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12/2017
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Rabinovitch, Gregor

<b>Gregor Rabinovitch</b><br>Selbstporträt. Radierung, 1918 (Staatsarchiv Zürich, Sammlung Eduard Feh).<BR/><BR/>

Radikalismus

<b>Radikalismus</b><br>Lithografie, 1847   (Musée historique de Lausanne).<BR/>Der radikale Henri Druey war einer der Gründer des Schweizerischen Nationalvereins und stürzte 1845 im Kanton Waadt die liberale Regierung. 1848 gehörte er zu den ersten sieben Bundesräten.<BR/><b>Radikalismus</b><br>Karikatur von  Johann Friedrich Boscovits   auf der Titelseite des "Nebelspalters" vom 24. Dezember 1910 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Walter Bissegger, der 1907–11 die schweizerische FDP präsidierte und 1885–1915 der NZZ als Chefredaktor vorstand, verlangte von seinen Parteimitgliedern den Austritt aus dem rechtsgerichteten Bürgerverband, der seine Mitglieder im Freisinn rekrutierte.<BR/><BR/>

Radio

<b>Radio</b><br>Kabellose Telegrafiestation in Lausanne, 1922. Foto von  Henri Fontannaz (Musée historique de Lausanne).<BR/>Die vom jungen Ingenieur Roland Pièce (auf dem Foto) eingerichtete Rundfunkstation wurde anfänglich für die Kommunikation mit Flugpiloten eingesetzt. Ab 1921 verkehrten zweimal wöchentlich Flugzeuge zwischen den Flughäfen La Blécherette in Lausanne und Le Bourget in Paris. Die Station war in alten Räumlichkeiten auf dem Flugfeld untergebracht, in nächster Nähe zum Wetterdienst. Bald schon sendete Pièce – neben den Meldungen für den Flugverkehr und dem zweistündlichen Wetterbericht – mit seinem Fonografen Musik. Eine Broadcasting-Gesellschaft wurde gegründet, die Konzerte, Gesprächssendungen und Sportnachrichten ausstrahlte, bevor 1923 die Société romande de radiophonie ins Leben gerufen wurde.<BR/><b>Radio</b><br>Ganzseitiges Inserat für Radioapparate aus der "Schweizer Illustrierten Zeitung ", Nr. 50 vom 11.12.1920 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>In der Anfangszeit des Radios galten Rundfunkempfänger als Luxusobjekte, die ein neues Lebensgefühl vermittelten. Aufmerksam hört das Paar den Klängen aus dem Lautsprecher zu, ohne dabei gleichzeitig andere Tätigkeiten zu verrichten.<BR/>

Rahn, Hans Heinrich

<b>Hans Heinrich Rahn</b><br>Titelseite der in Zürich veröffentlichten ersten deutschsprachigen Darstellung der neuen algebraischen Theorien, 1659 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Alte Drucke und Rara).<BR/><BR/>

Rahn, Hans Rudolf

<b>Hans Rudolf Rahn</b><br>Federzeichnung des Zürcher Bürgermeisters von  Johannes Meyer,   1674 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>

Rahn, Johann Rudolf

<b>Johann Rudolf Rahn</b><br>Heligravüre nach einer um 1911 im Zürcher Fotoatelier  Philipp & Ernst Link  aufgenommenen Fotografie (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Ramelli, Agostino

<b>Agostino Ramelli</b><br>Porträt im Frontispiz seines in Paris veröffentlichten Hauptwerks "Le diverse et artificiose machine del capitano Ramelli", 1588 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Ramseyer, Fritz

<b>Fritz Ramseyer</b><br>Porträt der Missionare auf dem Frontispiz des Tagebuchs ihrer Gefangenschaft, gleichzeitig in Paris und Neuenburg erschienen, 1876 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die beiden Missionare der Basler Mission, der Deutsche Johannes Kühne (oben) und der Neuenburger Fritz Ramseyer, gerieten zusammen mit dessen Gattin Rose Louise (unten) in die Gefangenschaft der Asante, einer afrikanischen Volksgruppe. Über die vier Jahre, die sie unfreiwillig im Voltabecken im Süden des heutigen Ghana verbrachten, berichteten sie in diesem Werk.<BR/><BR/>

Rasser, Alfred

<b>Alfred Rasser</b><br>Werbeplakat für die Aufführung des Stücks "HD Soldat Läppli" im Corsotheater in Zürich. Nach einem Entwurf von  Lindi,  1946, lithografiert von der Druckerei E.J. Kernen in Bern (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das Erkennungszeichen der von Alfred Rasser verkörperten Figur ist der rote Schnurrbart.<BR/>

Räte

<b>Räte</b><br>Der Kleine Rat der Stadt Luzern. Erste Illustration aus der "Luzerner Chronik" des Diebold Schilling, 1513 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Diebold Schilling überreicht dem Schultheissen und dem Kleinen Rat seine Bilderchronik, ein prächtiges Buch mit rotem Einband und Schliesse. Die Ratsherren sitzen an einem grossen Ausziehtisch. Bemerkenswert ist die Wiedergabe des Inneren der Ratsstube mit Balkendecke, Turmofen und Butzenscheiben. Auf den Glasgemälden an den Fenstern sind die Wappen der eidgenössischen Orte dargestellt, sowie in der Mitte St. Leodegar, Luzerns Stadtpatron.<BR/><b>Räte</b><br>Die Versammlung des Kleinen und des Grossen Rats der Stadt Zürich. Radierung von   David Herrliberger,   Tafel VI seines Werks "Explication des cérémonies sacrées [...]", Zürich 1752 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>

Rathausen

<b>Rathausen</b><br>Glasgemälde aus dem Kloster Rathausen, von  Jakob Wägmann,   Luzern, 1618 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>1591–1623 liess sich das Kloster Rathausen von Persönlichkeiten und Institutionen aus der Region Luzern und aus der übrigen katholischen Schweiz einen 67-teiligen Glasgemäldezyklus schenken. Der "Einzug von Christus in Jerusalem" ist das 26. Bild der Folge. Es wurde von Rudolf Pfyffer gestiftet, dessen Wappen unten links angebracht ist. In einer Kartusche rechts unten sind die Wappen seiner vier Ehefrauen dargestellt. Nach dem Sonderbundskrieg 1848 verkaufte die liberale Luzerner Regierung die Glasgemälde, um die eidgenössischen Kriegskontributionen zu begleichen. Ende des 19. Jahrhunderts gelang es der Eidgenossenschaft, einen Teil der Werke im nationalen und internationalen Kunsthandel zu erwerben und sie in die Sammlung des Landesmuseums zu integrieren.<BR/>

Rathäuser

<b>Rathäuser</b><br>Gotisches Portal der Ratsstube von Mellingen. Aquarellierte Bleistiftzeichnung von   Ludwig Vogel,   um 1840 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Ratsstube von Mellingen mit Schnitzereien von Hans Wiederkehr stammt aus dem Jahr 1467. Mit dem Portal repräsentierte sich die Kleinstadt. Über dem Kielbogen, der von zwei Fialen flankiert wird, prangt das doppelte Stadtwappen. 1889 erwarb die Eidgenossenschaft die nur noch teilweise erhaltene Inneneinrichtung und demontierte sie. 1896 erfolgte der Einbau des Portals mit den Wappen, der mit Trauben und einem Trinkspruch verzierten Deckenbalken sowie einiger weniger originaler Wandelemente ins Landesmuseum in Zürich.<BR/>

Rätoromanisch

<b>Rätoromanisch</b><br>"Rätoromanisch – Nationalsprache". Themenheft der "Zürcher Illustrierten" vom 11. Februar 1938, mit einer Fotoreportage von  Albert Steiner (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Anerkennung des Rätoromanischen als vierte Landessprache wurde bei der Abstimmung vom 20. Februar 1938 von 91,6% der Stimmbürger und allen Ständen gutgeheissen.<BR/>

Ratten und Mäuse

<b>Ratten und Mäuse</b><br>Rattenfallen! Mausefallen! Kupferstich aus den "Basslerischen Ausruff-Bildern" von  David Herrliberger,  1749  (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das 42. Bild des 52-teiligen Zyklus zeigt einen Hausierer, der Käfigfallen anpreist. Diese Geräte wurden innerhalb von Gebäuden benutzt.<BR/>

Räuber

<b>Räuber</b><br>Hinrichtung des Schwarzbeck genannten Räubers. Flugblatt aus dem Jahr 1731 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Schwarzbecks Bande hatte sich von 1728 an mehrere Untaten zuschulden kommen lassen. In Seengen im Berner Aargau fesselte sie den Pfarrer und seine Magd und plünderte dann das Pfarrhaus. 1730 wurde Schwarzbeck in Ulm gefangen und unter strenger Bewachung nach Bern überführt, wo er am 27. Februar 1731 zum Tod durch Rädern verurteilt wurde.<BR/>

Raumplanung

<b>Raumplanung</b><br>Plakat zur Abstimmung vom 2. Juli 1967, gedruckt bei   Conzett + Huber, Zürich (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Raynal, Guillaume Thomas François

<b>Guillaume Thomas François Raynal</b><br>Porträt auf dem Frontispiz der dritten Auflage der in Genf veröffentlichten sogenannten "Histoire des deux Indes", 1780 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>In der dritten Auflage wurden Despotismus, Klerikalismus und Kolonialismus noch bissiger kritisiert als in den beiden vorangegangenen. Indem Raynal sein Porträt auf dem Frontispiz abbilden liess, bekannte er sich implizit zum Verfasser des Textes. Das Werk wurde vom Parlament in Paris verurteilt und öffentlich verbrannt, was ihm einen grossen Erfolg bescherte.<BR/>

Reale, Egidio

<b>Egidio Reale</b><br>"Die faschistische Politik und der Völkerbund". Titelseite der kurzen, im Exil verfassten und in Paris veröffentlichten Schrift, 1932 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das Werk, eine Analyse der mehrdeutigen Haltung von Benito Mussolinis Regierung gegenüber dem Völkerbund, war mit einem Vorwort von Graf Carlo Sforza versehen. Der frühere Botschafter Italiens in Frankreich trat 1922 aus Protest gegen die faschistische Politik von seinem Amt zurück.<BR/><BR/>

Rebstein

<b>Rebstein</b><br>Die Rheintaler Gemeinde nach dem Dorfbrand von 1891. Gedenkkarte, gezeichnet von  Friedrich Schöffler,   lithografiert von Walter Marty (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Laut Bildunterschrift kostete die Karte 60 Rappen. Der Reinerlös aus dem Kartenverkauf war für die Brandgeschädigten bestimmt.<BR/>

Rechtsaltertümer

<b>Rechtsaltertümer</b><br>Dreiecksgalgen des Hochgerichts der Grafschaft Baden in Dättwil. Ausschnitt aus einer grau lavierten Zeichnung von  Felix Meyer,   um 1700 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>

Rechtsanwälte

<b>Rechtsanwälte</b><br>Der Prokurator. Holzschnitt aus dem "Ständebuch" von   Jost Ammann,   1568 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit durften die Bürger nicht selbst vor Gericht sprechen, sondern mussten sich durch einen Prokurator (Fürsprecher, Ratsredner) vertreten lassen.<BR/>

Rechtsgeschichte

<b>Rechtsgeschichte</b><br>Titelblatt des Werks "Topica legalia" von  Claudius Cantiuncula,   erschienen bei Andreas Cratander, Basel 1520 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>Die Studie des Basler Rechtsprofessors befasst sich v.a. mit der Rhetorik im römischen Recht und diente der allgemeinen Ausbildung von Juristen.<BR/>

Rechtsquellen

<b>Rechtsquellen</b><br>Umschlagseite der Informationsbroschüre zur neuen Verfassung des Kantons Graubünden, die am 18. Mai und am 14. September 2003 vom Volk gutgeheissen worden ist (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die wichtigsten Rechtsquellen sind gemäss Zivilgesetzbuch die Gesetze und die Grundgesetze, also die Bundesverfassung und die kantonalen Verfassungen.<BR/><b>Rechtsquellen</b><br>Titelseiten eines Rechtsquellenbandes des Kantons Luzern, bearbeitet von Konrad Wanner, 2004 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Rechtsradikalismus

<b>Rechtsradikalismus</b><br>Wahlplakat der Nationalen Front von   Richard Doelker,   1935 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Rechtsschulen

<b>Rechtsschulen</b><br>Porträt von Jean Barbeyrac. Stich von   Heinrich Pfenninger   aus dem Werk "Helvetiens Berühmte Männer in Bildnissen", Band 1, Zürich, 1799 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>1711 trat Barbeyrac seine Stelle am neu geschaffenen Lehrstuhl für Recht und Geschichte an der Akademie Lausanne an. Er unterrichtete römisches Recht in lateinischer Sprache sowie Naturrecht und Geschichte auf Französisch.<BR/><b>Rechtsschulen</b><br>Porträt von Johann Caspar Bluntschli. Lithografie von  Joseph Atzinger  nach einer Zeichnung von  Hans Notz,   um 1840 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>

Rechtswissenschaften

<b>Rechtswissenschaften</b><br>Porträt von Peter Conradin von Planta. Federlithografie aus der "Schweizerischen Portrait-Gallerie", erschienen bei Orell Füssli in Zürich, 1888-1907 (Rätisches Museum, Chur).<BR/><BR/>

Reding, Ital (der Ältere)

<b>Ital Reding (der Ältere)</b><br>Siegel an der Urkunde vom 14. April 1441 des Klosters Rüti (Staatsarchiv Zürich, C II 12, Nr. 399).<BR/>Ital Reding verwendete in seinem Siegel die gewöhnliche Hausmarke "R" als Erkennungszeichen, das erst in späterer Zeit zum Familienwappen aufgewertet wurde. Die Siegelumschrift lautet: "S. dicti Ital Reding" (Siegel des genannten Ital Reding). Die Urkunde behandelt einen Streit zwischen dem Kloster Rüti und der Pfarrei Wangen (SZ), in dem Ital Reding als Schiedsrichter vermittelte.<BR/>

Referendum

<b>Referendum</b><br>Karikatur von  Johann Friedrich Boscovits   zum Ausgang der eidgenössischen Referendumsabstimmung vom 11. Mai 1884, erschienen im Nebelspalter vom 17. Mai 1884 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Alte Drucke und Rara).<BR/>Der unter dem Namen "vierhöckriges Kamel" bekannte Urnengang zeigte, wie konservative Kräfte in der Schweiz das Referendum als politische Waffe einzusetzen begannen. Der Karikaturist stellt die Allegorie der "Vox Populi" als Mutter dar, die Konservativen als hämisch lachende, die Liberalen als weinende Buben. Die Rute in ihrer Hand ist mit "Referendum" beschriftet. Die Papierfetzen am Boden tragen die Titel der vier gescheiterten Vorlagen. Laut Bildunterschrift erinnert die Mutter die Sieger daran, dass sich das Abstimmungsglück rasch wenden kann.<BR/>

Reformation

<b>Reformation</b><br>Kanzellettner im Grossmünster in Zürich: Der wegen Gotteslästerung verurteilte Jakob Roth muss im Kanzelkorb Abbitte schwören, 1586 (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 34, Fol. 51v).<BR/>Die Verkündigung des Gottesworts war das Hauptanliegen der Reformatoren. In Zürich liessen sie aus den Steinen der abgebrochenen Altäre und Sakramentshäuser Kirchenkanzeln errichten. Als Ausdruck des neuen Glaubens wurde 1526 im Grossmünster die Chorschranke durch einen mit Ornamenten verzierten Kanzellettner ersetzt. Der wichtige Bauzeuge der Reformation wurde 1853 abgebrochen.<BR/><b>Reformation</b><br>Abbildung der Vorder- und Rückseite eines "Kelchbatzens" aus der "Schweizerchronik bis zum Jahr 1534" von   Heinrich Brennwald   und  Johannes Stumpf,   1535 (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Ms. A 2, S. 379).<BR/>Von der Säkularisation der Kirchenvermögen war auch das liturgische Gerät betroffen. Der Zürcher Rat zog 1526 das Kirchensilber ein und liess es einschmelzen, um daraus Münzen zu prägen. In der katholischen Innerschweiz wurde dieses Geld verrufen und nach der Überlieferung von Brennwald und Stumpf 1527 mit einem Kelchstempel überprägt, damit es seinen Wert verlor.<BR/>

Regalien

<b>Regalien</b><br>Eine Archivschachtel mit den Akten zu den Regalien der Jahre 1803–1836 im Staatsarchiv des Kantons Waadt (Archives cantonales vaudoises, K XI b 11, Foto Rémy Gindroz).<BR/><BR/>

Regeneration

<b>Regeneration</b><br>Antiliberale Karikatur von  David Hess,   um 1831 (Bernisches Historisches Museum)<BR/>Der konservative Zürcher David Hess geisselt hier die neue liberale Berner Verfassung vom 31. Juli 1831: Er stellt die Geburt eines Basilisken dar, der traditionell eine tödliche Gefahr symbolisiert. Dem Ereignis wohnen verschiedene Tiere bei. Ein monströses Wesen spannt einen mit den Wappen der Kantone geschmückten Baldachin über das Bett der Gebärenden. Jedes Detail spielt auf die Gebrüder Schnell und deren Anhänger an, die die Regenerationsbewegung in Bern initiiert hatten. Hinter dem Monster versteckt, beherrschen sie die Szenerie.<BR/>

Regensberg (Gemeinde)

<b>Regensberg (Gemeinde)</b><br>Ansicht der Stadtanlage von Nordwesten. Braun lavierte Federzeichnung, um 1730 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das Städtchen Regensberg liegt auf einem Sporn der Lägern. Der Rundturm mit dem Spitzhelm und das Schloss mit dem Zürcherwappen prägen die Stadtansicht. Die Taufkirche St. Johannes wurde nach ihrer Zerstörung durch den Stadtbrand von 1540 wieder aufgebaut. Gut zu erkennen ist der Befestigungsring, der zwischen 1674 und 1689 rund um die mittelalterliche Stadtmauer angelegt worden ist. Der Weg im Vordergrund führt talwärts nach Niedersteinmaur.<BR/>

Regensberg, von

<b>Von Regensberg</b><br>Grabplatte des Freiherrn Ulrich von Regensberg aus dem Franziskanerkloster in Zürich, Ende 13. Jahrhundert (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Obwohl die Ritzzeichnung den im Grab liegenden Verstorbenen zeigt, erinnert der Faltenwurf der höfischen Kleidung mit dem Regensberger Wappen auf der Brust an eine lebende Persönlichkeit. Damit wird der Hoffnung auf die kommende Auferstehung des Toten Ausdruck gegeben. Da nach der Aufhebung der Grabstätte in der Reformationszeit die Grabplatte als Baumaterial für das Oetenbachbollwerk diente und dabei zu Schaden kam, fehlt das Todesjahr der bestatteten Person auf der Umschrift. Somit bleibt unbekannt, welchem Ulrich der Familie das Grabmonument gewidmet war.<BR/>

Regierungsstatthalter

<b>Regierungsstatthalter</b><br>Ein Statthalter der helvetischen Regierung, von  Gottlieb Wagner   aus Konolfingen, um 1803 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Während der Helvetik vertrat der Regierungsstatthalter die Zentralregierung in den Kantonen. Er kleidete sich wie alle anderen Funktionsträger der Helvetischen Republik in eine Amtstracht, um dem Anspruch der Egalité zu genügen. Eine Kokarde schmückte den Hut. Wichtigstes Kennzeichen seiner Amtswürde war die Schärpe in den Farben der helvetischen Trikolore, die er um den Bauch gebunden hatte. Bei Ehrenanlässen trug er sie über die Schulter.<BR/>

Regio Basiliensis

<b>Regio Basiliensis</b><br>Feuerlöschboot auf dem Rhein zwischen Basel und Hüningen, 2006  © KEYSTONE / AP Photo / Winfried Rothermel.<BR/>Im Rahmen der Regio Basiliensis werden auch grenzüberschreitende Katastrophenübungen durchgeführt. Bei der Ernstfallprobe "Regio Cat 2006" standen Feuerwehr, Polizei, Zivilschutz, Rettungsdienste, Hilfswerke und Opferbetreuung im Einsatz, insgesamt rund 1'500 Personen aus dem Einzugsgebiet der Regio.<BR/>

Reichsgerichte

<b>Reichsgerichte</b><br>König Sigismund und die Kurfürsten halten Gericht, um 1415. Kolorierte Federzeichnung in der Chronik von  Benedikt Tschachtlan,   1470 (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Ms. A 120, S. 477).<BR/>Bis zu den Gerichtsreformen am Ende des 15. Jahrhunderts lag die Rechtsprechung beim König. Hier legt König Sigismund sein mit dem Rat der Kurfürsten gefälltes Urteil dar. Geklagt hatte ein Fuhrmann (rechts), dem Hans von Lupfen, habsburgisch-österreichischer Landvogt im Aargau, bei Colmar eidgenössische Kaufmannsware zerstört hatte. Weil auch der arme Mann sein Recht bekommen sollte, übernahm das Reich den Schaden.<BR/>

Reichsprivilegien

<b>Reichsprivilegien</b><br>Gesandte von Zürich und Bern lassen sich von König Sigismund ihre alten Freiheiten bestätigen. Abbildung aus der "Spiezer Chronik" (1485) von Diebold Schilling  (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 588).<BR/>Die Abgeordneten reisten 1413 nach Meran im Südtirol, wo der neu gewählte deutsche König Sigismund Hof hielt. Sie knien vor dem Herrscher und seinem versammelten Gefolge nieder, legen ihre Freiheitsbriefe vor und bitten Sigismund um deren Erneuerung.<BR/>

Reichsunmittelbarkeit

<b>Reichsunmittelbarkeit</b><br>Die Wappen von Lausanne mit dem Reichsadler. Ausschnitt aus dem Plan von Lausanne, den  David Buttet  für den Rathaussaal gestaltet hat, 1638 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Der Doppeladler über den Farben von Lausanne lässt auf eine Reichsstadt schliessen, was nicht zutrifft, obschon der Bischof als Stadtherr bis 1536 Reichsfürst war. Trotzdem beanspruchte Lausanne die Stellung einer reichsunmittelbaren Stadt noch im 17. Jahrhundert.<BR/>

Reinhard, Hans von

<b>Hans von Reinhard</b><br>Der Bürgermeister des Kantons Zürich in staatsmännischer Haltung. Nach einem Gemälde von Hans Jakob Oeri, 1805, auf Stein gezeichnet von  Karl Friedrich Irmiger,   lithografiert von Ruff und Hofer, Zürich (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>

Reinhart, Hans

<b>Hans Reinhart</b><br>Titelseite von Hans Reinharts Nachdichtung der «Histoire du soldat» von Charles Ferdinand Ramuz, mit neun Holzschnitten von Franz Masereel, gedruckt bei Oprecht in Zürich, 1951 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Reinhart, Joseph

<b>Josef Reinhard</b><br>Der Maler an seiner Staffelei mit seinem Freund und Schüler, dem Luzerner Lorenz Keigel. Selbstporträt, Öl auf Leinwand, 1794 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Das Bild gehört zum Zyklus der Trachtenbildnisse, die der Aargauer Seidenbandfabrikant Johann Rudolf Meyer in Auftrag gegeben hat.<BR/>

Reinhart, Oskar

<b>Oskar Reinhart</b><br>Der Sammler (rechts) beim Einrichten einer Ausstellung im Römerholz in Winterthur, 1955  © KEYSTONE.<BR/>Als sein Haus an der Römerstrasse für seine Sammlung zu klein wurde, erwarb Oskar Reinhart 1924 die Villa Am Römerholz, wo er eine Gemäldegalerie einrichtete. Schon zu Lebzeiten schenkte Reinhard der Stadt Winterthur einen Teil seiner Sammlung (1940), die nach der Gründung einer Stiftung seit 1951 im Museum am Stadtgarten öffentlich zugänglich ist. Den anderen Teil seiner Sammlung Am Römerholz vermachte er 1958 der Eidgenossenschaft; dieser ist seit 1970 für das breite Publikum geöffnet.<BR/>

Reisen

<b>Reisen</b><br>Frontispiz. Stich von   Conrad Meyer   aus einer Sammlung von Erzählungen über Reisen in ferne Länder, herausgegeben vom Chirurgen Hans Jakob Ammann, gedruckt in Zürich, 1677 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Alte Drucke und Rara).<BR/>Die Sammlung enthält vier Berichte über Reisen ins Heilige Land, nach Jamaica, in die Karibik und nach Afrika. Conrad Meyer illustrierte das Frontispiz mit einer stereotypen Ansicht Jerusalems, zwei Eingeborenen aus eigener Vorstellung und dänischen Befestigungsanlagen an einer afrikanischen Küste.<BR/>

Reisläufer

<b>Reisläufer</b><br>Kampf zwischen einem eidgenössischen Reisläufer (links) und einem Landsknecht. Zeichnung aus der handschriftlichen Chronik (1560–1587) des Zürcher Chorherrn  Johann Jakob Wick  (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 15, Fol. 61r).<BR/>Chronisten berichten oft über die Feindschaft zwischen den deutschen Landsknechten und den eidgenössischen Reisläufern, die alle als Söldner im Dienste fremder Herrscher standen. Beide tragen eine geschlitzte und gepuffte Tracht, jene des Landsknechts ist mit dem Andreaskreuz versehen. Der Reisläufer ist mit den üblichen Waffen ausgestattet, einem kurzen Schweizerdolch, dem Anderthalbhänder (Langschwert) und dem Langspiess.<BR/><BR/>

Reiten

<b>Reiten</b><br>Plakat für den Concours Hippique in Yverdon, 1906 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Reiten</b><br>Plakat für das Pfingstrennen in Frauenfeld, gestaltet von  Edouard Elzingre,   1925 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Religiöse Toleranz

<b>Religiöse Toleranz</b><br>Titelseite des 1659 veröffentlichten Werks "Irenicum Catholicum" von  Thomas Henrici (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern).<BR/>In diesem Werk setzt sich der Weihbischof für eine friedliche Wiedervereinigung der christlichen Kirchen ein. Gewidmet ist es Friedrich von Hessen-Darmstadt, der sich als junger Adliger vom Johanniterorden hatte begeistern lassen und zum Katholizismus konvertiert war. Er hatte eine Flotte von Malteserrittern mit Waffen ausgerüstet und deren Kommando übernommen. In der Schlachtszene wird der Sieg seiner Truppen 1640 über die Türken gezeigt. Das Bild macht deutlich, dass die religiöse Toleranz einzig der christlichen Glaubensrichtung vorbehalten war.<BR/>

Renggli, Sepp

<b>Sepp Renggli</b><br>Der Radioreporter beim Siegerinterview, Fotografie von 1965  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Sepp Renggli spricht im Zürcher Hallenstadion mit dem Schweizer Radrennfahrer Fritz Pfenninger, der zusammen mit seinem Teamkollegen Peter Post soeben das Sechstagerennen gewonnen hat.<BR/>

Republik

<b>Republik</b><br>Vorderseite eines Sechzehnerpfennigs von Bern. Silbermünze nach einer Gravur von  Jean Dassier,   1742 (Bernisches Historisches Museum, Inv. 54.439)<BR/>Auf der Vorderseite wird die Republik Bern durch einen aufgerichteten Bären symbolisiert, der seine Kriegsbeute präsentiert. <BR/><b>Republik</b><br>Rückseite eines Sechzehnerpfennigs von Bern. Silbermünze nach einer Gravur von  Jean Dassier,   1742 (Bernisches Historisches Museum, Inv. 54.439).<BR/>Die Rückseite zeigt "Das Glück des Gemeinwesens": Die Personifizierung der Religion mit Schwert, Zepter und Rutenbündel steht zwischen einem Storch (Sorgfalt) und einer Eule (Wachsamkeit).<BR/><BR/><b>Republik</b><br>"Die Republik Genf", Öl auf Holz von   Jean-Pierre Saint-Ours,   1794. Foto von François Martin (Musée d'art et d'histoire Genève, no inv. 1985-0240).<BR/>Dieses riesige Tafelbild (3,85 x 1,51 m) wurde 1793 vom gesetzgebenden Rat beim Abgeordneten und Historienmaler Jean-Pierre Saint-Ours in Auftrag gegeben. Der Künstler liess sich von Zeichnungen inspirieren, die er 1781 während seines Romaufenthalts angefertigt hatte. Entsprechend verweist die "Figure de la République" auf die Symbolik des republikanischen Rom. In der Rechten hält sie das Feldzeichen mit dem Adler und der Oriflamme in den Farben Rot und Gelb. Mit der Linken zeigt sie auf das Jahr II der Republik Genf und auf ein Relief mit dem Profil von Jean-Jacques Rousseau. Saint-Ours hat diese Symbole in eine wirklichkeitsgetreue Umgebung mit der Kathedrale, dem See und dem Salève eingebettet.<BR/>

Respini, Gioachimo

<b>Gioachimo Respini</b><br>Federlithografie aus der "Schweizerischen Portrait-Gallerie", die 1888–1907 bei Orell Füssli in Zürich erschien (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Restauration

<b>Restauration</b><br>Titelblatt des zweiten Bands der deutschen Originalausgabe von Karl Ludwig von Hallers Werk "Restauration der Staatswissenschaft", in dem der Begriff "Restauration" erstmals vorkommt (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/><b>Restauration</b><br>Titelblatt des zweiten Bands der französischen Übersetzung von Karl Ludwig von Hallers Werk "Restauration der Staatswissenschaft", in dem der Begriff "Restauration" erstmals vorkommt (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Restauration</b><br>Das Löwendenkmal in Luzern. Aquatinta von  Heinrich Siegfried,   nach einem Original von Johann Rudolf Dikenmann, um 1840 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Zur Erinnerung an die bei der Verteidigung der Tuilerien am 10. August 1792 gefallenen Schweizer Gardisten hatte Karl Pfyffer von Altishofen – er war im Ancien Régime Offizier in französischen Diensten gewesen – bereits 1805 die Errichtung eines Denkmals geplant. Der Löwe, ein Sinnbild des eidgenössischen Mutes, war vom Dänen Bertel Thorvaldsen entworfen und von Schweizer Bildhauern in Stein gemeisselt worden. Das Denkmal wurde am 10. August 1821 feierlich eingeweiht. In den Augen der Zeitgenossen stand es für den Triumph der Restauration, weshalb es in liberalen und republikanischen Kreisen der Eidgenossenschaft auf Ablehnung stiess. Gleichwohl wurde der Löwe bald zu einer touristischen Attraktion während der Romantik.<BR/><BR/>

Reverdin, Jaques Louis

<b>Jaques Louis Reverdin</b><br>Tafel mit verschiedenen Schmetterlingen aus der Familie der Hesperiden, gezeichnet und lithografiert von Jules Culot zur Illustration eines Artikels Reverdins im "Bulletin de la Société lépidoptérologique de Genève", Juli 1912 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Revilliod, Gustave

<b>Gustave Revilliod</b><br>Porträt des Genfer Mäzens, Öl auf Leinwand, gemalt von  François d'Albert-Durade,   1877. Foto von François Martin (Musée d'art et d'histoire Genève, Legs Gustave Revilliod, no inv. CR 0435).<BR/><BR/>

Rhätische Bahn (RhB)

<b>Rhätische Bahn (RhB)</b><br>Werbeplakat von  Ernst E. Schlatter   aus dem Jahr 1911 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Rheinau (Gemeinde)

<b>Rheinau (Gemeinde)</b><br>Ansicht des Städtchens von Westen. Gouache eines unbekannten Künstlers, um 1820 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Darstellung zeigt die Landschaft südlich des Rheinfalls (am linken Bildrand). Der Rhein umfliesst aus Norden kommend (von links) zunächst die unbebaute badische Landzunge, die Halbinsel Schwaben. Das Kloster Rheinau liegt auf einer Flussinsel. Das Gegenstück zu Schwaben bildet die schweizerische Halbinsel mit dem Städtchen Rheinau und der Bergkirche. Am badischen Ufer ist das Dorf Altenburg erkennbar. Am Schweizer Ufer bilden der Gasthof Salmen sowie die Kornmagazine und die Stallungen des Klosters (um 1705 erbaut) den Brückenkopf. Die gedeckte Rheinbrücke wurde nach ihrer Zerstörung im Krieg 1799 in den Jahren 1804–1806 wieder aufgebaut.<BR/>

Rheinau (Kloster)

<b>Rheinau (Kloster)</b><br>Reliquienbüste des heiligen Mauritius aus dem Kloster  (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Kopfpartie entstand um 1200 und ist ein wichtiges Zeugnis der romanischen Goldschmiedekunst in der Schweiz. 1668 fertigte der Rapperswiler Goldschmied Johann Caspar Dietrich die restlichen Teile des Reliquiars an (Soldatenhelm, Brustpartie, Sockel).<BR/><b>Rheinau (Kloster)</b><br>Ansicht des Klosters Rheinau von Nordwesten. Kolorierte Radierung von  Johann Jakob Aschmann,   um 1790 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die doppeltürmige barocke Klosterkirche dominiert die Rheininsel. Die Brücke verbindet das Kloster mit dem Städtchen Rheinau. Auf der Inselspitze im Vordergrund ist die Felix- und Regulakirche zu erkennen, die 1752–1753 anstelle der alten Kirche der ehemaligen Schwesterngemeinschaft gebaut worden ist. Am entfernteren Ende der Insel hebt sich die Magdalenenkapelle von 1587 hervor. Die Ökonomiegebäude und Gästehäuser des Klosters liegen nicht auf der Insel, sondern bilden den stadtseitigen Brückenkopf.<BR/>

Rheintal

<b>Rheintal</b><br>Raufhandel zwischen Katholiken und Protestanten in Altstätten (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 30, Fol. 183v).<BR/>Unter den Bewohnern des Rheintals brachen bis zum Ende des Ancien Régime oft konfessionelle Konflikte aus. In der Vorfastnachtszeit 1582 leisteten die mehrheitlich katholischen Bauern aus Lüchingen mit den protestantischen vom Kornberg Frondienst. Beim anschliessenden Mahl in Altstätten gerieten sie in Streit. Dabei setzten sie ihre Werkzeuge als Waffen ein.<BR/>

Rich, Arthur

<b>Arthur Rich</b><br>Fotografie, aufgenommen von  Walter Bieri  am Wohnsitz des Professors, 19. Januar 1990  © KEYSTONE / Walter Bieri.<BR/>

Richterswil

<b>Richterswil</b><br>Das Seeufer von Osten. Fotografie von  Rudolf Zinggeler,  um 1900 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Zinggeler).<BR/>Die markante Seidenzwirnerei Zinggeler (im Vordergrund links) wurde kurz nach 1873 vom Vater des Fotografen zusammen mit einem Hochdruckkraftwerk errichtet. Mit dem überschüssigen Druckwasser betrieb die Firma bis 1962 einen ungefähr 80 m hohen Springbrunnen. 2007 setzte ein privater Verein die Fontäne als Zeuge der industriellen Epoche Richterswils wieder in Betrieb. Das denkmalgeschützte Gebäude der Seidenzwirnerei Zinggeler brannte 2010 ab.<BR/>

Rieben, Henri

<b>Henri Rieben</b><br>Der Leiter des Zentrums für europäische Forschung am 2. November 2002 während einer Rede in Lausanne anlässlich der Übergabe der Goldmedaille der Stiftung Jean Monnet an den ungarischen Staatspräsidenten Ferenc Mádl  © KEYSTONE / Fabrice Coffrini.<BR/>

Riederalp

<b>Riederalp</b><br>Werbeplakat für die Riederalp und das Aletschgebiet, gestaltet von  Louis Koller  im Auftrag des Verkehrsbüros Brig, 1960 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Rieter

<b>Rieter</b><br>Spinnmaschine der Firma Joh. Jacob Rieter & Cie., präsentiert in der Maschinenhalle der schweizerischen Landesausstellung 1896 in Genf. Fotografie von  Fred Boissonnas (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Ringgenberg

<b>Ringgenberg</b><br>Ruinen der Burg der Herren von Ringgenberg. Aquarell mit Federkonturen von  Albrecht Kauw,   vor 1670 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Die Ansicht aus Südwesten mit dem Brienzer Rothorn im Hintergrund stammt aus der Zeit, bevor die Überreste der Burg nach den Plänen von Abraham Dünz 1670–1671 in die neu errichtete Kirche integriert wurden.<BR/>

Ringier

<b>Ringier</b><br>Titelseite der wichtigsten illustrierten Wochenzeitung der Schweiz vom 10. Juni 1974, Nr. 24 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der Ringierverlag gab ab 1911 die "Schweizer Illustrierte Zeitung" heraus, die 1972 mit der Zeitschrift "Sie und Er" fusionierte. Diese Spezialnummer von 1974 war der Fussballweltmeisterschaft gewidmet. Die auf der Titelseite abgebildeten Spieler der Schweizer Nationalmannschaft, welche die Qualifikation verpasst hatte, mussten sich mit der Zuschauerrolle begnügen.<BR/>

Ringoltingen, von

<b>Von Ringoltingen</b><br>Jahrzeitbehang der Familie von Ringoltingen aus dem Berner Münster. Basler Wirkerei, um 1460 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Wahrscheinlich gab Thüring von Ringoltingen im Gedenken an seinen 1456 verstorbenen Vater Rudolf den Bildteppich in Auftrag. Er zeigt die Deutschordensherren der Berner Leutkirche, des späteren Münsters, mit Familienangehörigen beim alljährlichen Besuch von Rudolfs Grab. Über dem Leichnam steht der Spruch: "An dieser Figur sollt ihr erkennen: Euch allen wird dasselbe geschehen." Die gewirkten Allianzwappen der Familien von Ringoltingen und von Hunwil wurden mit denjenigen des späteren Besitzer, der Familien Heggenzi von Schaffhausen (links) sowie von Landenberg von Zürich (rechts), überstickt.<BR/>

Riom

<b>Riom</b><br>Burgruine. Foto in Richtung Osten mit dem Dorf Cunter im Hintergrund, um 1937 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege).<BR/>Die Mitte des 13. Jahrhunderts errichtete Burg wurde, nachdem die Talschaft die bischöflichen Rechte abgelöst hatte, ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts nicht mehr bewohnt. Nach dem Dorfbrand von 1864 verwendeten die Bewohner das Dachgebälk, um damit einen Teil ihrer zerstörten Häuser zu reparieren. Erst 1973 wurde das Dach neu gebaut. Die Festung beherbergt seit 2006 das erste professionelle rätoromanische Theater der Schweiz und ist Sitz der Kulturstiftung Origen.<BR/>

Ritschard, Willi

<b>Willi Ritschard</b><br>An der Tagung der Sozialistischen Internationale vom November 1982 in Basel, im Gedenken an den Friedenskongress von 1912  © KEYSTONE / Michael Kupferschmidt.<BR/>Von links nach rechts: Lionel Jospin, Sekretär der Sozialistischen Partei Frankreichs, Willy Brandt, alt Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und Bundesrat Willi Ritschard.<BR/>

Ritter, Erasmus

<b>Erasmus Ritter</b><br>Plan des Grossen Zeughauses in Bern, geschaffen vom Berner Architekten im Jahr 1757 (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.XXIa.92.3, f. 38).<BR/>Oben die gegen Süden gerichtete Hauptfassade (Aufriss), in der Mitte der vom Haupteingang bestimmte Längsschnitt in der Symmetrieachse, unten der Querschnitt. Das frühklassizistische Projekt, das zahlreiche grössere Neubauten vorsah, gelangte nicht zur Ausführung.<BR/><BR/>

Ritter, Karl Wilhelm

<b>Karl Wilhelm Ritter</b><br>Porträt aus dem Zürcher Fotoatelier von  Emil Gassler,   um 1885 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/><BR/>

Riva, Alfonso

<b>Alfonso Riva</b><br>Titelseite der "L'idea nazionale", Wochenzeitung und Organ der von Riva gegründeten Lega nazionale ticinese, Nr. 2 vom 12. Januar 1934 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Wochenzeitung erschien von 1933 bis 1938 mit einer durchschnittlichen Auflage von 1'500 Exemplaren. Sie trug denselben Titel wie das 1910 gegründete Parteiorgan des Partito nazionalista italiano, der sich 1923 mit dem Partito nazionale fascista zusammenschloss. Einzelne Artikel der Publikation waren auf Deutsch verfasst, weil die Lega nazionale ticinese vorübergehend eine kantonale Sektion des Deutschschweizer Bunds für Volk und Heimat gewesen war.<BR/>

Robbiani, Dario

<b>Dario Robbiani</b><br>Der SP-Fraktionspräsident (links) im Gespräch mit seinem Parteikollegen Moritz Leuenberger während der Wintersession im Dezember 1986  © KEYSTONE.<BR/>

Roch, André

<b>André Roch</b><br>Der Alpinist mit einigen Teilnehmern der Everestexpedition auf dem Rollfeld des Flughafens Genf-Cointrin, 20. März 1952  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Von links nach rechts: Edouard Wyss-Dunant, der medizinische Leiter der Expedition, André Roch, Ingenieur und Bergsteiger, und Albert Zimmermann, Botaniker. Rechts hinten wird Marguerite Lobsiger-Dellenbach, Direktorin des Musée d'ethnographie von Genf, von einer Stewardess im dunklen Kostüm begleitet. Neben der Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse war die Expedition damit beauftragt, eine neue Route auf den Mount Everest zu eröffnen. Raymond Lambert, der von Sherpa Tenzing Norgay begleitet wurde, erreichte am 28. Mai 1952 als erster Bergsteiger ohne Sauerstoff eine Höhe von 8000 m.<BR/>

Roche (VD)

<b>Roche (VD)</b><br>Grundriss von Roche und Umgebung, Zeichnung aus dem beginnenden 18. Jahrhundert von  Cäsar Steiger (Burgerbibliothek Bern).<BR/>Der Ausschnitt zeigt den Flusslauf der Eau Froide von den Alpen bis in die Ebene. Das geflösste Holz wird in einem kleinen, künstlich gestauten See gesammelt und anschliessend im zentralen Gebäude (mit rotem Dach) der südlich der Ortschaft gelegenen Saline als Brennstoff zum Eindampfen der Sole verwendet. In den sechs langgestreckten Gradierwerken wird die Sole vorbehandelt. Die Salzproduktion wurde in Roche 1730 eingestellt.<BR/>

Rock- und Popmusik

<b>Rock- und Popmusik</b><br>Plakat für eine Ausstellung im Musée des arts décoratifs in Lausanne 1978, gestaltet vom Grafiker  Werner Jeker (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Ausstellung von Plattenhüllen und Plakaten veranschaulichte die Bezüge zwischen der bildenden Kunst und der Rock- und Popmusik. Die deformierte Vinylplatte ist eine Anspielung auf Apple Records, das von den Beatles 1968 gegründete Plattenlabel.<BR/><b>Rock- und Popmusik</b><br>Zweites "Monsterkonzert" im Zürcher Hallenstadion, 1968  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Jimi Hendrix zusammen mit Schlagzeuger Mitch Mitchell und Bassist Noel Redding während des Konzerts vom 31. Mai 1968.<BR/><b>Rock- und Popmusik</b><br>Zweites "Monsterkonzert" im Zürcher Hallenstadion vom 31. Mai 1968  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Zuschauer versuchen die Bühne zu erklimmen. An der Wand hängt ein Werbeplakat der Jugendzeitschrift "Pop", des "Magazins der Pop-Generation".<BR/>

Roger, Noëlle

<b>Noëlle Roger</b><br>Die Schriftstellerin, um 1920. Aufnahme eines unbekannten Fotografen (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung).<BR/>

Rohan, Henri de

<b>Henri de Rohan</b><br>Porträt auf dem Frontispiz und Titelseite des ersten Bandes des Werks "Mémoires et lettres de Henri duc de Rohan, sur la guerre de la Valteline". Das dreibändige Werk wurde 1758 in Genf von Beat Fidel Zurlauben veröffentlicht (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Rolle (Gemeinde)

<b>Rolle (Gemeinde)</b><br>Die Stadt in der von einem unbekannten Zeichner gefertigten "Carte d'une partie du Pays de Vaud", um 1650 (Archives cantonales vaudoises, Gc 406/B, Foto Rémy Gindroz).<BR/>Auf der vereinfachten Darstellung sind vom Umland nur die Dörfer Dully und Begnins wiedergegeben. Die mittelalterliche Stadtanlage mit der parallel zum Genfersee verlaufenden Hauptgasse und dem Schloss im Osten ist jedoch wirklichkeitsgetreu abgebildet.<BR/>

Romainmôtier (Herrschaft, Vogtei)

<b>Romainmôtier (Herrschaft, Vogtei)</b><br>Ausschnitt aus der "Tierce carte pour la seigneurie et bailliage de Romainmôtier en 1572". Karte der Herrschaft und Vogtei eines unbekannten Zeichners (Archives cantonales vaudoises, Bq 2, Foto Rémy Gindroz).<BR/>

Romanisierung

<b>Romanisierung</b><br>Bronzekopf, 1. Jahrhundert n.Chr. (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Der zu Beginn des 18. Jahrhunderts vom Pfarrer von Prilly entdeckte Bronzekopf wurde seither als Büste des Mannes "von Prilly" bezeichnet. Er stammt mit Sicherheit vom Ufer des Genfersees, jedoch nicht von Prilly, sondern wahrscheinlich vom Grabungsort Lousonna.<BR/>

Rossel, Virgile

<b>Virgile Rossel</b><br>Porträtaufnahme aus dem Fotostudio von  Arnold Wicky  in Bern, um 1895 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Die Fotografie mit Rossels Unterschrift entstand vermutlich, als er an der Universität Bern Professor war.<BR/>

Rossier, Edmond

<b>Edmond Rossier</b><br>Der Historiker in einer Aufnahme des Lausanner Fotografen  Paul Bonzon,  1917 (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung).<BR/>

Rotes Kreuz

<b>Rotes Kreuz</b><br>Plakat von   Eric de Coulon   aus dem Jahr 1942 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Roth, Alfred

<b>Alfred Roth</b><br>Die Schrift des Architekten und Architekturtheoretikers, publiziert bei den Editions Dr. H. Girsberger in Zürich, 1940 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das Werk zeigt zwanzig Gebäude, entstanden unter dem Einfluss des Neuen Bauens und realisiert von Architekten aus der ganzen Welt, darunter Le Corbusier und Pierre Jeanneret, Richard J. Neutra, Max Bill und Alvar Aalto.<BR/>

Rothenburg (Gemeinde)

<b>Rothenburg (Gemeinde)</b><br>Fotografie des Ortskerns, 1915 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern).<BR/>Die meist giebelständigen oder mit Quergiebeln ausgestatteten Häuser verleihen dem Ort den Charakter eines Fleckens, einer Mischform von kleinstädtischer und dörflicher Siedlungsweise. Die Durchgangsstrasse und die Vorplätze weisen noch einen Naturbelag auf; die Entwässerung erfolgt über eine offene, mit Steinen besetzte Rinne. Beim markanten Gebäude mit Krüppelwalmdach am Ende der Häuserzeile handelt es sich um den Gasthof Bären.<BR/>

Rothmund, Heinrich

<b>Heinrich Rothmund</b><br>Der Leiter der Polizeiabteilung des Justiz- und Polizeidepartements ergreift 1945 an der Schweizerischen Flüchtlingskonferenz in Montreux das Wort  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Die von der Zentralstelle für Flüchtlingshilfe, dem International Migration Service und weiteren Institutionen organisierte Konferenz fand vom 28. Februar bis am 1. März 1945 statt. Als Vertreter der Bundesbehörde sprach Rothmund von der Furcht vor Überfremdung und der Notwendigkeit, dass die Flüchtlinge ausreisen sollten. Ausserdem kündigte er an, dass er sein Amt zeitweilig aufgeben werde, um als Delegierter des Intergouvernementalen Komitees für Flüchtlinge tätig zu sein.<BR/>

Rotsee

<b>Rotsee</b><br>Zielankunft im Skiffrennen an den Ruderweltmeisterschaften 1962  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Die ersten Ruderweltmeisterschaften auf dem Rotsee 1962 zogen ein grosses Publikum an. Wjatscheslaw Iwanow (Sowjetunion) gewann das Rennen vor Stuart McKenzie (Grossbritannien). An dritter Stelle lag das Boot aus den USA. 1974, 1982 und 2001 wurde auf dem Rotsee ebenfalls um Weltmeistertitel gerudert.<BR/>

Roud, Gustave

<b>Gustave Roud</b><br>An seinem Schreibtisch in Carrouge (VD), 29. Juni 1957  © KEYSTONE/Photopress.<BR/><BR/>

Rougemont, Denis de

<b>Denis de Rougemont</b><br>Im Centre européen de la culture in Genf, 23. April 1963  © KEYSTONE/Photopress.<BR/><BR/>

Rubattel, Rodolphe

<b>Rodolphe Rubattel</b><br>Der neu gewählte Bundesrat im Kreis seiner Familie, fotografiert in seinem Haus in Lausanne, Dezember 1947  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Auf dem Lehnstuhl sitzen Rubattels Frau Marthe Rubattel-Moulin und seine Tochter Claire Rubattel, die eine Vorkämpferin für feministische Anliegen im Bildungsbereich werden sollte.<BR/>

Ruchat, Abraham

<b>Abraham Ruchat</b><br>Porträt. Öl auf Karton eines unbekannten Künstlers, um 1720 (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Ruchet, Marc

<b>Marc Ruchet</b><br>Porträt des Bundesrats, um 1900 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>

Ruchonnet, Louis

<b>Louis Ruchonnet</b><br>Porträt aus dem Lausanner Atelier für Porträtaufnahmen von  Samuel Heer-Tschudi,  um 1865 (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Rudio, Ferdinand

<b>Ferdinand Rudio</b><br>Porträtaufnahme des Mathematikers kurz vor seiner Berufung an das Polytechnikum Zürich, 1884 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/><BR/>

Ruffy, Eugène

<b>Eugène Ruffy</b><br>Federlithografie aus der "Schweizerischen Portrait-Gallerie", erschienen zwischen 1888 und 1907 bei Orell Füssli in Zürich (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Rumänien

<b>Rumänien</b><br>Reportage über Schweizer in Rumänien. Doppelseite aus der Wochenzeitschrift "Zürcher Illustrierte", 19. Februar 1937 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der Journalist Werner Kündig stellt drei Schweizer Familien vor, die in die rumänische Provinz Dobrudscha zwischen der Donau und dem Schwarzen Meer ausgewandert sind. Porträtiert werden die Schaffhauser Familie von Emil Meister, Schulmeister und Baptistenpfarrer, und die beiden Berner Familien von Paul Flückiger, einem Milchmann, der zum Kleinbauern wurde, bzw. von Gottlieb Steinmann, der einen grossen Bauernbetrieb bewirtschaftet.<BR/><b>Rumänien</b><br>Plakat des Musée d'ethnographie in Neuenburg, das eine Ausstellung über Kunstschätze aus Rumänien ankündigt, 1968 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Rumbold, Horace

<b>Horace Rumbold</b><br>Der britische Diplomat in einer Aufnahme von  Paul Bonzon,  1917 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Rusca, Giovan Battista

<b>Giovan Battista Rusca</b><br>Letzte Sitzung der Konferenz von Locarno vom 16. Oktober 1925. Von links nach rechts: Benito Mussolini, Giovan Battista Rusca sowie Joseph Austen Chamberlain und Cecil Hurst von der britischen Delegation  © KEYSTONE.<BR/>Als Stadtpräsident von Locarno nahm Rusca an der letzten Zusammenkunft der internationalen Konferenz teil, die am 5. Oktober in Locarno eröffnet worden war und zum Abschluss der Verträge von Locarno führte. Diese sahen vor, dass Deutschland die im Versailler Vertrag festgelegten Grenzen anerkannte. An der Konferenz beteiligt waren der italienische Regierungschef Benito Mussolini, der deutsche Aussenminister Gustav Stresemann sowie seine Amtskollegen Aristide Briand aus Frankreich, Chamberlain aus Grossbritannien und Emile Vandervelde aus Belgien.<BR/>

Russ, Melchior

<b>Melchior Russ</b><br>Initiale aus seiner Chronik, um 1482 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Ms. 1a fol., S. 23).<BR/>Die rote Anfangszeile lautet: "Wie eine schlach zu Buchennans [Buonas ZG] ist beschechenn." Das Treffen zwischen den Eidgenossen und Österreich soll laut Russ 1333 stattgefunden haben.<BR/>

Russland

<b>Russland</b><br>Fotografie der Käserei Fritz Stücker-Ammeter im Gebiet Kars südlich des Kaukasus, um 1900 (Schweizerisches Sozialarchiv, Russlandschweizer-Archiv, F 5119-Fd-007).<BR/>Die Käser stellten unter den Berufsleuten, die aus der Schweiz ins Zarenreich auswanderten, zwar nicht die grösste Gruppe dar. Aber zusammen mit den Zuckerbäckern wurden sie am stärksten mit der Schweiz in Verbindung gebracht.<BR/><b>Russland</b><br>Karikatur von  Willi Lehmann-Schramm  aus dem "Nebelspalter", 1901, Nr. 15 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Nach der Ermordung von Zar Alexander II. 1881 nahm die Zahl anarchistisch motivierter Attentate in Russland zu. Das Innenministerium baute eine Geheimpolizei auf, die hunderte, zu Recht oder zu Unrecht der Gefährdung der Staatssicherheit verdächtigte Russen verhaftete und nach Sibirien deportierte. Der Karikaturist des "Nebelspalters" ahnte, dass die zu Tode Gekommenen wie Schreckgespenster den revolutionären Bewegungen beistehen würden, um die Freiheit und das Recht zu gewinnen und die Fesseln des Volkes zu sprengen.<BR/><b>Russland</b><br>Möbelfabrik F. Studer in St. Petersburg. Fotografie, um 1900 (Schweizerisches Sozialarchiv, Russlandschweizer-Archiv, F 5119-Fc-001).<BR/>Der Winterthurer Färber Friedrich Hartmann Studer arbeitete in der deutsch-russischen Textilfärberei Rabeneck in Sobolewo bei Moskau. 1872 erwarb er eine kleine Sägerei in St. Petersburg, die er zu einer Möbelfabrik ausbaute. 1897 beschäftigte das Unternehmen 75 Arbeiter. 1917 erfolgte die Umwandlung der Firma in die Aktiengesellschaft "Severnaja fanera" (Deutsch: Nordische Furniere).<BR/><b>Russland</b><br>Werbeplakat der Gesellschaft Schweiz-Sowjetunion von  Hans Erni,   1945 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Gesellschaft, die sich für die Förderung des kulturellen Austausches zwischen der Schweiz und der Sowjetunion einsetzte, wurde 1944 in Basel gegründet. Ihre Verantwortlichen waren grösstenteils Mitglieder der Partei der Arbeit, ausserdem gehörten ihr einige weitere Gesinnungsgenossen wie der Maler Hans Erni oder der Neuenburger Professor Jean de La Harpe an. Anfänglich verzeichnete die Gesellschaft einen lebhaften Zulauf und zählte mehr als 100'000 Sympathisanten, insbesondere nach dem Sieg der Roten Armee gegen Nazideutschland. Die Mitgliederzahlen sanken jedoch, weil sie auch zu Beginn des Kalten Kriegs unterschiedslos alle Positionen der Sowjetunion guthiess.<BR/><b>Russland</b><br>Der russische Schriftsteller Vladimir Nabokov mit seiner Frau Vera Nabokova geborene Slonim vor dem Hotel Montreux-Palace, 1967 (Fondation Horst Tappe) © KEYSTONE / Horst Tappe.<BR/>Der Schriftsteller übersiedelte im Oktober 1961 nach Montreux und lebte dort bis zu seinem Tod im Juli 1977. Er wurde auf dem Friedhof von Clarens beigesetzt.<BR/>

Rüstung

<b>Rüstung</b><br>Herstellung einer Kanone im Zeughaus von Zürich. Radierung von   Johann Melchior Füssli   im "Neujahrsblatt der Gesellschaft der Constaffler und Feuerwerker im Zeughaus", 1715 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/><b>Rüstung</b><br>Wachtmeister Heinrich Fuhrer von Anwil, Kontingent Basel. Aquarell von  Franz Feyerabend (Universitätsbibliothek Basel, Handschriftenabteilung).<BR/>Die Anspielung auf den Nationalhelden Wilhelm Tell im Hintergrund verdeutlicht, dass das Tenue des Wachtmeisters exakt vorschriftsgemäss ist. Feyerabend stellte in einer Serie von Aquarellen die Uniformen der verschiedenen kantonalen Kontingente dar, die 1792 nach Ausbruch des Ersten Koalitionskrieges von der Tagsatzung zum Schutz der Grenzen nach Basel aufgeboten wurden.<BR/>

Rüti (ZH, Gemeinde)

<b>Rüti (ZH, Gemeinde)</b><br>Ansicht aus Südwesten, Fotografie, um 1900 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Industriebauten im Vordergrund schliessen an den Dorfkern an, in dessen Zentrum die ehemalige Klosterkirche steht. Im Hintergrund erhebt sich der 1115 m hohe Bachtel. Knapp über der Kirchturmspitze ist die Eisenbahnlinie Rüti–Wald zu erkennen.<BR/>

Rüti (ZH, Kloster)

<b>Rüti (ZH, Kloster)</b><br>Totenschild des Petermann von Raron. Aus dem Kloster Rüti, nach 1479 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Für den Adel aus dem Gebiet der Ostschweiz war das Kloster Rüti vom ausgehenden 13. Jahrhundert bis zur Reformation eine wichtige Gedenk- und Begräbnisstätte. Totenschilde und -fahnen wurden über den Gräbern sozial hochgestellter Personen aufgehängt.<BR/>

Rütli

<b>Rütli</b><br>Malerische Ansicht der Rütliwiese und des Vierwaldstättersees. Gouache von 1835 aus dem Atelier Bleuler in Feuerthalen nach einer Originalzeichnung von  Johann Heinrich Bleuler (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/><BR/>

Rüttimann, Johann Jakob

<b>Johann Jakob Rüttimann</b><br>Frontispiz mit Verfasserporträt und Titelblatt der "Kleinen Vermischten Schriften", postum erschienen bei Orell, Füssli & Co., Zürich, 1876 (Staatsarchiv Zürich).<BR/>Die Gedenkausgabe enthält neben Aufsätzen und einer Biografie auch die Nekrologe, die Johann Jakob Rüttimann für Bundesrat Jonas Furrer und den Juristen Friedrich Ludwig von Keller verfasst hat.<BR/><BR/>

Rüttimann, Vinzenz

<b>Vinzenz Rüttimann</b><br>Radierung von Johann Heinrich Lips. Nach einer Zeichnung von  Elisabeth Pfenninger,   1808 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Druckgrafik zeigt den Luzerner Schultheissen in seinem Amtsjahr als Landammann der Schweiz.<BR/>

Ryhiner, Johannes

<b>Johannes Ryhiner</b><br>Der Bürgermeister von Basel. Kupferstich von Bartholomäus Hübner nach einem 1781 entstandenen Gemälde von  Anton Hickel,  veröffentlicht bei Christian von Mechel in Basel, 1790 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>

Ryser, Emile

<b>Emile Ryser</b><br>Zeichnung eines unbekannten Künstlers, um 1918. Druck aus einem Bestand des Schweizerischen Metall- und Uhrenarbeiterverbands (Schweizerisches Sozialarchiv, F 5032-Pa-0014).<BR/><BR/>

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