Artikel mit Bildern
12/2017
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 

Zacconen/Viktoriden

<b>Zacconen/Viktoriden</b><br>Zweimal verwendete Grabplatte aus Marmor, zum einen für einen Angehörigen der Familie der Viktoriden aus dem 8. Jahrhundert und zum anderen für den bischöflichen Münzmeister Hans Jacob Wägerich von Bernau (1562–1606) (Rätisches Museum, Chur).<BR/>Jahrhundertelang war nur die eine Seite der in der Umfassungsmauer des Scalettafriedhofs von Chur eingelassenen Marmorplatte sichtbar, nämlich jene für den Münzmeister (rechts). 1870 wurde der Friedhof zu einer Parkanlage umgebaut. Bei Sicherungsarbeiten 1972 trat die Rückseite der Platte zutage (links). Deren lateinische Inschrift besagt: "Unter diesem Marmorstein, den Präses Viktor, im Rang eines Vir illustris, aus dem Vinschgau hat kommen lassen, ruht der Herr ... [Namen getilgt]".<BR/><BR/>

Zahnmedizin

<b>Zahnmedizin</b><br>Der Zahnbrecher. Holzschnitt aus dem "Ständebuch" von  Jost Ammann,  1568 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Zahnmedizin</b><br>Studierende der Zahnmedizin an Übungsmodellen an der Universität Zürich, 2001  © KEYSTONE / Steffen Schmidt.<BR/>

Zasius, Ulrich

<b>Ulrich Zasius</b><br>"Nüwe Stattrechten und Statuten der loblichen Statt Fryburg im Pryssgow gelegen", erschienen bei Adam Petri in Basel, 1520 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Alte Drucke und Rara).<BR/>Das von Ulrich Zasius verfasste Stadtrecht von Freiburg im Breisgau fand auch in der Eidgenossenschaft Nachahmung.<BR/>

Zay, Karl

<b>Karl Zay</b><br>Frontispiz aus "Goldau und seine Gegend", 1807. Kupferstich von  Johann Heinrich Meyer (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Alte Drucke und Rara).<BR/>Der Bericht von Karl Zay über den Goldauer Bergsturz vom 2. September 1806 und dessen Folgen erschien bei Orell Füssli in Zürich. Das Werk erhielt den Übernamen "Schuttbuch".<BR/>

Zell (ZH)

<b>Zell (ZH)</b><br>Aufführung des Kinderoratoriums "D'Zäller Wiehnacht" in der reformierten Kirche Zell. Fotografie, 1960 (Zentralbibliothek Zürich, Musikabteilung).<BR/>Nur ein Jahr nach seinem Umzug von Zürich nach Zell schrieb der Komponist Paul Burkhard ein Krippenspiel und brachte es mit einheimischen Schulkindern in der Adventszeit 1960 zur Aufführung. Es wurde als bekanntestes Schweizer Kinderoratorium in bisher zwanzig Sprachen übersetzt. Von den insgesamt acht durch Spielszenen miteinander verknüpften Liedern fanden "Das isch de Schtärn vo Bethlehem" und "Was isch das für e Nacht" Aufnahme im Gesangbuch der evangelisch-reformierten Kirchen der deutschsprachigen Schweiz (1998).<BR/>

Zeller, Max

<b>Max Zeller</b><br>Werbeplakat für die Produkte von Zeller, gestaltet vom Grafiker  Eric de Coulon,   1948 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Zenith

<b>Zenith</b><br>Werbeplakat für die Uhrenmarke aus Le Locle von  Herbert Leupin,   1944 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Zenith präsentiert auf einem kostbaren Stoff eine traditionelle Neuenburger Pendule sowie je eine Damen- und Herrenarmbanduhr neben einer Visitenkarte des Unternehmens. Die darauf abgebildete Armbrust als Gütezeichen bürgt für Schweizer Qualität.<BR/>

Zensur

<b>Zensur</b><br>"Omnia Opera I: Ciceronianus sive de optimo dicendi genere"  von Erasmus von Rotterdam,  in Basel gedruckt von Hieronymus Froben und Niklaus Episkopius, 1540 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern).<BR/>Die Seite 852 mit Passagen über Hermann von dem Busche, Philipp Melanchthon, Ulrich von Hutten und Willibald Pirckheimer wurde wahrscheinlich von einem Mönch des Zisterzienserklosters St. Urban, aus dem die Druckschrift stammt, aus religiösen Gründen zensuriert.<BR/>

Zermatt

<b>Zermatt</b><br>Tourismusplakat für die Zahnradbahn auf den Gornergrat, gestaltet von  Eric de Coulon,   1928 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Als eines der seltenen Beispiele aus jener Zeit zeigt das Plakat nicht die typische Silhouette des Matterhorns, sondern jene des Monte Rosa.<BR/>

Zeugdruck

<b>Zeugdruck</b><br>Zeugdruckmanufaktur von Jean-Jacques Deluze in Le Bied, zwischen Colombier und Areuse, am Ufer des Neuenburgersees. Ausschnitt aus einem Ölgemälde auf Leinwand, 1743 (Privatsammlung) © Foto Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel.<BR/>

Zeughäuser

<b>Zeughäuser</b><br>Herstellung von Kanonenkugeln im Zeughaus Zürich. Radierung von  Johann Melchior Füssli   im "Neujahrsblatt der Constaffler und Feuerwerker im Zeughaus" von 1718 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>

Zgraggen, Yvette

<b>Yvette Z'Graggen</b><br>Porträt der Schriftstellerin an ihrem Wohnort in der Genfer Gemeinde Anières in einer Aufnahme des Fotografen  Sandro Campardo  vom 24. September 1998  © KEYSTONE / Sandro Campardo.<BR/>

Ziegelei

<b>Ziegelei</b><br>Ziegel mit der Stempelinschrift "Victor fec[it]" aus Wettswil am Albis, 2. Jahrhundert n.Chr.  (Schweizerisches Nationalmuseum) © Foto Kantonsarchäologie Zürich.<BR/>Beim gestempelten Ziegel aus der Brennerei Victors handelt es sich um einen Altfund von 1862, der aus dem römischen Gutshof Heidenchilen stammt. In der Nähe befanden sich zwei bereits 1839 entdeckte Ziegelbrennöfen. Dank weiteren Ritzinschriften, die bei Nachgrabungen 1992 zum Vorschein kamen, liess sich die Produktionsstätte als die Brennerei eines Victor identifizieren. Der abgebildete Ziegel wurde wohl in der gutshöfischen Ziegelei gebrannt und für die Bedachung der Gebäude an Ort verwendet.<BR/><b>Ziegelei</b><br>"Der Ziegler". Holzschnitt aus dem "Ständebuch" von  Jost Ammann,  1568 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Ziegler, Paul Karl Eduard

<b>Paul Karl Eduard Ziegler</b><br>Porträt (Ausschnitt) aus einer Lithografie, welche die Mitglieder des Nationalrats der Jahre 1849–1850 zeigt (Bernisches Historisches Museum).<BR/><BR/>

Zigeuner

<b>Zigeuner</b><br>Ankunft der Fremden in der Eidgenossenschaft im Jahr 1418. Holzschnitt aus der Schweizerchronik von  Johannes Stumpf,   1548 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Alte Drucke und Rara).<BR/>Stumpf übernimmt seinen Bericht von der "Ankunfft der Zigyner" aus älteren Chroniken. Die ersten Ankömmlinge hätten sich an die christliche Ordnung gehalten, seien wohl versorgt gewesen und nach sieben Jahren wieder zurück in ihre Heimat gezogen. Hingegen kolportiert er wie andere Chronisten seiner Zeit den Vorwurf, die von ihm als Zigeuner bezeichneten Fahrenden seien ein stehlendes Volk.<BR/>

Zimmerli, David

<b>David Zimmerli</b><br>Der Offizier in der Uniform eines eidgenössischen Obersten dekoriert mit den in fremden Diensten erhaltenen Auszeichnungen. Öl auf Leinwand von  David Sulzer,   1838 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Zimmerwalder Bewegung

<b>Zimmerwalder Bewegung</b><br>Titelseite des ersten "Bulletins" der Internationalen sozialistischen Kommission, 21. September 1915 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die von Robert Grimm in Bern veröffentlichte Schrift enthält das von den Teilnehmern an der internationalen Konferenz von Zimmerwald vom 5. bis 9. September 1915 beschlossene Manifest in deutscher, französischer und englischer Sprache.<BR/>

Zinggeler, Rudolf

<b>Rudolf Zinggeler</b><br>Selbstporträt, um 1900 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Zinggeler).<BR/><BR/>

Zinsen

<b>Zinsen</b><br>Doppelseite aus dem Zürcher "Richtebrief" von 1304 mit Bestimmungen über Geldverleiher und Zinssätze  (Staatsarchiv Zürich, B III 1, fol. 116v und 117r).<BR/>Wie in vielen Städten finden sich auch für Zürich bereits in spätmittelalterlichen Quellen neben den jüdischen auch christliche Geldverleiher – hier die sogenannten Kawerschen ("Caurtschin", Artikel 104 und 105 auf der rechten Seite). Deren Bezeichnung ist abgeleitet von Cahorsins, den Christen aus dem südfranzösischen Cahors, die sich schon früh auf Geldverleih spezialisiert hatten. Später wurde sie auf alle christlichen Geldverleiher angewandt. In ähnlicher Weise ist auch die Herkunftsbezeichnung "Lombarden" für die christlichen Geldverleiher aus Italien im 14. Jahrhundert zu einer Berufsbezeichnung geworden.<BR/>

Zivilschutz

<b>Zivilschutz</b><br>Zivilschutzübung im Luzerner Autobahntunnel Sonnenberg vom 16. bis 21. November 1987  © KEYSTONE.<BR/>Weil in Luzern in den 1960er Jahren Zivilschutzräume fehlten, stattete die Stadt mit Unterstützung des Bundes und mit grossem finanziellem Aufwand den Autobahntunnel der A2 so aus, dass er sich für einen Teil der Bevölkerung in einen Schutzraum umwandeln liesse. Bei der Übung Ameise im Jahr 1987 wurde die Einrichtung von 20'000 Betten im Tunnel geprobt.<BR/><BR/>

Zivilstandswesen

<b>Zivilstandswesen</b><br>Titelschild vorne auf dem Einband eines Taufregisters von 1794 (Archives cantonales vaudoises, Eb 83/4, Foto Rémy Gindroz).<BR/>"Eintragungen der Taufen in der Kirchgemeinde Montet und Cudrefin, angefangen am 12. Januar 1794 von Besançon de Moudon, der am 15. Februar 1777 zum Pfarrer der oben genannten Kirchgemeinde gewählt wurde. Das Jahr 1794 war durch den Tod von Ludwig XVI., König von Frankreich, und seiner Ehefrau Marie Antoinette von Österreich gekennzeichnet, die im Gefolge der Französischen Revolution geköpft worden waren". Diese Art von Kommentierung war damals in den Pfarrbüchern üblich. Sie enthalten gelegentlich Zeichnungen, Gedichte und Bibelzitate, v.a. aber finden sich wichtige zeitgenössische Ereignisse.<BR/>

Zölle

<b>Zölle</b><br>Zollhaus an der Zihlbrücke im Jahr 1792. Aquarellierte Radierung von  Caspar Leontius Wyss (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das Zollhaus markierte die Grenze zwischen Bern und dem Fürstentum Neuenburg. Im Ancien Régime zählte das Gebiet der Schweiz etwa 500 Zollposten.<BR/>

Zollikofen

<b>Zollikofen</b><br>Das Schloss Reichenbach bei Zollikofen. Aquarell von  Albrecht Kauw,   1669 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Das Schloss gehörte bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts der Familie von Erlach. Kauws Gemälde zeigt den Zustand vor dem Neubau ab 1685 durch den späteren Besitzer Beat Fischer von Reichenbach.<BR/>

Zoologie

<b>Zoologie</b><br>Die Gemse. Eine der Ansichten aus dem Werk "Das Thierleben der Alpenwelt" von  Friedrich von Tschudi,  1853 erschienen in Leipzig (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das populäre Werk des Schweizer Naturforschers wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts mehrmals neu aufgelegt und später ins Englische und Französische übersetzt. Es brachte zoologisches Wissen einem breiten Publikum näher.<BR/>

Zoologische Gärten

<b>Zoologische Gärten</b><br>Werbeplakat für den Zürcher Zoo von  Rudolf Wening,   1937 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Zorn, Fritz

<b>Fritz Zorn</b><br>Doppelseite aus dem Comic "Angoisse et colère", in dem  Alex und Daniel Varenne   Fritz Zorns "Mars" 1988 als Graphic Novel umsetzten (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Zuccalli, Enrico

<b>Enrico Zuccalli</b><br>Ansicht des Odeonplatzes mit Theatinerkirche und Feldherrnhalle in München. Anonymes Fotochrom, um 1900 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Der Bau der Kirche begann 1663 nach den Plänen des Bologneser Architekten Agostino Barelli, der sich von der Mutterkirche des Theatinerordens, Sant'Andrea della Valle in Rom, hatte inspirieren lassen. Enrico Zuccalli übernahm die Bauleitung 1674, als sich die Kirche noch im Rohbau befand. Der Bündner entwarf die Kuppel und die Türme. Den Kircheninnenraum gestaltete sein Landsmann, der Stuckateur Giovanni Antonio Viscardi, der 1692 Bauleiter wurde.<BR/>

Zucker

<b>Zucker</b><br>Zuckerrübenverlad zum Transport durch die SBB in die Zuckerfabriken Frauenfeld und Aarberg, Oktober 1998  © KEYSTONE / Martin Rütschi.<BR/>Die gesamte Produktionskette zur Gewinnung von Zucker ist nach ökologischen Gesichtspunkten organisiert. Zuckerrüben und ihre Nebenprodukte werden v.a. mit der Eisenbahn transportiert. In der Schweiz spielen die Zuckerrüben eine wichtige wirtschaftliche Rolle: 2011 bebauten etwa 6'500 Pflanzer eine Fläche von 19'000 ha.<BR/>

Zug (Gemeinde)

<b>Zug (Gemeinde)</b><br>Ansicht von Westen. Holzschnitt aus der Schweizerchronik von  Johannes Stumpf,   1548 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>1435 versank eine ganze Häuserreihe im See. Die übrig gebliebene Stadtanlage besteht aus drei parallel zum Ufer gelegenen Häuserzeilen mit dem Rathaus in der mittleren Zeile (linkes Ende, mit Treppengiebel). Nach der 1478–1528 erfolgten grosszügigen Erweiterung der Stadtbefestigung mit sechs Rund- und drei Tortürmen kamen auch die alte Burg und die neue Kirche St. Oswald innerhalb des ummauerten Bereichs zu liegen (oberhalb und rechts der Bildmitte).<BR/><b>Zug (Gemeinde)</b><br>Vogelschaubild von Norden. Graulavierte Feder- und Pinselzeichnung, als Vorlage für einen Lichtdruck geschaffen von  H. Müller,   1884 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Uferbebauung zeigt sich noch im Zustand vor der Katastrophe von 1887, als ein Teil der Vorstadt im See versank. Das Zentrum der Stadt bilden der Postplatz mit dem Regierungsgebäude am See (mit Fahne) und dem gegenüberliegenden Landtwing'schen Fideikommissgebäude, das 1899–1902 durch das Post- und Telegrafenamt ersetzt wurde. Etwas erhöht am Hang treten die von einem Ringgraben umgebene Burg und die Kirche St. Oswald hervor. Ausserhalb der Stadtmauer liegt die Kirche St. Michael (am oberen linken Bildrand). Der Ausbau der Ausfallstrasse entlang des Sees in Richtung Walchwil erfolgte 1828.<BR/>

Zug (Kanton)

<b>Zug (Kanton)</b><br>Ansicht des Klosters Frauenthal von Westen. Aquarellierte Federzeichnung, herausgelöst aus einem Manuskriptband von  Erhard Dürsteler,   um 1740 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Karten und Panoramen, Ms. E 4, Fol. 811r).<BR/>Frauenthal ist das älteste Schweizer Zisterzienserinnenkloster, das noch am Gründungsort besteht. Es liegt auf einer Flussinsel der Lorze. Die Kirche mit Dachreiter (Bildmitte) stammt aus dem 13. Jahrhundert, die Konventbauten hingegen sind barocken Ursprungs.<BR/><b>Zug (Kanton)</b><br>Die Reussbrücke bei Sins (AG) von Osten. Lavierte Federzeichnung eines unbekannten Künstlers zum Zweiten Villmergerkrieg, um 1730 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die erste nach Plänen von Baumeister Michael Wickart 1640 erbaute Holzbrücke stand auf zwei Widerlagern und einem Mittelpfeiler. Im Bild links der Rampe steht das Zollhaus. Die Befestigung im Vordergrund wurde im Zweiten Villmergerkrieg von rund 150 Zugern verteidigt, während sich die Berner auf der Gegenseite behelfsmässig verschanzten. Am 20. Juli 1712 überraschte eine Innerschweizer Streitmacht die Berner und zwang sie in der Kirche von Sins (im Hintergrund rechts) zur Aufgabe.<BR/><b>Zug (Kanton)</b><br>Karikatur auf die Missionstätigkeit der Jesuiten. Lithografie von  Kaspar Schell,   1842 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die im Streit zwischen Liberalen und Konservativen entstandene Karikatur spielt auf das Begräbnis des am 4. Mai 1842 verstorbenen Walchwiler Gemeindepräsidenten Johann Baptist Hürlimann an, der sich für die Jesuiten eingesetzt hatte. Konservative Geistliche mit Eselsköpfen lenken den Leichenwagen in den Sumpf und führen gleichzeitig den als Hund dargestellten Landammann Franz Xaver Keiser am Halsband, während hinten ein Kapuziner bremst. Schell wurde als Urheber der Karikatur verhaftet und nach einem Prozess vom Kantonsrat mit einer Geldstrafe gebüsst.<BR/><b>Zug (Kanton)</b><br>Omnibusse der Marke Orion in Menzingen. Fotografie, um 1910. Ansichtskartenverlag Gebrüder Künzli, Zürich (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Von 1904 bis zur Inbetriebnahme der Strassenbahnen 1913 wurden Menzingen und das Ägerital mit Omnibussen erschlossen. Die Fahrzeuge stammten von der 1902 in Zürich gegründeten Orion AG.<BR/>

Zugerberg

<b>Zugerberg</b><br>Werbeplakat mit Fahrplan, gestaltet vom Basler Grafiker  Burkhard Mangold  zur Eröffnung der Standseilbahn Schönegg–Zugerberg, 1907 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Zugersee

<b>Zugersee</b><br>Zuger Vorstadtkatastrophe. Fotografie, 1887 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Am 5. Juli 1887 führten Rutschungen unterhalb des Wasserspiegels zum Uferabbruch. 26 Wohngebäude versanken im See oder fielen in sich zusammen. Elf Menschen starben und 650 verloren ihr Obdach. Der zuvor begonnene Ausbau der Hafen- und Quaianlagen mit den Aufschüttungen hatte dem von Natur aus labilen Seegrund zu wenig Rechnung getragen. Ähnlich wie beim Goldauer Bergsturz (1806) oder beim Brand von Glarus (1861) unterstützte die Schweizer Bevölkerung die Überlebenden mit Spenden.<BR/>

Zünfte

<b>Zünfte</b><br>Getreideernte im Monat Juli. Zunftscheibe der Zürcher Zunft zur Schuhmachern, gefertigt von  Josias Murer,  1605 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Scheibe gehört zu einer Folge von Monatsbildern, welche die Zürcher Zünfte zur Ausschmückung des Wirtshauses zur Linde stifteten. Dabei ist jeder Zunft eine Monatsdarstellung gewidmet.<BR/><b>Zünfte</b><br>Entwurf für eine Fahne der Zunft zum Mohren, einer bereits 1423 erwähnten Gesellschaft der Stadt Bern. Illustration aus dem "Schnittmusterbuch von Salomon Erb" von 1730 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>

Zunftstädte

<b>Zunftstädte</b><br>Wahlpfennig der Zürcher Zunft zum Gelben Schaf der Schneider, 1713 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Nach den Zürcher Zunftunruhen von 1713 wurde der Modus für die Zunftmeisterwahl erneuert und jede Zunft mit Wahlpfennigen ausgestattet. Die Jetons mussten in eine Urne mit verschiedenen Fächern eingeworfen werden, die mit den Namen der Kandidaten beschriftet waren. Es obsiegte jeweils der Kandidat mit den meisten Pfennigen. Der Zunftmeister vertrat seine Zunft auch im Kleinen Rat.<BR/><b>Zunftstädte</b><br>Wahlpfennig der Zürcher Zunft zur Schiffleuten, 1713 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Nach den Zürcher Zunftunruhen von 1713 wurde der Modus für die Zunftmeisterwahl erneuert und jede Zunft mit Wahlpfennigen ausgestattet. Die Jetons mussten in eine Urne mit verschiedenen Fächern eingeworfen werden, die mit den Namen der Kandidaten beschriftet waren. Es obsiegte jeweils der Kandidat mit den meisten Pfennigen. Der Zunftmeister vertrat seine Zunft auch im Kleinen Rat.<BR/><BR/><b>Zunftstädte</b><br>Wahlpfennig der Zürcher Zunft zur Gerwe, 1713  (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Nach den Zürcher Zunftunruhen von 1713 wurde der Modus für die Zunftmeisterwahl erneuert und jede Zunft mit Wahlpfennigen ausgestattet. Die Jetons mussten in eine Urne mit verschiedenen Fächern eingeworfen werden, die mit den Namen der Kandidaten beschriftet waren. Es obsiegte jeweils der Kandidat mit den meisten Pfennigen. Der Zunftmeister vertrat seine Zunft auch im Kleinen Rat.<BR/>

Zürcher Illustrierte

<b>Zürcher Illustrierte</b><br>Titelseite der Nr. 35 von 1929, für deren Gestaltung erstmals der neue Chefredaktor Arnold Kübler verantwortlich zeichnete (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Zürich (Gemeinde)

<b>Zürich (Gemeinde)</b><br>Vogelfibelpaar aus dem reich ausgestatteten Frauengrab an der Bäckerstrasse, 6. Jahrhundert (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die goldenen Kleiderschliessen sind mit Almandin- und Glaseinlagen verziert.<BR/><b>Zürich (Gemeinde)</b><br>Ältester Siegelstempel der Stadt Zürich, 1347 (Staatsarchiv Zürich, OBJ 19).<BR/>Der Siegelstempel zeigt die Stadtheiligen Felix, Regula und Exuperantius nach ihrer Hinrichtung durch das Schwert, den Kopf auf Händen tragend. Die Siegelumschrift lautet: "SIGILLVM CIVIVM THVRICENSIVM" (Siegel der Bürger von Zürich). Die Stadt verwendete das Siegelmotiv bis 1798, seit 1803 benützt es der Kanton.<BR/><b>Zürich (Gemeinde)</b><br>Initiale des "Zweiten Geschworenen Briefs", 1373 (Staatsarchiv Zürich, C I, Nr. 536).<BR/>Eine Muttergottes in Gestalt einer höfisch gekleideten Dame ziert den Anfangsbuchstaben. Im Unterschied zum ersten und dritten "Geschworenen Brief" ist der zweite im Original erhalten und nicht nur als Kopie überliefert.<BR/><b>Zürich (Gemeinde)</b><br>Zürich von Westen. Holzschnitt eines unbekannten Künstlers, um 1540 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die älteste druckgrafische Ansicht von Zürich zeigt links der Limmat die Kleine Stadt (im Vordergrund), rechts der Limmat die Grosse Stadt mit dem Predigerchor und dem Grossmünster, zudem das untere Seebecken mit der Grenzsäule des Stadtbanns (Niklausstud beim Zürichhorn). Der Fröschengraben sowie die Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert und zwei frühneuzeitliche Bollwerke schützen die Kleine Stadt mit Fraumünster, Pfarrkirche St. Peter, Augustinerkloster, Lindenhof, Kloster Oetenbach, Schützenhaus und Werdmühle mit Wappenmalerei sowie Treppengiebeln (von rechts nach links). Pfahlreihen und ein Schiffstor (Grendel) trennen den Limmatraum vom See. Der Wellenbergturm (Gefängnis) steht frei im Wasser. Limmatabwärts verbinden die obere und untere Brücke sowie die beiden Mühlestege die Stadtteile.<BR/><b>Zürich (Gemeinde)</b><br>Stadtansicht von Norden, 1770. Kupferstich aus der Serie "Hundert Schweitzer-Prospecte" von  Johann Balthasar Bullinger (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Karten und Panoramen).<BR/>Das fünfteilige Bild zeigt von links nach rechts: Die Siedlung Stampfenbach, die vorstädtische Färberei und die Walkmühle (Walche) in der Mitte. Wuchtig erheben sich das Paradiesbollwerk mit der Neumühle an der Limmat und die erhöhte St. Leonhardschanze, Teile der sternförmigen Stadtbefestigung von 1644–1675. Die frühneuzeitlich verstärkte innere Stadtmauer ragt in die Limmat hinein. Sie verfügt mit dem barocken Niederdorftor über einen Haupteingang in die Grosse Stadt. Der Niederdorfturm und rechts davon der Ketzerturm am Seilergraben sind Werke der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung, mit dem Bau des Predigerchors wurde kurz vor 1325 begonnen.<BR/><b>Zürich (Gemeinde)</b><br>Gedenkblatt zur Landesausstellung 1883. Gedruckt in der Arbeitsgalerie der Lithographen-Genossenschaft Aussersihl, gezeichnet von  Ernst Conrad (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>An der Landesausstellung von 1883 präsentierte sich Zürich erstmals als Grossstadt. Zum Ausstellungsgelände gehörte der Platzspitz beim Zusammenfluss von Limmat und Sihl ebenso wie das Industriequartier Aussersihl (vorne rechts im Bild). Im Mittelgrund sind das Hochschulquartier (ganz links), der Hauptbahnhof und das neue Geschäftsviertel an der unteren Bahnhofstrasse dargestellt. Die Altstadt wird als Kirchenstadt mit den Silhouetten von Grossmünster, Fraumünster und St. Peter gezeigt.<BR/><b>Zürich (Gemeinde)</b><br>Plakat der Freisinnig-Demokratischen Partei zu den Stadt- und Gemeinderatswahlen im Jahr 1928, gestaltet vom Werbebüro  Max Dalang (Schweizerisches Sozialarchiv, F Ob-0003-022).<BR/>Die Gefahr eines linken Wahlsiegs wurde als bedrohliche rote Wolke über den Wahrzeichen von Zürich dargestellt.<BR/><b>Zürich (Gemeinde)</b><br>Wahlplakat der Sozialdemokratischen Partei der Stadt Zürich, gestaltet von  Otto Baumberger,   1931 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Zürich (Kanton)

<b>Zürich (Kanton)</b><br>"Die neü entdekten altheiten zu Lunnern", Öl auf Leinwand von  Johann Balthasar Bullinger,  1742 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Auf Initiative des geschichtsinteressierten Knonauer Landvogts Hans Jakob Scheuchzer begann 1741 der 21-jährige Johann Georg Sulzer die Bodenforschung beim Weiler Lunnern. Dabei kam ein bedeutender Goldschmuck zum Vorschein, der weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung fand. Das von Scheuchzer bestellte Gemälde zeigt in der Mitte das Ausgrabungsgelände aus der Vogelschau. Die Titelkartusche ist mit dem Goldschmuck behängt. Die übrigen Funde werden unten präsentiert. Vier Randfelder enthalten detailgetreue Darstellungen der freigelegten Ruinen.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Wappenscheibe des Stadtstaats mit seinen Herrschaften. Glasgemälde von 1544 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Im Zentrum prangt das Zürcher Stadtwappen unter den Herrschaftszeichen des Reichs. Im Kreis sind die Stadtwappen von Winterthur, Stein am Rhein, Eglisau, Elgg und Bülach angeordnet, sowie die Wappen der Land- und der Obervogteien. Die erst 1507 geschaffene Landvogtei Knonau wird mit den Schildern der angegliederten Ämter Maschwanden, Hedingen, Sellenbüren sowie dem Freiamt repräsentiert. Auch die Obervogtei Horgen erscheint mit ihren Untervogteien Thalwil und Kilchberg. Obwohl mit Küsnacht zu einer Obervogtei vereint, behielt auch Zollikon das eigene Wappen.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Musterung von Truppen auf der Landschaft im Jahr 1585. Illustration aus der Chronik von  Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 33, Fol. 272v und 273r).<BR/>1585 nahm die Stadt Zürich ihr Mannschaftsrecht wahr und bot laut der Chronik auf insgesamt neun Sammelplätzen sowie in den Städten Winterthur und Stein am Rhein rund 10'500 Männer zum Militärdienst auf. Diese wurden entweder den Hellebardenträgern (links), den Spiessträgern (rechts oben) oder den Büchsenschützen (rechts unten) zugeteilt.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Mehrzweckhaus in Baltenswil (Gemeinde Bassersdorf). Lavierte Federzeichnung von  Johann Ludwig Meyer von Knonau,   um 1750 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Der Weiler liegt in der Ackerbauzone. Das mit Stroh gedeckte Mehrzweckhaus besteht aus dem Wohnhaus mit einem Anbau (rechts), dem Stallteil mit Futtertenn (Mitte) sowie einer Wagenremise (links). Das Haus ist als Fachwerkbau erstellt worden. Die Ausfachungen bestehen aus Mauerwerk, Bohlen (Stall) sowie mit Lehm verstrichenem Rutenwerk (Stirnseite der Remise). Rechts im Bild wird das Steildach des kleinen Tauner- oder Taglöhnerhauses von zentralen, vom Boden bis zum First hochragenden Ständern, den sogenannten Hochstüden, getragen.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Kleinhändler bietet Kellen, Löffel und Weinhähne feil. Kupferstich aus den "Zürcherischen Ausruff-Bildern" von  David Herrliberger,   1748 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das 38. einer Serie von 52 Bildern zum Warenangebot der Hausierer und Marktfahrer zeigt den Kellen- und Löffelhändler. Die mehrheitlich aus Holz geschnitzten Produkte wurden genauso wie Strickwaren und Strohhüte auf der Landschaft hergestellt und unhabhängig von den protoindustriell organisierten Zwischenhändlern in der Stadt verkauft.<BR/><BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Regimentsbuch in einer Abschrift des Lehrers und Kartografen  Johann Jakob Hulftegger,   1641 (Zentralbibliothek Zürich, Ms. Z II 431, Fol. 33v und 34r).<BR/>Eine Zürcher Familie, die in ihrer Vergangenheit mindestens einmal ein Ratsmitglied gestellt hatte, galt als regimentsfähig und durfte Kandidaten für den Kleinen Rat stellen. Dies bezeugen die zahlreichen Regimentsbücher und -spiegel. Die bereits im Spätmittelalter abgewanderte Familie Brentschink ("Breitschinck") und die Bräm (im Bild) – rechts das Porträt des im Jahr 1567 gewählten Bürgermeisters Johannes (Hans) Bräm – gehörten zum Kreis der Wählbaren.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Vollstreckung der Todesurteile gegen Anna Suter und Agatha Huber wegen Hexerei im Mai 1580. Illustration aus der Chronik von  Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 29, Fol. 114r).<BR/>Die Verhöre sind durch Ratsprotokolle vom 4. und 25. Mai 1580 belegt. Anna Suter von Meilen geriet nach einem Geldstreit unter den Verdacht der Hexerei. Ihr Geständnis wurde durch schwere Folter mit insgesamt fünf Körperstreckungen erpresst. Der Prozess gegen Agatha Huber von Unterlunkhofen erfolgte mit niedergerichtlicher Beteiligung der Stadt Bremgarten (AG). Die Verbrennungen lagen wenige Tage auseinander, sind aber bildlich als ein Ereignis zusammengefasst.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Nordostorientierte Karte der Schulorganisation von Wald (ZH). Beilage zur Visitation des Kapitels Wetzikon, 1776 (Staatsarchiv Zürich, E 168, S. 498).<BR/>Im Zürcher Oberland überwiegen Streusiedlungen. 1776 benötigte die Gemeinde Wald für die Unterrichtung der 113 Kinder zwei Hauptschulhäuser im Dorf Wald und in Ried sowie vier Nebenschulhäuser in Güntisberg, Laupen, Hittenberg und Oh. Diesen sechs Schulen wurden insgesamt 70 Hofsiedlungen oder Einzelhäuser zugeteilt. Zwei weitere Weiler im Westen des Gemeindegebiets gehörten kirchlich und damit auch schulisch zum benachbarten Hinwil.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Plan für das Gemeindeschulhaus in Ossingen von 1794. Fachwerk des Zimmermanns und Winterthurer Holzwerkmeisters  Salomon Sulzer des Älteren (Staatsarchiv Zürich, Plan B 626).<BR/>Die ländlichen Fachwerkbauten sind Ausdruck einer qualitätsvollen Baukultur. Der Bauplan wurde 1795–1797 realisiert. Die Zimmermannsarbeiten führte Sulzer selbst aus, für die Mauer- und Steinhauerarbeiten erhielten Vorarlberger Akkordanten den Zuschlag. Den weiteren Innenausbau wie Wandtäfer, Böden, Treppengeländer und Ofenheizung übernahmen einheimische Landhandwerker. Von aussen ist das Gebäude erst seit der Entfernung des Verputzes 1960 als Riegelhaus erkennbar.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Titelvignette des "Helvetisch-Republikanischen Kalenders" für das Jahr 1799, Holzschnitt von 1798, herausgegeben von Aloys Studer und Josef Brentano in Stäfa (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>An einer zwischen zwei Freiheitssäulen gespannten Eisenkette hängen zwei Löwenfelle sinnbildlich für den zusammengebrochenen aristokratischen Zürcher Stadtstaat. An der Hafenmauer der Stäfner Fraktion Ötikon (Bildmitte) steht ein Freiheitsbaum.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Die "Geiss von Uster". Karikatur mit Anspielung auf den Ustertag von  David Hess,   um 1832 (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Nachlass David Hess).<BR/>Der Erfolg der liberalen Volksbewegung im Kanton Zürich, symbolisiert durch die Ziege aus Uster, strahlte auch nach Basel aus. Hess sieht aber den Streit zwischen der Stadt und der Landschaft Basel weniger als ideologischen, sondern als handfesten ökonomischen Konflikt. Der dargestellte Basler Salzturm verleiht der Karikatur eine zusätzliche Prise Ironie, denn er war schon 1829 abgebrochen worden.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>"Der Hahnenkampf ist zu Ende". Karikatur auf den Ausgang der Regierungsratswahlen im "Nebelspalter" vom 21. April 1877 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Der laut Bildunterschrift "atheniensische Güggel" (athenisch für zürcherisch) hat dem demokratischen von Winterthur zwei Federn ausgerupft. Gemeint sind die beiden Regierungsratssitze, welche die Liberalen zu ihrem ersten bisherigen Sitz hinzugewonnen hatten. Während der siegreiche Zürcher Hahn seine Sporen über die Stadt Winterthur ("Karthago") hält, erholt sich das demokratische Federvieh oben im Nest neben dem Futtertrog. Es wartet auf die Mauserzeit im nächsten Frühling, das heisst auf die eidgenössischen Wahlen 1878.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Protestmarsch gegen den Bau des Kraftwerks Rheinau. Die rund 10'000 Teilnehmenden auf dem Weg vom Bahnhof Marthalen zum Klosterplatz Rheinau. Fotografie des Ateliers Bützberger in Neunkirch, 27. Januar 1952 (Schweizerisches Sozialarchiv).<BR/>Bis zum Ende der 1960er Jahre liessen sich Grossprojekte ohne nennenswerte Opposition realisieren. Einzig gegen die Nutzung der Wasserkraft in den Flussschlaufen bei Rheinau regte sich v.a. im Weinland und im benachbarten Schaffhausen Widerstand. Den Auftakt zu einer Reihe von Kundgebungen machte der Marsch zum Klosterplatz (im Bild). Die Kraftwerksgegner unterlagen in zwei Volksabstimmungen und das Stauwehr wurde erstellt. 1960 organisierten sie sich im Rheinaubund.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Siegelstempel mit der Umschrift "Amtsgericht Meilen", um 1814 (Staatsarchiv Zürich, OBJ 23.146).<BR/>Die Amtsgerichte wurden vom Oberamtmann präsidiert, der zugleich auch die politische Bezirksbehörde leitete. Trotz Einführung der Gewaltentrennung durch die Helvetische Republik galt diese auf Bezirksebene von 1814 bis 1831 nicht. Da sich sowohl die helvetische wie auch die konservative Seite auf dasselbe Freiheitsmotiv beriefen, blieb das Tellenbild dennoch im Siegel erhalten.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Weibelschild des Zunftgerichts Kloten, um 1831 (Staatsarchiv Zürich, OBJ 32).<BR/>Die Zunftgerichte bestanden von 1803 bis zum Ende der Mediation und 1831–1838. Nach der Abschaffung der kantonalen Wahlzünfte hiessen sie Kreisgerichte. Der Weibel trug das Amtsschild an einer Halskette oder heftete es ans Gewand.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Ballotage-Kasten mit einem Satz schwarzer und weisser Kugeln, die bei geheimen Abstimmungen verwendet wurden. Aus dem Grossen Rat, um 1831 (Staatsarchiv Zürich, OBJ 78).<BR/>Nach der Strafprozessordnung von 1831 stand einer vom Kriminalgericht, ab 1853 vom Geschworenengericht zum Tod verurteilten Person das Recht zu, an den Grossen Rat ein Gnadengesuch zu richten. Über die Vollstreckung des Urteils entschied das Ergebnis der sogenannten Ballotage. Dazu legte jeder Grossrat die Kugel seiner Wahl in die Urne. Nur wenn die weissen Kugeln überwogen, entging der Verurteilte der Todesstrafe.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Urne zum Einlegen der Ballotage-Kugeln bei einer geheimen Abstimmung. Aus dem Grossen Rat, um 1831 (Staatsarchiv Zürich, OBJ 79).<BR/><BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Schnebelhorn und Dägelsberg von Westen zu Beginn der Aufforstungen. Fotografie von  J. Jäckli,   1903 (Staatsarchiv Zürich, Oberforstamt).<BR/>Zu den ersten Aufgaben der 1899 errichteten kantonalen Volkswirtschaftsdirektion gehörte die Aufforstung des Tössstockgebiets. Im 18. Jahrhundert waren grosse Flächen im östlichen Grenzgebiet des Kantons entwaldet worden. Die wiederholten Hochwasserereignisse der 1860er Jahre wurden der Abholzung zugeschrieben – nach heutigem Wissen waren sie v.a. witterungsbedingt. Der Kanton Zürich erwarb die erosionsgeschädigte Westflanke des Dägelsbergs sowie der vorgelagerten Hübschegg und liess sie durch das Oberforstamt mit Fichtensetzlingen bepflanzen.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>"Die Eiserne Thurbrücke". Ansicht von Osten gegen Andelfingen, gouachierte Lithografie von  Jakob Egli,   1857 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Brücke wurde am 15. April 1857 als Teil der Linie Winterthur–Schaffhausen eröffnet. Den Bau der für den nördlichen Kantonsteil wichtigen Verbindung initiierte Heinrich Moser mit seiner Rheinfallbahn-Gesellschaft, die indes schon 1856 von der Nordostbahn übernommen wurde.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Maibändel der Arbeiterunion Winterthur, 1929 (Schweizerisches Sozialarchiv).<BR/>Die Facharbeiter der Maschinenindustrie hatten bei der Gestaltung des Maibändels das Sagen. Ihr Symbol, das Zahnrad, steht stellvertretend für die gesamte organisierte Arbeitnehmerschaft von Winterthur.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Abstimmungsplakat zur Volksinitiative für ein Zürich ohne Expressstrassen, 1977  (Schweizerisches Sozialarchiv).<BR/>Die Skepsis der Stimmbürger ab den späten 1960er Jahren gegenüber Gross- und Prestigeprojekten zeigte sich v.a. an Strassenvorlagen. So wurde das sogenannte Zürcher Y, der Zusammenschluss der Autobahnen A4 und A1 nahe des Hauptbahnhofs, nicht realisiert. Mit der Verwerfung der Volksinitiative von 1977, die den Verzicht auf die Stadtautobahnen verlangte, bewiesen jedoch auch die Befürworter des Strassenbaus ihre Stärke.<BR/><BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Plakat zur Abstimmung über die Umfahrung Eglisau, 1985 (Schweizerisches Sozialarchiv).<BR/>Die Skepsis der Stimmbürger ab den späten 1960er Jahren gegenüber Gross- und Prestigeprojekten zeigte sich v.a. an Strassenvorlagen: Die Umfahrung von Eglisau wurde 1985 vom Zürcher Stimmvolk abgelehnt.<BR/><b>Zürich (Kanton)</b><br>Meisterschaft von Zürich 1924. Fotografie von   Sepp Schmid  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Heiri Suter, der spätere Sieger der Züri Metzgete, führt die Gruppe an, gefolgt von Kastor Notter, seinem Bruder Max Suter sowie ganz hinten Felix Manthey. Der Fotograf begleitete das Rennen selber mit dem Fahrrad, auf das er seine schwere Fotoausrüstung gepackt hatte.<BR/>

Zürich Versicherungen

<b>Zürich Versicherungen</b><br>Werbeplakat für die Zürich Versicherungen, 1902 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Zürichsee

<b>Zürichsee</b><br>Panorama des Zürichsees. Plakatwerbung des Zürcher Verkehrsvereins, signiert von  M. Bieder,   1978 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Zurlauben, Beat Fidel

<b>Beat Fidel Zurlauben</b><br>Porträt, geschaffen von  Heinrich Pfenninger,  abgedruckt in "<I>Helvetiens berühmte Männer in Bildnissen</I>", Band 2, Zürich, 1784 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Zweifel (ZH)

<b>Zweifel (ZH)</b><br>Werbeplakat für Apfelsaft, gestaltet vom Grafiker  Hermann Eidenbenz,   1951 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Zweisimmen

<b>Zweisimmen</b><br>Tourismusplakat für den Wintersportort, 1926 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Das Plakat wurde von der Montreux–Berner-Oberland-Bahn in Auftrag gegeben. Vor einer Winterlandschaft auf dem Rinderberg, an dem Zweisimmen 1920 die ersten Skianlagen baute, hebt sich die Kirche mit Spitzhelm ab.<BR/><BR/>

Zwicky, Fritz

<b>Fritz Zwicky</b><br>Porträt des Astrophysikers, 1970 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv, Bestand Comet Photo AG).<BR/>

Zwingli, Huldrych

<b>Huldrych Zwingli</b><br>Porträt des Reformators. Tempera und Öl auf Holz, postum gemalt von  Hans Asper,   um 1549 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/><BR/>

Zwyssig, Alberik

<b>Alberik Zwyssig</b><br>Wachsporträt des Urner Zisterziensers von  Josef Anton Birchler,   um 1840 (Bernisches Historisches Museum).<BR/><BR/>

83 Bilder

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z