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12/2017
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Waadt

<b>Waadt</b><br>Pergamenturkunde vom 30. April 1139. Papst Innozenz II. bestätigt dem Kloster Romainmôtier seinen Güterbesitz (Archives cantonales vaudoises, C III A 3, Foto Rémy Gindroz).<BR/>Zur Beglaubigung ist links unten die "rota" vermerkt, das kreisförmige Zeichen der Papstkanzlei, und rechts das Monogramm "bene valete" (lat. "lebt wohl"), das zugleich Grussformel und Papstunterschrift enthält. Am unteren Urkundenrand hängt die Bleibulle des Papstes.<BR/><b>Waadt</b><br>Koloriertes Titelblatt des Güter- und Einkünfteverzeichnisses von Cudrefin, aufgezeichnet für Herzog Ludwig von Savoyen, 1438 (Archives cantonales vaudoises, Foto Rémy Gindroz).<BR/>1959 wurde das im Gemeindearchiv aufbewahrte "Verzeichnis der adligen Lehen der Kastlanei Cudrefin" mit anderen Urbaren aus dem Zeitraum 1497–1645 ins Waadtländer Staatsarchiv überführt. Das Wappen Ludwigs von Savoyen, ein roter Schild mit Silberkreuz und ein goldener Löwenkopf als Helmzier, schmückt die Initiale.<BR/><b>Waadt</b><br>Titelbild des sogenannten Regimentsbuchs, einer Chronik des Berner Stadtschreibers  Jakob Bucher,   Anfang 17. Jahrhundert (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.XII.10).<BR/>Die von Löwen flankierte Wappenpyramide erinnert an die Gründung Berns durch die Zähringer und den Status als Reichsstadt. Umgeben ist das Zentralbild von einer Wappentafel sämtlicher Vogteien der Stadt Bern. Erkennbar sind u.a. die Wappen von Yverdon, Lausanne, Morges, Vevey oder Romainmôtier.<BR/><b>Waadt</b><br>Plan für den Hafen von Morges, gezeichnet vom Ingenieur  Isaac Masset,   1687 (Archives cantonales vaudoises, Bb 25, XII, S. 430-431, Foto Rémy Gindroz).<BR/>Die Stadt und das Schloss waren von Mauern geschützt, doch fehlte eine Hafenanlage. In Konkurrenz zur Stadt Lausanne, die in Ouchy einen Hafen bauen wollte, unterbreitete Morges Massets Hafenprojekt der Berner Obrigkeit. Doch erst nachdem Ludwig XIV. 1690 im Krieg gegen die Augsburger Allianz Savoyen besetzen liess und eine savoyische Kriegsflotte bei den Bernern um Schutz nachsuchte, fiel der Baubeschluss für den Hafen von Morges, um die savoyische Flotte aufzunehmen. Fertiggestellt wurde er erst 1696, als die Berner die savoyischen Schiffe wieder zurückerstatten mussten.<BR/><b>Waadt</b><br>Ausschnitt aus der Radierung "Der Lüge Prophet" von  Balthasar Anton Dunker,   um 1792 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Das Blatt zeigt eines der Bankette vom 14. und 15. Juli 1791, wahrscheinlich dasjenige von Rolle. Dafür sprechen die dargestellte Landschaft und die Person des Künstlers, der das Bürgerrecht von Rolle erhalten hat. Ebenfalls auf das Bankett von Rolle verweist der Freiheitshut auf der Fahnenstange. Die Berner Obrigkeit hatte nämlich die Teilnehmer an dem gleichzeitig stattfindenden jährlichen Schiessen der Bogenschützengesellschaft für das Aufpflanzen eines Freiheitshuts bestraft, genau wie Dunker es hier darstellt.<BR/><b>Waadt</b><br>Ausschnitt aus einer Karte des Waadtlands. Kolorierte Federzeichnung, um 1650 (Archives cantonales vaudoises, GC 406/B, Foto Rémy Gindroz).<BR/>Der unbekannte Zeichner stellt das ehemalige Zisterzienserkloster Bonmont mit den umgebenden Gebäuden nach der Säkularisation schematisch dar. Die Abtei war im 13. Jahrhundert eines der reichsten Klöster im Genferseegebiet.<BR/><b>Waadt</b><br>Ausschnitt aus der südorientierten Karte des Berner Territoriums, kolorierter Kupferstich von  Thomas Schöpf,   1578 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Karten und Panoramen).<BR/>Der Berner Kartograf hat die Rebberge im Lavaux an den Abhängen des Genfersees zwischen Vevey und Lutry mit zahlreichen kleinen Rebstöcken dargestellt. Unter der Berner Herrschaft besass Lausanne als Hauptort der Landvogtei und Erbin der säkularisierten Klostergüter zahlreiche Rebberge. Die Parzellen waren überwiegend von geringer Grösse und wurden von Kleinpächtern bewirtschaftet; nur wenige Besitzer verfügten über grosse Weingüter.<BR/><b>Waadt</b><br>Kerzenständer aus Silber des Goldschmieds  Jean-Pierre Dautun,  um 1750 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Die Goldschmiede- und Juwelierkunst der Genferseeregion erlebte v.a. im 18. Jahrhundert einen Aufschwung, an dem die hugenottischen Glaubensflüchtlinge grossen Anteil hatten. Zu diesen gehörte auch Dautun, der sich in Morges niedergelassen hatte.<BR/><b>Waadt</b><br>"1573: Am 14 february, sind zuo Lausanna fünff häxen, oder unholden in einem fhür verbrent", schrieb der Zürcher Chorherr  Johann Jakob Wick  in seiner Chronik (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 22, Fol. 50).<BR/>Zwischen 1570 und 1655 kam es im Waadtland zu rund 1'700 Verurteilungen wegen Hexerei. Damit zählte die Waadt zu den am stärksten vom Hexenwahn betroffenen Regionen Europas. Die Verschlechterung des Klimas im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts, Missernten, Hunger und wiederkehrende Pestzüge erschütterten die Menschen und schürten Ängste. Bevölkerung und Obrigkeit suchten die Ursache für das hereinbrechende Unheil im Schadenzauber der angeblichen Hexer und Hexen.<BR/><b>Waadt</b><br>Kathedrale und Akademie im Quartier der Cité von Lausanne, Ausschnitt aus dem Plan von  David Buttet,  1638 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Die zwischen 1579 und 1587 errichtete Akademie von Lausanne (Nr. 4 auf dem Plan Buttet) liegt nördlich der Kathedrale an der Umfassungsmauer der Cité. Auf dem Plan sind zwei ungleich grosse Trakte zu sehen, die in einem stumpfen Winkel aufeinanderstossen. Ein breiter Hof, den der Zeichner mit einem Baum und einigen Gestalten ausschmückte, schliesst östlich an. Nur selten wurden in Europa wie in Lausanne eigene Gebäude für protestantische Schulen im 16. Jahrhundert errichtet. Häufiger besetzten die reformierten Hohen Schulen die von der katholischen Kirche hinterlassenen Räumlichkeiten.<BR/><b>Waadt</b><br>Versammlungssaal des Verfassungsrats Anfang 1831. Anonyme Grafik, lithografiert von  Spengler & Cie.  in Lausanne, veröffentlicht im "Bon Messager", 1832 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Der Grossratssaal, in dem sich die Verfassungsräte während des Winters und Frühjahrs 1831 versammelten, wurde mit einem grossen Ofen (im Hintergrund links) des Töpfers Jacob Ingold aus Yverdon beheizt.<BR/><b>Waadt</b><br>Anfang Oktober 1917 standen die Leute für Rationierungskarten in der unteren Rue Saint-Laurent in Lausanne an. Postkarte nach einer Fotografie von  Eugène Würgler (Musée historique de Lausanne).<BR/>Im Ersten Weltkrieg erlebte die Schweizer Bevölkerung eine Versorgungskrise. Nach der Einführung von Rationierungskarten für Reis, Zucker und weitere Lebensmittel folgte im Oktober 1917 die Rationierung des Brots (250 g pro Tag). In der Folge bildeten sich wie hier vor der Ausgabestelle der Stadt Lausanne lange Warteschlangen. Erst im September 1918 wurde die Schaffung eines Eidgenössischen Ernährungsamts beschlossen.<BR/><b>Waadt</b><br>Plakat für die internationale Ausstellung in Mailand von 1906 anlässlich der Einweihung des Simplontunnels, von  Leopoldo Metlicovitz (Musée historique de Lausanne).<BR/>Mit dem Simplondurchstich wurde Lausanne zu einem Eisenbahnknotenpunkt im Herzen Europas.<BR/><b>Waadt</b><br>Tourismusplakat für das Pays-d'Enhaut von  Théodore Delachaux,  um 1930 (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung).<BR/>Mit der Eröffnung der Montreux–Oberland-Bahn 1904 erhielt Château-d'Œx, die grösste Gemeinde des Kantons, eine Bahnverbindung zur Waadtländer Riviera und wandelte sich zu einem komfortablen Sommerkurort. Besonders geschätzt wurde er bis zum Zweiten Weltkrieg von englischen Touristen. In den 1950er Jahren begann die Gemeinde in die Infrastruktur für den Wintertourismus zu investieren.<BR/><b>Waadt</b><br>Plakat von  Jean Morax  für die Aufführung des biblischen Dramas "König David" von René Morax im Théâtre du Jorat in Mézières (VD), vertont von Arthur Honegger, 1921 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Nachdem 1905 die Inszenierung der Fête des vignerons in Vevey René Morax nationale Anerkennung eingebracht hatte, verwirklichte dieser drei Jahre später in Mézières seine Idee eines Volkstheaters. Das nach Plänen des Architekten Robert Maillard entstandene Théâtre du Jorat, ein Festspielhaus aus Holz, bot Platz für 1'200 Zuschauer. Dieses Theater führte während mehrerer Jahrzehnte die Stücke von René Morax auf, meistens mit Musik von Gustave Doret, Arthur Honegger oder Frank Martin sowie mit Kulissen von Alexandre Cingria und Jean Morax.<BR/><b>Waadt</b><br>Plakat für eine Japan-Ausstellung im Musée de l'art brut in Lausanne, von  Werner Jeker,   2008 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die 1976 im Schloss Beaulieu eröffnete Collection de l'art brut geht auf eine Schenkung von Jean Dubuffet zurück, der 1971 seine Kunstsammlung der Stadt Lausanne vermacht hat. Neben der Dauerausstellung zeigt das Museum regelmässig thematische oder monografische Wechselausstellungen.<BR/>

Wädenswil (Gemeinde)

<b>Wädenswil (Gemeinde)</b><br>Ansicht aus der Vogelschau von Osten. Aquarellierte Federzeichnung von  Johannes Isler,   um 1768 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Hauptsiedlung liegt am See, dessen Ufer sich von der Halbinsel Giessen (linker Bildrand) zum Sagenbach und Galgenhölzli (rechter Bildrand) erstreckt. Im Zentrum des Bilds steht die 1764–1767 von Hans Ulrich Grubenmann erbaute Kirche, neben dem Friedhofstor das Richt- und Gesellenhaus mit Krüppelwalmdach und Klebdächern sowie vor dem Gotteshaus das Pfarrhaus. Das Landvogteischloss befindet sich auf einer Anhöhe südlich des Dorfs (in der Mitte der linken Bildhälfte). Die Perspektive vermittelt einen Einblick in die Einzelhoflandschaft des Gemeindeteils Berg, in der Obst- und Rebbau vorherrschen. Die bewaldete Höhronen (links) und die Zimmerbergkette mit den Einzelbäumen bilden den Horizont.<BR/>

Waerden, Bartel Leendert van der

<b>Bartel Leendert van der Waerden</b><br>Fotografie von  Ernst Böhm,   1980 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>

Waffen

<b>Waffen</b><br>Appenzeller Bürger mit seinem Degen an der Landsgemeinde in Trogen, 1940 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne, Foto Presse-Diffusion).<BR/>

Waffenproduktion und -handel

<b>Waffenproduktion und -handel</b><br>Beschreibung des Ladens einer Kanone. Radierung von  Johann Melchior Füssli   im "Neujahrsblatt der Gesellschaft der Constaflern und Feuerwerkern im Zeughause zu Zürich", 1717 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/><b>Waffenproduktion und -handel</b><br>Plakat für die Abstimmung über die Volksinitiative betreffend vermehrte Rüstungskontrolle und ein Waffenausfuhrverbot, gestaltet von  Stephan Bundi,   1972 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Wagen und Karren

<b>Wagen und Karren</b><br>"Damals und heute", Transportmittel am Unteren Hauenstein. Holzschnitt von  Heinrich Jenny, um 1860 (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>Die Darstellung unten zeigt die Lokomotive auf ihrer Eröffnungsfahrt am 1. Mai 1858 durch den Hauensteintunnel von Läufelfingen nach Trimbach, daneben die Postkutsche, die zwischen Basel, Solothurn und Bern verkehrte. Weiter oben im Bild stellt der Künstler Wagen, Karren und Kutschen aus verschiedenen Epochen sowie das Ablassseil für die Waren dar.<BR/>

Wagner, Franz Sigmund

<b>Franz Sigmund Wagner</b><br>Kolorierte Lithografie eines unbekannten Künstlers, um 1820 (Bernisches Historisches Museum, Sammlung Eduard von Rodt).<BR/>Franz Sigmund Wagner trägt unter seiner Mütze eine Perücke, was auf seine Verbundenheit mit dem Ancien Régime verweist. Die Darstellung zeigt ihn in entspannter Haltung, wie er als Kunstliebhaber eine Zeichnung oder eine Druckgrafik aus der Mappe in seiner Linken begutachtet. <BR/>

Wagner, Richard

<b>Richard Wagner</b><br>Lithografie von  Johann Caspar Scheuchzer,   herausgegeben von Orell Füssli in Zürich, um 1842 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Widmung von Richard Wagner lautet: "Der Erzeuger des Kunstwerks der Zukunft ist niemand anders als der Künstler der Gegenwart, der das Leben der Zukunft ahnt und in ihm enthalten zu sein sich sehnt; wer diese Sehnsucht aus seinem eigensten Vermögen in sich nährt, der lebt schon jetzt in einem besondern Leben: nur der Künstler aber vermag dies."<BR/>

Wahlen

<b>Wahlen</b><br>Wahlversammlung vom 28. Januar 1798 in der Heiliggeistkirche in Bern, Radierung von  Balthasar Anton Dunker   für den 1798 in Bern publizierten "Moralisch-Politischen Kurier" (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die letzten Wahlen der Abgeordneten der Berner Burgergemeinde in den Grossen Rat vor dem Fall des Ancien Régime: Zwei Stimmenzähler gehen den Reihen entlang, der Schreiber unter der Kanzel notiert die Namen der Gewählten.<BR/><BR/>

Wahlsysteme

<b>Wahlsysteme</b><br>Plakat gegen die Volkswahl des Bundesrats in der Volksabstimmung vom 25. Januar 1942, von  Noël Fontanet (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Wahlsysteme</b><br>"La belle alliance. Bild ohne Worte in schwarz-roter Beleuchtung". Karikatur auf der Titelseite des "Nebelspalters", erschienen am 15. Oktober 1910 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Kurz vor der Volksabstimmung vom 23. Oktober 1910 über die Einführung der Proporzwahl des Nationalrats prangert der Karikaturist die ungewöhnliche Allianz der linken Arbeiterbewegung mit der katholisch-konservativen Rechten an. Beide kämpften für die Verankerung des Proporzsystems in der Verfassung, während sich die freisinnige Partei, die im Parlament seit 1848 die Mehrheit stellte, dagegen wehrte.<BR/><BR/>

Waisen

<b>Waisen</b><br>Grundriss des Waisenhauses in Zürich von Architekt  Gaetano Matteo Pisoni,   um 1764 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>In einer ins Gebäude integrierten Manufaktur werden die Waisenkinder mit textilen Arbeiten beschäftigt. Im grossen durchgehenden Raum (rechts) befindet sich die "Fabric-Stube". Das "Secret" (Toilette) mit Schamwand grenzt aus Gründen der Effizienz an den Arbeitsraum. Es folgt das "Wahren-Magassin" (Warenlager) und auf der anderen Seite des Korridors die "Einnehmstube" (Rechnungsbüro). Der Bau wurde 1765–1771 realisiert. Die Manufaktur stellte 1838 den Betrieb ein.<BR/>

Wald (ZH)

<b>Wald (ZH)</b><br>Ansicht des Industrieorts von Nordosten. Fotografie, um 1905 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>Die weitläufige Gemeinde Wald setzt sich aus verschiedenen Fraktionen, sogenannten Wachten, zusammen. Das Zentrum bildet die Dorfwacht mit der reformierten Kirche (im Bild). Die Aufnahme mit den Glarner Alpen im Hintergrund entstand nach der 1905 erfolgten Elektrifizierung der Hauptsiedlung. Mit dem Bau eines neuen Sekundarschulhauses im Jahr 1902 (am linken Bildrand) schuf sich die Gemeinde ein neues Wahrzeichen mit Dachreiter, der jedoch 1944 wegen Baufälligkeit abgebrochen wurde.<BR/>

Wald

<b>Wald</b><br>"Das Wehr bei Mühletal" im Oberhasli. Öl auf Leinwand von  Caspar Wolf,   1776 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Das hinter der Brücke sichtbare Holzwehr am Zusammenfluss von Gental- und Gadmerwasser hielt das geflösste Holz auf, das anschliessend von den Arbeitern an Land gezogen werden konnte.<BR/><b>Wald</b><br>"Jänner". Radierung von  Conrad Meyer   aus der Beschreibung der bäuerlichen Arbeiten im Jahreslauf, um 1660 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Im Januar wurde das Brennholz gesammelt und hergerichtet. Das Fallholz in den Wäldern stand jedermann zu.<BR/><b>Wald</b><br>Bauer beim Transport eines Baumstamms. Ausschnitt eines Altarflügels aus Zürich. Öl auf Holz des  Zürcher Veilchenmeisters,   um 1505 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/><b>Wald</b><br>Plakat zur Debatte über das Waldsterben von  Hans Erni,  1983 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Waldmannhandel

<b>Waldmannhandel</b><br>Titelseite des Hönggerberichts zu den Ereignissen von 1489, unbekannter Verfasser, um 1530-1560 (Staatsarchiv Zürich, X 225, fol. 1v und 2r).<BR/>Der Hönggerbericht schildert den Sturz des Zürcher Bürgermeisters Hans Waldmann aus bäuerlicher Perspektive. Er beginnt mit der Bildüberschrift "Dis buch seit von des Waldmans uff louff, geschach im 1489 jar". Die Illustration zeigt die bewaffneten Bauernscharen vor der Stadt Zürich. In der skizzenhaften Ansicht sind der Grendelturm (Schiffszoll im Wasser), die Schwirren (Palisaden) der seeseitigen Befestigung sowie der St. Petersturm mit der Wächterstube erkennbar (im Bild oben rechts). Typisch für die bäuerliche Alltagswelt sind die geschneitelten Bäume (Schnitt der Zweige für die Viehfütterung).<BR/>

Walensee

<b>Walensee</b><br>Schiffbruch vom 11. Januar 1570, bei dem über 40 Menschen samt ihrer Pferde ertranken. Text und kolorierte Federzeichnung aus der Sammlung des Zürcher Chorherrn  Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 19, Fol. 3v).<BR/><BR/>

Walenstadt

<b>Walenstadt</b><br>Ansicht des Städtchens am Walensee von Osten. Kolorierte Aquatinta von   Franz Hegi  nach einer Zeichnung von  Johann Jakob Wetzel (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/>Die Stadtsiedlung liegt auf der rechten Seite der noch unkorrigierten Seez, über die eine gedeckte Holzbrücke führt. Die Pfarrkirche St. Luzius und Florin steht ausserhalb der Stadtmauer. Eine Strasse verbindet den Ort mit dem Hafen Stad (rechts im Bild). Vom Walensee steigen rechts die Steilwände der Churfirsten, links die besiedelten Geländeterrassen von Quarten und des Kerenzerbergs auf. Über Letzterem erhebt sich das dreigipflige Mürtschenstockmassiv. Die Glarner Voralpen bilden den Horizont im Westen.<BR/>

Wallis

<b>Wallis</b><br>Seite aus dem illustrierten Grabungsbericht von  Joseph Morand,  1898  (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege).<BR/>Morand, der erste Walliser Kantonsarchäologe, erstattet mit Hilfe von Zeichnungen und Plänen Bericht über die zwischen 1896 und 1898 durchgeführten Ausgrabungen im Forum Claudii Vallensium (Martigny).<BR/><b>Wallis</b><br>Seite aus dem illustrierten Grabungsbericht von  Joseph Morand,  1898 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege).<BR/>Morand, der erste Walliser Kantonsarchäologe, erstattet mit Hilfe von Zeichnungen und Plänen Bericht über die zwischen 1896 und 1898 durchgeführten Ausgrabungen im Forum Claudii Vallensium (Martigny).<BR/><b>Wallis</b><br>Bronzestatuette mit Kupfereinlagen (26,6 cm hoch), um 250 n.Chr.; Foto von Bettina Jacot-Descombes (Musée d'art et d'histoire Genève, no inv. M 0049).<BR/>Die 1875 in Visp ausgegrabene Figur repräsentiert den gallorömischen Gott Sucellus, dessen Name übersetzt "der, der gut zuschlägt" bedeutet. Der im Rhonetal und im Rheinland verehrte Sucellus war der Schutzgott der Handwerker, Bauern, Förster und Winzer.<BR/><b>Wallis</b><br>Plünderungszug der Berner im Wallis während des Raronhandels im August 1419. Aquarellierte Federzeichnung aus der "Berner Chronik" von  Benedikt Tschachtlan,   1470 (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Ms. A 120, S. 544).<BR/>Es handelt sich um eine sehr frühe Abbildung der Walliser Alpen ohne Anspruch auf eine naturgetreue Wiedergabe. Berner Truppen fallen ins Lötschental ein, plündern die Dörfer und stehlen das Vieh.<BR/><b>Wallis</b><br>Arvenholztruhe aus dem Val d'Hérens, 1449 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Gemäss Inschrift schuf ein Handwerker namens Suter aus Baltschieder 1449 das Möbelstück im Auftrag von Bartholomäus Perren von Zermatt. Truhen dienten zum Versorgen von Kleidern, Haushaltswäsche oder Geschirr. In solchen mit Füssen wurden auch Lebensmittelvorräte wie Mehl aufbewahrt.<BR/><b>Wallis</b><br>Karte des Wallis in Kavaliersperspektive. Aquarellierte Xylografie, geschaffen um 1535 von  Johann Schalbetter   und veröffentlicht von Sebastian Münster in Basel, um 1552 (Universitätsbibliothek Basel, Kartensammlung, Cu 8:1).<BR/>Die erste Karte des Rhonetals und der Walliser Alpen ist nach Süden ausgerichtet und besteht aus zwei Blättern. Dieses Blatt zeigt den östlichen Teil des Wallis zwischen der Furka und Raron. Die erstmals 1545 gedruckte Karte Schalbetters regte Johannes Stumpf zur Fertigung seiner Karte an, die 1548 in seinem Werk "Gemeiner loblicher Eydgnoschafft [...] beschreybung" erschien.<BR/><BR/><b>Wallis</b><br>Karte des Wallis in Kavaliersperspektive. Aquarellierte Xylografie, geschaffen um 1535 von  Johann Schalbetter und veröffentlicht von Sebastian Münster in Basel, um 1552 (Universitätsbibliothek Basel, Kartensammlung, Cu 8:2).<BR/>Die erste Karte des Rhonetals und der Walliser Alpen ist nach Süden ausgerichtet und besteht aus zwei Blättern. Dieses Blatt zeigt den westlichen Teil des Wallis zwischen Turtmann und Saint-Maurice. Die erstmals 1545 gedruckte Karte Schalbetters regte Johannes Stumpf zur Fertigung seiner Karte an, die 1548 in seinem Werk "Gemeiner loblicher Eydgnoschafft [...] beschreybung" erschien.<BR/><b>Wallis</b><br>Der Walliser Bundesrat Roger Bonvin, Vorsteher des Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartements, stellt 1970 das Projekt des Furka-Basistunnels vor  © KEYSTONE.<BR/>Dem Bau des Furka-Basistunnels zwischen 1973 und 1982 ging eine lange Vorbereitungs- und Verhandlungsphase mit den betroffenen Kantonsbehörden voraus. Im Beisein des Urner Landammanns und des Direktors der Furka–Oberalp-Bahn erläuterte Bonvin, Förderer des Projekts, der Presse mit Hilfe von Karten die Herausforderungen der Baustelle.<BR/><b>Wallis</b><br>Plakat für den Verkehrsverein Zermatt von  Alfred Perren-Barberini,   1953 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Wallisellen

<b>Wallisellen</b><br>Einkaufszentrum Glatt am Eröffnungstag, dem 2. Februar 1975. Fotografie von Hans Krebs (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv, Bestand Comet Photo AG).<BR/>Das Glattzentrum ist eines der ersten Shoppingcenter der Schweiz und erzielt regelmässig die höchsten Umsätze. Bereits 1962 gründeten der Migros-Genossenschaftsbund sowie die beiden Warenhäuser Globus und Jelmoli eine Betriebsgesellschaft, die den Bau realisierte. Geplant wurde dieser nach einem Konzept des amerikanisch-österreichischen Architekten Victor Gruen. Für die örtliche Anpassung und die Umsetzung der Wünsche der Bauherrschaft sorgte der Zürcher Architekt Ernst Schwarzenbach.<BR/>

Walser, Robert

<b>Robert Walser</b><br>Fotografie, um 1900 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Walther, Heinrich

<b>Heinrich Walther</b><br>Fotografie, 1940 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern) © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Das Pressebild wurde bei Heinrich Walthers Rücktritt als Präsident des Verwaltungsrats der Schweizerischen Bundesbahnen verbreitet.<BR/>

Wander

<b>Wander</b><br>Werbeplakat für das Hauptprodukt des Unternehmens, 1947 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Anfänglich war Ovomaltine ein Stärkungsgetränk für Kinder und kränkelnde Menschen. 1923 trat die Marke erstmals bei einem Sportereignis als Sponsor auf. Von da an etablierte sich Ovomaltine als Getränk für jedermann.<BR/>

Wandern

<b>Wandern</b><br>Moosegg im Emmental. Fotografie, 1950 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege).<BR/>Das Werbebild der Schweizerischen Verkehrszentrale zeigt die typischen gelben Wegweiser der Schweizer Wanderwege an einer Verzweigung.<BR/>

Wangen an der Aare

<b>Wangen an der Aare</b><br>Ansicht des Aarestädtchens von Nordosten. Aquarell von  Albrecht Kauw,   um 1664 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Die Landstrasse führt am Zoll- und Salzhaus vorbei über die gedeckte Holzbrücke und die Stadthofmatten in Richtung Wiedlisbach. Das Schloss (Bildmitte) und die ehemalige Benediktinerpropstei (rechts) überragen das Städtchen. Die Priorats- und Pfarrkirche (am linken Bildrand), die älter ist als die Stadtanlage, liegt ausserhalb der Stadtmauern.<BR/>

Wappen

<b>Wappen</b><br>Zunftscheibe mit dem Monatsbild März der Zürcher Zunft zur Schmiden, angefertigt von  Josias Murer,   1605 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Im Mittelbild sind die im März zu verrichtenden Arbeiten des Bäume-, Weiden- und Rebenschneidens dargestellt. Am Fuss figurieren die beiden schräggestellten Zunftwappen und darüber jenes des Zunftlokals Zum goldenen Horn sowie rundum die Wappen von 17 Zunftmitgliedern.<BR/><b>Wappen</b><br>Stammbaum der Familie Effinger, 1816 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Romantische Darstellung der Genealogie und der Wappen von zwei Effinger'schen Linien und deren Schlössern, Wildegg (links) und Wildenstein (rechts).<BR/>

Wartburg, Walter von

<b>Walter von Wartburg</b><br>Fotografie von  Albert Teichmann,   1946 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>

Waschen

<b>Waschen</b><br>Wäscherinnen am Läuferbrunnen in Bern, um 1900 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Wehrli).<BR/>Der Waschtag brachte beschwerliche Arbeiten mit sich. Bevor alle Häuser einen Wasseranschluss erhielten, war der Quartierbrunnen für viele Frauen ein wichtiger Treffpunkt.<BR/><b>Waschen</b><br>Werbeplakat von  Jacques Bänninger,  1962 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Waser, Johann Heinrich

<b>Johann Heinrich Waser</b><br>Porträt. Öl auf Leinwand,  Conrad Meyer   zugeschrieben, 1654 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Wasserversorgung

<b>Wasserversorgung</b><br>Wasserschöpfrad auf der Rathausbrücke in Zürich aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, Ausschnitt einer Illustration aus der Chronik des Chorherrn  Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 28, Fol. 57r).<BR/>

Wattenwyl, Alexander Ludwig von

<b>Alexander Ludwig von Wattenwyl</b><br>Porträt des Historikers und Familienforschers. Öl auf Leinwand eines unbekannten Künstlers, 1748 (Burgerbibliothek Bern).<BR/><BR/>

Weber, Heinrich

<b>Heinrich Weber</b><br>Festspiel zur Gründungsfeier der Stadt Bern. Fotografie, 1891 (Burgerbibliothek Bern).<BR/>1891 feierte die Stadt Bern ihr 700-jähriges Bestehen. Bei dieser Gelegenheit kam Heinrich Webers Festspiel zur Aufführung; die Musik stammte von Karl Munzinger.<BR/>

Weber, Joachim

<b>Joachim Weber</b><br>Fotoporträt, um 1970  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Weber, Johannes

<b>Johannes Weber</b><br>Eisgewinnung am Klöntalersee. Lithografie von  Johannes Weber   für die "Neue Alpenpost" vom 17. März 1877 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Arbeiter sägen aus der Eisdecke des Bergsees Blöcke heraus und bringen diese mit Pferdeschlitten ins Tal. Von dort gelangte das Eis mit der Bahn zu den Verbrauchern. In Kellern gelagert, diente es bis in die Sommermonate hinein v.a. zur Kühlung von Bier und Süssspeisen.<BR/>

Weber, Margrit

<b>Margrit Weber</b><br>Die Solistin mit dem Komponisten Igor Strawinsky, 1960 (Zentralbibliothek Zürich, Musikabteilung).<BR/>Die Fotografie entstand vermutlich anlässlich der Uraufführung von Strawinskys Werk "Movements for Piano and Orchestra" am 10. Januar 1960 in der Town Hall in New York.<BR/>

Weber, Max

<b>Max Weber</b><br>Fotografie, um 1950 (Schweizerisches Sozialarchiv) © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Weber, Oscar

<b>Oscar Weber</b><br>Werbeplakat für das Zürcher Warenhaus, gestaltet von  René Gilsi,   1944 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Weggeld

<b>Weggeld</b><br>Das neue Zollhaus von Eglisau, Aquatinta von  Heinrich Keller, um 1821 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Rheinbrücke von Eglisau wurde während des zweiten Koalitionskriegs im Dezember 1799 zerstört. 1811 wurde sie als gedeckte Brücke wiederaufgebaut und gleichzeitig ein neues Zollhaus am linken Rheinufer errichtet. Grundsätzlich sah zwar die Mediationsakte die Abschaffung der Zollrechte vor, dennoch wurden die Wegzölle weiterhin eingezogen, um den Unterhalt der Verkehrswege zu finanzieren. Jeder Kanton behielt sein eigenes Gebührensystem. Zwischen 1815 und 1848 baute man zahlreiche Zollämter mit klassizistischem Säulenvorbau nach dem Vorbild der Wachthäuser, in denen die Schildwachen untergebracht wurden.<BR/>

Weggis (Gemeinde)

<b>Weggis (Gemeinde)</b><br>Weggiserhandel von 1380, dargestellt in der "Luzerner Chronik" des  Diebold Schilling,  1513 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Nachdem die Vogtei Weggis von den Herren von Hertenstein an die Stadt Luzern übergeben worden war, verweigerten die Dorfleute den Treueeid. Daraufhin nahm die Luzerner Obrigkeit die Weggiser Männer gefangen und führte sie mit Nauen ab, während Frauen und Kinder wehklagend am Ufer zurückblieben. Nach erfolgreicher Vermittlung durch Uri, Schwyz und Unterwalden liessen die Luzerner die Männer wieder frei.<BR/>

Wegmann, Gustav Albert

<b>Gustav Albert Wegmann</b><br>Ansicht von Westen des Kantonsschulgebäudes Zürich. Aquatinta von  Johannes Ruff  nach einer Zeichnung von  Johann Ulrich Burri,   um 1860 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Der liberale Regierungsrat leitete 1834 den Bau des Kantonsschulgebäudes ein. Nach dem Züriputsch 1839 oblag die Ausführung des Projekts nach Plänen von Gustav Albert Wegmann jedoch der konservativen Kantonsregierung. Das für seine Zeit moderne, 1842 vollendete Bauwerk steht auf dem Sockel des kurz zuvor gekröpften, aus dem 17. Jahrhundert stammenden Rämibollwerks. Südwestseitig durchbricht die breite Freitreppe die ehemalige Festungsmauer.<BR/>

Weibel

<b>Weibel</b><br>Während der Landsgemeinde von Glarus, 1940 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>Zur Uniform des Weibels gehört ein Umhang in den jeweiligen Kantonsfarben, der Zweispitz sowie das Schwert.<BR/>

Weinbau

<b>Weinbau</b><br>Weinernte im Wallis. Fotografie, um 1910 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Wehrli).<BR/>Zwei Traubenträger mit der Brente (Traggefäss) am Rücken löschen ihren Durst (Bildmitte), während ein dritter Träger auf der Leiter seine Trauben in den Trichter auf dem Erntefass leert. Zwei weitere Fuhrwerke mit Fässern stehen bereit, das eine zieht ein Pferd (rechts) und dem anderen wird ein Ochse vorgespannt (links).<BR/>

Weinfelden

<b>Weinfelden</b><br>Übersichtsplan der Herrschaft Weinfelden, in der Zürich die niedere Gerichtsbarkeit und die Zehntrechte besass, von  Hans Conrad Gyger,  1662–1663 (Staatsarchiv Zürich, Plan N 166).<BR/>Der mit leichter Ostabweichung nordorientierte Plan zeigt die Herrschaft Weinfelden mit Bussnang und Rothenhausen südlich des unkorrigierten Thurlaufs. Nördlich des Flusses in der Bildmitte liegt der von Gyger als Flecken bezeichnete Hauptort Weinfelden (Ausschnitt). Zum Schloss oberhalb des Dorfs führt eine Serpentine. Das Dotnachter Gericht – der Zipfel im Nordosten – war anfänglich Teil der Herrschaft Spiegelberg. Nachdem die Stadt Zürich um 1640 die Niedergerichte über Dotnacht und die umliegenden Weiler erworben hatte, teilte sie diese 1649 der Herrschaft Weinfelden zu.<BR/><b>Weinfelden</b><br>"Der Flecken Wynfelden", Ausschnitt aus dem Übersichtsplan der Herrschaft Weinfelden von  Hans Conrad Gyger,  1662-1663 (Staatsarchiv Zürich, Plan N 166).<BR/><BR/>

Weiss, Richard

<b>Richard Weiss</b><br>Porträt aus dem Fotostudio  Eggen   in Zürich-Stadelhofen, um 1955 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>

Weissenburg

<b>Weissenburg</b><br>Ansicht des Bads von Norden. Kolorierter Kupferstich von  Jeremias Wolff,   um 1700 (Burgerbibliothek Bern).<BR/>Das älteste Bad in Weissenburg lag am Bunschenbach und war von einer Ringmauer umgeben. In dem mit Ziegeln gedeckten Ofenhaus wurde das Badewasser geheizt. Die Gäste logierten im dreigeschossigen Holzhaus, dem grössten Gebäude der Anlage. Im kleinen Schuppen mit Pultdach auf der rechten Seite des Eingangs war eine Metzgerei untergebracht. Die Sägerei im Vordergrund existierte laut Bildlegende nicht mehr: "Die Sag Mühl so wieder abgebrochen."<BR/>

Weissrussland

<b>Weissrussland</b><br>Titelseite des zweiten Bands der Reiseberichte von Johann Bernoulli (1744–1807), erschienen 1779 in Leipzig, der eine Beschreibung der Stadt Grodno enthält  (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Weitling, Wilhelm

<b>Wilhelm Weitling</b><br>Verteidigungsschrift von  Sebastian Seiler,   1843 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Nach Wilhelm Weitlings Verhaftung in Zürich 1843 veröffentlichte sein Gesinnungsgenosse Sebastian Seiler eine Rechtfertigung. Bereits die Ankündigung der Broschüre löste eine Zensurmassnahme des Walliser Staatsrats aus. Der Verleger der Schrift war Samuel Friedrich Jenni in Bern, der 1845 auch Weitlings "Evangelium eines armen Sünders" herausgab.<BR/>

Weltausstellungen

<b>Weltausstellungen</b><br>Plakat für die Weltausstellung in Paris von 1900 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Welti, Albert

<b>Albert Welti</b><br>Ausstellungsplakat, 1912 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Welti, Carl Adolf

<b>Carl Adolf Welti-Furrer</b><br>Werbeplakat für das Transportunternehmen, 1934 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Welti, Emil

<b>Emil Welti</b><br>Porträt aus dem Fotoatelier von  Emil Nicola-Karlen,   um 1880 (Burgerbibliothek Bern).<BR/>

Welti, Lydia

<b>Lydia Welti-Escher</b><br>Radierung von  Karl Stauffer,  1887 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Weltkrieg, Erster

<b>Erster Weltkrieg</b><br>"Friedensinsel", Postkarte von  Rudolf Weiss (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Wie ein Friedenstempel steht das 1902 fertiggestellte Bundeshaus auf einer von Wellen umbrandeten Insel allein im Meer. Der Postkartentext wendet sich an die Krieg führenden Staaten und fordert sie auf, die Neutralität der Schweiz zu achten. Ikonografisch liefert die Karte einen frühen Beleg für das verbreitete "Inseldenken" der Schweizer im 20. Jahrhundert.<BR/><BR/><b>Erster Weltkrieg</b><br>Plakat des ersten Aufgebots während der Generalmobilmachung vom 3. August 1914 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Bundesrat Camille Decoppet, der 1912–1917 dem Eidgenössischen Militärdepartement vorstand, unterzeichnete das Aufgebot. Bis zum 7. August 1914 folgten vier weitere.<BR/>

Weltkrieg, Zweiter

<b>Zweiter Weltkrieg</b><br>Einrückende Soldaten vor dem Genfer Bahnhof, 1939  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Die Ironie des Schicksals will es, dass der Marschbefehl unter einem Tourismusplakat für Ferien und Reisen in der Schweiz angeschlagen wurde.<BR/><b>Zweiter Weltkrieg</b><br>Plakat des Eidgenössischen Militärdepartements, 1940 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Das in der ganzen Schweiz aufgehängte Plakat mahnte sowohl Zivilpersonen als auch Soldaten zur Verschwiegenheit. Speziell für Armeeangehörige wurde auch ein Plakat mit der Zeile "Wer nicht schweigen kann, schadet der Heimat" geschaffen.<BR/><b>Zweiter Weltkrieg</b><br>Karikatur im "Nebelspalter" aus dem Jahr 1940, von  Carl Böckli (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der grosse, bohrende Zeigefinger versinnbildlicht die Abteilung für Presse und Funkspruch. Bis Januar 1942 unterstand die während des ganzen Kriegs dauernde Überwachung der Presse direkt dem General, wurde aber weitgehend von zivilen Fachleuten wahrgenommen.<BR/><b>Zweiter Weltkrieg</b><br>Karikatur aus dem "Nebelspalter" vom 17. Februar 1944, von  Fritz Gilsi (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Einige Monate nach dem Erscheinen der Karikatur öffneten sich im Juli 1944 die Grenzen für Juden, da die Bundesbehörden sie endlich als politische Flüchtlinge anerkannten.<BR/><BR/><b>Zweiter Weltkrieg</b><br>Ein Team der Schweizer Filmwochenschau verbrüdert sich während Dreharbeiten in Eclépens mit Soldaten im Aktivdienst, April 1943 (Sammlung Cinémathèque suisse, alle Rechte vorbehalten).<BR/>Mit der Gründung der Schweizer Filmwochenschau reagierte der Bundesrat auf die Informationsflut nationalsozialistischer und faschistischer Nachrichten sowie auf das Verschwinden französischer Meldungen. Als Vorläuferin der Tagesschau produzierte die Filmwochenschau von August 1940 bis März 1975 jede Woche eine Sendung, die in allen Kinosälen der Schweiz als Vorprogramm in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch ausgestrahlt wurde.<BR/>

Wenger, Louis

<b>Louis Wenger</b><br>Das Musée Arlaud in Lausanne, gebaut 1838–1840. Aquarell von  Jean DuBois,  um 1842 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Das erste Museumsgebäude in Lausanne dominiert die Südseite der Place de la Riponne. Hinter den Säulen des Kornhauses (rechts im Bild) steht die Kirche Saint-Laurent, erkennbar an Chor und Glockenturm. Mit dem Bau des Palais de Rumine erfuhr der Platz zahlreiche Veränderungen. So wurde das Museum nach 1906 im Palais untergebracht und das neoklassizistische Gebäude von Louis Wenger zur Schule umgenutzt. Nach dessen Restauration diente es seit 1997 unter dem Namen Espace Arlaud erneut kulturellen Zwecken.<BR/>

Wenger

<b>Wenger</b><br>Schweizer Armeemesser (Sackmesser) mit Stahlklingen und Aluminiumgehäuse geprägt mit Schweizerkreuz, in Delsberg hergestelltes Modell aus dem Jahr 1977 (Museum für Gestaltung Zürich, Designsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Seit 1891 rüstet die Schweizer Armee jeden Soldaten mit einem in der Schweiz produzierten Taschenmesser aus, das vorher lange Zeit aus Deutschland bezogen wurde. Dieses Messer stellte Elsener (später Victorinox) in Ibach her. Seit 1908 teilt er sich die Lieferung an die Armee je zur Hälfte mit Wenger in Delsberg.<BR/><BR/>

Werbung

<b>Werbung</b><br>Werbeplakate an einer Telefonkabine in Basel, 1938 (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>Die Telefonkabine ist im Stil einer Litfasssäule gestaltet. Diese waren in den grossen Städten Europas zwischen 1850 und 1950 die wichtigsten Werbeträger. In der Schweiz existierten um 1910 rund 30, in den 1950er Jahren mehr als 5'000 öffentliche Telefonkabinen. Zwischen 1998 und 2009 ging ihre Zahl von 12'900 auf etwa 8'500 Kabinen zurück. Diese Entwicklung zwang die Plakatgesellschaften, nach neuen Werbeflächen Ausschau zu halten.<BR/><BR/>

Werdmüller, Jakob

<b>Jakob Werdmüller</b><br>Der Magistrat in seinem 64. Altersjahr. Tempera und Öl auf Holz, von  Hans Asper,   1544 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Der lateinische Sinnspruch (rote Schrift) ist auf Deutsch übersetzt mit den Worten: "Des menschen gstalt, Hie bhend hin falt. Die tugent rich, blipt ewigcklich". Rechts davon auf der Höhe der Kopfbedeckung steht das Monogramm HA für Hans Asper.<BR/>

Werner, Joseph

<b>Joseph Werner</b><br>Kopie eines um 1690 gemalten Selbstporträts. Pinsel in Gouache auf Pergament, geleimt auf Kupferplatte (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das Miniaturporträt fertigte Joseph Werners fünfzehnjährige Schülerin Anna Waser 1693 an und widmete es ihrem Lehrer. Der lateinische Widmungstext befand sich ursprünglich auf der Rückseite des Bilds. Nachdem sie es in Kupfer gestochen hatte, vermachte sie die Vorlage der Bürgerbibliothek Zürich.<BR/>

Wertpapiere

<b>Wertpapiere</b><br>Zehn Aktien im Wert von je 500 Franken der Schweizerischen Nationalbank vom 6. Juni 1907 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Wetli, Kaspar

<b>Kaspar Wetli</b><br>Versuchsstrecke Wädenswil–Einsiedeln. Holzstich nach einer Fotografie aus der "Alpenpost", 8. bis 29. August 1874 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Der Zürcher Kantonsingenieur und Eisenbahnpionier Kaspar Wetli führte ab 1874 auf dem Trassee der sich im Bau befindlichen Eisenbahnstrecke Wädenswil–Einsiedeln Versuche mit dem Walzenradsystem durch. Die auf der Walze angebrachten Verdickungen greifen ähnlich wie bei einer Zahnradbahn in die auf den Schwellen montierten Steighilfen. Bei der ersten Probefahrt mit einer Lokomotive am 30. November 1876 versagten die Bremsen, und die Komposition entgleiste beim Bahnhof Wädenswil. Dabei starben zwei Menschen. 1877 wurde die Strecke als reine Adhäsionsbahn in Betrieb genommen.<BR/>

Wetter, Ernst

<b>Ernst Wetter</b><br>Fotoporträt, 1957 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Wey, Max

<b>Max Wey</b><br>Postumes Tafelgemälde aus der "Portrait-Gallerie merkwürdiger Luzerner" von   Walter Küng,   1957 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/><BR/>

Wick, Johann Jakob

<b>Johann Jakob Wick</b><br>Die Folgen eines Sturmwinds in Strassburg im Jahr 1561. Text und kolorierte Federzeichnung aus der Chronik des Zürcher Chorherrn (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 12, Fol. 249r).<BR/>Johann Jakob Wick war ein leidenschaftlicher Sammler von Nachrichten. Am 6. Juli 1561 berichtete er von einem Hagelsturm über Zürich. In Strassburg wurde am selben Tag eine Familie von einer Windböe in den Rhein gestossen, als sie mit ihrem Gespann eine Brücke überqueren wollte. Dabei ertranken alle Familienmitglieder. Wick versah seine Sammlung nicht nur mit Flugschriften und Einblattdrucken, sondern auch mit eigenhändigen Zeichnungen zu einzelnen Episoden.<BR/>

Widerstandsrecht

<b>Widerstandsrecht</b><br>Vignette für die Sektion Wilhelm Tell, Radierung aus Paris, 1794 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>1790 teilte die verfassunggebende Nationalversammlung die Stadt Paris in 48 Sektionen (Stadtteile) auf. Eine der Sektionen nannte sich nach Wilhelm Tell, weil dieser im revolutionären Paris als Held galt. Er hatte einen Tyrannen getötet und stand deshalb an der Seite von Brutus und den Märtyrern der Französischen Revolution. In der Eidgenossenschaft des Ancien Régime hingegen zeichnete die Helvetische Gesellschaft ab dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts von Tell das Bild eines Helden, der das Vaterland schützt und eint.<BR/><BR/>

Widmer, Eveline

<b>Eveline Widmer-Schlumpf</b><br>Die Bundespräsidentin (rechts) im Gespräch mit Bundesrätin Simonetta Sommaruga während der Von-Wattenwyl-Gespräche vom 3. Februar 2012  © KEYSTONE / Lukas Lehmann.<BR/>

Wiemken, Walter Kurt

<b>Walter Kurt Wiemken</b><br>Ausstellungsplakat für eine dem Künstler gewidmete Retrospektive in der Kunsthalle Bern, 1962 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Das Plakat zeigt ein mit Feder und Pinsel gefertigtes Selbstporträt von Walter Kurt Wiemken, das in den 1930er Jahren entstanden ist.<BR/>

Wiener Kongress

<b>Wiener Kongress</b><br>Schnupftabakdose mit integriertem Musikautomaten für Jacob Gobat, 1815 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Der Beschluss des Wiener Kongresses, Teile des ehemaligen Fürstbistums Basel dem Kanton Bern anzuschliessen, wurde von der Tagsatzung am 27. Mai 1815 in Zürich ratifiziert und nach Verhandlungen unter Zürcher Leitung zwischen Bern und einer Delegation aus den betroffenen Gebieten mit der Unterzeichnung der Vereinigungsurkunde vom 14. November 1815 vollzogen. Den sieben jurassischen Gesandten schenkte Bern zum Dank je eine Dose mit dem Monogramm R.B. (für République de Berne) und der Herzogskrone, dem Berner Hoheitszeichen. Die Gabe für den Delegierten Jacob Gobat aus Crémines gelangte 1914 aus dem Nachlass seines Urenkels Albert Gobat in Museumsbesitz.<BR/>

Wiesen

<b>Wiesen</b><br>Ansicht des Schlosses Kehrsatz und des Landsitzes Blumenhof von Norden. Aquarell von  Johann Ludwig Aberli,  1775 (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/>Auf der Wiese zwischen den Obstgärten sind Bauern am Heuen. Der eine grüsst Niklaus Emanuel Tscharner, den Gutsbesitzer. Als Gründungsmitglied der Ökonomischen Gesellschaft von Bern wandte Tscharner die von der Gesellschaft empfohlenen neuen landwirtschaftlichen Anbaumethoden an.<BR/><BR/>

Wiget, Wilhelm

<b>Wilhelm Wiget</b><br>Telegramm vom 26. Februar 1932 (Staatsarchiv Zürich, Z 34.5758).<BR/>Die Berufung auf den Lehrstuhl in Zürich erreichte Wilhelm Wiget in Tartu in Estland. Mit einem Telegramm sagte er der Zürcher Erziehungsdirektion zu. Diese war am Hirschengraben 40 im Palais Rechberg domiziliert.<BR/>

Wil (SG)

<b>Wil (SG)</b><br>Stadtansicht von Südosten. Tusche, Bleistift und Aquarell, geschaffen von einem unbekannten Zeichner zwischen 1657 und 1694 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Altstadt besteht aus der Kernstadt mit Vorder- und Hintergasse, einer doppelten Häuserzeile in deren Mitte und zwei Vorstädten. Die Residenz der St. Galler Fürstäbte (rechts), zu welcher der Hof mit dem Zwiebeltürmchen und das 1694 aufgestockte Toggenburgerhaus gehören, sowie die Pfarrkirche St. Nikolaus treten aus dem Stadtbild hervor, genauso wie das dazwischen gelegene Rathaus mit einem Eckturm. Das Dominikanerinnenkloster St. Katharina (unten, Mitte), das 1657 vollendete Kapuzinerkloster (rechts, untere Bildecke), die beiden Stadtweiher, die Bleicherwiesen sowie die Kirche St. Peter (linker Bildrand) prägen das Umland.<BR/>

Wilker, Gertrud

<b>Gertrud Wilker</b><br>Fotografie von  Peter Friedli,  um 1980 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Wille, Ulrich

<b>Ulrich Wille</b><br>Der General (links) posiert für den Maler Ferdinand Hodler und den Bildhauer August Heer. Foto von  Franz Henn,  1915 (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung).<BR/>Der Neuenburger Mäzen und Direktor der Schokoladefabrik Suchard, Willy Russ, hatte bei Hodler ein Gemälde von Wille bestellt. Die Sitzungen dauerten etwa drei Stunden und fanden im Hotel Bellevue-Palace in Bern statt, in dem der General zwischen Ende Februar und Anfang Mai 1915 logierte. Heer nutzte diese Gelegenheit, um eine Büste des Generals anzufertigen.<BR/>

Wimmis

<b>Wimmis</b><br>Zweite Belagerung von Wimmis 1303. Abbildung aus der "Amtlichen Berner Chronik" von   Diebold Schilling,   1483 (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.1, S. 58).<BR/>1298 belagerten bernische Truppen das Städtchen und die Burg Wimmis ein erstes und 1303 ein zweites Mal. Trotz des Einsatzes einer Wurfmaschine erzielten sie keinen Erfolg gegen die Herren von Weissenburg. Erst bei der dritten Belagerung 1334 reüssierte Bern und zerstörte die Burg. Das Städtchen blieb noch bis zum Brand von 1708 bewohnt. Danach wurde es zugunsten der in der Ebene nordöstlich der Burgfluh gelegenen Dorfsiedlung aufgegeben.<BR/>

Winiger, Josef

<b>Josef Winiger</b><br>Fotografie aus dem Luzerner Studio  Carl Dann,   um 1922 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern).<BR/>

Wintersport

<b>Wintersport</b><br>Werbeplakat für den Wintersport im Auftrag der Schweizerischen Verkehrszentrale, gestaltet von  Emil Cardinaux,   1921 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Wintersport</b><br>Werbeplakat für 60 Höhenkurorte und Hotels im Auftrag der Schweizerischen Verkehrszentrale, gestaltet von  Otto Wyler,   1924 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Wintersport</b><br>Werbeplakat für den Wintertourismus im Auftrag des Davoser Verkehrsbüros, gestaltet von  Emil Cardinaux,   1918 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Wirth, Kurt

<b>Kurt Wirth</b><br>Werbeplakat des Grafikers für eine Luzerner Druckerei, 1932 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Wirtschaftliche Landesversorgung

<b>Wirtschaftliche Landesversorgung</b><br>Plakat von   Hans Erni  zur Mehranbauaktion des Verbands schweizerischer Konsumvereine und der Konsumgenossenschaften, 1939 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Wirtschaftspolitik

<b>Wirtschaftspolitik</b><br>Eine der ersten Konferenzen der Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC) in Paris, 1948  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Carl Jacob Burckhardt, Schweizer Gesandter in Frankreich, sitzt rechts in der ersten Reihe. Im Rahmen des Marshallplans widmete sich die OEEC dem Wiederaufbau des kriegszerstörten Europas. Die Schweiz schloss sich der Organisation an, um sich den Zugang zu Absatzmärkten und zu Rohstoffen zu sichern. Die Beteiligung beeinträchtigte weder ihre Neutralität noch ihre wirtschaftspolitische Autonomie. 1960 wurde die OEEC in die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) umbenannt.<BR/>

Wirtschaftswissenschaften

<b>Wirtschaftswissenschaften</b><br>Titelblatt der im Umdruckverfahren publizierten und 1838–39 gehaltenen Vorlesungen von Antoine-Elisée Cherbuliez (1797–1869) zur Politischen Ökonomie (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Cherbuliez lehrte 1838–40 und 1852–55 an der Akademie Lausanne. Dann wurde er als Professor für Politische Ökonomie und Statistik ans Eidgenössische Polytechnikum in Zürich berufen.<BR/><b>Wirtschaftswissenschaften</b><br>Umschlag des ersten Bandes von Kyklos, der ab 1947 in Bern herausgegebenen Internationalen Zeitschrift für Sozialwissenschaften (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Zeitschrift wurde von einigen Gelehrten wie Edgar Salin von der Universität Basel, William Emmanuel Rappard und Wilhelm Röpke von der Universität Genf, dem italienischen Ökonomen Luigi Einaudi sowie Joseph Alois Schumpeter von der Universität Harvard gegründet. Sie erscheint im 21. Jahrhundert unter der Verantwortung des Instituts für empirische Wirtschaftsforschung der Universität Zürich.<BR/>

Wirz, Franz (von Rudenz)

<b>Franz Wirz (von Rudenz)</b><br>Porträt (Ausschnitt) aus einer Lithografie, welche die Mitglieder des Nationalrats der Jahre 1849–1850 zeigt (Bernisches Historisches Museum).<BR/><BR/>

Wirz, Otto

<b>Otto Wirz</b><br>Porträt des Schriftstellers, um 1945 (Schweizerisches Literaturarchiv, Sammlung Photopress).<BR/>

Witwenschaft

<b>Witwenschaft</b><br>Modezeichnung für Trauerkleidung in der "Neuen Schweizer Mode", 1900, Heft 3, 27 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Zeichnung illustriert einen längeren Artikel über Trauer- und Witwenbekleidung. Obwohl die Zeitschrift im Text betont, dass Trauermode schlicht sein solle, zeigt sie im Bild ein elegantes Kleid. Die enge Taillierung lässt die Witwe im Hinblick auf eine Wiederverheiratung attraktiv erscheinen.<BR/>

Wohl, Louis de

<b>Louis de Wohl</b><br>Buchumschlag seines ersten Erfolgsromans, 1926 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Louis de Wohls Sportroman "Der grosse Kampf" spielt im Boxermilieu. Er erschien im K.-F.-Koehler-Verlag in Leipzig und Berlin.<BR/>

Wohnen

<b>Wohnen</b><br>Abort mit zwei Plätzen in der Mitte des 16. Jahrhunderts (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 12, Fol. 250v).<BR/>Der Chorherr Johann Jakob Wick illustrierte mit dem Bild das traurige Ende des Mönchs Sebastian Hegner, der nach der Chronik an diesem Ort tot aufgefunden worden sein soll. Die Toiletten befanden sich draussen, waren aber durch ein kleines Vordach geschützt.<BR/><b>Wohnen</b><br>Ein Salon der guten Zürcher Gesellschaft in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Stich von  David Herrliberger  für sein Werk "Kurze Beschreibung der gottesdienstlichen Gebräuche [...]", 1751 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Alte Drucke und Rara).<BR/><b>Wohnen</b><br>Umschlag der Broschüre "Befreites Wohnen", die von   Sigfried Giedion  in Zürich und Leipzig 1929 publiziert wurde  (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>"Licht, Luft, Öffnung" war in den 1920er Jahren ein Leitspruch der Vertreter des Neuen Bauens und des Bauhauses. Auf dem Umschlag von Giedions Werk ist das Modellhaus an der Wasserwerkstrasse in Zürich abgebildet, das der Architekt Max Ernst Haefeli kurz zuvor errichtet hatte.<BR/><b>Wohnen</b><br>Arbeiterfamilie in Zürich-Aussersihl um 1900  (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Ein einziger Raum für Eltern und Kinder dient zugleich als Küche, Schlaf- und Wohnzimmer. Untersuchungen über die Wohnverhältnisse, die um 1900 unter dem Einfluss der Hygienebewegung häufiger wurden, prangerten die Wohnsituation der Unterschichten an.<BR/>

Wölfli, Adolf

<b>Adolf Wölfli</b><br>Touristikplakat für die Stadt Bern unter Verwendung eines Blattes von Adolf Wölfli (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>In den 1980er Jahren benutzte Bern Tourismus Werke von Berner Künstlern für eine Plakatreihe, die dem Stadtmarketing diente. Das hier ausgewählte Motiv entstammt dem 1916 gemalten Blatt "Stadt-Plan Bern: Nidek-Brük". Es zeigt Wölflis persönliche Sicht der Bundesstadt.<BR/>

Wolle

<b>Wolle</b><br>Der Tuchscherer, Holzschnitt aus dem "Ständebuch", 1568, von   Jost Ammann (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Mit eigener Muskelkraft und einer grossen Schere schneidet der Tuchscherer vom Tuch, das ihm der Kaufmann übergeben hat, die hervorstehenden Wollfasern ab.<BR/>

Wullschleger, Eugen

<b>Eugen Wullschleger</b><br>Fotoporträt, um 1925 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>

Würgler, Eugène

<b>Eugène Wurgler</b><br>Visitenkarte des Fotografen auf der Rückseite einer Postkarte, 1919 (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Wyler, William

<b>William Wyler</b><br>Der amerikanische Filmregisseur (rechts) 1947 zu Besuch bei den Dreharbeiten zum Film "The Search" (Die Gezeichneten, 1948) von Fred Zinnemann, der von der Zürcher Praesens Film AG mitproduziert und vertrieben wurde (Sammlung Cinémathèque suisse, alle Rechte vorbehalten).<BR/>William Wyler spricht mit Emil Berna, dem Zürcher Kameramann, der für die Standaufnahmen während der Dreharbeiten zuständig war.<BR/><BR/>

Wyss, Abraham Rudolf

<b>Abraham Rudolf Wyss</b><br>Lithografie von einem unbekannten Künstler, um 1850 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Das Porträt illustriert den im "Berner Taschenbuch" 1856 veröffentlichten Nachruf des Berner Politikers.<BR/>

Wyss, David von

<b>David von Wyss</b><br>Kupferstich nach einem Porträt von  Felix Maria Diogg,   gestochen von  Johann Heinrich Lips,   1795 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/><BR/>

Wyss, Friedrich von

<b>Friedrich von Wyss</b><br>Fotodruck von  Camill Ruf,   um 1905 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>

Wyss, Johann David

<b>Johann David Wyss</b><br>Frontispiz und Titelblatt einer französischen Ausgabe des Erfolgsromans "Der Schweizerische Robinson" von  Johann David Wyss.  Es handelt sich um den ersten Band der zweiten Auflage, die 1816 in Paris bei Arthus Bertrand herauskam (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Isabelle de Montolieu übersetzte den unvollendet gebliebenen Roman ins Französische, dessen erste Auflage in Paris 1814 erschien. 1824 veröffentlichte sie beim gleichen Verlag eine erweiterte und mit einem Schluss ergänzte Fassung. Diese Version der Erzählung des Berner Pfarrers diente den meisten englischen Übersetzungen als Vorlage.<BR/>

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