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10/2017
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Tabak

<b>Tabak</b><br>Frauen und Kinder erlesen in einem Walliser Unternehmen im Rhonetal Tabakblätter, 1941 (Foto Presse-Diffusion) © Schweizerisches Nationalmuseum/AcSL.<BR/>

Tages-Anzeiger

<b>Tages-Anzeiger</b><br>Werbeplakat für die Zeitung, gestaltet von  Hans Neuburg,   1963 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Tagsatzung

<b>Tagsatzung</b><br>Feuerwerk an der eidgenössischen Tagsatzung vom 22. Juni 1813 in Zürich. Aquatinta eines unbekannten Künstlers (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-41452).<BR/>Die Tagsatzungen war Anlass zu öffentlichen Feiern mit Feuerwerken und Umzügen. Um ihnen mehr Glanz zu verleihen, legte man ihre Eröffnung in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts oft mit Volksfesten oder Kunst- und Industrieausstellungen zusammen.<BR/><b>Tagsatzung</b><br>Eine der letzten Sitzungen der eidgenössischen Tagsatzung 1847 unter dem Vorsitz von Ulrich Ochsenbein. Holzschnitt von  Kretzschmer (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung).<BR/>

Tanner, Alain

<b>Alain Tanner</b><br>Werbeplakat für seinen Film "Der Salamander" (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Mit der französischen Schauspielerin Bulle Ogier in der Hauptrolle und dem Schweizer Darsteller Jean-Luc Bideau in einer weiteren Rolle war dieser Film in den 1970er Jahren einer der grössten Erfolge des Schweizer Filmschaffens im Ausland.<BR/>

Tanz

<b>Tanz</b><br>Das Berner Kriegsvolk tanzt am Stefanstag 1349, bevor es mit seinen Verbündeten die Burgen Laubegg und Mannenberg stürmt. Illustration aus der "Amtlichen Berner Chronik" von Diebold Schilling, 1483 (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.1, S. 159).<BR/>

Taufe

<b>Taufe</b><br>Taufe im bernischen Oberhasli. Kolorierte Aquatinta von  Franz Niklaus König,  1805 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Mit dem Ritual der Taufe wurde das Neugeborene nicht nur in die christliche Gemeinschaft aufgenommen, sondern auch Teil der Gesellschaft; erst mit dem Tod sollte diese Bindung enden. Der Stich Königs, sowohl Genre- als auch Trachtenbild, zeigt den Aufbruch der Familie zur Kirche.<BR/>

Täufer

<b>Täufer</b><br>"Heinrich Sumer und Jacob Mandel, zu Baden ertränkt Anno 1582". Radierung aus dem Werk von Thieleman Janszoon van Braght "Der Blutige Schau-Platz [...] der Taufs-Gesinnten [...]", 1780 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Technischer Fortschritt

<b>Technischer Fortschritt</b><br>Präsentation des Versuchsmodells von Solar Impulse im Jahr 2006, eines mit Sonnenenergie betriebenen Flugzeugs  © KEYSTONE.<BR/>Bertrand Piccard (links), Initiant und Präsident des Projekts Solar Impulse, das 2003 mit Unterstützung der Ecole polytechnique fédérale de Lausanne lanciert worden war, zeigt Nick Hayek (Mitte), damals Leiter der Firma Omega und Hauptsponsor des Projekts, sowie André Borschberg (rechts), Ingenieur, Pilot und CEO des Projekts, das Modell.<BR/><b>Technischer Fortschritt</b><br>Plakat der Gegner der Volksinitiative "für Lebensmittel aus gentechnikfreier Landwirtschaft" vom 27.11.2005 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Einreichung dieser Volksinitiative im Jahr 2003 löste eine breit geführte Debatte aus. Damit erklärt sich der ausserordentliche Erfolg des in der gleichen Zeit gezeigten Dokumentarfilms "Mais im Bundeshuus" (2003) von Jean-Stéphane Bron über die Diskussion in der Kommission, welche am Vorentwurf der neuen Gen-Lex gearbeitet hatte. Das fünfjährige Gentech-Moratorium wurde von den Stimmberechtigten im Dezember 2005 mit 55,7% angenommen und 2010 vom Parlament bis 2013 verlängert.<BR/>

Telefon

<b>Telefon</b><br>Nutzer eines Mobiltelefons vom Typ Natel C im Jahr 1987  © KEYSTONE.<BR/>Mit diesem Pressebild kündigten die PTT die Inbetriebnahme einer ersten Etappe des Natel-C-Netzes in der Region Zürich an.<BR/><BR/>

Tell, Wilhelm

<b>Wilhelm Tell</b><br>Tells Apfelschuss auf einem Holzrelief (Lindenholz, polychrom) aus einer Luzerner Werkstatt,  Hans Küng   zugeschrieben (Schweizerisches Nationalmuseum, Depositum der Gottfried Keller-Stiftung).<BR/>Der Künstler orientierte sich am Holzschnitt, der 1507 in der Chronik von Petermann Etterlin erschienen war. Seine Darstellung zeigt den Schlüsselmoment, in dem Wilhelm Tell vom Landvogt Gessler aufgefordert wird, einen Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schiessen. Im Hintergrund stellt der Künstler simultan dar, was in der Legendenerzählung aufeinander folgt, nämlich das Schiff, von dem aus sich Tell mit einem Sprung in die Freiheit rettet, die kleine Kapelle, die an seinen Sprung auf die Tellsplatte erinnert und die Gesslerburg, wo man ihn eingekerkert hätte.<BR/><b>Wilhelm Tell</b><br>Zwei als Helden verkleidete Teilnehmer des Umzugs zur 2000–Jahr–Feier Genfs posieren auf der Mont–Blanc–Brücke. Aufnahme eines unbekannten Fotografen, Juli 1942 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Terrorismus

<b>Terrorismus</b><br>Präsentation des Waffenfunds an der Bändlistrasse durch die Kantonspolizei Zürich, 1972  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Durch Zufall entdeckte die Polizei 1972 an der Bändlistrasse in Zürich-Altstetten ein Waffenlager und ein Labor zur Herstellung von Sprengstoff. Die Ermittlungen ergaben, dass eine Gruppe von rund 35 Personen Vorbereitungen zu terroristischen Handlungen getroffen hatte. Zudem unterhielt die sogenannte Gruppe Bändlistrasse Verbindungen zu Kontaktleuten der Roten Armee Fraktion (RAF) in Deutschland.<BR/>

Tessin (Fluss)

<b>Tessin (Fluss)</b><br>Physische und geografische Karte des Kantons Tessin. Zeichnung von  Heinrich Keller  nach Angaben des Benediktinerpaters  Paolo Ghiringhelli,  Stich von  Samuel Johann Jakob Scheuermann  für den "Helvetischen Almanach" auf das Jahr 1812 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Diese Karte befand sich im Anhang von Ghiringhellis Buch "Topographisch-statistische Darstellung des Cantons Tessin". Das Einzugsgebiet des Tessins umfasst den grössten Teil des Kantons.<BR/>

Tessin (Kanton)

<b>Tessin (Kanton)</b><br>Silberdicken, aus der Münzstätte von Bellinzona, geprägt von Münzmeister  Bernardino Morosini (Bernisches Historisches Museum) © Foto Nadja Frey.<BR/>Die Vorderseite zeigt die Wappen von Uri und Nidwalden, darüber den Reichsadler. <BR/><b>Tessin (Kanton)</b><br>Silberdicken, aus der Münzstätte von Bellinzona, geprägt von Münzmeister   Bernardino Morosini  (Bernisches Historisches Museum) © Foto Nadja Frey.<BR/>Auf der Rückseite ist der heilige Martin dargestellt, der Landespatron von Schwyz. Die Darstellungsweise und das sowohl in Bellinzona wie von den Visconti-Sforza verwendete Wappentier der Schlange verweisen darauf, dass dieser Dicken eine Nachbildung von Münzen aus Mailand ist. Indem die drei Urkantone kurz nach dem Frieden von Arona 1503 in ihrer Vogtei südlich der Alpen eine Münzstätte eröffneten, erhoben sie ihren Herrschaftsanspruch über das gesamte Gebiet und unterstützten gleichzeitig den Handel der Kaufleute aus der Leventina im Herzogtum Mailand. 1529 wurde die Münzstätte geschlossen.<BR/><b>Tessin (Kanton)</b><br>Der Tessiner Grossratssaal im ehemaligen Ursulinenkloster in Bellinzona. Fotografie vom Januar 2005, kurz nach der Renovation  © KEYSTONE / Karl Mathis.<BR/><b>Tessin (Kanton)</b><br>Katechismus für das Bistum Como, zugelassen von den kirchlichen Behörden und dem Tessiner Erziehungsrat, 1893 gedruckt in Bellinzona (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Dieser Leitfaden für die religiöse Erziehung wurde von 1876 bis in die Jahre vor dem 1. Weltkrieg unter derselben Federführung immer wieder neu gedruckt. Daran änderten auch die administrativen und territorialen Neuerungen in der kirchlichen Organisation des Tessins nichts, das ab 1888 bis zur Gründung des Bistums Lugano 1971 eine apostolische Administration des Bischofs von Basel und Lugano bildete.<BR/><b>Tessin (Kanton)</b><br>Plakat von  Orio Galli  für den Tessiner Verkehrsverein, 1984 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die gemeinsame Darstellung von spätgotischen Fresken aus der Kirche St. Stefan in Miglieglia und der 1981–82 von Mario Botta errichteten Casa Rotonda in Stabio verweist auf die jahrhundertelange Kontinuität des künstlerischen Schaffens im Tessin.<BR/><b>Tessin (Kanton)</b><br>Volksinitiative für die staatliche Finanzierung von Privatschulen. Plakat der Gegnerschaft der Initiative, über die am 18. Februar 2001 abgestimmt wurde (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Thalmann, Hanny

<b>Hanny Thalmann</b><br>Fotoporträt, um 1965 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Theater

<b>Theater</b><br>Plakat für das Stück "Les Voisins" von Michel Vinaver, 1989 gestaltet von  Erika Stump,   produziert von der Druckerei Marsens in Lausanne (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Das Théâtre Populaire Romand (TPR) war für die Schweizer Theatergeschichte bedeutungsvoll. Seinen Standort hatte das 1961–2001 von Charles Joris geleitete Haus ab 1968 in La Chaux-de-Fonds. Das TPR spielte in allen Kantonen der Westschweiz und 1968–2011 auch im Tessin. In aller Regel wurde ein einstudiertes Stück rund 60-mal aufgeführt. Das Plakat bestand deshalb aus einem fixen und einem variablen Bildteil, auf dem die Aufführungsdaten und -orte angegeben wurden.<BR/>

Theologie

<b>Theologie</b><br>Titelseite der Abhandlung von  Jean-Frédéric Ostervald,  1700 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Im "Traité des sources de la corruption" des Neuenburger Pfarrers wird die reformierte Orthodoxie kritisiert, weil deren Theologie zu abstrakt sei und moralische Fragen zu wenig berücksichtige.<BR/>

Thomi + Franck

<b>Thomi + Franck</b><br>Werbeplakat für den Helvetia-Senf, gestaltet von  Herbert Leupin,   1944 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Thorberg

<b>Thorberg</b><br>Ansicht der ehemaligen Kartause von Nordwesten, die als Sitz des Landvogts von Thorberg diente. Aquarell von  Albrecht Kauw,   1666 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>

Thun (Gemeinde)

<b>Thun (Gemeinde)</b><br>Ansicht der Stadt vom Belvedere auf dem Jakobshübeli aus. Kolorierte Lithografie von   Eugène Cicéri,  nach einer Fotografie von  Friedrich von Martens , veröffentlicht in der grafischen Sammlung "La Suisse, la Savoie et le Tyrol", 1864 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Im Vordergrund rechts befindet sich das aufstrebende Tourismusviertel Bellevue mit seinen Pensionen und Bäderhotels. Das Quartier Bälliz links in der Bildmitte, ist als Stadterweiterung schon im Mittelalter geplant worden. Im Nordosten wird das Viertel vom Hauptstrom der Aare umflossen und im Südwesten von einem Kanal begrenzt, der im beginnenden 18. Jahrhundert im alten Festungsgraben angelegt worden ist. Damit sollten die saisonalen Hochwasser mit ihren verheerenden Folgen bekämpft werden.<BR/>

Thurgau

<b>Thurgau</b><br>Zweiteiliges Glasgemälde der Landvogtei mit dem Reichswappen und den Wappen der sieben regierenden Orte aus der Stadtkirche Frauenfeld, 1517 (Schweizerisches Nationalmuseum) © Gottfried Keller-Stiftung.<BR/>Der eidgenössische Landvogt im Thurgau war ab 1499 in Frauenfeld residenzpflichtig. Die Inschrift auf der Wappenscheibe lautet "Die gemein landvogty [Thurgau] zuo Frouwenfeld". Als religiöses Motiv wurde die Krönung Marias zur Himmelskönigin ausgewählt.<BR/><b>Thurgau</b><br>Zweiteiliges Glasgemälde der Landvogtei mit dem Reichswappen und den Wappen der sieben regierenden Orte aus der Stadtkirche Frauenfeld, 1517 (Schweizerisches Nationalmuseum) © Gottfried Keller-Stiftung.<BR/>Der eidgenössische Landvogt im Thurgau war ab 1499 in Frauenfeld residenzpflichtig. Die Inschrift auf der Wappenscheibe lautet "Die gemein landvogty [Thurgau] zuo Frouwenfeld". Als religiöses Motiv wurde Christus am Kreuz mit Maria und Johannes ausgewählt.<BR/>

Tillier, Johann Anton von

<b>Johann Anton von Tillier</b><br>Porträt (Ausschnitt) aus einer Lithografie, welche die Mitglieder des Nationalrats der Jahre 1849–1850 zeigt (Bernisches Historisches Museum).<BR/><BR/>

Tinguely, Jean

<b>Jean Tinguely</b><br>Der Künstler im Gespräch mit seiner Frau Niki de Saint Phalle während einer Vernissage in der Galerie Bischofberger in Zürich, September 1979  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Titel

<b>Titel</b><br>Eine Seite mit Modelltitulaturen und Abkürzungen, die in der Stadt Bern um 1789 benutzt wurden, aus dem Werk "Vorschrift zum Nuzen der Bernerischen Jugend verfertiget durch Johann Jakob Roschi, Schreibmeister an der Kunstschule in Bern" (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das Lehrbuch richtete sich an Schüler ab dem achten Altersjahr und sollte diese in das formal und inhaltlich korrekte Briefeschreiben einführen. Dazu gehörte auch die richtige Verwendung von Titulaturen.<BR/>

Tobler, Robert

<b>Robert Tobler</b><br>Der Aktivist an einer Kundgebung der Frontisten in den 1930er Jahren (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Tod

<b>Tod</b><br>Allianzscheibe von Johann Anton Truttmann und Maria Elisabeth von Rechberg, dem Zuger Glasmaler  Franz Joseph Müller   zugeschrieben, 1701 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Im unteren Teil der Scheibe, die aus dem Beinhaus einer Kapelle in Unterschächen stammt, befinden sich die Familienwappen der beiden Ehepartner, verbunden durch den Text, der an ihre Ehe erinnert. Der obere Teil der Scheibe zeigt eine beschwörende Darstellung des Todes: Dieser fällt einen aus den Lenden des Mannes gewachsenen Lebensbaum, während ein von Skeletten gesteuertes Lebensschiff mit der Frau an Bord Schiffbruch erleidet. Die Darstellung ist eine Zusammenfassung des aus dem Neuen Testament stammenden Satzes "Leben ist Sterben" (unter der Bildmitte).<BR/><b>Tod</b><br>Grabmal von Maria Magdalena Langhans. Kopie aus Biskuitporzellan von   Valentin Sonnenschein,  um 1800, angefertigt in der Porzellanfabrik Nyon nach einem Grabstein von Johann August Nahl für die Kirche in Hindelbank  (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Johann August Nahl wohnte 1751 bei der Pfarrfamilie Langhans, um in der Kirche von Hindelbank ein Epitaph für den Vater von Albrecht Friedrich von Erlach anzufertigen. Während seines Aufenthalts starben die Pfarrersfrau und das Kind bei der Niederkunft am Ostersonntag 1751. Nahl schuf dieses Werk, in dem sich die Traurigkeit des Todes mit der Hoffnung auf die Auferstehung verbanden. Das Grabmal in der kleinen Kirche von Hindelbank wurde bald zu einer touristischen Attraktion, die in Gedichten (Albert von Haller) und Reiseberichten (Johann Wolfgang von Goethe) beschrieben wurde. Zahlreiche Kopien und Reproduktionen zeugen von seiner Bekanntheit.<BR/>

Toggenburg, Friedrich VII. von

<b>Friedrich VII. von Toggenburg</b><br>Der letzte Toggenburger Graf auf seinem Sterbebett in Feldkirch. Illustration aus der "Amtlichen Berner Chronik" (1483) des   Diebold Schilling (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.2, S. 10).<BR/>Die knapp 50 Jahre nach dem Tod des Grafen entstandene Miniatur übernimmt die Form einer Ars-Moriendi-Darstellung und widerspiegelt damit das christliche Ideal des Sterbens. Die an Friedrichs Bett versammelten Geistlichen bitten Gott um die Aufnahme der Seele <I>(commendatio animae)</I>. Sie werden von drei Waldbrüdern mit Rauchfass, Sterbekerze, Kreuz und einem Psalter assistiert. Im Türbogen steht die Ehefrau mit einer Gebärde, die ihre Trauer ausdrückt. Die Frau trägt bereits den weissen Witwenschleier.<BR/>

Toggenburg, von (SG)

<b>Von Toggenburg (SG)</b><br>Totenschild mit dem Wappen der Grafen von Toggenburg. Aus der Klosterkirche Rüti, um 1485 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Das Wappentier der Grafen, eine Dogge, trägt als Zeichen seiner Domestizierung ein Stachelhalsband. So unterschied es sich von wild lebenden Hunden, die das Böse symbolisierten. Im Alten Zürichkrieg schändeten die Eidgenossen die Grablegen der Toggenburger und weiterer Ostschweizer Adligen im Kloster Rüti. Der Schild entstand bei der Instandstellung der Grabmonumente.<BR/><BR/>

Torche, Paul

<b>Paul Torche</b><br>Fotoporträt, 1969  © KEYSTONE.<BR/>

Torriani, Vico

<b>Vico Torriani</b><br>Porträt des Unterhaltungskünstlers im Licht der Studioscheinwerfer, 1950er Jahre  © KEYSTONE/KPA.<BR/>

Tourismus

<b>Tourismus</b><br>Werbeplakat für das Kurhotel Terrasse in Engelberg, gestaltet von  Eduard Stiefel,   1907 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Das 1903–04 auf Initiative des Schwyzer Politikers und Bankiers Alois Gottfried Fassbind im Jugendstil errichtete Hotel war eines von zahlreichen zwischen Ende des 19. Jahrhunderts und dem Ersten Weltkrieg entstandenen Luxushotels. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts heisst es Hotel Terrace. Unten rechts ist der Fahrplan der 1905 eröffneten Drahtseilbahn abgedruckt, welche das Dorf Engelberg mit dem Hotel verbindet.<BR/>

Trachselwald (Herrschaft, Amtsbezirk)

<b>Trachselwald (Herrschaft, Amtsbezirk)</b><br>Ansicht der Kirche und des Schlosses von Westen. Aquarell von  Albrecht Kauw,   1670 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>1408–1798 diente das Schloss dem Landvogt als Residenz. Die Kirche wird vor der wenige Jahre später erfolgten Barockisierung dargestellt.<BR/>

Transportgewerbe

<b>Transportgewerbe</b><br>Plakat des international tätigen Basler Transportunternehmens Meyer & Gloor, 1903 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Transportgewerbe</b><br>Plakat des Unternehmens Welti-Furrer, gestaltet von  André Welti,   um 1917 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Treueeid

<b>Treueeid</b><br>Das Oberhasli leistet Bern im Jahr 1334 den Treueeid. Illustration aus der "Spiezer Chronik" von  Diebold Schilling,   1485 (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 198).<BR/>Die Illustration gehört zu einem Bericht über die Ereignisse in den Jahren zwischen 1332 und 1334, als das Haslital an die Stadt Bern gelangte. Nach der Chronik von Diebold Schilling gerieten die Haslitaler durch Verpfändung unter die Herrschaft der Freiherren von Weissenburg. Aber sie konnten sich nicht selbst befreien, weil sie von den verbündeten Unterwaldnern im Stich gelassen worden waren. Erst den Bernern gelang die Vertreibung der Weissenburger Vögte. Zum Dank dafür begaben sich die Haslitaler – so der Chronist – unter den Schutz der Stadt Bern.<BR/>

Trient, Konzil von

<b>Konzil von Trient</b><br>Schematische Darstellung der dritten Tagungsperiode von 1562–63. Kopie eines 1769 gemalten Bildes aus dem Kapuzinerkloster Stans, das seinerseits die Kopie eines Gemäldes war, das sich im Haus von Melchior Lussi befunden hatte (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>In der Mitte des Kreises am Fuss des Kruzifixes haben der Graf de Luna, spanischer Gesandter, und Bischof Angelo Massarelli, Konzilssekretär, Platz genommen. Schwarz gekleidet sitzen in der ersten Reihe oben rechts die weltlichen Vertreter des Heiligen Römischen Reichs, Frankreichs, Portugals und der Republik Venedig. Melchior Lussi von Nidwalden, der Gesandte der sieben katholischen Orte, befindet sich ebenfalls in dieser Gruppe.<BR/>

Trog, Johann Jakob

<b>Johann Jakob Trog</b><br>Porträt (Ausschnitt) aus einer Lithografie, welche die Mitglieder des Nationalrats der Jahre 1849–1850 zeigt (Bernisches Historisches Museum).<BR/><BR/>

Troxler, Ignaz Paul Vital

<b>Ignaz Paul Vital Troxler</b><br>"Die Verfassung der Vereinigten Staaten Nordamerika's als Musterbild der Schweizerischen Bundesreform", mit einem Vorwort und Erläuterungen von Dr. Troxler, veröffentlicht in Schaffhausen, 1847 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Troxler, dem das Zweikammersystem am Herzen lag, machte sich mit seiner Veröffentlichung für die Einführung dieses Parlamentssystems im entstehenden Bundesstaat stark.<BR/><BR/>

Trub (Kloster)

<b>Trub (Kloster)</b><br>Fragment einer Terrakottastatuette der Maria Magdalena aus der Kirche Trub, um 1450 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>1925 kamen bei Renovationsarbeiten der Kopf und Bruchstücke des Torsos sowie weitere Figurenfragmente zum Vorschein. Archäologische Nachuntersuchungen brachten 1976 ähnliche Artefakte und ein Engelsfigürchen zutage. Vermutlich waren die in der Reformationszeit dem Bildersturm zum Opfer gefallenen Statuetten in der Kirche vergraben worden. Bei Bauarbeiten 1641–1642 wurden die Bruchstücke zusammen mit Aushubmaterial im Untergrund der Kirche verteilt.<BR/>

Tscharner, Johann Friedrich von

<b>Johann Friedrich von Tscharner</b><br>Lithografie von  Heinrich Kraneck   nach einem Porträt in Öl desselben Künstlers aus dem Jahr 1832, seit 1882 im Besitz des Rätischen Museums in Chur (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>Die Veröffentlichung dieses Porträts durch die Druckerei von Georg Adolf Grimminger in Zürich verweist auf das Ansehen des Bündner Politikers.<BR/>

Tscharner, Vinzenz Bernhard

<b>Vinzenz Bernhard Tscharner</b><br>Titelseite des zweiten Teils seiner 1758 veröffentlichten "Historie der Eidgenossen" mit einem Exlibris (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Als Aufklärer und wissenschaftliche Autorität brachte Tscharner mit seinen Übersetzungen und Schriften den europäischen Gelehrten Bern und die Eidgenossenschaft näher.<BR/>

Tscharner

<b>Tscharner</b><br>Titelseite der von  Beat Rudolf Tscharner  verfassten und 1765 in Bern veröffentlichten "Historie der Stadt Bern" (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Beat Rudolf Tscharner (1733–99), Sohn von Emanuel und Maria Magdalena Tscharner und Bruder von Vinzenz Bernhard und Niklaus Emanuel, war Schultheiss des Äusseren Stands und Vogt von Nidau. 1790 wurde er zum Direktor der Salinen von Bex ernannt. Seine zweibändige Geschichte Berns enthält zwei unveröffentlichte Auszüge von Schweizer und Berner Chroniken, die er mit Kommentaren versah.<BR/>

Tschiffeli, Aimé Felix

<b>Aimé Felix Tschiffely</b><br>Buchdeckel seiner 1950 bei Hodder & Stoughton in London veröffentlichten Autobiografie (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Tschumi, Jean

<b>Jean Tschumi</b><br>Der Architekturprofessor im Gespräch mit einem Studenten an einem Zeichentisch in der Ecole polytechnique de l'Université de Lausanne, im April 1960  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>1942 wurde Tschumi als Leiter an die Ecole d’architecture et d’urbanisme der Universität Lausanne berufen. Seine Unterrichtsmethode betonte die praktische Arbeit, welche – einem Drei-Stufen-Modell folgend – mit jedem Studienjahr komplexer wurde.<BR/>

Türkei

<b>Türkei</b><br>Buchdeckel des schweizerischen Zivilgesetzbuchs von 1907 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Dass ein Teil der türkischen Elite in der Schweiz studiert hatte, darunter der Justizminister der jungen Republik, war ein wichtiger Grund für den Entscheid der Türkei, das Schweizerische Zivil- und Obligationenrecht fast wörtlich zu übernehmen.<BR/><b>Türkei</b><br>Buchdeckel des türkischen Zivilgesetzbuchs von 1926  (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Dass ein Teil der türkischen Elite in der Schweiz studiert hatte, darunter der Justizminister der jungen Republik, war ein wichtiger Grund für den Entscheid der Türkei, das Schweizerische Zivil- und Obligationenrecht fast wörtlich zu übernehmen.<BR/><b>Türkei</b><br>Titelseite der "Zürcher Illustrierten" vom 1. November 1935 mit dem Bericht über die erste Volkszählung in der Türkei (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Unter der Leitung von Carl Brüschweiler, dem Direktor des Eidgenössischen Statistischen Amts, bereiteten die türkischen Behörden die an einem Sonntag durchgeführte Erhebung vor. Die Bevölkerung war angehalten, den ganzen Tag zu Hause zu bleiben, um von den Volkszählern korrekt erfasst zu werden.<BR/>

Turnbewegung

<b>Turnbewegung</b><br>Plakat für das Eidgenössische Turnfest 1909 in Lausanne, gestaltet von  Frédéric Rouge (Musée historique de Lausanne).<BR/>Die Darstellung von Lausanne, dem See und den Bergen ist in einen patriotischen Kontext gestellt: Im Vordergrund sitzt ein Senn, der sich in die Rolle eines stolzen, bekränzten Turners mit Schweizerfahne versetzt.<BR/>

Turnier

<b>Turnier</b><br>Darstellung eines Turniers im "Hausbuch" der Herren von Hallwyl, um 1581 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Bildunterschrift besagt, dass mit verschiedenen Waffen um das Helmkleinod (Helmzier) gekämpft wurde. In der Bildmitte stehen sich zwei mit Lanzen bewaffnete Ritter gegenüber. An ihren Wappen lässt sich erkennen, dass es sich um einen Freiherrn von Tengen (links) und einen von Hallwyl (rechts) handelt. Hinter der Balustrade warten weitere Ritter auf ihren Einsatz, links oben haben ein König und eine Königin Platz genommen.<BR/><BR/>

Turnus

<b>Turnus</b><br>Plakat von  Otto Baumberger  für die Wanderausstellung des Schweizerischen Kunstvereins, 1919 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Der untere Teil des Plakats mit den Angaben zum Ausstellungsort und zu den Daten war auswechselbar, der obere Teil wurde in allen Städten immer wieder verwendet.<BR/>

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z