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10/2017
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Saas-Fee

<b>Saas-Fee</b><br>Plakat für den Verkehrsverein Saas-Fee, gestaltet vom Grafiker  Willy Burger,   1925 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Sacconay, Jean de

<b>Jean de Sacconay</b><br>Der Sieger der Schlacht von Villmergen 1712. Öl auf Leinwand von  Emanuel Handmann,   1766 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Handmann malte dieses Bild für die Galerie der Stadtbibliothek Bern nach einem Porträt aus dem Jahr 1729.<BR/>

Saffa

<b>Saffa</b><br>Plakatentwurf von  Theodora Witzig  für die 1928 in Bern stattfindende Ausstellung (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Safran, Alexandre

<b>Alexandre Safran</b><br>Der Bischof der Diözese Lausanne, Genf und Freiburg, Amédée Grab (links), in Begleitung des Oberrabbiners, 25. Juni 1997  © KEYSTONE / Patrick Aviolat.<BR/>Die Aufnahme entstand im Juni 1997 in Genf auf der Internationalen Konferenz des Simon-Wiesenthal-Zentrums über die Suche und Rückerstattung von Naziraubgut.<BR/>

Sagen und Legenden

<b>Sagen und Legenden</b><br>Titelseite und Frontispiz des zweiten Bands des von  Johann Rudolf Wyss  verfassten und in Bern erschienenen Werks, 1822 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Vignette auf der Titelseite ist von Gabriel Lory signiert, einem Berner Meister der ländlichen Idylle. Der malerische Stich auf dem Frontispiz stammt vom Berner Kleinmeister Franz Niklaus König, der für seine bäuerlichen Genreszenen bekannt ist.<BR/>

Saint-Gingolph

<b>Saint-Gingolph</b><br>An der Grenze, 13. Juni 1943. Sicht auf den Pont de la Morge, vom besetzten Frankreich aus aufgenommen  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Das Strassenschild rechts unten weist in Richtung der Schweizer Ortschaften Bouveret und Saint-Maurice sowie der französischen Nationalstrasse N5, die von Paris über Dijon und Genf an die Schweizer Grenze führt. Während des Zweiten Weltkriegs spielte diese Grenze eine wichtige Rolle: Sie war ziemlich durchlässig, als die Schweiz an das unbesetzte Frankreich grenzte. Ab 1942 jedoch, als die Vichy-Regierung sich aktiv an der Ermordung und Vertreibung von Juden beteiligte und Deutschland den Süden des Landes besetzte, nahm die Zahl der Flüchtlinge an der Walliser Grenze stark zu, worauf die Schweiz zu drastischen Massnahmen griff.<BR/>

Sainte-Beuve, Charles-Augustin

<b>Charles-Augustin Sainte-Beuve</b><br>Gedenktafel an der Ostfassade der ehemaligen Akademie Lausanne, Fotografie von Paul Vionnet, 1904 (Musée historique de Lausanne). <BR/>Die Tafel zu Ehren des Literaturkritikers erinnert an seine im Winter 1837-1838 in Lausanne gehaltene Vorlesung über das Kloster Port-Royal. Später veröffentlichte er das gleichnamige Werk, das er seinen damaligen Hörern widmete.<BR/>

Sainte-Croix (Gemeinde)

<b>Sainte-Croix (Gemeinde)</b><br>Werbeplakat der Bahn Yverdon–Sainte-Croix für das Wintersportgebiet Sainte-Croix–Les Rasses, gestaltet von  Edouard Elzingre,  1906 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Säkularisierung

<b>Säkularisierung</b><br>Plakat für die Abstimmung vom 2. März 1980 über die vollständige Trennung von Kirche und Staat (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Salis, Meta von (Marschlins)

<b>Meta von Salis</b><br>Die Dichterin und Philosophin in Begleitung von Hedwig Kym (links). Fotografie, aufgenommen in Basel, um 1915 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>Dieses Zeugnis der tiefen Freundschaft, welche die beiden Frauen seit ihrer Studienzeit in Zürich verband, wurde vermutlich von Hedwig Kym selbst aufgenommen. Sie hatte sich von den 1890er Jahren an mit der Technik der Fotografie beschäftigt, die sie meisterhaft beherrschte.<BR/>

Salz

<b>Salz</b><br>Zweiteiliges Salzgefäss aus Silber und blauem Glas, geschaffen vom Lausanner Gold- und Silberschmied   Pierre Masmejan,  um 1770 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Als unerlässlicher Bestandteil des Tischgedecks wurden die Salzgefässe so platziert, dass der Abstand zu den anderen Behältnissen überall gleich war. Wasser, Brot und Salz galten als Grundlage der Gastfreundschaft.<BR/><b>Salz</b><br>Salzhalle in Riburg, genannt Saldome  © KEYSTONE / Steffen Schmidt.<BR/>Die im August 2005 eröffnete Salzhalle der Rheinsalinen, eine Holznetzkonstruktion, misst 93 m im Durchmesser und 31 m in der Höhe. In der Halle können rund 80'000 t Streusalz gelagert werden. Vor der Kuppel steht noch der alte Förderturm der ersten Rheinsaline von 1848.<BR/>

San Bernardino (Pass)

<b>San Bernardino (Pass)</b><br>Ansicht des Hospizes auf dem San Bernardino. Aquatinta, gezeichnet von  Johann Jakob Meyer  , geätzt von Rudolf Bodmer, veröffentlicht im Reiseführer «Die Bergstrassen durch den Canton Graubündten nach dem Langen- und Comersee», erschienen in Zürich, 1826  (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Mit dem Ausbau des Saumwegs zur befahrbaren Passstrasse wurde zwischen 1818 und 1823 auch das Hospiz errichtet. <BR/><BR/>

San Bernardino (Siedlung)

<b>San Bernardino (Siedlung)</b><br>Ansicht der Siedlung von Süden. Zeichnung von  Johann Jakob Meyer,  kolorierte Aquatinta von Rudolf Bodmer für den in Zürich veröffentlichten Reiseführer "Die Bergstrassen durch den Canton Graubündten nach dem Langen- und Comersee", 1826 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Kurz vor 1826 konnte die Strasse, welche die Moesa überquert, erstmals befahren werden. Die Holzbrücke wurde später durch eine Brücke aus Stein ersetzt. Links unten, ein Stück vom Fluss entfernt, schützt ein kleiner Pavillon die Mineralquelle. Während die Kapelle San Bernardino kurz nach 1450 errichtet worden ist, sind die tiefer liegenden Gebäude aufgrund des zunehmenden Verkehrs zu einem späteren Zeitpunkt entstanden. Das Hotel Brocco & Posta jenseits der Brücke steht den Reisenden zu Beginn des 21. Jahrhunderts immer noch offen. Etwas oberhalb liegen die Maiensässe von Acubona.<BR/>

Sandoz

<b>Sandoz</b><br>Probedruck für eine geplante Werbeaktion, gestaltet von  Ralph Schraivogel,   1984 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Der Grafiker arbeitete mit einer Luftaufnahme des Standorts der Sandoz in Schweizerhalle.<BR/>

Saner, Hans

<b>Hans Saner</b><br>Der Philosoph in seinem Arbeitszimmer in Basel, März 1997  © KEYSTONE / Michael Kupferschmid.<BR/><BR/>

Sankt Gallen (Gemeinde)

<b>Sankt Gallen (Gemeinde)</b><br>Plakat der 38. Olma 1980, gestaltet vom Grafikatelier  Tachezy und Kleger (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Während ihrer zehntägigen Öffnungszeit verzeichnete die Olma 1980 rund 435'000 Eintritte – eines der besten Besucherresultate seit der Einführung der Messe 1943.<BR/>

Sankt Katharinental

<b>Sankt Katharinental</b><br>Ansicht des Klosters von Westen. Kolorierte Aquatinta von  Friedrich Salathé  aus dem Jahr 1831, nach einer Zeichnung von  Johann Ludwig Bleuler (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Hinter dem Kloster liegt das Städtchen Diessenhofen mit der Brücke, die den Rhein in Richtung Gailingen im Grossherzogtum Baden überquert.<BR/>

Sankt Moritz

<b>Sankt Moritz</b><br>Tourismusplakat für das Neue Stahlbad aus der Graphischen Anstalt Hofer & Burger in Zürich, 1885 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Bei Meliorations- und Drainagearbeiten am südwestlichen Seeufer trat 1886 eine dritte Mineralquelle zu Tage. Ihr Mineralgehalt entsprach ungefähr demjenigen der zuerst entdeckten Mauritiusquelle, die schon in der Bronzezeit bekannt gewesen war, und der 1815 gefassten Paracelsusquelle. Zur Nutzung dieser dritten Quelle wurde eine Aktiengesellschaft gegründet. Der Baubeginn für das Hotel Neues Stahlbad St. Moritz erfolgte 1890, die Eröffnung fand 1892 statt.<BR/>

Sankt Petersinsel

<b>Sankt Petersinsel</b><br>"Die Weinlese". Kolorierte Aquatinta in Sepia aus Franz Sigmund Wagners Album "L'Ile de Saint-Pierre dite l'île de Rousseau", publiziert in Bern von  Lory und Rheiner,  1817 (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/>Das Bild zeigt das ehemalige Kluniazenserpriorat, das spätere "Maison de Rousseau". Im Juli 1765 verliess Rousseau das im Val-de-Travers gelegene Môtiers und fand auf der Insel Zuflucht. Am 25. Oktober des gleichen Jahres musste er den Ort auf Befehl des bernischen Vogts von Nidau verlassen. Während seines Aufenthalts widmete er sich der Kontemplation und lebte bewusst in der Natur. Er beschrieb die St. Petersinsel in seinem "Fünften Spaziergang" im Werk "Träumereien eines einsamen Spaziergängers" (1782 Deutsch und Französisch). Sie erlangte europaweite Bekanntheit und wurde in der Romantik zu einem wichtigen Reiseziel, u.a. für Johann Wolfgang von Goethe oder die französische Kaiserin Josephine.<BR/>

Säntis

<b>Säntis</b><br>Werbeplakat für die Eröffnung der Schwebebahn von der Schwägalp auf den Säntis, gestaltet von  Arnold Bosshard,  1935 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Sarganserland

<b>Sarganserland</b><br>"Hier wird das Weggeld erlegt". Öl auf Holz, 1779 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Nach Unwetterschäden 1762 und 1764 gestatteten die acht regierenden Orte der Gemeinde Flums, im Weiler Halbmil von den Durchreisenden ein Weggeld zu erheben. In der Mitte der Tafel ist das alte Flumser Gemeindewappen mit dem Reichsapfel dargestellt. Den linken und rechten Rand verzieren die Schilde der eidgenössischen Herrschaft.<BR/>

Saussure, Ferdinand de

<b>Ferdinand de Saussure</b><br>Umschlagseite der Abhandlung "Mémoire", seines in Leipzig erschienenen Erstlingswerks, 1879 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Savoyen, Peter II. von

<b>Peter II. von Savoyen</b><br>Gesandte der Stadt Bern werden im Mai 1255 am savoyischen Hof empfangen. Illustration aus der "Spiezer Chronik" (1485) von  Diebold Schilling (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 85).<BR/>Gemäss den Berichten der Chronisten Konrad Justinger und Diebold Schilling schickten die von den Kyburgern bedrängten Berner unauffällig gekleidete Gesandte los, die nachts durch das Simmental an den Genfersee gelangten, um den Schutz der Savoyer zu erbitten. Vor dem Schloss Chillon werden die Gesandten von Peter II. und dessen Gefolge empfangen. 1255 schloss der Graf mit der Stadt den ersten Schirmvertrag.<BR/>

Savoyen, von

<b>Von Savoyen</b><br>Wappenscheibe von Herzog Karl III., 1519 (Schweizerisches Nationalmuseum, Depositum der Gottfried-Keller-Stiftung).<BR/>Die Symbole des Annunziatenordens, nämlich die drei Knoten (bzw. Liebesknoten) und der Wappenspruch FERT, beide im unteren Teil der Scheibe unter dem Wappen des Herzogs (roter Schild mit Silberkreuz, geflügelter Löwenkopf als Helmzier), gehen vom Orden an das Haus Savoyen über.<BR/>

Savoyen

<b>Savoyen</b><br>Werbeplakat für die Skiregion Portes du Soleil, 1997 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Im oberhalb des Genfersees gelegenen Chablais haben die Schweizer und die französischen Ferienorte – daher die Flaggen der beiden Länder auf dem Plakat – seit den 1970er Jahren ihre Kräfte gebündelt, um den Touristen im Wallis und in Hochsavoyen ein grenzüberschreitendes Skigebiet mit zahlreichen Seilbahnen und Liften anbieten zu können.<BR/>

Savoyerhandel

<b>Savoyerhandel</b><br>General Guillaume-Henri Dufour und Kaiser Napoleon III. Karikatur von   E. Affolter   aus dem Jahr 1860, veröffentlicht als Lithografie in der Zeitschrift "Panthéon genevois", 1864 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Dufour hatte sich an der Militärschule Thun in den 1830er Jahren um die Ausbildung des jungen Louis Napoleon Bonaparte gekümmert. Die beiden Männer verband auch nach dieser Zeit eine gegenseitige Wertschätzung. Der Karikaturist zeigt den Lehrer, inzwischen General, wie er seinen Schüler, inzwischen Kaiser, ermahnt, die Neutralität Savoyens zu respektieren. Die Karikatur unterstreicht den Misserfolg, den der General im Savoyerhandel 1860 verbuchen musste.<BR/>

Scanziani, Piero

<b>Piero Scanziani</b><br>Porträt des Tessiner Autors, 22. September 1971  © KEYSTONE.<BR/>

Schädlinge

<b>Schädlinge</b><br>Plakat für das Insektizid Gesarol, das die Firma Geigy auf der Basis von DDT produzierte, 1942 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Schaf

<b>Schaf</b><br>Raubzug der Walliser ins Oberhasli im Jahr 1419. Illustration aus der "Spiezer Chronik" von   Diebold Schilling,   1485 (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 721).<BR/>Gemäss der Chronik haben die Walliser den Oberhaslern sechshundert Schafe und zwanzig Pferde gestohlen. Sie treiben ihre kostbare Beute über den Grimselpass.<BR/><BR/>

Schaffhausen (Kanton)

<b>Schaffhausen (Kanton)</b><br>Riss zu einer Zunftscheibe der Schiffleute des "niederen Wassers", von  Daniel Lindtmayer dem Jüngeren,  1582 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Schaffhausen war ein wichtiger Umschlagplatz des Ost–West-Verkehrs auf dem Rhein. Unterhalb des Rheinfalls nahmen die Schiffer des niederen Wassers die Waren in Empfang und transportierten sie stromabwärts. Im Hintergrund sind das Schlösschen Wörth bei Neuhausen und das gegenüberliegende Laufen dargestellt.<BR/>

Schalch, Johann Jakob

<b>Johann Jakob Schalch</b><br>Kupferstichporträt von  Johann Rudolf Schellenberg  aus dem vierten Band von Johann Caspar Füsslis "Geschichte der besten Künstler in der Schweitz", veröffentlicht bei Orell, Gessner, Füssli & Co., 1774  (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Schaller, Julien de

<b>Julien de Schaller</b><br>Kopf einer der ersten Nummern der Zeitung "Le Confédéré de Fribourg", 1848 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das Organ des antiklerikalen Flügels der Freiburger Radikalen wurde Anfang 1848 von Julien de Schaller gegründet und erschien dreimal wöchentlich. Die Zeitung behielt ihren Namen bis 1907, dann fusionierte sie mit dem "Journal de Fribourg" zum Blatt "L'Indépendant".<BR/>

Schär, Johann Friedrich

<b>Johann Friedrich Schär</b><br>Buchdeckel der dritten Auflage seines in Leipzig publizierten handelswissenschaftlichen Standardwerks, 1918 (Universitätsbibliothek Bern).<BR/><BR/>

Schauenburg

<b>Schauenburg</b><br>Die Ruinen der Alt-Schauenburg von Nordwesten Mitte des 17. Jahrhunderts. Aquarell mit Federkonturen von  Albrecht Kauw,   um 1670 (Bernisches Historisches Museum).<BR/><BR/>

Scheiwiler, Alois

<b>Alois Scheiwiler</b><br>Der Bischof von St. Gallen in einer Aufnahme des St. Galler Fotostudios von  L. Baumgartner,   um 1930 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Schell, Maximilian

<b>Maximilian Schell</b><br>Der Schauspieler posiert vor dem Porträt seiner Schwester Maria anlässlich einer Ausstellung, die ihr das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt am Main widmete, 2007  © KEYSTONE.<BR/>

Schenk, Carl

<b>Carl Schenk</b><br>Karikatur aus dem "Nebelspalter" 1889, Nr. 4, gezeichnet von   H. (Heinrich) Jenny (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Bundesrat Schenk, der dem Departement des Innern vorstand, sah sich bei der Errichtung eidgenössischer Institutionen mit heftigen Wortgefechten zwischen verschiedenen Protagonisten konfrontiert. In den 1880er Jahren wurde die Diskussion um die Einrichtung des neuen Nationalmuseums äusserst lebhaft geführt. Mehrere Städte wie Luzern, Zürich, Basel und Bern hatten sich als Standorte beworben. Deshalb ist Schenk wie ein Spielwarenhändler dargestellt, der die "Kinderchen" beruhigt.<BR/><BR/>

Scherer, Maria Theresia

<b>Maria Theresia Scherer</b><br>Porträt der Generaloberin im Album "Portraits von gemeinnützig tätigen Schweizerfrauen", das anlässlich der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit Saffa von 1928 zusammengestellt wurde (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Scherrer, Paul

<b>Paul Scherrer</b><br>Besuch in Würenlingen im Mai 1957 anlässlich der Inbetriebnahme des Atomreaktors Saphir. Fotografie von   Jules Vogt  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Von links nach rechts: Der Physiker Paul Scherrer, Walter E. Boveri, Verwaltungsratspräsident der Reaktor AG, Karl Schmid, Rektor der ETH Zürich und Bundesrat Max Petitpierre. 1955 kaufte der Bund für die Reaktor AG den Forschungsreaktor Saphir, den die USA an der UNO-Konferenz "Atome für den Frieden" ausgestellt hatten. Für den Betrieb des Reaktors erhielt die Schweiz von den USA leihweise 6 kg hoch angereichertes Uran.<BR/>

Scherzligen

<b>Scherzligen</b><br>Schloss Schadau am Thunersee von Osten. Aquarell mit Federkonturen von  Albrecht Kauw,   1672 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Das Schloss ist eben fertiggestellt worden. Die noch vom Berner Schultheissen Franz Ludwig von Erlach in Auftrag gegebenen Arbeiten sind abgeschlossen. Im Hintergrund erkennt man die Stockhornkette.<BR/><BR/>

Scheurer, Karl

<b>Karl Scheurer</b><br>Porträt des Bundesrats, um 1920. Chromolithografie mit Sepia nach einer Fotografie (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Schild

<b>Schild</b><br>Werbeplakat für Cosmos Fahrräder, 1935 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>1894 gründete Theodor Schild in Madretsch bei Biel eine Fahrradfabrik. Seine Velos kamen unter dem Namen Cosmos auf den Markt. Ab 1905 belieferte er die Schweizer Armee. Bis 1914 wurden die Strassenrennen der Schweizer Meisterschaft ausschliesslich auf Zweirädern der Marke Cosmos ausgetragen. Nach einem schwierigen Beginn trugen die Erfolge der Schweizer Radrennfahrer zum guten Geschäftsgang der Firma bei.<BR/>

Schiller, Friedrich

<b>Friedrich Schiller</b><br>Schillerdenkmal, das zum 100. Geburtstag des Dichters im Vierwaldstättersee errichtet wurde. Stahlstich von   C. Huber,  abgebildet auf dem Frontispiz des Werks "Die Urschweiz", das 1870 in Basel und London erschien (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der Mythenstein, der 1859 pyramidenförmig behauen und in Schillerstein umbenannt worden ist, ragt nur wenige Meter vom unzugänglichen Ufer entfernt aus dem Wasser. Am 21. Oktober 1860 wurde das mit einer goldenen Inschrift versehene Denkmal bei einer Feier, an der alle Schiffe des Sees teilnahmen, eingeweiht.<BR/>

Schindler

<b>Schindler</b><br>Der Liftturm am Hauptsitz des Unternehmens in Ebikon. Fotografie, April 2003  © KEYSTONE / Guido Röösli.<BR/><BR/>

Schläfli, Ludwig

<b>Ludwig Schläfli</b><br>Porträt des Mathematikers. Foto aus dem Studio von  M. Vollenweider & Söhne,  Bern, um 1875 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Schläpfer, Conrad Arthur

<b>Conrad Arthur Schläpfer</b><br>Plakat für den nach einer Novelle von Gottfried Keller entstandenen Film, den Schläpfer produzierte und Hans Trommer 1941 drehte (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Schlatter, Salomon

<b>Salomon Schlatter</b><br>Rückseite eines mit Schindeln gedeckten Appenzeller Hauses in Teufen. Farbstiftzeichnung, 14. Juli 1917 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Eine der zahlreichen Zeichnungen, die der Architekt in der Region St. Gallen–Appenzell anfertigte.<BR/><BR/>

Schlieren

<b>Schlieren</b><br>Werbeplakat für rostfreie Kannen, gestaltet vom Grafiker  Philipp Arlen,   1926 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>1900 siedelte sich in Schlieren die Firma Aluminium Schweisswerk Schlieren an. Daraus entstand nach einem Zusammenschluss 1988 die ASSCO Engineering AG mit Sitz in Dietikon, die im Bereich Produktionstechnologie tätig ist.<BR/>

Schlosswil (Herrschaft)

<b>Schlosswil (Herrschaft)</b><br>Ausschnitt aus einer Ansicht des Schlosses von Nordosten. Aquarell von  Albrecht Kauw,   1676 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Die 1546 bei einem Brand zerstörte mittelalterliche Burg wurde vom damaligen Inhaber der Herrschaft, Niklaus von Wattenwyl, wieder aufgebaut bzw. zu einem Schloss ausgebaut. Als das Bild gemalt wurde, gehörte das Schloss Petermann von Diesbach, der 1634–1679 Inhaber der Twingherrschaft Schlosswil war.<BR/><BR/>

Schlumpf, Leon

<b>Leon Schlumpf</b><br>Der frisch gewählte, mit Blumen beschenkte Bundesrat im Kreis seiner Ehefrau und seiner drei Töchter, 1979 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Links aussen Eveline Schlumpf, die damals an der Universität Zürich Rechtswissenschaften studierte und 2008 ebenfalls Bundesrätin wurde.<BR/>

Schmid, Andreas

<b>Andreas Schmid</b><br>Porträt, Tempera und Öl auf Holz, von  Hans Asper,   1538 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Der 33-jährige Schmid liess sich als Konstaffelherr und damit als Mitglied des Kleinen Rats porträtieren.<BR/><b>Andreas Schmid</b><br>Porträt von Andreas Schmids zweiter Ehefrau Anna Schärer, Tempera und Öl auf Holz, von  Hans Asper,  1538 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die 23-jährige Anna Schärer, Tochter des reichen Tuchherrn Hans Schärer, zeigt sich in seidenbestickten Kleidern und mit kostbarem Schmuck. Die mit neun goldenen Fingerringen geschmückten Hände ruhen auf dem Bauch der Schwangeren.<BR/>

Schmid, Daniel

<b>Daniel Schmid</b><br>Plakat zum Start des Films, der als offizieller Beitrag der Schweiz am Festival von Cannes gezeigt wurde, 1987 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Schmid, Fanny

<b>Fanny Schmid</b><br>Porträt, um 1900. Foto aus dem Album "Portraits von gemeinnützig tätigen Schweizerfrauen", das anlässlich der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit Saffa von 1928 zusammengestellt wurde (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Schmid, Geschwister

<b>Geschwister Schmid</b><br>Fotografie des Gesangstrios, um 1945 (Privatbesitz Artur Beul) © KEYSTONE.<BR/>Klärli, Willy und Werner Schmid posieren mit Artur Beul (am Flügel), der die meisten ihrer erfolgreichen Schlager komponiert hat.<BR/>

Schmid, Samuel

<b>Samuel Schmid</b><br>Der Bundesrat (links), neuer Chef des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, und der Generalstabschef Hans-Ulrich Scherrer stellen der Presse das Leitbild der Armee XXI vor, 27. Februar 2001  © KEYSTONE / Lukas Lehmann.<BR/>

Schmuck

<b>Schmuck</b><br>Ohrring aus dem römischen Goldschatzfund von Lunnern, um 250 n.Chr. (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Das 1741 geborgene Fundstück besteht aus einer Rosette mit Ohrhaken (fehlt), einem mit drei Blattranken verzierten Mittelstück sowie zwei Anhängern (Pendilen). Der dritte Anhänger ging nach der Auffindung des Schatzes verloren, genauso wie die Perlen am Ende der Pendilen.<BR/>

Schnabelburg

<b>Schnabelburg</b><br>Ausschnitt aus der Memorialtafel der Herren von Eschenbach aus dem Kloster Kappel am Albis. Tempera auf Holz, 1434, Schriftleiste und Rahmen nachreformatorisch (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Walter I. von Eschenbach, mit dem Kirchenmodell in den Händen, stiftete 1185 das Zisterzienserkloster Kappel. Hinter ihm ist die Schnabelburg dargestellt, als deren Erbauer er galt. Zwar handelt es sich bei der Darstellung der Burg um ein Fantasiebild, doch die archäologischen Ausgrabungen belegen eine gut befestigte, grössere Anlage.<BR/>

Schnyder, Franz

<b>Franz Schnyder</b><br>Plakat zur Uraufführung 1941, gestaltet von  Friedrich Trafelet (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Mitten im Zweiten Weltkrieg wurde Franz Schnyder von der Zürcher Produktionsgesellschaft Praesens Film AG beauftragt, einen Film über eine Romanze mit Schweizer Soldaten zu drehen. Die Handlung sollte sich während des Ersten Weltkriegs in der Ajoie zutragen. Die wahre Geschichte von Gilberte, der von Anne-Marie Blanc gespielten Wirtstochter vom Bahnhofsbuffet in Courgenay, wurde ein riesiger Erfolg. Der Film, dessen Patronat die Schweizerische Nationalspende für unsere Soldaten und ihre Familien übernahm, entwickelte sich zu einem Klassiker des patriotischen Schweizer Kinos.<BR/>

Schobinger, Josef Anton

<b>Josef Anton Schobinger</b><br>Aufnahme aus dem Fotostudio von  Fritz Fuss,  Bern, um 1908 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Schoeck, Othmar

<b>Othmar Schoeck</b><br>Fotografie, 1941  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Scholastik

<b>Scholastik</b><br>Titelseite des ersten von dreizehn Bänden der "Theologiae scholasticae" des Benediktinerpaters  Augustin Reding,  veröffentlicht von der Druckerei des Klosters Einsiedeln, 1687  (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Schrift

<b>Schrift</b><br>Auszug aus einem handschriftlichen, in lateinischer Sprache verfassten Brief des Genfer Pfarrers Théodore Tronchin an den Zürcher Johann Rudolf Stucki vom 12. November 1650 (Universitätsbibliothek Basel, Frey-Gryn Mscr II 22, 183).<BR/><b>Schrift</b><br>Kopie eines Zirkulars der Schweizerischen Münzkommission vom 1. September 1851 (Universitätsbibliothek Basel, Mscr H I 62, 36).<BR/><BR/><b>Schrift</b><br>Handschriftliche Notiz von Francesco Chiesa an Professor Probst, den Präsidenten der eidgenössischen Maturitätskommission, 31. Mai 1917 (Universitätsbibliothek Basel, Autographensammlung C).<BR/>

Schuh, Gotthard

<b>Gotthard Schuh</b><br>"Aufnahmen unseres Berichterstatters Gotthard Schuh bei der Begegnung Hitler-Mussolini in Berlin." Reportage aus der "Zürcher Illustrierten" (Nr. 41) vom 8. Oktober 1937 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Vom 24. bis am 27. September 1937 weilte der mit grössten Ehren empfangene Benito Mussolini in Berlin. Der Fotograf legt mehr Gewicht auf die Stimmung und die Zuschauer als auf militärische Vorbeimärsche und die beiden Diktatoren.<BR/><BR/>

Schuhindustrie

<b>Schuhindustrie</b><br>Werbeplakat für Bata-Schuhe, entworfen vom Grafiker  Peter Birkhäuser,   1957 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Schultheiss

<b>Schultheiss</b><br>Der oberste Magistrat in der Republik Bern. Illustration aus dem "Schnittmusterbuch von Salomon Erb" von 1730 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Das Bild illustriert die "Rechnung über den Schultheissenrock", die der Berner Schneider ausstellte. Zu den Insignien des Schultheissen gehörten ausser dem schwarzen Gewand das Zepter und das Siegel samt Siegelsack.<BR/>

Schulthess, Edmund

<b>Edmund Schulthess</b><br>Porträt des Bundesrats. Aufnahme aus dem Fotostudio von  Jean Kölla,   Bern, um 1912 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Schützenwesen

<b>Schützenwesen</b><br>Musketen-Schiessstand in Schaffhausen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Ausschnitt aus einem Riss für die Wappenscheibe von Wilhelm May. Federzeichnung von  Daniel Lindtmayer,   1581 (Bernisches Historisches Museum, Sammlung Wyss).<BR/>Der Schütze steht in einem Holzhäuschen gegenüber der Zielscheibe. Auf der anderen Seite (rechts hinten im Bild) weist der von einem Unterstand geschützte sogenannte Zeiger vor dem Scheibenwall mit dem Schusszeiger auf die Treffer hin und wechselt bei Bedarf die Zielscheiben aus.<BR/><BR/><b>Schützenwesen</b><br>Plakat für das eidgenössische Schützenfest in Bellinzona vom Juli 1929, gestaltet im Atelier  Jacomo (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Im 20. Jahrhundert vergrösserten sich die Abstände zwischen den Schützenfesten. Nach dem 100-Jahr-Jubiläum in Aarau 1924 fanden sie nur noch alle fünf Jahre statt.<BR/>

Schwarber, Karl

<b>Karl Schwarber</b><br>Porträt des Bibliothekars, um 1940. Fotografie von  Robert Spreng (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Schwarzenbach, Annemarie

<b>Annemarie Schwarzenbach</b><br>Die Schriftstellerin (links) mit Ella Maillart, die auf dem Kotflügel des Ford DeLuxe sitzt, kurz vor ihrer Abreise nach Afghanistan, Mai 1939  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Die beiden Frauen hatten sich entschlossen, per Auto eine Reise ins Tal von Kafiristan zu unternehmen. Ella Maillart legte mit "The Cruel Way" (1947, deutsch 1948) einen Bericht dieses Abenteuers auf der Seidenstrasse vor. Schwarzenbach erzählte in "Alle Wege sind offen", einer nach ihrem Tod veröffentlichten Textsammlung aus den Jahren 1939–40, von ihren Erlebnissen.<BR/>

Schwarzenburgerland

<b>Schwarzenburgerland</b><br>Umschlagblatt einer Panoramakarte mit Reisehinweisen und Wandervorschlägen, erschienen bei der Polygraphischen Gesellschaft Laupen-Bern, um 1955 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Der Name Schwarzenburgerland für die Voralpenlandschaft südlich der Stadt Bern entstand aus einem touristischen Bedürfnis heraus. Das Sujet auf dem Umschlag, ein Trachtenmädchen, spielt auf das bekannte Volkslied "Ds Vreneli ab em Guggisbärg" aus dem 18. Jahrhundert an.<BR/>

Schweden

<b>Schweden</b><br>Entscheidungsspiel Schweiz - Schweden um die Qualifikation zur Fussballweltmeisterschaft 1962, ausgetragen in Berlin am 12. November 1961  © KEYSTONE.<BR/>Im Bild der Schweizer Siegtreffer: Charles "Kiki" Antenen erzielt mittels Kopfball den 2:1-Endstand. Unter den 50'000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion befanden sich 3'000 schwedische und 8'000 Schweizer Supporter.<BR/><b>Schweden</b><br>Ikea-Werbeplakat  vor der Niederlassung in Spreitenbach, Oktober 1993 © KEYSTONE.<BR/>1973 hatte Ikea in Spreitenbach seine erste Filiale ausserhalb Schwedens eröffnet.<BR/>

Schwein

<b>Schwein</b><br>Schweinefütterung auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von J. Güsy, Pruntrut. Fotografie, um 1921 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Im bäuerlichen Alltag waren meistens die Frauen für die Haltung der Schweine zuständig. Die Bäuerin oder Magd im Bild hat in der Mischtrommel das Futter zubereitet und giesst es in den Trog. Oft wurden die Ferkel zugekauft und auf dem Betrieb v.a. mit Gerstenschrot, gekochten Kartoffeln sowie Küchenabfällen bis zur Schlachtreife gemästet.<BR/>

Schweitzer, Albert

<b>Albert Schweitzer</b><br>In Uetendorf im September 1957. Fotografie von  Walter Studer  © KEYSTONE / Walter Studer.<BR/>1956 konnte die bernische Gemeinde Uetendorf dank der Schenkung eines amerikanischen Mäzens, der auch das Spital von Lambarene unterstützte, eine eigene Kirche errichten. Albert Schweitzer, der ein herausragender Organist und ein Orgelbauexperte war, wurde für die Planung des Instruments angefragt. Im September 1957 reiste er nach Uetendorf, um den Einbau der Orgel zu begleiten.<BR/>

Schweizer Milchproduzenten (SMP)

<b>Schweizer Milchproduzenten (SMP)</b><br>Werbeplakat der Schweizer Milchproduzenten, realisiert von der  Ruf Lanz Werbeagentur AG  in Zürich, zwischen 2008 und 2010 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Schweizer Spende an die Kriegsgeschädigten

<b>Schweizer Spende an die Kriegsgeschädigten</b><br>Plakat von  Adolf Flückiger   aus dem Jahr 1947 für eine Ausstellung zugunsten der Schweizer Spende an die Kriegsgeschädigten, basierend auf Fotografien von  Werner Bischof (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Schweizergarden

<b>Schweizergarden</b><br>Ludwig XV. inspiziert das Schweizergarderegiment in der Ebene von Les Sablons bei Versailles, um 1750. Öl auf Leinwand von  Pierre Lenfant (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/><b>Schweizergarden</b><br>Entwurf für eine Uniform der Hundertschweizer. Illustration aus dem "Schnittmusterbuch von Salomon Erb" von 1730 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Obschon die Hundertschweizer nach der Reformation in den katholischen Orten rekrutiert wurden, blieb die Erinnerung an diese Einheit auch in den reformierten Gebieten lebendig, insbesondere bei traditionellen Festen wie dem Ostermontagsumzug des Äusseren Stands in Bern oder dem Winzerfest in Vevey.<BR/>

Schweizerische Bankgesellschaft (SBG)

<b>Schweizerische Bankgesellschaft (SBG)</b><br>"Für mich und für mein Konto wähle ich die Schweizerische Bankgesellschaft". Werbeplakat des Grafikers  André Masméjean  mit einem doppeldeutigen Werbespruch, 1964 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Schweizerische Bundesbahnen (SBB)

<b>Schweizerische Bundesbahnen (SBB)</b><br>Plakat von  Bernhard Reber  für die Volksabstimmung vom 21. Januar 1945 über das Bundesgesetz zur SBB vom 23. Juni 1944 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Schweizerische Käseunion

<b>Schweizerische Käseunion</b><br>Werbeplakat, gestaltet von Eurocom Advertising im Auftrag der Schweizerischen Käseunion, 1992 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Schweizerische Kreditanstalt (SKA)

<b>Schweizerische Kreditanstalt (SKA)</b><br>Plakat des Ateliers Häusler für die Schweizerische Kreditanstalt, die kurz zuvor in ein Gebäude am Bundesplatz in Bern eingezogen war, um 1920 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Schweizerische Kreditanstalt (SKA)</b><br>Plakat der Werbeagentur  Gérard Miedinger,   1974 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Schweizerische Landesbibliothek (SLB)

<b>Schweizerische Landesbibliothek (SLB)</b><br>"Das Schweizer Buch". Umschlagseite der Schweizerischen Nationalbibliografie (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Schweizerische Nationalbank (SNB)

<b>Schweizerische Nationalbank (SNB)</b><br>Die Rückseite der Tausendernote, die von 1911 bis 1958 in Umlauf war. Der Stich mit der Abbildung einer Giesserei wurde nach einer Zeichnung von  Eugène Burnand  angefertigt (Schweizerische Nationalbank).<BR/>

Schweizerische Nationalspende für unsere Soldaten und ihre Familien

<b>Schweizerische Nationalspende für unsere Soldaten und ihre Familien</b><br>Plakat von  Jules-Ami Courvoisier   für die erste nationale Sammelaktion, 1918 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG)

<b>Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG)</b><br>Eine SBB-Lokomotive des Typs RE 460 mit dem Logo der SRG wird im März 1999 in Gümligen getauft. Fotografie von  Alessandro della Valle  © KEYSTONE.<BR/>Bei der Reorganisation 1999 gab sich die SRG ein neues Schriftlogo und einen neuen Firmennamen: SRG SSR idée suisse.<BR/>

Schweizerische Verkehrszentrale (SVZ)

<b>Schweizerische Verkehrszentrale (SVZ)</b><br>Werbeplakat der SVZ, gestaltet vom Grafiker und Fotografen  Philipp Giegel,  1969 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Schweizerische Volkspartei (SVP)

<b>Schweizerische Volkspartei (SVP)</b><br>Rudolf Minger (in der Mitte mit Zigarre), 1930–40 Bundesrat, Vertreter des Bauernstands und Mitglied der Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei, besucht im Mai 1944 eine Obstanlage in Burgdorf  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Mit der Wahl Mingers in den Bundesrat 1929 trat der erste bäuerliche Vertreter in die Regierung ein, womit die Konkordanz gestärkt werden sollte.<BR/><b>Schweizerische Volkspartei (SVP)</b><br>Wahlplakat für die Parlamentswahlen vom Oktober 2007, gestaltet von der Werbeagentur  Goal AG für Werbung und Public Relations (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die umstrittenen Plakate warben für die im Juni 2007 lancierte und im Februar 2008 von der SVP eingereichte eidgenössische Volksinitiative "für die Ausschaffung krimineller Ausländer". Sie provozierten mit ihrer deutlichen Bildsprache zahlreiche Proteste, ausserdem richtete der UNO-Sonderberichterstatter für Rassismus ihretwegen eine Anfrage an den Bundesrat. Dieser befand, dass in einer demokratischen Gesellschaft die Meinungsfreiheit Vorrang habe.<BR/>

Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB)

<b>Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB)</b><br>Dreisprachiger Aufruf zu dem vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund unterstützten ersten nationalen Frauenstreiktag vom 14. Juni 1991, Plakat gestaltet von  Mario Comensoli (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Schweizerischer Nationalfonds (SNF)

<b>Schweizerischer Nationalfonds (SNF)</b><br>Eröffnungssitzung des Schweizerischen Nationalfonds, 1. August 1952  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Der Gründungspräsident Alexander von Muralt hält seine Rede im Ständeratssaal in Gegenwart der Bundesräte Philipp Etter (links) und Markus Feldmann (rechts).<BR/>

Schweizerischer Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD)

<b>Schweizerischer Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD)</b><br>"Ja zum sozialen Zusammenhalt. Gegen den Egoismus: Solidarität". Gewerkschaftsplakat zur Abstimmung vom 21. Juni 1992 im Kanton Genf über das Referendum gegen die geplante Steuererhöhung; Serigrafie von  Claude Luyet und Christian Humbert-Droz (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Schweizerischer Zofingerverein

<b>Schweizerischer Zofingerverein</b><br>Silhouette eines Verbindungsstudenten der Zofingia. Gouachierte Lithografie, 1851 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Die Studenten stellten solche Schattenbilder in Serie her und tauschten sie untereinander. J.A. Ecoffey, der die Mütze und das Band in den Vereinsfarben trägt, schenkte diese Lithografie im März 1851 seinem Freund Etienne Guillemin.<BR/>

Schweizerisches Landesmuseum (SLM)

<b>Schweizerisches Landesmuseum (SLM)</b><br>Karikatur von  Heinrich Jenny   aus dem "Nebelspalter" vom 30. Juni 1888 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Zwischen 1880 und 1890 wurde rege über den Standort des neuen Landesmuseums diskutiert. Luzern, Zürich, Basel und Bern reklamierten das Museum für sich. Bern plante zu diesem Zweck gar einen eigenen Bau, der seit seiner Fertigstellung 1894 das Berner historische Museum beherbergt. Links in der Karikatur sind die Hauptfiguren dargestellt, welche die Aufmerksamkeit der Helvetia auf sich lenken wollen, nämlich der Löwe von Luzern (im Löwendenkmal), der Löwe von Zürich, der Basilisk von Basel und der Berner Bär. Rechts geraten sich die Parlamentarier und die Mitglieder der zuständigen Kommission in die Haare.<BR/><BR/>

Schweizerkreuz

<b>Schweizerkreuz</b><br>Aquarellierte Federzeichnung der ersten eidgenössischen Fahne von  Carl Stauffer , 1841 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Stauffers Vorschlag enthielt detaillierte Erklärungen und exakte Angaben zu den Längenverhältnissen. Er wurde den Kantonen als Modellvorlage für künftige Fahnen von Infanteriebataillonen zugestellt.<BR/>

Schweizerreisen

<b>Schweizerreisen</b><br>Frontispiz und Titelseite des zweiten Bands der französischen Übersetzung des Reiseführers von Johann Gottfried Ebel (2. Auflage), erschienen in Zürich bei Orell, Füssli & Co., 1805 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Ansicht des Rhonegletschers auf dem Frontispiz ist eine Aquatinta von Franz Hegi.<BR/>

Schwendener, Simon

<b>Simon Schwendener</b><br>Ein Beitrag zur Geschichte der Botanik, in der prestigeträchtigen wissenschaftlichen Reihe von Benno Schwabe in Basel 1872 veröffentlicht (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Schwyz (Kanton)

<b>Schwyz (Kanton)</b><br>Plakat für die Ausstellung: "Ein Weg zum Nächsten" von Hans Erni im Kulturzentrum Seedamm Pfäffikon, 1976  (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das Plakat spielt mit dem Ausstellungsthema, indem es grafisch die Verkehrswege der Region abbildet und so die Nähe des Kulturzentrums zur neuen Autobahn N3 herausstreicht.<BR/>

Seedorf (UR, Kloster)

<b>Seedorf (UR, Kloster)</b><br>Reiterschild des Freiherrn Arnold von Brienz, spätes 12. Jahrhundert (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Der Kampfschild stammt aus der Kirche des Lazariterhauses Seedorf und wird dem Klosterstifter Arnold von Brienz zugeschrieben. Nach dem Hinschied seines Besitzers diente er wohl als Totenschild.<BR/>

Seen

<b>Seen</b><br>"Die Bäder, Seen und Berge der Schweiz". Buchdeckel einer zweisprachigen, französisch-englischen Publikation, veröffentlicht von der Schweizerischen Verkehrszentrale in Basel, 1923 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Ansichten von Schweizer Seen fanden oft für touristische Plakate oder Prospekte Verwendung. Sie dienten der Darstellung von Badefreuden und sportlicher Betätigung am Wasser oder romantischen Träumereien.<BR/><BR/>

Segantini, Giovanni

<b>Giovanni Segantini</b><br>Plakat von  Gottardo Segantini  für das Museum, das zur Erinnerung an seinen Vater errichtet wurde. Farblithografie, Tecnografica Milano, 1909 (Schweizerische Nationalbibliothek, Plakatsammlung).<BR/>Das 1908 in St. Moritz eingeweihte Museum gleicht mit seiner goldenen Kuppel einem Mausoleum. Es wird vom "schiefen Turm" der ehemaligen Kirche St. Mauritius (rechts) und dem neuen Turm der reformierten Kirche (links) flankiert.<BR/>

Segesser von Brunegg, Philipp Anton von

<b>Philipp Anton von Segesser</b><br>Umschlag des in der Reihe "Studien und Glossen zur Tagesgeschichte" erschienenen Bändchens, das von Segesser dem Kulturkampf widmete, zweite Auflage von 1875 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Als vermittelnde Persönlichkeit gewann Segesser im katholisch-konservativen Lager nach der Verfassungsrevision von 1874 an Einfluss. Mit seinen Schriften gelang es ihm, die Gemüter zu beruhigen.<BR/>

Seigneux, Georges Hyde de

<b>Georges Hyde de Seigneux</b><br>Porträt eines unbekannten Künstlers. Öl auf Leinwand, um 1790 (Musée historique de Lausanne).<BR/><BR/>

Seiler (VS)

<b>Seiler (VS)</b><br>Werbeplakat, 1932. Lithografie von Säuberlin & Pfeiffer in Vevey, nach einer Originalzeichnung von  François Gos (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Seiler, Gustav Adolf

<b>Gustav Adolf Seiler</b><br>Porträt von  Hermann Pfützner,   um 1920 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/><BR/>

Sexualität

<b>Sexualität</b><br>Liebespaar. Einlegearbeit an einem Baldachinbett aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhundert. Das aus einem der Planta-Häuser in Zuoz stammende Bett wurde 1894 vom Schweizerischen Landesmuseum erworben (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Darstellung der Sexualität beschränkte sich in Europa lange Zeit auf den privaten Raum, wie hier als Intarsie an der Bettstatt eines Aristokraten, oder aber auf Orte der Prostitution (z.B. Bordelle). Darstellungen des Geschlechtsakts unterlagen der Zensur und kursierten nur im Verborgenen.<BR/><b>Sexualität</b><br>Titelseite der ersten französischen Ausgabe von Auguste Tissots in Lausanne veröffentlichtem Werk über die Masturbation, 1760 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Dieser Versuch einer Medikalisierung der Onanie wurde 1758 zuerst in lateinischer Sprache publiziert. Auf Französisch wurde das Werk bis Ende des 19. Jahrhunderts 67-mal neu aufgelegt und in fünf Sprachen übersetzt. In der Aufklärung war die Medizin nicht nur vom Streben nach Wissen geleitet, sondern auch vom Willen, das menschliche Verhalten zu kontrollieren. Der von Tissot medizinisch verschleierte Puritanismus übte einen nicht zu unterschätzenden, bis ins 20. Jahrhundert prägenden Einfluss auf die Wahrnehmung der Masturbation und die Vorstellung von einem gesunden Sexualverhalten aus.<BR/><b>Sexualität</b><br>Plakattafeln der Allgemeinen Plakatgesellschaft in Genf. Fotografie von  Martial Trezzini,  24. März 2004  © KEYSTONE.<BR/>Sexuelle Darstellungen im Allgemeinen und solche des weiblichen Körpers im Speziellen wurden in der Werbung Ende des 20. Jahrhunderts sehr oft verwendet. Das Plakat unten rechts dagegen ist Teil einer aufrüttelnden Kampagne der Association homosexuelle in Genf gegen die Homophobie. Die von der Gesellschaft sorgsam verdeckte Homosexualität sollte im Stadtzentrum thematisiert werden.<BR/>

Siders (Gemeinde)

<b>Siders (Gemeinde)</b><br>Ansicht des Städtchens von Süden mit den Reben und Obstgärten. Lavierte Federzeichnung des Baslers  Emil Wick,   um 1865 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>Links aussen in der nach Süden orientierten Häuserreihe steht der sogenannte Hof, welcher der Familie de Courten gehörte. Das Gebäude wurde 1905–1964 als Schlosshotel Bellevue genutzt, seither dient es als Rathaus. Das von den Herren de Chevron im 15. Jahrhundert erbaute Schloss der Vitztume weist vier runde Ecktürmchen auf. Rechts aussen ist die Kirche Sainte-Catherine zur Hälfte abgebildet.<BR/><BR/><b>Siders (Gemeinde)</b><br>Tourismusplakat, gestaltet von dem aus Siders stammenden Künstler  Edmond Bille,  1936 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die für ihr sonniges Klima bekannte Gegend wurde mit der Eröffnung der Simplonlinie 1906 leicht erreichbar. Ausserdem profitierte sie von der Standseilbahn Siders–Montana, die ihren Betrieb 1908 aufnahm und Ausflüge in die Berge ermöglichte.<BR/>

Sils im Domleschg

<b>Sils im Domleschg</b><br>Felszeichnungen von Carschenna. Ausschnitt aus einer archäologischen Aufnahme von  Brigitte Gubler,   August 1995 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Simplonpass

<b>Simplonpass</b><br>Die von Christian Menn konstruierte Ganterbrücke an der Passstrasse. Fotografie von  Olivier Maire,  2005  © KEYSTONE.<BR/>1960 beschloss die Eidgenossenschaft, die Simplonpassstrasse ins Nationalstrassennetz aufzunehmen. Ab 1976 wurde die Strasse ausgebaut und teilweise neu angelegt. Die Bauzeit der 678 m langen, die Ganter überspannenden Eisenbetonbrücke, deren Stützweite auf dem längsten Abschnitt 174 m beträgt, endete 1980.<BR/>

Sinner, Friedrich von

<b>Friedrich von Sinner</b><br>Prunkgemälde des Berner Schultheissen. Öl auf Leinwand von  Emanuel Handmann,   1772 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/><BR/>

Sitten (Fürstbistum)

<b>Sitten (Fürstbistum)</b><br>Vorderseite eines silbernen Doppeltalers in Originalgrösse von 1501, geprägt von Bischof Matthäus Schiner (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Wappen der sieben Zenden und der Walliser Vogteien umgeben das Familienwappen des Bischofs, das mit Mitra, Bischofsstab und Schwert dargestellt ist. <BR/><b>Sitten (Fürstbistum)</b><br>Rückseite eines silbernen Doppeltalers in Originalgrösse von 1501, geprägt von Bischof Matthäus Schiner (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Der heilige Theodul, erster Bischof des Wallis, kniet im Pontifikalornat vor dem Altar. Er wird mit seinem Heiligenattribut, dem glockentragenden Teufel, dargestellt. Der Legende nach überredete Theodul den Teufel, die vom Papst geschenkte Glocke auf seinem Rücken nach Sitten zu tragen.<BR/>

Sittenmandate

<b>Sittenmandate</b><br>Titelseite aus der Sammlung der "Mandat vnd Ordnungen Vnserer gnedigen Herren, Burgermeister, klein vnd grosser Raehten der Statt Zürich", gedruckt 1650 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/><b>Sittenmandate</b><br>Auszug aus der Sammlung der "Mandat vnd Ordnungen Vnserer gnedigen Herren, Burgermeister, klein vnd grosser Raehten der Statt Zürich", gedruckt 1650 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Unter "allerhand ander unwaesen, missbrüch und laster" werden unzählige Vergnügen der Jugend in Stadt und Land aufgezählt. <BR/>

Sittlichkeitsbewegung

<b>Sittlichkeitsbewegung</b><br>Titelseite einer von  Amélie Humbert-Droz  1895 vorgelegten Studie über die Beziehungen zwischen dem Internationalen Verein der Freundinnen junger Mädchen und der Sittlichkeitsbewegung, im gleichen Jahr in Neuenburg veröffentlicht (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Amélie Humbert-Droz verfasste diese Arbeit als Sekretärin des Vereins und stellte sie in einem öffentlichen Vortrag vor.<BR/><BR/><b>Sittlichkeitsbewegung</b><br>Titelblatt des Vortrags, den die Ärztin  Marie Heim-Vögtlin  an der Jahresversammlung des Zürcher Frauenbunds zur Hebung der Sittlichkeit am 19. Mai 1904 gehalten hat (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Skisport

<b>Skisport</b><br>Werbeplakat für den Skiort Zweisimmen, gestaltet von  Hugo Laubi,  1945 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Skisport</b><br>Werbeplakat für den Skiort Montana, gestaltet von  Oscar Rüegg,  1937 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Skisport</b><br>Werbeplakat für den Skiort Lenzerheide, gestaltet von   Arnold Bosshard,  1944 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Skisport</b><br>Werbeplakat für den Skiort Les Diablerets, gestaltet von  Martin Peikert,  1948 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Skisport</b><br>Werbeplakat für den Skiort Adelboden, gestaltet von  Herbert Leupin,  1947 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Skisport</b><br>Werbeplakat für den Skiort Davos, gestaltet von  René Mühlemann,  1961 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Socin, Bernhard

<b>Bernhard Socin</b><br>Lithografie von  Georg Wolf   nach einer um 1850 entstandenen Daguerreotypie (Universitätsbibliothek Basel).<BR/><BR/>

Soglio

<b>Soglio</b><br>Die Bauten auf den einzelnen Geländestufen des Gemeindegebiets, erfasst und zusammengestellt von Studierenden der Ingenieurschule beider Basel unter der Leitung von Michael Alder, erschienen als Buch 1983 (Schweizerische Nationalbibliothek). <BR/>Die Abbildung zeigt die Siedlungsstufen von Soglio: Unten in der Talsiedlung wachsen noch Reben (800 bis 900 m). Oberhalb der Zone mit Kastanienhainen (900 bis 1100 m) liegt auf einer Terrasse das Dorf. Am Berg folgen über der Laubwaldgrenze (1500 m) die unteren Maiensässe, dann die knapp unterhalb der Nadelwaldgrenze (2000 m) liegenden oberen Maiensässe.<BR/>

Soldini, Benigno

<b>Benigno Soldini</b><br>Porträt (Ausschnitt) aus einer Lithografie, welche die Mitglieder des Nationalrats der Jahre 1849–1850 zeigt (Bernisches Historisches Museum).<BR/>

Solidarität

<b>Solidarität</b><br>Plakat der Grafikerin  Simone Torelli,   anlässlich der Feier zum 1. Mai für den Schweizerischen Gewerkschaftsbund gestaltet, 1986 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Sollberger, Marie

<b>Marie Sollberger</b><br>Porträt, um 1890. Fotografie aus dem Album "Portraits von gemeinnützig tätigen Schweizerfrauen", das anlässlich der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit Saffa in Bern von 1928 zusammengestellt wurde (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Solothurn (Gemeinde)

<b>Solothurn (Gemeinde)</b><br>Plakat für die Solothurner Literaturtage von 1995, gestaltet von  Sabina Wittwer (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Solothurn (Kanton)

<b>Solothurn (Kanton)</b><br>Goldfiligranscheibenfibel mit Granateinlagen, Durchmesser 2,8 cm, 2. Hälfte des 6. Jahrhunderts (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Fibel stammt aus einem Frauengrab im Gräberfeld Oberbuchsiten-Bühl, einer der wichtigsten archäologischen Fundstellen im Kanton Solothurn.<BR/><BR/><b>Solothurn (Kanton)</b><br>Die Solothurner stossen 1465 gegen die Grafschaft Montbéliard vor. Illustration aus der "Spiezer Chronik" von Diebold Schilling, 1485 (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 792).<BR/>Der Zeichner zeigt die bewaffneten Solothurner vor der befestigten Stadt Montbéliard, die im Besitz der Grafen von Württemberg war. Solothurner Expansionsbemühungen Richtung Süden oder Osten ins Mittelland stand das verbündete Bern im Weg. Dem solothurnischen Versuch, das Territorium in nördlicher Richtung zu erweitern, war vorerst kein Erfolg beschieden. Der Streit wurde ein Jahr später von einem Schiedsgericht unter dem Bischof von Basel geregelt.<BR/><BR/><b>Solothurn (Kanton)</b><br>Besucherinnen und Besucher verlassen das Kino Scala nach einer Filmvorführung anlässlich der 8. Solothurner Filmtage im Januar 1973  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Im Januar 1966 veranstaltete die Filmgilde Solothurn eine Tagung mit dem Titel "Schweizer Film heute", aus der sich 1967 die Solothurner Filmtage entwickelten, eines der wichtigsten Treffen für Schweizer Filmschaffende. Bis 1986 hatte Stephan Portmann die Leitung inne. 1973 fanden die Vorführungen in den Kinos Scala und Elite statt.<BR/><BR/>

Somazzi, Ida

<b>Ida Somazzi</b><br>Fotografie, um 1950  © KEYSTONE/Photopress.<BR/><BR/>

Sonderbund

<b>Sonderbund</b><br>Gefecht zwischen den Truppen der Tagsatzung und des Sonderbunds bei Meierskappel am 23. November 1847.  Farblithografie von Heinrich Jenny (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Jenny führte als Maler ein Wanderleben und hatte einige Phasen des Kriegs miterlebt. Nach 1847 schuf er aus der Perspektive der Kriegsgewinner eine Reihe von Bildern, die von Studer in Winterthur veröffentlicht wurden. Hier zeigt er den Sieg der eidgenössischen Truppen, den diese nach dem erbitterten Widerstand der Sonderbundstruppen (v.a. Schwyzer) errungen hatten. Heroisch in Szene gesetzt – im Hintergrund die Rigi – fällt der Blick zuerst auf den Divisionskommandanten Dominik Gmür auf seinem weissen Pferd, der in seiner Pose an Napoleon Bonaparte erinnert.<BR/>

Sonderfall

<b>Sonderfall</b><br>Französische Ausgabe des Katalogs zur Ausstellung "Sonderfall?" im Schweizerischen Landesmuseum, 1992. <BR/>Im Jahr der EWR-Abstimmung zeigte das Landesmuseum in Zürich die grosse Ausstellung "Sonderfall? Die Schweiz zwischen Réduit und Europa". Der deutsche Begriff hat, wie dieses Beispiel belegt, Eingang in die französische Sprache gefunden.<BR/>

Sonnenschein, Valentin

<b>Valentin Sonnenschein</b><br>Allegorie des Staates Bern. Terrakotta, 1780 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Sonnenschein modellierte den Schultheissen Friedrich von Sinner sitzend neben den Berner Insignien, dem Ratsherrenhut, der Gesetzessammlung, dem Zepter und dem Siegelbeutel. Im Hintergrund links sind die Allegorie der Republik Bern mit Schild und Speer sowie rechts jene der Einigkeit mit dem Liktorenbündel zu erkennen.<BR/><BR/>

Soutter, Louis

<b>Louis Soutter</b><br>Plakat zur Retrospektive des Künstlers im Aargauer Kunsthaus, 1961 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die öffentliche Anerkennung Soutters begann mit dieser vom Musée cantonal des beaux-arts in Lausanne organisierten Ausstellung, die in der Schweiz und anschliessend in Deutschland gezeigt wurde. Das mit schwarzer Tinte mit den Fingern gemalte Bild ist typisch für die letzte, von 1937 bis 1942 dauernde Schaffensperiode des Künstlers.<BR/>

Sozialdemokratische Partei (SP)

<b>Sozialdemokratische Partei (SP)</b><br>Plakat von  Paul Wyss   für die eidgenössischen Wahlen vom Oktober 1919 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Das Plakat erinnert an das Eingreifen der Armee gegen die Streikenden in den Jahren 1918 und 1919, hauptsächlich während des Landesstreiks vom November 1918. Um seinem Plakat mehr Ausdruckskraft zu verleihen, verwendete der Künstler Stilelemente des Kubismus.<BR/><BR/><b>Sozialdemokratische Partei (SP)</b><br>Plakat von  Carl Scherer   für die eidgenössischen Wahlen von 1919 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Soziale Bewegungen

<b>Soziale Bewegungen</b><br>Pfingstmarsch gegen die Lagerung radioaktiver Abfälle in Lucens, 1978 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) sucht seit 1972 nach geeigneten Standorten für die Lagerung radioaktiver Abfälle. Die zu diesem Zweck geplante Nutzung des ehemaligen, am 21. Januar 1969 geschlossenen Versuchsreaktors Lucens trieb im Mai 1978 Tausende Atomkraftgegner zu einer Protestkundgebung auf die Strasse. Wo die Nagra Probebohrungen für Endlager durchführte (Bex, Ollon und Wellenberg bzw. Wolfenschiessen), kam es in der betroffenen Bevölkerung zu heftigem Widerstand. Aktivisten der Antiatombewegung aus verschiedenen politischen Lagern der Schweiz unterstützten die Proteste.<BR/><BR/>

Soziale Frage

<b>Soziale Frage</b><br>Plakat zur Abstimmung über das Arbeitszeitgesetz im Kanton Basel-Stadt vom 4. Juli 1920, gestaltet von  Paul Wyss (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Senkung der Arbeitszeit war eine der wichtigsten Forderungen der Arbeiterschaft. Nach dem Generalstreik von 1918 wurde durch Gesetze eine Arbeitszeit von acht Stunden pro Tag festgelegt. Dagegen wurde verschiedentlich das Referendum ergriffen, worauf es im Juli zuerst im Kanton Basel-Stadt, im Oktober dann auf eidgenössischer Ebene zu Volksabstimmungen kam. Die Gesetze wurden schliesslich angenommen.<BR/>

Soziale Sicherheit

<b>Soziale Sicherheit</b><br>Titelseite der deutschsprachigen Ausgabe des Beveridge-Plans, 1943  (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Im November 1942 unterbreitete eine Kommission der britischen Regierung einen von William Beveridge unterzeichneten Bericht über die bestehenden Sozialversicherungssysteme. Beveridge schlug vor, zur Errichtung eines umfassenden Systems sozialer Sicherheit die verschiedenen Sozialversicherungen zusammenzuführen und einen allgemeinen Gesundheitsdienst – einschliesslich einer Absicherung bei Arbeitsunfällen sowie Kinderzulagen – zu schaffen. Der Plan setzte hauptsächlich auf die Vollbeschäftigung und die Einkommenssicherung. Kurz nach dem Krieg diente er dazu, die sozialen Sicherungssysteme Europas wiederaufzubauen.<BR/><b>Soziale Sicherheit</b><br>Titelseite der französischsprachigen Ausgabe des Beveridge-Plans, 1943 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Im November 1942 unterbreitete eine Kommission der britischen Regierung einen von William Beveridge unterzeichneten Bericht über die bestehenden Sozialversicherungssysteme. Beveridge schlug vor, zur Errichtung eines umfassenden Systems sozialer Sicherheit die verschiedenen Sozialversicherungen zusammenzuführen und einen allgemeinen Gesundheitsdienst – einschliesslich einer Absicherung bei Arbeitsunfällen sowie Kinderzulagen – zu schaffen. Der Plan setzte hauptsächlich auf die Vollbeschäftigung und die Einkommenssicherung. Kurz nach dem Krieg diente er dazu, die sozialen Sicherungssysteme Europas wiederaufzubauen.<BR/>

Sozialenqueten

<b>Sozialenqueten</b><br>Bericht über die Wohnsituation in Lausanne, verfasst von André Schnetzler, 1894 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Sozialenqueten</b><br>Bericht für die Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zürich von Victor Böhmert, 1868 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Sozialer Wandel

<b>Sozialer Wandel</b><br>Bodenreinigung in der zweiten Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit (Saffa) in Zürich 1958. Fotografie im Buch über die "Saffa 58" (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Ausstellung präsentierte u.a. das Leitbild der modernen Hausfrau (im Hintergrund). Dieses kontrastierte, wie die Aufnahme verdeutlicht, noch in vieler Hinsicht mit der Arbeits- und Lebenswelt der Frauen.<BR/>

Sozialgesetzgebung

<b>Sozialgesetzgebung</b><br>"Nein zur Nachtarbeit. Nein zur Revision des Arbeitsgesetzes am 1. Dezember". Plakat von  Martial Leiter, 1996 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>67% der Wählerinnen und Wähler sagten 1996 Nein zur Gesetzesvorlage des Parlaments, die mit dem Referendum bekämpft worden war. Hauptsächlich die Gewerkschaften und die Kirchen kritisierten, dass das Revisionsprojekt dem Arbeiterschutz v.a. bezüglich der Nacht- und Sonntagsarbeit zu wenig Rechnung trage.<BR/><BR/>

Sozialismus

<b>Sozialismus</b><br>Titelseite einer Schrift des Reformsozialisten Herman Greulich, veröffentlicht in Olten, 1921 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/><b>Sozialismus</b><br>Titelseite einer Publikation von Charles Naine von 1918, mit einer Werbung für eine Buchhandlung und für eine sozialistische Druckerei in La Chaux-de-Fonds und Lausanne (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Sozialismus</b><br>Publikation des Pfarrers Leonhard Ragaz, eines der Begründer der religiös-sozialen Bewegung, veröffentlicht 1907 in Zürich (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Sozialpolitik

<b>Sozialpolitik</b><br>Plakat für die eidgenössische Abstimmung über die Revision des Fabrikgesetzes vom 17. Februar 1924 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Reglementierung der Arbeitszeit war an der Wende zum 20. Jahrhundert ein zentraler Punkt der Sozialpolitik. Unter dem Druck der Arbeitgeberorganisationen beschloss das Parlament, das Fabrikgesetz von 1920, das die tägliche Arbeitszeit auf acht Stunden festgelegt hatte, zu revidieren. Dagegen wurde das Referendum ergriffen. Die Konsequenzen, die eine Erhöhung der Arbeitszeit hätte, werden auf dem Plakat als mechanische Vorgänge erklärt: Wenn man die Arbeitszeit von acht auf neun Stunden erhöhte, würden die Produktion und der Konsum steigen, was zu einer Preissenkung führte. Den Argumenten der Arbeitgeber wurde kein Gehör geschenkt, die Revision scheiterte mit 57,6% der Stimmen.<BR/><b>Sozialpolitik</b><br>Plakat von 1947 gegen das Gesetz zur Einführung der AHV (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Am 20. Dezember 1946 stimmten beide Räte dem Gesetz zur Einführung der AHV mit einer knappen Mehrheit zu. Nachdem rechtsbürgerliche Kreise mit Unterstützung von Unternehmerseite das Referendum ergriffen hatten, kam es zur Volksabstimmung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung. 80% der Stimmbürger stimmten der Vorlage am 6. Juli 1947 zu, worauf das Gesetz am 1. Januar 1948 in Kraft trat.<BR/>

Sozialstaat

<b>Sozialstaat</b><br>Plakat zur Volksinitiative für die zehnte AHV-Revision ohne Erhöhung des Rentenalters, über die am 27. September 1998 abgestimmt wurde (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Ab der Einführung der Alters- und Hinterlassenenversicherung 1948 lag das Rentenalter für Männer und Frauen bei 65 Jahren. Für Frauen wurde dieses 1957 auf 63 und 1964 auf 62 Jahre gesenkt. Im Rahmen der zehnten AHV-Revision folgte 2001 die Anhebung des Rentenalters auf 63, 2005 auf 64 Jahre.<BR/>

Spar- und Leihkassen

<b>Spar- und Leihkassen</b><br>Plakat für die Bausparkasse Kobag von  Otto Baumberger,   1934 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die 1930 in Basel gegründete Kobag (Kollektiv-Bau- und Ablösungs-Genossenschaft) war die erste Bausparkasse der Schweiz. Während der Weltwirtschaftskrise vor dem Zweiten Weltkrieg befanden sich viele Haus- und Grundeigentümer in einer schwierigen Lage. Mit dem Schlagwort "Entschuldet Euch" propagierte die Kobag die kollektive Selbsthilfe und gewann schnell viele Mitglieder. Bereits im ersten Geschäftsjahr konnte sie etwa 1 Million Franken fast zinslos amortisierbare Hypotheken gewähren. 1939 wurde die Kobag in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.<BR/>

Spiele

<b>Spiele</b><br>Sammlung von Spielen, Gesängen und sketchartigen Lustspielen sowie Ratschlägen für die Organisation von Jugendfesten, veröffentlicht 1838 von Johann Jakob Sprüngli. Frontispiz mit Lithografie von  Johann Melchior Deschwanden (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Pfarrer Sprüngli fasste in seinem "Taschenbuch" die Anleitungen für ein 1837 von der lokalen Sängerzunft organisiertes Schulschlussfest in Thalwil zusammen. Der Brauch, den Schülern in Anerkennung ihrer geleisteten Arbeit einen fröhlichen Festtag zu bescheren, verbreitete sich im ganzen Land und blieb mancherorts lebendig.<BR/>

Spiez

<b>Spiez</b><br>Ansicht des Schlosses, vom Thunersee aus Richtung Südwesten mit der Stockhornkette im Hintergrund. Aquarell von  Albrecht Kauw,   um 1672 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>

Spiringen

<b>Spiringen</b><br>Der Erzengel Michael als Jüngling in Ritterrüstung durchbohrt den Drachen mit seiner Lanze. Polychrome, geschnitzte Lindenholzskulptur aus der Kapelle St. Michael, 2. Hälfte 15. Jahrhundert (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Im Mittelalter stammten die Priester oftmals aus süddeutschen Städten. Sie dürften massgeblich daran beteiligt gewesen sein, dass hochwertige Kultobjekte auch in kleine Pfarreien der Zentralschweiz gelangten.<BR/><BR/>

Spital

<b>Spital</b><br>Das Inselspital Bern, ausserhalb des Stadtkerns 1881–1884 neu erbaut. Lithografie von  Karl Lips (Burgerbibliothek Bern).<BR/>Das 1354 von Anna Seiler gestiftete Spital wurde nach der Reformation in das ehemalige Dominikanerinnenkloster Sankt Michael in der Insel verlegt, das ihm seinen Namen gab. Als die Eidgenossenschaft 1880 verschiedene Gebäude kaufte, um das Bundeshaus zu vergrössern, zog das Spital an den heutigen Standort um und erneuerte die Infrastruktur, die nun den modernsten sanitären Standards entsprach. Die mit Dampfmaschinen betriebene Heizzentrale ist auf der Grünfläche von rund einem Dutzend frei stehender Gebäude im Pavillonsystem umgeben. Die idealisierte Landschaftsdarstellung betont die Nähe des Spitals zur Natur.<BR/>

Sport, Der

<b>Der Sport</b><br>Titelseite der Zeitung vom 24. Juni 1954 mit einem Bericht über den Schweizer Sieg gegen Italien an der Fussballweltmeisterschaft (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Sport

<b>Sport</b><br>Männer-Doppel an den Schweizerischen Hallen-Tennis-Meisterschaften in Genf, 1915. Glasplattennegativ  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>1896 gründeten acht Clubs in Bern den ersten Schweizer Dachverband für den Tennissport, die Schweizerische Lawn-Tennis Association, die sich 1943 in Schweizerischer Tennisverband umbenannte. Seit 1990 heisst der Verband Swiss Tennis.<BR/><b>Sport</b><br>Plakat für die internationale Ruderregatta auf dem Rhein bei Augst von 1914 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Sport</b><br>Plakat für die Bahn-Radweltmeisterschaften 1923 in Zürich, gestaltet von  Otto Ernst (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die offene Rennbahn in Zürich-Oerlikon ist eine Spannbetonkonstruktion aus dem Jahr 1912. 1923 fanden hier die ersten Bahn-Radweltmeisterschaften statt, weitere folgten regelmässig bis 1983.<BR/><b>Sport</b><br>Ferdinand Kübler (links im Trikot des Schweizer Meisters) und Hugo Koblet (rechts) kurz vor dem Start zur Strassenweltmeisterschaft im italienischen Varese, 1951  © KEYSTONE/Photopress.<BR/><BR/>

Sportverbände

<b>Sportverbände</b><br>Kopf der "Eidgenössischen Schwinger-Zeitung", 18. August 1907 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Diese erste Nummer wird als offizielles Organ des eidgenössischen Schwinger- und des eidgenössischen Hornusserverbands vorgestellt.<BR/>

Sprachwissenschaft

<b>Sprachwissenschaft</b><br>Titelseite der ersten Ausgabe des Werks von Ferdinand de Saussure, das postum 1916 herausgegeben wurde (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Sprecher, Theophil (von Bernegg)

<b>Theophil Sprecher von Bernegg</b><br>Büste des ehemaligen Generalstabschefs. Modellierter, bemalter Gips von  Hermann Hubacher,  um 1928 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Sprüngli, Niklaus

<b>Niklaus Sprüngli</b><br>Linker Teil des Aufrissplans für die Erneuerung des Nydeggstaldens in Bern, vom Berner Architekten um 1759 gezeichnet (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Im Rahmen des Ausbaus der Hauptstrasse zwischen 1757 und 1760 wurden für das Nydeggquartier mehrere Umgestaltungen projektiert. Niklaus Sprünglis Idee einer zweistöckigen Brücke über die Aare wurde nicht realisiert.<BR/><BR/>

Spühler, Willy

<b>Willy Spühler</b><br>Spühler und sein sozialdemokratischer Kollege Hans Peter Tschudi (links) gratulieren sich gegenseitig am 17. Dezember 1959 zur Wahl in den Bundesrat  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Mit der Wahl der beiden Sozialdemokraten in den Bundesrat wurde die sogenannte Zauberformel eingeführt, gemäss welcher die parteipolitische Zusammensetzung den Wähleranteilen der grossen Parteien entsprechen soll. Die Sozialdemokraten waren ab 1953 nicht mehr in der Regierung vertreten gewesen.<BR/>

Spyri, Johanna

<b>Johanna Spyri</b><br>Mit ihrem Sohn Bernhard Diethelm, 1856. Aufnahme eines unbekannten Fotografen (Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugendmedien) © KEYSTONE.<BR/><BR/>

Staatsdienst

<b>Staatsdienst</b><br>Versammlung der Bibliothekskommission der Staatsbibliothek Bern. Ausschnitt eines Gemäldes von  Johannes Dünz,   1697 (Burgerbibliothek Bern).<BR/>Diese Darstellung widerspiegelt das Selbstbild, das die hohen Staatsdiener im 17. Jahrhundert vermitteln wollten. Die Kultur musste wie das Bauwesen verwaltet werden, sie bedurfte einer strengen Organisation, genau wie die Patrizier im Bild, die sich um einen Arbeitstisch in der Mitte der Bibliothek versammelt haben.<BR/>

Staatsschutz

<b>Staatsschutz</b><br>Plakat der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz für die Abstimmung vom 3. Dezember 1978 zum Bundesgesetz über die Erfüllung sicherheitspolizeilicher Aufgaben des Bundes (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Stadt-Land-Beziehungen

<b>Stadt-Land-Beziehungen</b><br>Ostermontagsschwingen auf der Schanze vor der Berner Stadtmauer. Kolorierte Radierung von  Marquard Wocher und François Janinet,   um 1790 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Während in der Stadt anlässlich der Vereidigung der neuen Behörden ein Gottesdienst im Münster mit anschliessendem Festumzug stattfand, trafen sich auf der Schanze die Oberländer und Emmentaler Hirten zum traditionellen Ostermontagsschwingen. Das Publikum setzt sich hauptsächlich aus der Landbevölkerung zusammen, die gepuderten Perücken der städtischen Patrizier sind in der Minderzahl.<BR/><b>Stadt-Land-Beziehungen</b><br>"Der zufriedene Dorfbewohner". Kolorierte Umrissradierung von  Sigmund Freudenberger,  1791 (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/>Die Darstellung des bäuerlichen Lebens in den Werken der Kleinmeister um 1800 widerspiegelt häufig eher die Vorstellung, die sich die reichen Städter vom Land machten, als die tatsächlichen, oft harten Lebensbedingungen auf dem Land.<BR/>

Stadtbefestigungen

<b>Stadtbefestigungen</b><br>Archäologische Karte von Avenches (Aventicum) von   Erasmus Ritter.   Feder, aquarelliert, 1786, nach einem Plan des Gemeindegebiets von David Fornerod (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.XXIa.91).<BR/>Der Plan gehört zur Dokumentation der archäologischen Grabungen, die Ritter im Auftrag des Berner Rats in Avenches ausführte. Die um 70 n.Chr. errichtete Stadtmauer (A) umfasste in Form eines unregelmässigen Polygons ein riesiges, zum Teil unüberbaut gebliebenes Gebiet. Im 18. Jahrhundert waren neben den drei Stadttürmen (B) – ursprünglich waren es 73 – noch grössere Mauerreste erhalten. Die im 11. Jahrhundert gebaute Ringmauer der mittelalterlichen Stadt westlich des antiken Stadtzentrums (unten rechts) umfasste eine wesentlich kleinere Fläche.<BR/><BR/>

Städtische Unruhen

<b>Städtische Unruhen</b><br>Hinrichtung des Verschwörers Samuel Henzi in Bern. Holzstich aus einer Sammlung verschiedener Schriftstücke, die unter dem Titel "Verschwörung von 1749" herausgegeben wurden, 1749 (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.XIV.70).<BR/>1749 versuchte eine Gruppe von Bürgern, die im Kleinen Rat der Stadt Bern nicht mehr vertreten war, das Patriziat zu stürzen. Sie stellte die Alleinherrschaft einer kleinen Anzahl von Familien in Frage, welche die Ratssitze für sich beanspruchten. Samuel Henzi verfasste im Namen der Verschwörer eine regierungsfeindliche Denkschrift und weitere Schriften. Die Regierung liess rund 70 Personen verhaften und verhängte gegen die Anführer verschiedene Strafen. Henzi wurde am 17. Juli 1749 enthauptet.<BR/>

Stadtschreiber

<b>Stadtschreiber</b><br>Der Stadtschreiber von Bern. Illustration aus der um 1485 verfassten "Spiezer Chronik" von   Diebold Schilling (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 193).<BR/>Der Chronist berichtet über die Ratifikation eines Burgrechtsvertrags mit dem Grafen von Savoyen durch den Grossen Rat kurz vor 1330. Der Stadtschreiber, der zwischen dem Schultheissen von Bern und dem Grafen von Savoyen steht, hält den Burgrechtsbrief in den Händen.<BR/>

Staël, Germaine de

<b>Germaine de Staël</b><br>Porträt mit Turban. Farblithografie von  François-Séraphin Delpech (Bibliothèque de Genève).<BR/>

Stäffis, Cono von

<b>Cono von Stäffis</b><br>Seite des Chartulars des Domkapitels Lausanne (Burgerbibliothek Bern, Cod. B 219, f. 3r).<BR/>Verzeichnis der Pfarreien des Bistums mit der Auftragserteilung von Cono von Stäffis vom 15. September 1228. Am oberen Rand steht: "Hec fecit scribi Cono prepositus anno domini mccxxviii octava natalis beate Marie" (Conon, Propst, liess dies hier schreiben, im Jahr des Herrn 1228, in der Octave der Geburt Mariens). Es folgen die Beschreibung der Ausstattung der Kathedrale von Lausanne, ihrer Geistlichen und Altäre, sowie unten in fünf Kolonnen das Verzeichnis der Pfarrkirchen in der Stadt und im Dekanat Lausanne.<BR/><BR/>

Stähelin, August

<b>August Stähelin</b><br>Porträt des Basler Unternehmers und Politikers. Aufnahme aus dem Atelier von  Jakob Höflinger & Sohn,   um 1875 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>

Stähelin, Rudolf

<b>Rudolf Staehelin</b><br>Der Professor für innere Medizin an der Universität Basel. Fotografie, um 1912 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>

Stämpfli, Jakob

<b>Jakob Stämpfli</b><br>Porträt, um 1860. Fotografie aus dem Studio  Vollenweider & Escher  in Bern (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Stampfli, Walther

<b>Walther Stampfli</b><br>Zeichnung von  Gregor Rabinovitch  aus dem "Nebelspalter" vom 18. Dezember 1947 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der "Nebelspalter" – sonst allzeit bereit, die Fehler von Politikern zu karikieren – ehrt in humoristischer Weise Walther Stampfli als Vater der AHV bei dessen Rücktritt aus der Landesregierung.<BR/>

Stans

<b>Stans</b><br>Strecke der Standseilbahn und das Hotel Stanserhornkulm, um 1893. Aufnahme des Zürcher Fotostudios  Ed. Schroeder & Cie. (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>1892 fiel die Entscheidung, von Stans aus eine Bahn auf das Stanserhorn mit drei getrennten Sektionen zu errichten. Die letzte und steilste Strecke endete im Untergeschoss des Hotels. 1893 wurde die Bahn in Betrieb genommen. Bei einem Gewitter vernichtete 1970 ein Feuer das Hotel samt Maschinenhaus. 1975 wurde eine Luftseilbahn in Betrieb genommen, welche die beiden oberen Sektionen ersetzte.<BR/><b>Stans</b><br>Anton Frey-Näpflin im neuen Teil des Museums der Frey-Näpflin-Stiftung am 23. Oktober 2008  © KEYSTONE / Sigi Tischler.<BR/>Das 2004 gegründete Museum zeigt in diesem neuen Teil Glasscheiben aus dem ehemaligen Zisterzienserkloster St. Urban, die der Stanser Künstler Melchior Paul von Deschwanden und seine Gehilfen geschaffen haben.<BR/><b>Stans</b><br>Plakat für die Stanser Musiktage, 2006 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Stanyan, Abraham

<b>Abraham Stanyan</b><br>Titelseite der französischen Übersetzung seines Werks "An Account of Switzerland", das 1714 in London herausgegeben wurde (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die in Amsterdam im selben Jahr wie das Original veröffentlichte Übersetzung zeigt die Büchermarke des Verlegers Wetstein ohne besonderen Bezug zur Schweiz.<BR/>

Starobinski, Jean

<b>Jean Starobinski</b><br>Der Literaturkritiker in seinem Haus, im Hintergrund eine Büste des französischen Literaturprofessors Albert Thibaudet, der 1924-36 an der Universität Genf lehrte. Fotografie, 1990  © KEYSTONE / Roger Viollet.<BR/>

Statistik

<b>Statistik</b><br>Titelseite der 1713 veröffentlichten "Ars conjectandi" von Jacob Bernoulli, der damit die Grundlagen für die statistische Theorie der Wahrscheinlichkeitsrechnung legte (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Statistik</b><br>Aquarellierte Lithografie mit statistischen Angaben zur Eidgenossenschaft und dekorativen Illustrationen von  Jean DuBois,   lithografiert um 1845 bei Spengler & Cie. in Genf für Briquet et DuBois (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Der Maler Jean DuBois und der Buchhändler Charles Briquet arbeiteten ab 1827 zusammen und spezialisierten sich auf die Herstellung topografischer Druckgrafiken für Touristen. Diese statistische Übersicht, eingefügt in eine neugotisch gestaltete Tabelle, welche auf die Helden aus der Schweizer Geschichte verweist, erinnert vielmehr an ein pittoreskes Souvenir denn an eine Statistik. Zudem sind die Zahlen und die Wappen veraltet (etwa jene von Neuenburg und Graubünden) und beziehen sich eher auf das Jahr 1815 als auf 1845. Solche Darstellungen waren in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts häufig.<BR/><b>Statistik</b><br>Titelseite der Originalausgabe der "Statistica della Svizzera" von 1827 des Tessiners  Stefano Franscini (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Franscinis statistisches Pionierwerk bildet mit vergleichender Methode die komplexe schweizerische Realität ab.<BR/>

Staub, Hans

<b>Hans Staub</b><br>Vor der Kinderkrippe im Zürcher Industriequartier, 1931 (Fotostiftung Schweiz) © KEYSTONE.<BR/>Das Bild eines Vaters, der sich von seinem Sohn verabschiedet, wurde zu einer Ikone der Geschichte der Schweizer Fotografie in den 1930er Jahren, obschon der Aufnahme zu Lebzeiten des Fotografen nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden war.<BR/>

Stauwerke

<b>Stauwerke</b><br>Die Grande Dixence. Fotografie von  Georg Gerster,  2005  © KEYSTONE.<BR/>

Steck, Albert

<b>Albert Steck</b><br>Titelseite einer kleinen Schrift mit Artikeln aus den Jahren 1887–89 zur Sozialen Frage. Steck, der Redaktor der Zeitschrift "Der Sozialdemokrat" war, hatte die Broschüre 1890 im Eigenverlag in Bern publiziert (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Stecklikrieg

<b>Stecklikrieg</b><br>Der 18. September 1802. Kolorierter Stich von  Karl Ludwig Zehender,   datiert auf das Jahr 1805 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Der Künstler inszeniert eine dramatische Episode des Bürgerkriegs: Die föderalistischen Truppen belagern Bern, der junge Leutnant Sigmund Rudolf von Werdt wird tödlich verletzt vom Kampfplatz getragen, der Munitionswagen (ganz rechts) ist leer.<BR/>

Steffisburg

<b>Steffisburg</b><br>Bemalter Wandteller aus Terrakotta, mit einer Edelweissverzierung und einer Ansicht von Interlaken, hergestellt in der Manufaktur Wanzenried-Ingold in Steffisburg (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>1872 übernahm Johann Wanzenried (1847–95) von seinem Vater eine Werkstätte, die er zu einer kleinen Geschirrmanufaktur mit rund 30 Angestellten ausbaute. Er spezialisierte sich auf die Produktion von dekorativer Irdenware für die Hotellerie. Seine Frau Marie Luise Ingold führte die Firma bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts weiter.<BR/><BR/>

Steiger, Christoph

<b>Christoph Steiger</b><br>Porträt als Schultheiss von Bern. Kopie von  Emanuel Handmann   aus der Mitte des 18. Jahrhunderts nach einem Originalporträt von  Johann Rudolf Huber   von 1724 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Steiger wird auf dem Schultheissenstuhl in seinem offiziellen, schwarzen Gewand dargestellt, das in seiner Nüchternheit zu einem reformierten Kanton passt. Zepter und Siegel, die Herrschaftsinsignien der Republik, liegen auf dem Tisch.<BR/>

Steiger, Eduard von

<b>Eduard von Steiger</b><br>Porträt des Bundesrats zu Beginn der 1940er Jahre (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Photopress).<BR/>

Steiger, Niklaus Friedrich

<b>Niklaus Friedrich Steiger</b><br>Bestattung des Altschultheissen im Berner Münster, 1805. Kolorierte Zeichnung eines unbekannten Künstlers (Bernisches Historisches Museum).<BR/>In der Mediationszeit, rund fünf Jahre nach Steigers Tod im Exil, beschloss der bernische Grosse Rat die Exhumierung und Überführung der sterblichen Überreste des Altschultheissen nach Bern. Das Begräbnis wurde mit grossem Pomp und militärischen Ehren gefeiert. Obgleich ursprünglich als Demonstration konservativer Politik geplant, wurde das Ereignis von den Anhängern der Helvetischen Republik gleichsam als Begräbnis des Ancien Régime empfunden.<BR/><BR/>

Stein am Rhein (Gemeinde)

<b>Stein am Rhein (Gemeinde)</b><br>Werbeplakat für die Marke Henke, gestaltet von  Hans Michael Freisager,  1962 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die 1885 gegründete Firma spezialisierte sich auf Skischuhe und entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg, als Skifahren zum Massensport wurde, zu einem florierenden Unternehmen. 1961 beschäftigte sie über 500 Mitarbeiter. 1973 musste Henke als wichtigster Arbeitgeber von Stein am Rhein seine Tore schliessen.<BR/>

Steiner, Heiri

<b>Heiri Steiner</b><br>Plakat, gestaltet im Auftrag der Zürcher Firma Pro Telephon, 1939 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Das Plakat entstand in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Ernst A. Heiniger, der in Steiners Grafikstudio tätig war.<BR/>

Steiner, Rudolf

<b>Rudolf Steiner</b><br>Porträt, aufgenommen vom St. Galler Fotografen  Otto Rietmann,  um 1920 (Philosophisch-Anthroposophischer Verlag Goetheanum) © KEYSTONE.<BR/>

Steinlen, Théophile Alexandre

<b>Théophile Alexandre Steinlen</b><br>Werbeplakat des Künstlers für die in Paris publizierte Tageszeitung "Le Journal", 1899 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Der Roman des beliebten französischen Schriftstellers Jean-Louis Dubut de Laforest über die Prostitution wurde im Feuilleton des "Journal" veröffentlicht. Der Fortsetzungsroman, dessen Erscheinen von grossen Werbekampagnen begleitet wurde, war eine attraktive, um 1900 für den Konkurrenzkampf zwischen den Zeitungen wichtige Rubrik.<BR/>

Steuern

<b>Steuern</b><br>Aufruf an die Bürger, ihre Steuererklärungen auszufüllen. Plakat von  Alois Carigiet,   1945 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Stich, Otto

<b>Otto Stich</b><br>Der Baselbieter Nationalrat erklärt am 7. Dezember 1983 vor der Vereinigten Bundesversammlung die Annahme seiner Wahl zum Bundesrat  © KEYSTONE.<BR/>

Stiefel, Eduard

<b>Eduard Stiefel</b><br>Plakat für das Eidgenössische Turnfest in Bern von 1906 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Stimm- und Wahlrecht

<b>Stimm- und Wahlrecht</b><br>Plakat des Aktionskomitees für das Frauenstimmrecht im Kanton Zürich von  Richard Paul Lohse,   1947 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die dem Plakat zugrunde liegende Aufnahme von der Kartoffelernte im Berner Oberland wurde 1944 von Jakob Tuggener realisiert.<BR/>

Stocker, Gerda

<b>Gerda Stocker-Meyer</b><br>Undatierte Pressefotografie, um 1960  © KEYSTONE/Photopress.<BR/><BR/>

Stöckli, Jeanfritz Bartholomäus

<b>Jeanfritz Bartholomäus Stöckli</b><br>Eimer aus Polyethylen mit Metallbügel, entworfen von  Martin Kissling  und 1958 von der Metallwarenfabrik Stöckli in Netstal produziert (Museum für Gestaltung Zürich, Designsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Der als Typ 4001 offiziell registrierte Eimer ist einer der ersten, den die A. & J. Stöckli AG aus Kunststoff herstellte.<BR/>

Stoecklin, Niklaus

<b>Niklaus Stoecklin</b><br>Werbeplakat für Halsbonbons, gedruckt bei Wassermann in Basel, um 1935 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Das Originalplakat aus dem Jahr 1927 wurde von Niklaus Stoecklin entworfen. Die Grafik war so erfolgreich, dass die Firma Gaba sie als Logo übernahm und Stoecklin sein Plakat unter Verwendung verschiedener Schrifttypen und Darstellungsarten mehrmals wiederverwendete.<BR/>

Stooss, Carl

<b>Carl Stooss</b><br>Fotoporträt des Berner Juristen, um 1930 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Strafrecht

<b>Strafrecht</b><br>Kaspar Meyer von Wiedikon wird 1817 wegen Diebstahls in Bern öffentlich gebrandmarkt. Holzschnitt (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die Brandmarkung auf der Stirn und dem Rücken ist eine aus dem Frankenreich stammende Strafe, an der bis in die 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein festgehalten wurde. Zur Abschreckung wurde der Verurteilte nach der Brandmarkung in Ketten gelegt und durch die Stadt geführt.<BR/><b>Strafrecht</b><br>Plakat zur Referendumsabstimmung vom 3. Juli 1938 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Das Referendum gegen das Strafgesetz war im Dezember 1937 zustande gekommen. Die Föderalisten – die Katholisch-Konservativen und die Westschweizer Radikalen – waren gegen das Gesetz, weil sie um die Souveränität der Kantone fürchteten. Obschon es im Vorfeld der Abstimmung zu heftigen Debatten kam, wurde das neue Strafgesetz mit einer knappen Mehrheit angenommen.<BR/><BR/>

Straussenhandel

<b>Straussenhandel</b><br>Karikatur eines anonymen Zeichners. Kolorierte Lithografie, 1839 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Während der Teufel den protestantischen Theologen in die Hölle verfrachtet, verbrennen bewaffnete Konservative die fortschrittlichen Schriften von Strauss und machen sich für den Kampf gegen die neue liberale Zürcher Regierung bereit, die in einem Umzug mit Bürgermeister Conrad Melchior Hirzel an der Spitze im Hintergrund heranmarschiert. Hirzel schwenkt – in Anspielung auf den Reformpädagogen und Erziehungsrat Ignaz Thomas Scherr – eine Fahne in den Standesfarben, auf der eine Schere dargestellt ist.<BR/>

Stürler

<b>Stürler</b><br>Familienwappen mit goldenem Staketentor auf rotem Grund. Öl auf Holz, 1777 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Die Wappentafeln der 38 Landvögte von Frienisberg sind erhalten geblieben, darunter jene von Bernhard Stürler, der das Amt 1777–1783 ausgeübt hat.<BR/><BR/>

Stutz, Ulrich

<b>Ulrich Stutz</b><br>Porträt des Professors mit einem Kind auf seinem Schoss. Fotografie eines Unbekannten, um 1900 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>

Styger, Paul

<b>Paul Styger</b><br>Porträt des Kapuziners. Öl auf Leinwand eines bis auf den Namen   Ferracuti   unbekannten Künstlers, 1802 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Der Kapuziner, der gegen die Franzosen kämpfte, liess sich mit Pistole und Schwert porträtieren.<BR/><BR/>

Sulzer

<b>Sulzer</b><br>Plakat für Kreiselpumpen und Dieselmotoren der Firma Gebrüder Sulzer in Winterthur, um 1920 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Das Unternehmen eröffnete nach 1900 Verkaufsbüros in Kairo und Alexandria. Es erhielt von der ägyptischen Regierung einen grossen Auftrag für die zwischen 1915 und 1920 erfolgte maschinelle Einrichtung von Bewässerungsanlagen. Für ihre Werbung benutzte die Firma die Ikonografie der Heiligen Drei Könige, um die arabischen Kunden abzubilden, welche sich für ihre Produkte interessierten.<BR/>

Sulzer

<b>Sulzer</b><br>Giesserei Sulzer in Winterthur. Auf Karton aufgezogene Fotografie, 1919 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die grosse Halle der Giesserei, in der gleichzeitig drei verschiedene Werkstücke gegossen werden konnten, wurde 1891 auf dem Fabrikareal südwestlich des Hauptbahnhofs in Winterthur errichet.<BR/><BR/>

Suter, Hermann

<b>Hermann Suter</b><br>Fotoporträt von  Albert Teichmann,   um 1920 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/><BR/>

Sutermeister, Heinrich

<b>Heinrich Sutermeister</b><br>Der Komponist im Orchestergraben anlässlich einer Probe seiner Oper "Raskolnikoff", die im Januar 1962 im Théâtre du Jorat in Mézières (VD) aufgeführt wurde  © KEYSTONE/Photopress.<BR/><BR/>

Swatch Group

<b>Swatch Group</b><br>Werbeplakat für die Schweizer Uhrenmarke, 1991 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Mit der Aufschrift "Swatch, die fünfte Landessprache" spielt das Plakat zur 700–Jahr–Feier der Eidgenossenschaft auf eine spezifisch schweizerische Eigenheit an, die Mehrsprachigkeit.<BR/>

Swissair

<b>Swissair</b><br>Werbeplakat für Transatlantikflüge in die Vereinigten Staaten, gestaltet vom Grafiker  Henri Ott,   1951 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Swissmem

<b>Swissmem</b><br>Plakat des Vereins Schweizerischer Maschinen-Industrieller Zürich, gestaltet von  Karl Bickel,   um 1925 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Szeemann, Harald

<b>Harald Szeemann</b><br>Der Gestalter des Nationalbank-Pavillons "Geld und Wert" während der Vorbereitungen zur Expo.02 in Biel, Mai 2002  © KEYSTONE.<BR/>

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