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04/2018
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Val Müstair (Tal)

<b>Val Müstair (Tal)</b><br>Ansicht des Dorfs Lü von Osten in Richtung Ofenpass und Piz Daint. Aquarellierte Federzeichnung des Münchner Künstlers  Erik Jaeger,  um 1950 (Fundaziun Capauliana, Chur).<BR/>

Valeyres-sous-Rances

<b>Valeyres-sous-Rances</b><br>Ansicht des Dorfs und seines Umlands. Öl auf Leinwand von  Albrecht Kauw,   1678 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Das Dorf mit seinem Weinbaugebiet wird aus südöstlicher Richtung vor den Jurahöhen und dem Hügelzug der Aiguilles de Baulmes dargestellt. Es war auch unter dem Namen "petit Berne" bekannt. Verschiedene Patrizierfamilien wie die Manuel, von Steiger und von Bonstetten besassen hier ab dem 17. Jahrhundert Landhäuser, die sie nur im Sommer und im Herbst bewohnten. Im Vordergrund zeigt der Maler eine typische Jagdszene. Am linken Bildrand ist die Kapelle Saint-Jacques-le-Majeur ersichtlich.<BR/><BR/>

Vallemaggia

<b>Vallemaggia</b><br>Eröffnung der Eisenbahnlinie von Bignasco nach Locarno am 24. August 1907. Fotografie von  Valentino Monotti (Archivio di Stato del Cantone Ticino).<BR/>Passagiere, Waren und Rohstoffe, hauptsächlich Granitblöcke aus den Steinbrüchen von Cevio, wurden auf der 27 km langen Eisenbahnlinie befördert, die ihren Strom vom Wasserkraftwerk von Ponte Brolla bezog. Die 1903 gegründete regionale Eisenbahngesellschaft Locarno–Ponte Brolla–Bignasco (LPB) gab die Strecke 1965 auf.<BR/>

Vallorbe

<b>Vallorbe</b><br>Ausschnitt aus der südorientierten Karte des Kantons Bern. Kolorierte Kupferplatte von  Thomas Schöpf,   1578 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Karten und Panoramen).<BR/>Die Karte zeigt den Lauf der Orbe und deren Zufluss Jougnenaz zwischen der Grenze zu Frankreich (rote Linie unten auf der Darstellung), Vallorbe und der Stadt Orbe. Zu erkennen ist unweit des Schlosses Les Clées das Priorat Romainmôtier, dem Vallorbe unterstellt war. Romainmôtier war 1537–1798 eine Berner Landvogtei. 1798 wurde Orbe Bezirkshauptort.<BR/>

Vals

<b>Vals</b><br>Fronleichnamsprozession auf dem Vorplatz der Dorfkirche. Fotografie von  Rudolf Zinggeler,  1911 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Zinggeler).<BR/>

Vannay, Françoise

<b>Françoise Vannay-Bressoud</b><br>Plakat für die Ersatzwahlen in den Walliser Staatsrat von 1978 (Mediathek Wallis, Sitten).<BR/>

Vasallität

<b>Vasallität</b><br>Das Lehensgüterverzeichnis "Grosse de la rénovation des fiefs nobles du Pays de Vaud", kurz "Grosse Balay" genannt, Anfang 15. Jahrhundert (Archives cantonales vaudoises, Ab 2, Fol. 187v–188r, Foto Rémy Gindroz).<BR/>Das Foto zeigt eine Doppelseite aus einem der vier überlieferten Pergamentbände. Das Verzeichnis enthält die Lehensgüter, die Graf Amadeus VIII. von Savoyen seinen Vasallen überlassen hat und belegt die Bedeutung der Vasallität im gräflichen Herrschaftsgebiet. Zwei weitere Bände befinden sich im Staatsarchiv Freiburg, vom vierten Band existieren nur einige wenige Teilabschriften.<BR/>

Vaterschaft

<b>Vaterschaft</b><br>Werbeplakat für "Solidarität im Alltag" aus der gesamtschweizerischen Kampagne der Gewerkschaft Smuv, um 1989 (Schweizerisches Sozialarchiv).<BR/>Mit der Parole "Teilt die Freuden, teilt die Pflichten!" wirbt das Plakat für die partnerschaftlich geteilte Kinderbetreuung durch Vater und Mutter. Der Säugling hält das Schild mit der Aufschrift "Gleichheit, Mutterschaft, Vaterschaft".<BR/>

Vatikanische Konzile

<b>Vatikanische Konzile</b><br>"Das ökumenische Konzil". Lithografierte Karikatur, die am 17. September 1868 anlässlich der Ankündigung der Einberufung des Ersten Vatikanischen Konzils in der Mailänder Satirezeitschrift <I>Lo Spirito Folletto</I> erschienen ist (Archivio di Stato del Cantone Ticino).<BR/>Ein Eisenbahner auf einer Lokomotive schwingt eine Fahne im Namen von "Wissenschaft, Fortschritt, Zukunft" und ruft Papst Pius IX., der auf einem Karren die Gleise überquert, zu: "Mach vorwärts, ich kann den Zug nicht umleiten".<BR/>

Vattel, Emer de

<b>Emer de Vattel</b><br>Porträt des Neuenburger Gelehrten. Öl auf Leinwand eines unbekannten Künstlers, um 1760 (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).<BR/><BR/>

Vaucher, Samuel

<b>Samuel Vaucher</b><br>Zu seinen Hauptwerken zählt dieser 1864 in Genf veröffentlichte Titel über das Gefängniswesen, der auch Pläne und Tabellen enthält (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Vautier

<b>Vautier</b><br>Plakat für die Zigarettenmarke Marocaine, das bekannteste Produkt der Tabakfabrik in Grandson, gestaltet von  André Simon,   1945 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Vaz, von

<b>Von Vaz</b><br>Siegelstempel des Abts des Benediktinerklosters Disentis. Vergoldete Bronze, zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts (Rätisches Museum, Chur).<BR/>Da der Name des Abts auf dem Siegel tiefer liegt als die übrigen Worte ("Walterus Desertinensis abbas"), ist davon auszugehen, dass schon Hugo (um 1180), der Vorgänger von Walter (1185–1200), den Stempel benutzt hat. Urkunden der beiden Äbte sind nicht überliefert.<BR/>

Veltlin

<b>Veltlin</b><br>Die Bäder von Bormio aus der Originalchronik "Raetia" des Johannes Guler von Wyneck, 1616 gedruckt in Zürich in der Offizin von Johann Rudolf Wolf (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Alte Drucke und Rara).<BR/>Schon den Römern und den Ostgoten waren die Bäder von Bormio <I>(aquae Burmiae)</I> bekannt. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden sie von den Menschen aus den Drei Bünden häufig aufgesucht, wie Guler von Wyneck in seiner Chronik berichtet. Danach erlebten die Bäder einen Niedergang und zerfielen zusehends. Als die Strasse über das Stilfserjoch 1825 eröffnet und damit eine direkte Verbindung nach Südtirol geschaffen wurde, profitierten vor allem die Touristen aus Österreich von den 1834–1835 neu erbauten Bädern. Andreas Rudolf von Planta kaufte und vergrösserte die Anlagen 1859.<BR/>

Venedig

<b>Venedig</b><br>Tafelaufsatz in Form des Löwen von San Marco. Silber gegossen, ziseliert und vergoldet, geschaffen vom Zürcher Goldschmied  Diethelm Holzhalb,  1608 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Stadt Zürich erhielt den Löwen als Geschenk des Gesandten von Venedig. Dieser versuchte sich die Unterstützung der reformierten Kantone zu sichern, da die spanisch-österreichischen Truppen Habsburgs Venedig bedrohten. Zur Übergabe des Geschenks wurde ein Bankett veranstaltet, an dem jeder Gast aus dem abnehmbaren Kelch trank, der als Löwenkopf gestaltet ist.<BR/><BR/><b>Venedig</b><br>Installation von  Fabrice Gygi  in der Kirche San Stae anlässlich der 53. internationalen Kunstbiennale von Venedig, 2009  © KEYSTONE / Walter Bieri.<BR/>Die Baslerin Silvia Bächli und der Genfer Fabrice Gygi waren 2009 die offiziellen Vertreter der Schweiz in Venedig. Sie wurden vom Bundesamt für Kultur auf Empfehlung der Eidgenössischen Kunstkommission an die Biennale geschickt. Bächli zeigte ihre Zeichnungen im Schweizer Pavillon auf dem Ausstellungsgelände, Gygi präsentierte in der am Canale Grande gelegenen Kirche San Stae eine seiner Installationen.<BR/>

Venel, Jean-André

<b>Jean-André Venel</b><br>Porträt in einem Medaillon. Radierung aus der "Sammlung von Bildnissen gelehrter Männer und Künstler", veröffentlicht in Nürnberg von  Christoph Wilhelm Bock,  1794 (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Venetz, Ignaz

<b>Ignaz Venetz</b><br>Porträt des Ingenieurs an seinem Arbeitstisch. Öl auf Leinwand von  Lorenz Justin Ritz,  1826 (Kunstmuseum Wallis, Sitten, BA201) © Kunstmuseum Wallis, Sitten; Fotografie Jean-Marc Biner.<BR/>Der Maler stellt die Persönlichkeit ins Zentrum, indem er den Ingenieur am Tisch sitzend mit einem Zirkel in der Hand und einer ausgerollten Karte darstellt. Die Landschaft im Hintergrund zeigt den Giétrozgletscher. Dieses Bild im Bild erinnert an die kluge Intervention des Ingenieurs, der mit dem Bau eines Abflussstollens die Folgen des Gletscherabbruchs vom 16. Juni 1818 mildern konnte.<BR/>

Verbände

<b>Verbände</b><br>Maler und Gipser während eines Streiks des Schweizerischen Bau- und Holzarbeiterverbands (SBHV) in Zürich. Foto von  Emil Acklin,   1924 (Schweizerisches Sozialarchiv).<BR/><b>Verbände</b><br>Delegiertenversammlung des Schweizerischen Bauernverbands (SBV) im Berner Kursaal, November 1979 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>

Verbier

<b>Verbier</b><br>Werbeplakat für den Sessellift von Médran, die erste Seilbahn des Kurorts, gestaltet von  Martin Peikert,   1951 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Verdeil, Auguste

<b>Auguste Verdeil</b><br>Porträt aus einem der Bände seiner "Histoire du canton de Vaud", veröffentlicht in Lausanne von Martignier & Cie., 1849–1852 (Bibliothèque cantonale et universitaire Lausanne).<BR/>

Verdingung

<b>Verdingung</b><br>Karikatur aus dem "Gukkasten", die 1841 unter dem Titel "Industriezweige" erschienen ist (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Ein Bauer liefert einem Fabrikanten einige Kinder als billige Arbeitskräfte. Kinderarbeit spielte in der Frühzeit der Industrialisierung eine wichtige Rolle.<BR/>

Vereine

<b>Vereine</b><br>Kuriositätenkabinett. Radierung von  Johann Rudolf Schellenberg   nach Johann Martin Usteri, erschienen im "Neujahrsblatt der Naturforschenden Gesellschaft Zürich", 1799 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Eine Büste von Konrad Gessner, Kristalle, ausgestopfte Tiere, ein Schmetterlingsschaukasten und Bilder: Die zur Veröffentlichung für die gelehrte Zürcher Gesellschaft bestimmte Darstellung zeigt typische Gegenstände, die zu einem wissenschaftlichen Kabinett des 18. Jahrhunderts gehörten.<BR/><BR/><b>Vereine</b><br>Erinnerungsblatt zum Eidgenössischen Sängerfest in Basel im Jahr 1852, das vom Eidgenössischen Sängerverein organisiert wurde (Staatsarchiv Basel-Stadt, SMM Inv. AB. 65).<BR/>Ab 1843 fanden regelmässig Sängerfeste statt. Im damals vorherrschenden Geist des freisinnigen Radikalismus wurden Vaterland und Freiheit besungen.<BR/><BR/>

Vereinigte Staaten von Amerika

<b>Vereinigte Staaten von Amerika</b><br>Porträt von General George Washington mit einer Darstellung der Ereignisse vom 19. Oktober 1781 in Yorktown (Virginia). Radierung von  Christian von Mechel   nach einem Bild von N. Piehle, 1786 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>Die Kapitulation der britischen Truppen 1781 markierte das Ende der Kriegshandlungen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Die Verbreitung von Washingtons Porträt durch den Basler Verleger von Mechel zeugt von der starken Wirkung, welche die Ereignisse in Europa erzielten.<BR/><b>Vereinigte Staaten von Amerika</b><br>Titelseite der Jubiläumsschrift des Nordamerikanischen Schweizerbunds, veröffentlicht in New Jersey, 1916 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Zwei Gründungsmythen werden hier symbolträchtig nebeneinander gestellt. Der Rütlischwur wird umrahmt von der Freiheitsstatue in New York und der Tellskapelle am Vierwaldstättersee.<BR/><b>Vereinigte Staaten von Amerika</b><br>Genfer Gipfelkonferenz der vier Siegermächte im Jahr 1955. Foto von  Roland Schlaefli (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>Von links nach rechts: Nikolai Bulganin aus der Sowjetunion, Dwight D. Eisenhower aus den USA, Edgar Faure aus Frankreich und Anthony Eden aus Grossbritannien. Die Konferenz bot Anlass zum ersten Besuch eines amerikanischen Präsidenten in der Schweiz.<BR/>

Vereinte Nationen (UNO)

<b>Vereinte Nationen (UNO)</b><br>Plakat des Komitees Steuerzahler gegen den UNO-Beitritt, über den am 3. März 2002 abgestimmt wurde (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/><b>Vereinte Nationen (UNO)</b><br>Plakat des Komitees, das für den Uno-Beitritt der Schweiz warb, über den am 3. März 2002 an der Urne befunden wurde (Bibliothèque de Genève).<BR/>

Verena

<b>Verena</b><br>Statuette vom mittelalterlichen Hochaltar der Pfarrkirche St. Katharina in Klingnau, Anfang 16. Jahrhundert (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Heilige hält einen Krug und einen Doppelkamm, die auf die Pflege der Armen und Kranken hinweisen.<BR/>

Vergewaltigung

<b>Vergewaltigung</b><br>Vom Teufel angeregte Verbrechen, die 1583 in der Nähe von Nürnberg begangen wurden, illustriert und erzählt in der Chronik des Zürcher Chorherrn  Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 31, Fol. 126r).<BR/>Der Teufel lädt einen Landstreicher auf ein Glas in eine Wirtschaft ein (oben) und gibt ihm Geld, damit er einige Verbrechen verübt (Mitte). So soll er die Tochter eines Gerbers vergewaltigen (unten). Der Chorherr hat immer wieder derartige vermischte Meldungen, die ihm zu Ohren gekommen sind, in seine Chronik eingestreut.<BR/>

Verkehr

<b>Verkehr</b><br>Angestellte des Transportunternehmens Julius Meier in Baden vor einem ihrer Lastwagen mit Anhänger, um 1905. Aufnahme eines unbekannten Fotografen (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/><b>Verkehr</b><br>"Für Güter – die Bahn". Werbeplakat der SBB von  Kurt Wirth,   1976 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Verkehrspolitik

<b>Verkehrspolitik</b><br>"Und wenn der Gütertransitverkehr den Zug nehmen würde? Für ein europäisches Verkehrssystem von Morgen, sagen Sie am 20. Februar: Ja!" Plakat für die eidgenössische Volksabstimmung zum Schutz des Alpengebiets vor dem Transitverkehr, gestaltet von der Grafikerin  Christina Borer (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die 1989 lancierte Initiative, die sogenannte Alpeninitiative, wurde am 20. Februar 1994 von Volk und Ständen angenommen. Das Prinzip der Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene war von nun an in der Verfassung verankert.<BR/><BR/>

Verlage

<b>Verlage</b><br>Titelblatt der 1572 in Basel von Adam Petri gedruckten Ausgabe der "Cosmographia" von Sebastian Münster (Zentralbibliothek Zürich).<BR/><b>Verlage</b><br>Kleines Werbeplakat für den Zürcher Verlag von  Martial Leiter,   1982 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Verlage</b><br>Katalog der bei der Société typographique de Neuchâtel erschienenen Bücher, 1785 (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).<BR/><b>Verlage</b><br>Werbeplakat des Genfer Kunstbuchverlags Skira, 1948 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Verlage</b><br>Titelblatt eines Werks, das 1762 vom Haus Agnelli in Lugano gedruckt worden ist (Archivio di Stato del Cantone Ticino).<BR/>

Verlagssystem

<b>Verlagssystem</b><br>Hirschen- und Seilergraben mit dem neuen Stadtpalais zur Krone in Zürich. Lavierte Federzeichung von  Johann Jakob Hofmann,   1772 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Durch das Verlagssystem erwirtschafteten die Zürcher Tuchherren grossen Reichtum. In den 1760er Jahren liess das Ehepaar Hans Caspar und Anna Werdmüller-Öri durch den Architekten David Morf das Haus zur Krone erbauen (Bildmitte, späterer Name Haus zum Rechberg). Ihre Firma produzierte v.a. Mousseline. Die drei Florhöfe im Vordergrund rechts bildeten ab 1700 ein Zentrum der verlagsindustriellen Seidenproduktion. Die Rohseide wurde nicht heimindustriell aufbereitet, sondern in der Kämmelstube, einer kleinen Manufaktur in der ersten Gebäudereihe (rechts des Hühnerhauses der Krone, mit einem Dachaufbau für den Warenaufzug).<BR/>

Verlobung

<b>Verlobung</b><br>Verlobungskarte aus dem Musterbuch der Graphischen Anstalt Wassermann in Basel, gestaltet von  Werner Koch,  1922 (Historisches Museum Basel).<BR/>Die Sammlung besteht aus 146 Karten zu familiären Ereignissen wie Eheschliessung, Geburt und Tod aus der Zeit zwischen 1903 und 1964. Die Brauteltern kündigten in der Regel die Verlobung ihrer Tochter beziehungsweise ihres Sohns mit traditionellen, nicht illustrierten Karten an. Die abgebildete Karte sprach moderne Paare an, die ihre Verlobung im eigenen Namen bekannt gaben und die Feier mit der Wahl eines Sujets individuell gestalten wollten.<BR/>

Vermessung

<b>Vermessung</b><br>Das grosse Spital und das Quartier du Pont. Die Folioseiten 40 und 41 des Grundstückplans von Lausanne aus dem Jahr 1690. Feder und Tusche (Musée historique de Lausanne).<BR/>Vermutlich handelt es sich um eine Kopie der von Pierre Rebeur zwischen 1650 und 1680 gezeichneten Pläne, die dem Ratsherrn und Aufseher Sébastien de Loys gehörten. Die Dokumente geben die Namen aller Lausanner Grundstücksbesitzer, den Standort ihrer Häuser und ihres Grundbesitzes wieder, auch wenn sie nicht kartografische Genauigkeit in der Darstellung anstrebten. Der Geometer notierte zu jeder Parzelle die auf ihr lastenden Abgaben: Die Besitzer der mit A gekennzeichneten Parzellen schuldeten dem Berner Rat Abgaben, diejenigen der mit B gekennzeichneten der Stadt Lausanne und jene der mit C gekennzeichneten anderen Herren. Zu einer Zeit, als jeder ein Verzeichnis seiner Güter anlegen wollte, entwickelten sich solche Grundstückspläne zu wirksamen Instrumenten für die Erhebung von Grundzinsen.<BR/>

Vermögen

<b>Vermögen</b><br>Verteilung der Pensionen für fremde Dienste. Illustration aus der "Luzerner Chronik" von  Diebold Schilling,  1513 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Die eidgenössischen Gesandten erhalten das vom König von Frankreich bezahlte Geld und nehmen es in ihren Hüten mit.<BR/>

Vermögenssteuer

<b>Vermögenssteuer</b><br>"Die Vermögensabgabe in Form von Naturalien". Plakat von  Edouard Elzingre   für die Volksabstimmung vom 3. Dezember 1922 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die 1921 von den Sozialdemokraten eingereichte Initiative wurde bei einer ausserordentlich hohen Stimmbeteiligung von 86,3% deutlich abgelehnt.<BR/>

Versicherungen

<b>Versicherungen</b><br>Plakat für eine Versicherungsgesellschaft, 1954 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Versoix

<b>Versoix</b><br>Die Eroberung der Festung durch Genfer Truppen am 8. November 1589. Kupferstich von  Michel Bénard   aus einer Serie von sechs Tafeln, welche die Kämpfe zwischen Genf und Savoyen illustrieren, 1590 (Bibliothèque de Genève).<BR/>Die von Herzog Karl Emmanuel von Savoyen in Versoix errichtete Festung und dessen Galeeren auf dem Genfersee behinderten die Flotte der Genfer und ihrer Berner Verbündeten. Daher griffen diese zu Gegenmassnahmen. Genfer Truppen eroberten die 600 Mann starke Garnison, zerstörten die Festungsanlagen und brannten einen grossen Teil der Gebäude nieder.<BR/>

Verwaltung

<b>Verwaltung</b><br>Illustration in der "Luzerner Chronik" (1513) von   Diebold Schilling (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Der St. Galler Fürstabt Ulrich Rösch, begleitet von zwei Mönchen und zwei Fürsprechern, verhandelt vor dem Rorschacher Klosterbruch (1489) mit dem Rat der Stadt St. Gallen. Links im Hintergrund führt der Ratsschreiber das Protokoll. In St. Gallen sind Ratsprotokolle seit 1477 fast lückenlos überliefert.<BR/><b>Verwaltung</b><br>Postbote in der Leventina, zwischen Airolo und Madrano, im Jahr 1940 (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/><b>Verwaltung</b><br>Gemeinderäte an einer Sitzung in Rüderswil im März 1938. Fotografie von   Theo Frey (Fotostiftung Schweiz, Winterthur) © Fotostiftung Schweiz.<BR/>Für die Schweizerische Landesausstellung von 1939 hatte der Fotograf den Auftrag erhalten, mit Reportagen aus zwölf Gemeinden die Vielfalt der Schweiz zu dokumentieren. Das Dorf Rüderswil wurde als Beispiel einer typischen Emmentaler Landgemeinde berücksichtigt.<BR/>

Verwaltungsgebäude

<b>Verwaltungsgebäude</b><br>Die Rückkehr des Generalrats am 10. Februar 1789. Kolorierte Radierung von  Christian Gottlieb Geissler (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).<BR/>Das Genfer Rathaus (rechts im Bild) war bis zur Reformation Sitz der Stadtbehörden und ab 1535 Regierungssitz der Republik. Das ehemalige Kornhaus (links) wurde im 18. Jahrhundert in ein Zeughaus umgewandelt und beherbergt heute das Staatsarchiv.<BR/><b>Verwaltungsgebäude</b><br>Das Gasthaus zum Löwen in Aarau. Stich eines anonymen Künstlers, um 1800 (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>Das ehemalige Gasthaus, das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts von der Industriellenfamilie Rothpletz in ein stattliches Wohnhaus mit Terrasse umgebaut worden war, beherbergte 1798 während fünf Monaten das Direktorium der Helvetischen Republik. Ab 1803 war es Sitz der Aargauer Regierung. 1811–1824 wurde das Gebäude durch zwei Seitenflügel erweitert, um Platz für die kantonale Verwaltung zu schaffen.<BR/>

Vessaz, Antoine

<b>Antoine Vessaz</b><br>Porträt des radikalen Waadtländer Politikers. Öl auf Leinwand von  Félix Vallotton,  1890 (Musée historique de Lausanne, Dépôt de Gabrielle Borle).<BR/>

Vetter, Theodor

<b>Theodor Vetter</b><br>Porträt aus dem Fotostudio von  Johannes Meiner   in Zürich, um 1912 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>

Vevey (Gemeinde)

<b>Vevey (Gemeinde)</b><br>Ansicht der Stadt. Federzeichnung auf Papier aus dem Jahr 1633, zugehörig zu einer Handschrift, die 1660 von  André de Joffrey   verfasst wurde (Musée historique de Vevey; Fotografie Studio Curchod).<BR/>Die älteste bekannte Darstellung Veveys zeigt die mittelalterliche Stadt, die sich von der Veveyse (links aussen) im Westen bis zum Bottonens-Tor im Osten und von der Kirche Saint-Martin auf dem Hügel im Norden bis zum See im Süden (unten) erstreckt. Der einzige toponymische Hinweis findet sich beim grossen Platz links unten, wo das Haus "Logis de l'Aile" bezeichnet ist. Obwohl die Darstellung schematisch ist, lassen sich einzelne Gebäude erkennen, etwa der Turm Saint-Jean im Zentrum oder die Kirche und das ehemalige Kloster Sainte-Claire an der Stadtmauer im Nordosten. Das Haus La Cour au Chantre gegenüber der breiten, zum See führenden Rue du Centre war die Residenz der de Joffrey.<BR/><b>Vevey (Gemeinde)</b><br>Die Stadt und der Genfersee aus der Vogelschau. Kolorierte Lithografie von  Alfred Guesdon,   um 1862 (Musée historique de Vevey; Fotografie Studio Curchod).<BR/>Guesdon hatte in der Serie "La Suisse à vol d'oiseau" bereits 1858 eine ähnliche Darstellung veröffentlicht. Einige Jahre später verwendete er diese Ansicht nochmals, fügte jedoch die Eisenbahnlinie mit der Brücke über die Veveyse (im Vordergrund) und den Bahnhof hinzu, während er an der Stadt nichts änderte. Links über der Altstadt ist die Kirche Saint-Martin mit ihrem Friedhof zu erkennen, rechts am See liegt der Marktplatz. An ihn grenzt das im neogotischen Stil erbaute Schloss Aile, das der Architekt Philippe Franel zwischen 1840 und 1846 erbaut hat. Im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt ausserhalb der mittelalterlichen Mauern rasant.<BR/>

Viamala

<b>Viamala</b><br>"Das verlorene Loch von Thusis aus gesehen". Mit Gouache kolorierter Umrissstich von  Johann Ludwig Bleuler,   um 1823 (Rätisches Museum, Chur).<BR/>Es handelt sich um eine der ersten Ansichten der Fahrstrasse, die durch einen Tunnel namens Verlorenes Loch in Richtung Splügenpass führt.<BR/>

Vicat, Béat-Philippe

<b>Béat-Philippe Vicat</b><br>Titelseite des ersten Bands seines Werks "Traité du droit naturel [...]", das 1777 postum von der Société typographique de Lausanne und der Société littéraire et typographique d'Yverdon herausgegeben wurde (Bibliothèque cantonale et universitaire Lausanne).<BR/>

Viehhandel

<b>Viehhandel</b><br>Viehmarkt in Frauenfeld. Fotografie von  Hans Baumgartner,  1935 (Fotostiftung Schweiz, Winterthur) © Fotostiftung Schweiz.<BR/><b>Viehhandel</b><br>Jahrmarkt von Saint-Denis in Bulle. Fotografie von  Charles Morel,  um 1910 (Musée gruérien, Bulle).<BR/>

Viehseuchen

<b>Viehseuchen</b><br>Autopsie eines mit Bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE oder Rinderwahnsinn) infizierten Hirns am Institut für Virologie des Tierspitals Bern. Fotografie von   Alessandro della Valle,   April 1996  © KEYSTONE.<BR/><BR/>

Viehwirtschaft

<b>Viehwirtschaft</b><br>Ein Hirte mit seinen Schweinen, Scheibenriss um 1520 von  Hans Holbein dem Jüngeren (Kunstmuseum Basel, Kupferstichkabinett, Fotografie Martin Bühler).<BR/>Bis zum Ende des Ancien Régime hielten sich viele Familien ein oder zwei Schweine, deren Fleisch man entweder einer Metzgerei verkaufte oder selbst verzehrte. Nach Möglichkeit trieb man die Tiere zur Eichelmast in die Allmendwälder.<BR/><b>Viehwirtschaft</b><br>Das Kalenderblatt für den Monat Mai. Radierung von  Conrad Meyer,  um 1660 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Darstellung dieses arkadischen Stalls sagt nichts aus über die harten Lebensbedingungen der Bauern im 17. Jahrhundert. Die Käseproduktion beschränkte sich auf den Sommer, da im Winter viel weniger Milch produziert wurde.<BR/><b>Viehwirtschaft</b><br>Viehmarkt in Erlenbach im Niedersimmental, um 1910 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Wehrli).<BR/>

Villard, Arthur

<b>Arthur Villard</b><br>Kurz nach dem Ausbruch des Konflikts zwischen Pakistan und Indien um Ostpakistan hält der Nationalrat aus Biel am 11. Dezember 1971 an einer pazifistischen Kundgebung eine Rede  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Villars

<b>Villars</b><br>Werbeplakat von  Emil Cardinaux,   1905 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Schalkhaft verändert der Grafiker die griechische Fabel von Äsop, derer sich Jean de La Fontaine in "Der Rabe und der Fuchs" bedient hatte.<BR/>

Villeneuve (VD)

<b>Villeneuve (VD)</b><br>Die Gegend von Roche, Ausschnitt aus einer Karte von  Cäsar Steiger,   Anfang des 18. Jahrhunderts (Burgerbibliothek Bern, GR.D.32).<BR/>Mit wenigen Strichen ist der östlichste Teil des Genfersees dargestellt. Die sumpfige Rhoneebene liegt zwischen den Orten Noville und Rennaz und dem Fluss Eau-Froide, der in Villeneuve in den Genfersee mündet. Die zahlreichen Schiffe verweisen auf die Bedeutung des Hafens im Ancien Régime.<BR/>

Villiger, Gertrud

<b>Gertrud Villiger-Keller</b><br>Porträt, aufgenommen vom Lenzburger Fotografen  Johann Schnurrenberger,  aus dem Album "Portraits von gemeinnützig tätigen Schweizerfrauen", das 1928 für die Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit Saffa zusammengestellt wurde (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Villiger, Kaspar

<b>Kaspar Villiger</b><br>Der Bundespräsident an der 57. UNO-Generalversammlung in New York vom 10. September 2002  © KEYSTONE.<BR/>In der eidgenössischen Abstimmung vom 3. März 2002 hatten die Stimmberechtigten dem Beitritt der Schweiz zu den Vereinten Nationen zugestimmt. Die UNO-Generalversammlung nahm das von Kaspar Villiger vorgetragene Schweizer Beitrittsgesuch am 10. September an, worauf sich der Bundespräsident bei den Mitgliedsstaaten bedankte. Hinter Villiger sitzen UNO-Generalsekretär Kofi Annan (links), der Tscheche Jan Kavan (Mitte), der die Generalversammlung damals präsidierte, und dessen Amtsvorgänger, der Koreaner Han Seung-soo (rechts).<BR/>

Villmergerkrieg, Zweiter

<b>Zweiter Villmergerkrieg</b><br>Flucht der Innerschweizer bei Villmergen am 25. Juli 1712. Öl auf Leinwand des Monogrammisten J.S., wohl  Johann Franz Strickler,   kurz nach 1712 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Im Gemälde aus der Innerschweiz ist ein gegen Luzern gerichteter Reflex erkennbar: Überstürzt ergreifen die Luzerner Truppen die Flucht, nachdem die Berner von rechts vorstossend eine Geschützstellung überrannt haben. Der Maler macht Brigadier Ludwig Christoph Pfyffer von Wyher für die Niederlage verantwortlich, indem er ihn unvorteilhaft als fliehenden Reiter darstellt.<BR/>

Vinet, Alexandre

<b>Alexandre Vinet</b><br>Postumes Porträt des reformierten Theologen.  Emailmalerei von Charles-Louis Glardon,  1884 (Musée historique de Lausanne).<BR/><BR/>

Viret, Pierre

<b>Pierre Viret</b><br>Titelseite seines in Genf veröffentlichten Werks "Dialogues du désordre qui est à présent au monde, et des causes d'iceluy [...]", 1545 (Bibliothèque cantonale et universitaire Lausanne).<BR/>Der Reformator lässt in dem Dialog vier Teilnehmer diskutieren im Sinn der "vertrauten Gespräche" des Eramus von Rotterdam, dem er nahestand. Die abgebildete Seite trägt die Druckermarke (ein von Flammen umgebenes Schwert) und den Leitspruch von Jean Girard, dem wichtigsten Drucker von Genf. Das Buch wurde 1547 von der Sorbonne zensuriert und 1559 wie alle anderen Bücher Virets auf den "Index romanus", das Verzeichnis verbotener Bücher, gesetzt.<BR/>

Vischer, Elisabeth

<b>Elisabeth Vischer-Alioth</b><br>Porträtfotografie anlässlich ihres 70. Geburtstags von  Hans Bertolf,  1962 (Staatsarchiv Basel-Stadt, BSL 1013 2-1919 1).<BR/>

Vivarelli, Carlo

<b>Carlo Vivarelli</b><br>Plakat einer Ausstellung im Kongresshaus Zürich über die Zukunft der Schweizer Strassen, gestaltet im Auftrag von General Motors, 1956 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Vock, Alois

<b>Alois Vock</b><br>Frontispiz und Titelblatt seiner Monografie über den Bauernkrieg, erschienen bei Johann Jakob Christen in Aarau, zweite Auflage 1831 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Das Porträt zeigt den Entlebucher Bauernführer Hans Emmenegger, der 1653 hingerichtet worden ist.<BR/>

Vogel, David

<b>David Vogel</b><br>Dachgeschoss mit dem Schnürboden des Teatro Argentina in Rom. Architekturzeichnung, um 1764 (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Familienarchiv Escher vom Glas, Ms. 188.6, Fol. 45r).<BR/>Von David Vogels Romreise 1763–1765 ist ein Bestand von 100 meist eigenhändig gefertigten Zeichenblättern erhalten. Die Mehrzahl zeigt Steinbauten, Skulpturen und Reliefs. Die Studien über die Zimmermannsarbeiten in der damals wichtigsten Opernbühne Roms sind eines der wenigen Beispiele für Vogels Interesse an Holzarchitektur.<BR/>

Vögele, Charles

<b>Charles Vögele</b><br>Plakat einer Ausstellung im Vögele Kultur Zentrum in Pfäffikon (SZ), 2011–12 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Vögelin, Friedrich Salomon

<b>Friedrich Salomon Vögelin</b><br>Nachruf in Versform mit Porträt und Zeichnung von  Johann Friedrich Boscovits,   erschienen im "Nebelspalter" vom 20. Oktober 1888 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Die satirische Zeitschrift würdigte nur wenige hochgeachtete Zeitgenossen mit einem Nekrolog. Zwischen dem aufgeschlagenen Lebensbuch und der Ämtertafel (Kantons-, Erziehungs- und Nationalrat) verweisen der Zettel und die Bücher auf Vögelins wichtigstes Anliegen, die "Verbesserung socialer Verhältnisse" sowie auf seine pionierhafte, 1878–1890 erschienene Kunsttopografie "Das Alte Zürich".<BR/>

Vogt, Gustav

<b>Gustav Vogt</b><br>Fotografie von  Moritz Emil Vollenweider,  um 1880 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Vogteien

<b>Vogteien</b><br>Der Landvogt Hans Franz Hagenbach flieht im Jahr 1798 aus der brennenden Farnsburg. Karikatur von  Franz Feyerabend (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Vogteisitze waren beliebte Zielscheiben in der helvetischen Revolution von 1798. Der vom Künstler auf den Berg gepflanzte überdimensionierte Freiheitsbaum steht als Symbol für das Ende der Privilegien des Ancien Régime.<BR/>

Völkerbund

<b>Völkerbund</b><br>Plakat zur Abstimmung über den Bundesbeschluss betreffend den Beitritt der Schweiz zum Völkerbund vom 16. Mai 1920, von  Emil Cardinaux (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Völkerrecht

<b>Völkerrecht</b><br>Frontispiz des vom Neuenburger Emer de Vattel verfassten und 1758 in London erschienenen Werks, welches das Völkerrecht mitbegründete (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).<BR/><b>Völkerrecht</b><br>Der Jurist Alphonse Rivier, Fotografie, um 1865 (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Volkshäuser

<b>Volkshäuser</b><br>Werbung im "Almanach socialiste" von 1936, S. 85 (Bibliothèque cantonale et universitaire Lausanne).<BR/>Das Volkshaus sollte den Arbeitern und ihren Familien Bildung und Unterhaltung in einer kameradschaftlichen Atmosphäre ermöglichen.<BR/>

Volkshochschule

<b>Volkshochschule</b><br>Werbung für Kurse. Plakat der Volkshochschule Basel, 1920 (Staatsarchiv Basel-Stadt, Universitätsarchiv AA 18.1).<BR/>Die Volkshochschule Basel war der Universität angegliedert. Die Vorlesungen und Übungsseminare hielten in der Regel Universitätsdozenten.<BR/>

Volkskunst

<b>Volkskunst</b><br>Gemaltes, hölzernes Ladenschild von Felix Künzle, Toggenburg, um 1820 (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-16997).<BR/>Die häufig von anonymen Künstlern geschaffenen Schilder, ob aus Schmiedeeisen für Gasthäuser oder aus Holz für Geschäfte, sind Zeugnisse einer vielseitigen Volkskunst.<BR/>

Volkslied

<b>Volkslied</b><br>Vierte Auflage der Liedersammlung von Johann Rudolf Wyss mit Zierbildchen von Gabriel Lory (Père) und Franz Niklaus König, 1826 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Volksmedizin

<b>Volksmedizin</b><br>Michel Schüppach in seiner Teufelsküche, anonyme aquarellierte Zeichnung, um 1780 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Der Wunderdoktor von Langnau im Emmental sitzt in einem Kreis mit den Symbolen der sieben Metalle, die den ersten sieben Planeten entsprechen. Umgeben ist er von Eule, Kröte und Fledermaus, die als teuflische Tiere galten. Vorne rechts rührt ein Teufelchen mit einem Stössel in einem Apothekermörser. Vermutlich aufgrund seiner vertieften Kenntnisse der Heilpflanzen und der Alchemie wurden Schüppach magische Kräfte zugeschrieben. Sein Ruf reichte weit über die Landesgrenzen hinaus. Daher empfing er in seinem Kurbetrieb auf dem Dorfberg so illustre Gäste wie Johann Wolfgang von Goethe und Johann Kaspar Lavater.<BR/><BR/>

Volksmusik

<b>Volksmusik</b><br>Tanz während der Fasnacht von Schwyz zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Aus der "Luzerner Chronik" von   Diebold Schilling,  1513, Fol. 259r (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Die Tänzer umkreisen ein Podest, auf dem zwei Musiker stehen. Der eine spielt auf einer Schalmei, einer Vorläuferin der Oboe, der andere auf einem Hackbrett.<BR/><BR/><b>Volksmusik</b><br>Eine Ländlerkapelle mit Schwyzerörgeli und Klarinette am Markt von Chaindon in Reconvilier, 31. August 1952 (Ringier Bildarchiv, RBA1-17060; Fotografie Schocher) © Staatsarchiv Aargau / Ringier Bildarchiv.<BR/><BR/>

Volksrecht

<b>Volksrecht</b><br>Zeitungskopf der ersten Ausgabe vom 1. April 1898 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Volkszählungen

<b>Volkszählungen</b><br>Aufkleber des Kommunistischen Jugendverbands Schweiz, der zum Boykott der Volkszählung 1990 aufrief (Schweizerisches Sozialarchiv, F Ob-0001-008).<BR/>Nach dem Fichenskandal im selben Jahr sabotierten verschiedene Einzelpersonen und Gruppierungen aus Protest gegen die überbordende Überwachung durch die Bundespolizei die Volkszählung von 1990.<BR/>

Voltaire

<b>Voltaire</b><br>Der Philosoph an einem Spieltisch. Pastell,  Jean Huber  zugeschrieben, um 1770 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Voltaire (in der Mitte) hört dem deklamierenden Paul Moutou (rechts stehend) zu, der früher Pfarrer war. Links am Tisch sitzt sein Nachbar Abraham Gallatin, der Genfer Postdirektor, der im Dorf Pregny lebte, ganz in der Nähe von Voltaires Wohnsitz Schloss Ferney. Die beiden Männer spielen Schach, eines von Voltaires bevorzugtesten Spielen.<BR/>

Von Roll

<b>Von Roll</b><br>Plakat für einen Hydranten, 1988 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Von Roll hydro in Oensingen ist der wichtigste Schweizer Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für die Wasser- und Gasversorgung. Die Hydranten vom Typ 5000 dienen unter anderem der Brandbekämpfung in Städten und Industriezonen.<BR/>

Vorarlberg

<b>Vorarlberg</b><br>Einladung zu einer Diskussionsveranstaltung. Unter Verwendung des von Emil Baumann gestalteten Briefkopfs der Vereinigung Pro Vorarlberg gedruckt bei Lips in Bern, 1919 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Nach der Volksabstimmung im Vorarlberg vom Mai 1919, bei der sich eine Mehrheit für einen Anschluss an die Schweiz aussprach, kam es in der Schweiz zu Diskussionen. Aus diesem Anlass lud das Berner Komitee zum Studium der Vorarlbergfrage in den Grossratssaal ein. Obwohl in der Tageszeitung "Der Bund" vom 30. September 1919 als kontradiktorische Veranstaltung angekündigt, hielt mit Gonzague de Reynold ein vehementer Befürworter das Hauptreferat.<BR/>

Vormundschaft

<b>Vormundschaft</b><br>Reportage in der "Schweizer Illustrierten Zeitung" vom 9. Januar 1946 mit Fotografien von   Paul Senn (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Amtsvormunde sind von den Gemeindebehörden eingesetzte Personen, die hauptberuflich eine grössere Anzahl von Mündeln betreuen. Mit seinen Aufnahmen gelang es dem Fotografen, die bis ins 20. Jahrhundert verbreitete paternalistische Haltung im vormundschaftlichen Erziehungswesen zu dokumentieren.<BR/><BR/>

Vorort

<b>Vorort</b><br>Feierliche Eröffnung der eidgenössischen Tagsatzung in Zürich am ersten Juni 1807. Aquatinta von  Franz Hegi (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Zeremonie fand im Grossmünster statt unter der Leitung des Landammanns der Schweiz, des Zürcher Bürgermeisters Hans von Reinhard.<BR/>

Vorratshaltung

<b>Vorratshaltung</b><br>Dieses Plakat, das die Bevölkerung zur Vorratshaltung auffordert, wurde 1934 von  Jäggi & Wüthrich  gestaltet und bei Paul Attinger in Neuenburg gedruckt (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Vor der Verbreitung des Kühlschranks liess sich Butter u.a. mittels Einschmelzen konservieren. Die von einer Salzlake bedeckte Butter wurde dabei in Steinguttöpfen, sogenannten Ankehäfelis, eingelagert.<BR/>

Vorstädte

<b>Vorstädte</b><br>Übersichtsplan der Genfer Altstadt mit ihren Vorstädten um 1477, Rekonstruktionsversuch von  Louis Blondel,  1919 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>1534 wurde der gesamte Häuserbestand, der sich ausserhalb der Stadtbefestigung entlang der Ausfallstrassen gebildet hatte (im Plan rot eingezeichnet), niedergerissen. Damit sollte den savoyischen Truppen im Fall eines Angriffs auf die Stadt jede Deckungsmöglichkeit genommen werden. Dank der Auswertung der Urbare gelang es dem Genfer Archäologen Louis Blondel, sowohl den Umfang als auch die Bevölkerungszahl der Genfer Vorstädte im 15. Jahrhundert zu ermitteln.<BR/><BR/>

Vufflens-le-Château

<b>Vufflens-le-Château</b><br>Ansicht des Schlosses und seiner Umgebung von Süden. Aquarell mit Federkonturen von  Albrecht Kauw,   nach einer Zeichnung von  Johannes Dünz,  um 1676 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Henri de Colombier, der engste Vertraute von Amadeus VIII. von Savoyen, dem künftigen Papst Felix V., liess das stattliche, von Weingärten und Feldern umgebene Schloss in den Jahren 1420–1430 errichten. Der savoyische Hof beeinflusste mit seiner Vorliebe für Backsteinarchitektur nach piemontesischem Vorbild die Zivil- und Militärbauten im Waadtland.<BR/><BR/>

Vuilleumier, Henri

<b>Henri Vuilleumier</b><br>Buchdeckel des vierten Bandes seiner "Histoire de l'Eglise réformée du Pays de Vaud sous le régime bernois", die postum 1927–1933 in Lausanne beim Verlag La Concorde erschienen ist (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

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