 2017 die elektronische Publikation der nicht-textuellen Inhalte (Elektronische Ausgabe).

Die Publikation des gedruckten HLS setzte 2002 ein. In den folgenden Jahren erschien jeweils im Oktober je ein Band in Deutsch (Schwabe Verlag, Basel), Französisch (Editions Gilles Attinger, Hauterive) und Italienisch (Armando Dadò Editore, Locarno). Nach der Veröffentlichung des 13. Bands 2014 lag die Druckausgabe des HLS komplett vor. Die romanische Teiledition Lexicon Istoric Retic (LIR) erschien 2010 und 2012 in zwei Bänden bei der Chasa editura Desertina in Chur.

2016 wurde die Stiftung HLS aufgelöst. Seit dem 1. Januar 2017 nimmt das HLS, das weiterhin vom Bund unterstützt wird, seinen Auftrag als Unternehmen der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften wahr (Neues Online-Lexikon).

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